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Kubas Führung möchte Wirtschaftsreformen in Verfassung verankern



Nach dem Wechsel an der Staatsspitze soll Kubas Wirtschaft weiter geöffnet werden. Die Regierung in Havanna kündigte am Montag eine Änderung der Verfassung an, um die Wirtschaftsreformen voranzutreiben und rechtlich zu verankern.

Die Neuerungen sollten aber nichts an der «Unumkehrbarkeit des Sozialismus» in Kuba ändern, betonte sie. Zu den Details der geplanten Änderungen machte die Regierung allerdings keine Angaben.

Das Parlament solle am Samstag aber einen Sonderausschuss einsetzen, der die Verfassungsänderungen vorlegen soll, hiess es in Havanna. Diese sollen dann im Parlament debattiert werden, eher sie den Bürgern zur Abstimmung in einem Referendum vorgelegt würden.

Der frühere Präsident Raúl Castro hatte 2011 eine vorsichtige Öffnung der zentral gesteuerten Staatswirtschaft eingeleitet. Sie ermöglichte vielen Kubanern den Aufbau kleiner Dienstleistungsunternehmen, wie etwa Restaurants. Eine umfassende Belebung der schleppenden kubanischen Konjunktur bewirkten die Reformen aber nicht.

In Havanna wurde erwartet, dass die angekündigte Verfassungsänderungen an Castros Reformen anknüpfen. Durch die Aufnahme in die Verfassung werden die Reformen rechtlich deutlich abgesichert und aufgewertet.

Raúl Castro hat das Präsidentenamt im April an Miguel Díaz-Canel abgegeben, er blieb aber an der Spitze der Kommunistischen Partei. Kubas derzeitige Verfassung stammt aus dem Jahr 1976. Sie wurde seither drei Mal geändert. (sda/afp)

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