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Frankreich: Hollande gibt bei Regionalwahlen in Frankreich seine Stimme ab



Frankreichs Präsident François Hollande hat seinen Stimmzettel für die erste Runde der Regionalwahlen abgegeben. Rund 44.6 Millionen Franzosen können am Sonntag und eine Woche später im zweiten Wahlgang die Machtverhältnisse in den neu gebildeten Regionen bestimmen.

Der sozialistische Präsident Hollande hat am Morgen in seinem Wahlkreis im zentralfranzösischen Tulle gewählt. Begleitet wurde er von zahlreichen Journalisten.

Nach den Terroranschlägen von Paris und Saint-Denis vor drei Wochen waren die Umfragewerte für den Staatschef deutlich gestiegen. Zuvor steckte Hollande wegen Rekordarbeitslosigkeit, schlechten Wirtschaftszahlen und zu langsamen Reformen im Umfragetief.

Der Wahlgang findet unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen statt, vor allem im Grossraum Paris werden viele öffentliche Bereiche von Militär und Polizei gesichert. Seit den Angriffen herrscht im ganzen Land ein Ausnahmezustand.

Die Wahllokale haben in der Regel bis 18 Uhr geöffnet. Im Raum Paris kann bis 20 Uhr gewählt werden. Erste Prognosen werden ein bis zwei Stunden nach Schliessung der Wahllokale erwartet. Gewählt wird in 13 Regionen und in mehreren Überseegebieten. Nach einer Reform ist Frankreich in 13 statt 22 Regionen aufgeteilt.

Zugewinne für Front National vorausgesagt

Erhebungen sagen Zugewinne für den rechtsextremen Front National voraus, der mit einem Wahlkampf gegen Europa und Ausländer, für die Schliessung der Grenzen und mehr innere Sicherheit punkten wollte. Die Rechtsextremen können danach im ersten Wahlgang mit rund 29.5 Prozent rechnen.

Bis zu vier Regionen könnten nach den Umfragen an die FN fallen. Le Pen liegt in Nord-Pas-de-Calais-Picardie vorn, ihre Nichte Marion Maréchal-Le Pen führt in der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur im Südosten des Landes.

Das bürgerliche Bündnis um die Republikaner von Ex-Präsident Nicolas Sarkozy lag in Umfragen mit etwa 28 Prozent fast gleichauf mit dem FN. Die Sozialisten von Staatschef François Hollande landeten zusammen mit einer linken Partei (PRG) bei 23 Prozent. (sda/dpa)

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