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Demonstration: Lage in Bern nach türkisch-kurdischen Auseinandersetzungen ruhiger



Rund vier Stunden nach Beginn der gewalttätigen Zusammenstösse zwischen offenbar PKK-Sympathisanten und türkischen Regierungsanhängern scheint sich die Situation in der Berner Innenstadt zu beruhigen. Die Polizei war kurz vor 17 Uhr daran, erste Sperren zu entfernen.

Die Kirchenfeldbrücke war für Fussgänger wieder offen. Das Gebiet im Bereich Casinoplatz und Helvetiaplatz war für den Verkehr allerdings immer noch nicht passierbar. Die Kantonspolizei stellte für den früheren Abend Informationen in Aussicht.

Laut Darstellung einer kurdischen Demonstrantin wollten Kurden eine Kundgebung von türkischen Nationalisten stören. Daran wurden sie von der Polizei mit Tränengas und Gummischrot gehindert. Dennoch gerieten die zwei Lager danach aneinander.

Ein Automobilist fuhr offenbar bewusst in eine Gruppe von Demonstranten. Dabei wurden nach noch unbestätigten Angaben mehrere Personen verletzt. In der Berner Innenstadt waren anschliessend mehrere Ambulanzen unterwegs, die Polizei war mit einem Grossaufgebot präsent.

Auf einem Facebook-Amateur-Video, das mehrere Online-Portale veröffentlichten, ist zu sehen, wie ein schwarzes Auto auf der Schwellenmattstrasse unterhalb des Helvetiaplatzes in eine Gruppe von Menschen fährt. Wenige Sekunden später wird ein zweites, entgegenkommendes Auto von Demonstranten mit Fahnenstangen und Fusstritten angegriffen.

Die Demonstration war offenbar von der «Union Europäisch-Türkischer Demokraten» (UETD) organisiert und nach Angaben der Organisatoren im Vorfeld bewilligt worden, wie ein Mitglied der UETD der Nachrichtenagentur sda sagte. Die UETD steht der türkischen Regierungspartei AKP nahe. Sie seien jedoch keine «türkischen Nationalisten», hielt UETD-Vertreter Hakan Gokbas fest.

Mit der Demonstration hätten sie gegen den «Terrorismus» und den aktuellen Kurdenkonflikt in der Türkei protestieren wollen. Sie seien etwa 100 Personen gewesen. Ihre friedliche Kundgebung sei daraufhin von PKK-Anhängern gestört worden, die mit rund 180 Personen in der Überzahl gewesen seien. (sda)

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