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Ethnische Gewalt im Südsudan

Südsudans Präsident Kiir will länger im Amt bleiben



South Sudan's rebel leader Riek Machar addresses a news conference in Ethiopia's capital Addis Ababa, May 12, 2014. South Sudan will postpone a presidential election set for 2015 as the country's warring factions will need time to reconcile, President Salva Kiir said, with a vote possibly taking place as late as 2018. South Sudan's conflict threatens to tear apart a nation that only became independent from Sudan in 2011 and has curbed its lifeblood oil production. Ethnic divisions have been a significant driver of the violence, which pits Kiir's Dinka people against the Nuer of his former deputy Machar. REUTERS/Tiksa Negeri (ETHIOPIA - Tags: POLITICS ELECTIONS CIVIL UNREST)

Präsident Salva Kiir will die Wahlen verschieben – vorher soll sich das Land versöhnen.  Bild: Reuters

Der südsudanesische Präsident Salva Kiir will die für 2015 in dem Krisenland geplanten Wahlen um zwei oder drei Jahre verschieben. Zunächst müsse die nationale Aussöhnung vorangetrieben werden. Dies teilte die Regierung in Juba am Montag im Kurzmitteilungsdienst Twitter mit.

Kiir versprach, baldmöglichst eine Übergangsregierung einzurichten, die alle politischen Parteien berücksichtige.

Allerdings sieht Kiirs Widersacher, der ehemalige Vizepräsident und Rebellenführer Riek Machar, keinen Grund, die Wahlen zu verschieben. Machar werden Ambitionen nachgesagt, nach Ablauf der Amtszeit von Kiir selbst Präsident im jüngsten Staat Afrikas werden zu wollen.

«Wenn unsere Friedensvereinbarung eingehalten wird, dann können wir nächstes Jahr wählen», sagte Machar in der äthiopischen Hauptstadt Addias Abeba. «Wir glauben, dass Kiir seine Zeit als Präsident abgeleistet hat. Es ist Zeit für ihn zu gehen – er hat das Land in diese Krise geführt.»

Das ostafrikanische Land versinkt seit fünf Monaten im Chaos und in ethnisch motivierter Gewalt. Auslöser war ein politischer Machtkampf zwischen Kiir und seinem ehemaligen Stellvertreter Machar. Beide gehören zwei unterschiedlichen Volksgruppen an, den Dinka und den Nuer.

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