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Fasnacht: «Fifa-Ratten» und weitere Monster an der Luzerner Fasnacht



An der Luzerner Fasnacht ist am Güdismontag der zweite grosse Umzug durch die Stadt gezogen. Prächtige Grinden (Masken), aufwendig gestaltete Wagen und der Sound der Guugenmusigen unterhielten die 40'000 Schaulustigen.

Der Güdismontag ist in Luzern der Ehrentag der Wey-Zunft. Ihr Zunftmeister und der Wey-Frosch führten deshalb den fast 40 Guugenmusigen und Wagenbaugruppen umfassenden Umzug an, der am Nachmittag dem Seebecken entlang zur Neustadt zog.

Die Wey-Zunft war aber auch mit einem Sujet am Umzug präsent: Als «Fifa-Ratten» maskiert, wedelten sie mit Banknoten, über ihnen schwebte lorbeerbekränzt Sepp Blatter: «Ech be de goldigi Fuessball-Seppli, ech be schlau ond be keis Deppli».

Die Maskenliebhaber-Gesellschaft ehrte den verstorbenen Schauspieler Jörg Schneider mit einem riesigen Kasperlitheater. Das Stück, das die Maskenliebhaber während der ganzen Fasnacht spielen, erzählt von Kasperli, der für Grossmutter einkaufen muss und dabei die Widrigkeiten der städtischen Verkehrspolitik kennenlernt.

Dominierend waren aber auch an der diesjährigen Luzerner Fasnacht Gruppen mit Grinden, die Monster- oder Fabelwesen darstellten, etwa Samurai, nordische Krieger, Echsen oder Waldwesen. Immer wieder mischten sich phantasievolle wilde Gruppen zwischen die Umzugsnummern.

Polizei: Gesittete Fasnacht

Begonnen hatte der Güdismontag in der Stadt um 6 Uhr mit der Tagwache der Wey-Zunft, an der 4000 Personen teilnahmen. Damit waren sowohl die Tagwache als auch der Umzug besser besucht als 2015. Damals hatten die beiden Anlässe 3000 respektive 35'000 Personen angezogen.

Die Fasnächtler profitierten vom schönen Wetter und belebten am Montagvormittag die Altstadt. Das trockene und lange auch sonnige Wetter hielt bis zum Umzugsende. Die Fasnächtler hätten sich sehr gesittet verhalten, teilte die Polizei mit. Es sei zu keinen nennenswerten Zwischenfällen oder grösseren Problemen gekommen. (sda)

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