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Perus Ex-Präsident Fujimori aus humanitären Gründen begnadigt



Der inhaftierte, schwer kranke peruanische Ex-Präsident Alberto Fujimori ist am Sonntag von Staatschef Pedro Pablo Kuczynski aus humanitären Gründen begnadigt worden. Das teilte die Präsidialkanzlei in Lima mit.

Der 79-jährige Ex-Staatschef und sieben weitere Betroffene würden aus «humanitären Gründen» vorzeitig aus der Haft entlassen, hiess es von Kuczynskis Büro. Fujimori leide an einer unheilbarer Krankheit, hiess es in der Erklärung unter Verweis auf ein ärztliches Gutachten weiter.

Fujimori war unter anderem wegen Verstosses gegen die Menschenrechte und Korruption während seiner Amtszeit (1990 bis 2000) sowie wegen des Einsatzes von Todesschwadronen zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Der 79-jährige Ex-Präsident, der seine Strafe seit 2007 verbüsst, gilt als schwer herzkrank. Er war am Samstag mit Herzrhythmusstörungen in ein Spital gebracht worden.

Nach peruanischem Gesetz kann der Präsident Begnadigungen am 28. Juli, dem peruanischen Unabhängigkeitstag, oder an Weihnachten aussprechen.

Amtsinhaber Kuczynski war am Donnerstag bei einer Abstimmung im Parlament nur knapp einer Amtsenthebung wegen Korruptionsvorwürfen entgangen. Eingeleitet wurde das Verfahren von Fujimoris Tochter Keiko, welche die Präsidentenwahl 2016 nur knapp gegen den ehemaligen Wallstreet-Banker Kuczynski verloren hatte und nun die grösste Oppositionspartei anführt. (sda/dpa/afp)

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