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Thailändische Polizei schliesst nach Bombenserie Terrorakt aus



Nach der Bombenserie in Thailand mit mindestens vier Toten hat die thailändische Polizei einen Terrorakt ausgeschlossen. «Das ist nur örtliche Sabotage, die sich auf begrenzte Gebiete und Provinzen beschränkt», teilte ein Polizeisprecher am Freitag in Bangkok mit.

Demnach explodierten mindestens elf Bomben in insgesamt fünf Provinzen im Süden des Landes. Vier Menschen wurden getötet und dutzende weitere verletzt, unter ihnen mehrere Ausländer. Nach Angaben des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) befinden sich keine Schweizer Staatsangehörige unter denTodesopfern und Verletzten.

Noch sei unklar, welche Gruppe hinter den Anschlägen stecke, sagte der Sprecher weiter. Er wies jedoch Spekulationen zurück, wonach muslimische Rebellen verantwortlich sein könnten.

Die Anschläge ereigneten sich binnen 24 Stunden im Badeort Hua Hin, auf der Ferieninsel Phuket sowie im äussersten Süden des Landes, wie die Behörden mitteilten.

Mehr Polizei

Regierungschef Prayut Chan-o-cha erliess nach den Worten von Regierungssprecher Winthai Suvaree Notverordnungen. Die Sicherheitsvorkehrungen in Städten und an Touristenzielen sollten erhöht werden, vor allem in Busbahnhöfen, Bahnhöfen, Flughäfen, Touristenattraktionen, Restaurants und Vergnügungsvierteln.

Die Anschläge erfolgten einen Tag vor einem Feiertag zu Ehren des Geburtstags von Königin Sirikit und wenige Tage nach einem umstrittenen Referendum über eine von der regierenden Militärjunta ausgearbeitete Verfassung. Wegen des verlängerten Wochenendes hielten sich auch viele Thailänder in den Ferienressorts auf.

Aufstand im Süden schwelt weiter

Die Militärjunta, die 2014 nach einer Phase blutiger Unruhen die Macht ergriffen hatte, hält sich selbst zu Gute, das Königreich wieder zu Stabilität und Ordnung geführt zu haben. Allerdings ist es auch dem Militär nicht gelungen, den seit Jahren im äussersten Süden des Landes schwelenden Aufstand muslimischer Rebellen in den Griff zu bekommen. In dem Konflikt wurden bereits mehr als 6500 Menschen getötet. (sda/afp/reu)

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