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Nach Anschlag in Dortmund wird weiter in alle Richtungen ermittelt



Bei der Suche nach den Hintergründen des Anschlags auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund wird laut des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) weiter in alle Richtungen ermittelt. Die Beamten wollen sich nicht zu früh auf eine Theorie festlegen.

«Alle Ermittlungsrichtungen werden aufrecht erhalten», sagte BDK-Vize Sebastian Fiedler am Donnerstag im ZDF-«Morgenmagazin». Mit Blick auf die verschiedenen Bekennerschreiben sagte Fiedler, die Ermittlungen gäben bislang noch nicht her, ob damit möglicherweise falsche Fährten gelegt worden seien. Er sei diesbezüglich «noch sehr zurückhaltend».

«Jeder einzelnen Spur wird nachgegangen», sagte Fiedler. «Wir sind sehr breit aufgestellt, brauchen aber Zeit.» Es könne nicht erwartet werden, «dass einen Tag später schon Ergebnisse gerichtsverwertbar auf dem Tisch liegen».

Bezüglich des eingesetzten Sprengstoffs sagte Fiedler, dieser verrate etwas über die Kenntnisse der Täter. «Das ist eine der Ermittlungsrichtungen», sagte er.

Höheres Risiko für Anschläge

Auf die Frage nach verstärkten Sicherheitskonzepten etwa für Sportvereine sagte er, es gelte «ganz grundsätzlich, dass wir in den nächsten Jahren mit einer höheren Bedrohungslage leben müssen, egal aus welcher Tätergruppe dieser Anschlag kommt».

Auf der einen Seite müsse sich die Zivilgesellschaft darauf einstellen, sich die Freude am Leben nicht nehmen zu lassen, auf der anderen Seite «müssen wir sehen, wie wir die Sicherheitsbehörden stärker aufstellen können», sagte Fiedler.

Kurz vor der ursprünglich für Dienstagabend geplanten Partie Dortmund gegen den AS Monaco waren drei Sprengsätze in der Nähe des Mannschaftsbusses von Borussia Dortmund explodiert. Dabei wurden der Innenverteidiger Marc Bartra und ein Polizist verletzt.

In Tatortnähe wurden drei Bekennerschreiben gefunden, die auf einen islamistischen Hintergrund hinweisen könnten. Im Internet wurde ein Bekennerschreiben aus der linksextremistischen Szene veröffentlicht, an dessen Echtheit jedoch offenbar erhebliche Zweifel bestehen.

Es gibt zwei Verdächtige, eine Person ist in Haft. Es werde geprüft, ob gegen den Festgenommenen Haftbefehl beantragt werde, sagte die Sprecherin der Bundesanwaltschaft, Frauke Köhler. Neue Erkenntnisse könnten auch die Durchsuchungen der Wohnungen der beiden Verdächtigen bringen, von denen Köhler am Mittwoch berichtet hatte. (sda/afp/dpa)

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