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Selbstmordattentäter tötet im Jemen mindestens 45 Menschen



Bei einem Selbstmordanschlag mit einer Autobombe auf ein Rekrutierungszentrum der Armee hat ein Attentäter im Süden des Jemens mindestens 45 Menschen mit in den Tod gerissen. Dies berichtete am Montag die Organisation Ärzte ohne Grenzen (MSF).

Ein Sprecher sagte zudem, mindestens 60 weitere Personen seien verletzt in eine von MSF geführte Klinik gebracht worden.

Sicherheitskräften zufolge hatte der Attentäter eine Gruppe von Männern ins Visier genommen, die sich für den Militärdienst einschreiben wollten. Bislang ist unklar, wer hinter dem Attentat steckt.

Aden ist von der Regierung von Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi zur provisorischen Hauptstadt des Jemen erklärt worden, weil die eigentliche Hauptstadt Sanaa in der Hand der Huthi-Rebellen ist. In der Hafenstadt gibt es immer wieder Anschläge des Al-Kaida-Netzwerks oder der rivalisierenden Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Im Jemen kämpfen Regierungstruppen seit Anfang 2015 gegen die schiitischen Huthi-Rebellen und ihre Verbündeten in der Armee, die neben der Hauptstadt auch einen grossen Teil des Nordens kontrollieren. Ein sunnitisches Militärbündnis unter Führung Saudi-Arabiens unterstützt die Regierungstruppen mit Luftangriffen.

Im Konflikt wurden bereits mehr als 6600 Menschen getötet. Die Dschihadistengruppen machten sich den Konflikt zunutze, um ihre Macht im Jemen auszuweiten. (sda/dpa/reu/afp)

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