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Erstmals Strahlenschildkröte im Zoo Basel geschlüpft



Zum ersten Mal ist im Zoo Basel eine Strahlenschildkröte auf die Welt gekommen. Im Vivarium lebt die in der Natur stark bedrohte Reptilienart seit 1976.

Das Strahlenschildkrötchen ist schon am 4. Dezember geschlüpft, wie der Zolli am Mittwoch mitteilte. Nun sei das Jungtier alt genug, um ein eigenes kleines Schauterrarium zu bekommen.

Der Zoo Basel hält Strahlenschildkröten seit 41 Jahren. 1995 und 2014 kamen jeweils jüngere Tiere zur Gruppe, die der Zoo aus Beschlagnahmungen erhielt.

Das derzeit noch golfballgrosse Schildkrötchen zeigt gemäss dem Zoo den Erfolg der in den letzten Jahren verbesserten Haltung im Vivarium. 2013 bekamen die Schildkröten eine neu gestaltete Aussenanlage und die Beleuchtung der Innenanlage wurde verbessert. Umgestellt hat der Zoo auch die Ernährung.

Nachdem einige gelegte Eier zunächst unbefruchtet waren oder nach einigen Wochen abstarben, schlüpfte im Dezember das junge Schildkrötchen. Das Schlüpfen kann Stunden dauern. Um die harte Eierschale zu zerschneiden, haben die Schildkröten über dem Mäulchen einen speziellen Ei-Zahn.

Ausgewachsen werden Strahlenschildkröten, die sich durch eine sternförmige Zeichnung aus gelben Linien auf schwarzem Grund auszeichnen, über 40 Zentimeter lang. Sie können 150 Jahre alt werden.

In ihrer Heimat im Süden Madagaskars sind die natürlichen Bestände bedroht. Strahlenschildkröten werden zum Verzehr oder als Haustiere verkauft. Zudem werden natürlichen Lebensräume durch Abholzung, Überweidung und Holzkohleherstellung zerstört. Strahlenschildkröten sind durch das Washingtoner Artenschutzabkommen geschützt. (sda)

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