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Vier Tote bei Anti-Terroreinsatz in georgischer Hauptstadt Tiflis



Bei einem über 20-stündigen Anti-Terroreinsatz in der georgischen Hauptstadt Tiflis sind am Mittwoch ein Polizist und drei mutmassliche Terroristen getötet worden. Vier weitere Beamte seien verletzt worden, teilte eine Sprecherin der Sicherheitskräfte mit.

Bei einer Razzia gegen Terrorverdächtige hatten diese laut Polizei das Feuer eröffnet. Mindestens ein Verdächtiger sei festgenommen worden.

Mehrere mutmassliche Anhänger einer «terroristischen Gruppe» hätten sich der Festnahme widersetzt, «eröffneten das Feuer mit automatischen Waffen und warfen Handgranaten auf die Anti-Terror-Einheit», sagte Nino Giorguobiani, Sprecherin der georgischen Sicherheitskräfte. Ein Verdächtiger sei festgenommen worden, weitere Festnahmen sollten folgen.

Vorläufigen Informationen zufolge sind die Angreifer keine georgischen Staatsbürger, wohl aber «Mitglieder einer terroristischen Vereinigung», wie Giorguobiani sagte. «Es wurden Ermittlungen sowohl in Georgien als auch im Ausland eingeleitet, um die verbrecherischen Verbindungen der Verdächtigen aufzudecken.»

Explosionen und Schüsse

Der georgische Fernsehsender Rustawi-2 zeigte eine brennende Hochhauswohnung im Viertel Isani sowie Dutzende vermummte Soldaten und ein gepanzertes Fahrzeug am Einsatzort. Ein AFP-Reporter hatte zuvor berichtet, es seien mehrere Explosionen und Schüsse zu hören gewesen.

In der jüngsten Vergangenheit gab es in Georgien keine grösseren Anschläge. Die georgischen Behörden gehen davon aus, dass sich rund 50 georgische Staatsbürger in Syrien und im Irak befinden und dort auf Seiten der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) kämpfen. Die meisten von ihnen seien ethnische Tschetschenen aus einem Tal im Nordosten des Landes.

Vor und unmittelbar nach dem russisch-georgischen Militärkonflikt 2008 hatte die Regierung in Tiflis russische Geheimdienste beschuldigt, Anschläge zu inszenieren. (sda/afp)

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