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Wahlen 2015 - BS NR TREND: SP könnte dritten der fünf Nationalratssitze in Basel-Stadt holen



In Basel-Stadt steht die SP nach Auszählung der brieflichen Stimmen vor dem Gewinn des dritten der fünf Nationalratssitze, dies zulasten der CVP. Im liberalen Lager bahnt sich eine Ablösung der FDP durch die LDP an. Die Urnenstimmen stehen noch aus.

Nach Auszählung der 52'716 Stimmen, die brieflich abgegeben worden waren, zeichnen sich deutliche Verschiebungen ab. Die SP als weiterhin stärkste Partei im Stadtkanton erreicht neu 31.6 Prozent Wähleranteile, 4 Prozent mehr als vor vier Jahren.

Das macht den Verlust ihres Listenpartners Grünes Bündnis von 2.4 Punkten mehr als wett; dieses erreicht nun 9.7 Prozent. Die rotgrünen Jungparteien geben zusammen 0.4 Punkte nach. Die rotgrüne Listenverbindung steht damit beim Zwischenergebnis bei insgesamt 44 Prozent Wähleranteilen.

CVP-Mittepartner abgesackt

Die CVP selber legt zwar 0.4 Punkte zu und schafft 5.6 Prozent der Wähleranteile nach brieflichen Stimmen. Aber ihre Listenpartner verlieren stärker: Die GLP hat noch 3.4 Prozent (-1.2%), die EVP 2.3 Prozent (-0.2%), die BDP 1.1 Prozent (-1.1%). Da die jeweiligen Jung- und Nebenlisten unter dem Strich stabil sind, kommt diese Verbindung zusammen auf 14.2 Prozent Wähleranteile.

Klar stärkste Kraft im bürgerlichen Lager bleibt derweil die SVP mit 17.1 Prozent (+1.5%) der Wähleranteile nach brieflichen Stimmen. Zusammen mit ihren Nebenlisten und der EDU reicht das für insgesamt 18.6 Prozent Wähleranteile.

Liberale Wachablösung

Dahinter jedoch bahnt sich eine rechte Wachablösung an: Die Liberaldemokratische Partei - in Basel-Stadt nicht fusioniert mit der FDP - macht mit plus 4.6 Punkteb den grössten Sprung vorwärts und hat neu 11.1 Prozent Wähleranteile. Die FDP hingegen verliert 2.3 Punkte und hat noch 8.6 Prozent. Die Listenverbindung erreicht 21.8 Prozent Wähleranteile.

Das Zwischenergebnis bedeutet eine provisorische Sitzverteilung mit drei SP-Sitzen sowie je einem für SVP und LDP. Nicht mehr dabei wären CVP und FDP, wenn's dabei bleibt. Die Stimmenzahlen der einzelnen Kandidierenden sind noch nicht bekannt; das Schlussergebnis ist auf frühestens 18.30 Uhr angekündigt.

Offen ist jedoch, ob die üblicherweise etwa 3500 an den Urnen abgegebenen Stimmen sowie die rund 1000 elektronisch abstimmenden Auslandschweizer dieselben Trends zeigen wie die brieflich Stimmenden.

Eymann vor Comeback

Feststehen dürfte erst der Wechsel des liberalen Mandats von der FDP zur LDP. LDP-Spitzenkandidat ist der amtierende Erziehungsdirektor Christoph Eymann, national bekannt als Präsident der Erziehungsdirektorenkonferenz. Er war zudem bereits 1991 bis 2001 Nationalrat gewesen.

Ob Rotgrün den 2011 an die CVP verlorenen Sitz tatsächlich gewinnt, ist noch nicht sicher. Der Abstand ist bei den Brieflichen mit rund 1000 Stimmen indes schon deutlich. Mit rund 500 Stimmen Abstand liegt die SP vor dem Grünen Bündnis. Dies ist innerhalb der Listenverbindung auch schon relativ deutlich. (sda)

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