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Druck auf Präsidentin Südkoreas in Korruptionsskandal steigt



Der Druck auf die südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye in der Korruptionsaffäre nimmt zu. Sie ist nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft «erheblich» in die Korruptionsaffäre um ihre langjährige Vertraute Choi Soon Sil verstrickt.

Aus den bisher vorliegenden Beweise gehe hervor, dass Park eine «erhebliche Rolle» in der Affäre gespielt habe, sagte der leitende Ermittler Lee Young Ryeol am Sonntag. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hat sie sich der Mithilfe schuldig gemacht. Die 60-jährige Choi sitzt mittlerweile wegen des Verdachts auf Betrug und Machtmissbrauch in Haft.

Parks langjährige Freundin soll ihre Beziehungen zu der Präsidentin dazu genutzt haben, um von südkoreanischen Unternehmen wie Samsung Spenden in Millionenhöhe für angeblich wohltätige Stiftungen einzutreiben, aus denen sie sich dann persönlich bereichert haben soll. Darüber hinaus wird Choi vorgeworfen, Einfluss auf Parks Regierungsarbeit genommen zu haben.

Vor einigen Tagen wurden im Zusammenhang mit der Affäre auch zwei frühere enge Berater der Staatschefin verhört. Am Sonntag erhob die Staatsanwaltschaft offiziell Anklage gegen die drei Beschuldigten.

Rücktritt gefordert

Am Samstag waren in Seoul erneut zehntausende Menschen gegen Park auf die Strasse gegangen und hatten die Präsidentin zum Rücktritt aufgefordert. Es war bereits die vierte Massenkundgebung in der Hauptstadt in vier Wochen. Obwohl sich die Präsidentin schon mehrfach entschuldigt hat, liegen ihre Beliebtheitswerte in Meinungsumfragen derzeit bei nur noch fünf Prozent.

Gegen Park werde auch weiter ermittelt. Gegen sie könne aber keine Anklage erhoben werden, weil die Verfassung dies nicht erlaube. (sda/afp/reu)

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