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Bund weitet Massnahmen gegen Vogelgrippe auf ganze Schweiz aus



Der Bund weitet die Schutzmassnahmen gegen ein weiteres Ausbreiten der Vogelgrippe aus. Ab Mittwoch kann er unter bestimmten Bedingungen eine Stallpflicht für Geflügel erlassen. Nach dem Genfer- und dem Bodensee ist jetzt auch der Neuenburgersee betroffen.

Im Kanton Freiburg hatte ein Wildhüter-Fischereiaufseher am Montag an der Nouvelle Plage von Estavayer einen verendeten jungen Höckerschwan aufgefunden. Todesursache war das Vogelgrippevirus H5N8, wie die Freiburger Behörden am Dienstag mitteilten. Es sei wichtig, wachsam zu bleiben, um die Gesundheit der zwei Millionen Nutzgeflügel und 900 Nutzgeflügelbetriebe im Kanton Freiburg zu schützen, teilte der Kantonstierarzt mit.

Mit den getroffenen Massnahmen soll verhindert werden, dass Wildvögel das Geflügel mit dem Vogelgrippevirus anstecken. Um jeden Kontakt von Wildvögeln mit Hausgeflügel zu vermeiden, müssen Fütterung und Tränke in einem gegen aussen geschlossenen Stall stattfinden, wie das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) mitteilte.

Falls sich diese Vorgaben nicht einhalten liessen, müssten die Tiere in geschlossenen Räumen oder in Stallsystemen mit einem dichten Dach und seitlichen Begrenzungen untergebracht werden. Bei Geflügelhaltungen seien die Halter zudem verpflichtet, Aufzeichnungen zu auffälligen Tieren und besonderen Krankheitssymptomen zu machen.

Vorerst keine Ansteckung in Geflügelbetrieben

Gleichzeitig gibt der Bund aber Entwarnung: Für eine Ansteckung in Schweizer Geflügelbetrieben gibt es laut BLV derzeit keine Anhaltspunkte. Das Virus sei nach heutigen Erkenntnissen zudem nicht auf Menschen übertragbar.

An der Vogelgrippe des Typs H5N8 sind letzte Woche am Bodensee bereits rund 80 Wildvögel verendet, hauptsächlich Reiherenten. Verschleppt wird die hochansteckende Krankheit von Zugvögeln, die auf der Reise in ihre Winterquartiere Zwischenhalte einlegen. Am Wochenende wurden auch zwei Fälle am Genfersee nachgewiesen.

Bei den Fällen am Bodensee sprechen sich die betroffenen Länder Deutschland, Schweiz und Österreich in der Lagebeurteilung und bei den Massnahmen ab. (sda)

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