Wer wann in die Sportferien kann – in dieser Woche wird es in den Bergen richtig voll
Da ein Grossteil der Schweizerinnen und Schweizer über Weihnachten und Neujahr frei hat, sind rund um den Jahreswechsel wieder massenhaft Wintersportlerinnen und Wintersportler in die Berge geströmt. Das Resultat: Volle Pisten und lange Schlangen vor den Liften. Damit dieses Problem während der Sportferien nicht erneut auftritt, finden diese bereits seit Ende des Zweiten Weltkriegs und dem Beginn des aufkommenden Wintertourismus schweizweit gestaffelt statt.
Damit sind die Sportferien quasi ein Musterbeispiel für helvetischen Föderalismus. Wie so oft in der Bildungspolitik sind die Ferientermine von Kanton zu Kanton unterschiedlich geregelt. Während in einigen Kantonen der Regierungsrat die Ferientage für den ganzen Kanton (Luzern, Thurgau, Waadt etc.) bestimmt, wird die Entscheidung in anderen Kantonen (Zürich, St.Gallen, Bern etc.) komplett den Gemeinden oder Schulträgerschaften überlassen.
Das Resultat: ein bunter Teppich an verschiedenen Sportferien-Terminen. Vergrössert wird die Vielfalt zusätzlich dadurch, dass in einigen Kantonen eine Woche, in anderen zwei Wochen zur Verfügung stehen. So gibt es in diesem Jahr über 10 Wochen verteilt fast 20 verschiedene Sportferien-Varianten in der Schweiz.
Erste Gemeinden bereits in den Sportferien
Am frühesten in die Skiferien ging es für die Bewohnerinnen und Bewohner der Luzerner Gemeinde Buttisholz. Bereits eine Woche nach Ende der Weihnachtsferien standen ab dem 10. Januar die einwöchigen Sportferien auf dem Programm. Vom Schmutzigen Donnerstag (12. Februar) bis zum Aschermittwoch (18. Februar) gibt es in Buttisholz dann noch eine Woche Fasnachtsferien.
Traditionell früh – und zwar in dieser Woche – geht es für die Einwohnerinnen und Einwohner des St.Galler Städtchens Wil sowie für die Luzerner Gemeinden Ruswil und Hergiswil bei Willisau in die Berge. Am spätesten noch auf der Piste sind die Bewohnerinnen und Bewohner von Adelboden BE. Vom 7. bis zum 22. März dauern dort die Sportferien.
Dazwischen ist die Verteilung der Sportferien etwas weniger ausgewogen als auch schon. Zwar überschneiden sich die Ferienwochen der grössten Schweizer Städte kaum, wegen des frühen Oster- und damit auch Fasnachtstermin könnte es in Kalenderwoche 8 (14. bis 22. Februar) aber ziemlich voll werden in den Bergen. Denn nach dem Fasnachtstermin richten sich vor allem in den katholisch-geprägten Kantonen vielerorts die Sport- bzw. Fasnachtsferien.
Sportferien-Wochen in den grossen Schweizer Städten:
- St.Gallen: KW 5
- Bern: KW 6
- Winterthur: KW 6 und 7
- Zürich: KW 7 und 8
- Luzern: KW 7 und 8
- Lausanne: KW 8
- Basel: KW 8 und 9
- Genf: KW 9
Rechnet man die Einwohnerinnen und Einwohner aller Schweizer Gemeinden zusammen, die in dieser Woche Sportferien haben, kommt man auf 4,8 Millionen Menschen. Aber natürlich verbringt nur ein Bruchteil diese Zeit auch wirklich in den Bergen.
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