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Indonesien: Razzien und drei Festnahmen nach Terroranschlag in Jakarta



Einen Tag nach dem ersten Anschlag der Terrormiliz Islamischer Staat in Indonesien hat die Polizei bei landesweiten Razzien am Freitag drei mutmassliche Extremisten festgenommen. Die Polizeibehörden auf dem gesamten Inselstaat wurden in Alarmbereitschaft versetzt.

Die Festgenommenen würden verdächtigt, einen Anschlag geplant zu haben, teilten die Behörden mit. Es handle sich um einen Bombenbauer, einen Schusswaffenexperten und einen Geistlichen.

Sie seien in der Stadt Depok südlich von Jakarta in Gewahrsam genommen worden, berichtete der Sender Metro TV. Nach Polizeiangaben haben sie aber nichts mit dem Anschlag in Jakarta am Vortag zu tun.

Am Donnerstag hatten fünf Attentäter mit Sprengstoff und Waffen ein Café und eine Polizeistation mitten im Zentrum der Millionenmetropole angegriffen. Dabei waren nach Regierungsangaben sieben Menschen getötet worden, darunter fünf Angreifer.

Angreifer identifiziert

Vier der fünf getöteten Attentäter hat die Polizei nach eigenen Angaben identifiziert. Bei der Durchsuchung der Wohnung eines Angreifers seien zudem Beweise für eine Verbindung zur IS-Miliz gefunden worden, sagte der Polizeisprecher Anton Charliyan am Freitag. Unter anderem handle es sich um eine Flagge der Organisation.

Die Sicherheitsvorkehrungen seien landesweit verschärft worden, sagte Charliyan weiter. Mit Unterstützung der Armee würden vor allem Ziele wie Polizeistationen, Regierungsgebäude und Botschaften in Jakarta bewacht. Besondere Sicherheitsmassnahmen gebe es zudem auf der Ferieninsel Bali.

Die Polizei fahnde unter anderem nach Sympathisanten eines indonesischen Kämpfers der Terrormiliz IS in Syrien, sagte der Polizeichef der Hauptstadt, Tito Karnavian. Der Mann, Bahrun Naim, hatte die Terroranschläge in Paris in November in sozialen Medien gerühmt und versucht, seine Landsleute zu ähnlichen Attacken anzustacheln.

In New York verurteilte der UNO-Sicherheitsrat den Anschlag in Jakarta. Das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen würdigte den Einsatz der Polizei, die innerhalb von Minuten am Tatort war und Passanten in Sicherheit brachte. (sda/dpa/reu/afp)

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