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Streit um Dividende an der Sika-Generalversammlung



Die diesjährige Generalversammlung des Baustoffkonzerns Sika dürfte zu einer Wiederholung werden. Der Verwaltungsrat dürfte sich bei den personellen, die Erbenfamile Burkard mit ihrer Schenker-Winkler Holding dagegen bei den finanziellen Traktanden durchsetzen.

Eine Wiederholung ist dabei bereits die Traktandenliste. Es gibt gegenüber dem Vorjahr nur drei Änderungen. So lässt der Verwaltungsrat diesmal einzeln über die Entlastung der neun Verwaltungsräte abstimmen. Keine Aufnahme in die Traktandenliste fand dagegen der wiederholte Antrag der Schenker-Winkler Holding (SWH), Jacques Bischoff in den Verwaltungsrat zu wählen.

Ein zusätzliches Traktandum gibt es dagegen zum Thema Vergütungen. So müssen die Aktionäre erneut über die Vergütung des Verwaltungsrates für das Jahr 2015 abstimmen. Im Vorjahr hatte die SWH dank ihres Stimmgewichts diesen Antrag abgeschmettert.

Absehbar ist dabei, dass sich am Ausgang dieser und aller anderen Abstimmungen gegenüber dem Vorjahr kaum etwas ändert. Der Verwaltungsratspräsident Paul Hälg hat jedenfalls in seinem Brief an die Aktionäre angedeutet, dass der Verwaltungsrat wie im letzten Jahr die Stimmrechte der SWH bei entscheidenden Traktanden einschränken wird. Die SWH ihrerseits hat bereits mitgeteilt, dass sie auch in diesem Jahr sämtliche Anträge zur Vergütung des Verwaltungsrates ablehnen wird.

Neues Kampffeld Dividende

Für Diskussionsstoff an der Generalversammlung ist dennoch gesorgt. Denn die SWH, die Sika an den französischen Bauriesen Saint-Gobain verkaufen will, schlägt auch eine tiefere Dividende vor. Die Aktionäre sollen statt 31 Prozent, wie vom Verwaltungsrat vorgeschlagen, nur 23 Prozent mehr Ausschüttungen erhalten.

Vor allem aber gespannt sein werden die Aktionäre auf den Auftritt von Urs Burkard, des Vertreters der Familie Burkard. Im Vorfeld der Generalversammlung haben verschiedene Medien darüber berichtet, dass die SWH Ankeraktionärin von Sika bleiben werde, sollte das Bundesgericht den Verkauf an Saint-Gobain blockieren. Allenfalls erfahren die Sika-Eigner an der Generalversammlung dazu mehr.

Seit Dezember 2014 ringen die Sika-Erbenfamilie und Saint-Gobain mit der Sika-Führungsspitze um die Kontrolle des Konzerns. Die Franzosen wollen 2.75 Milliarden Franken für den Kauf der privilegierten Familienaktien bezahlen. Dagegen wehrten sich die Sika-Führung und Minderheitsaktionäre mit einer Beschränkung der Stimmrechte. Ende Oktober 2016 entschied das Zuger Kantonsgericht, dass diese rechtens war. Die SWH hat das Urteil weiter gezogen. (sda)

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