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Zentralafrika

Milizionäre töten dutzende Dorfbewohner in Zentralafrika



Milizionäre des Ex-Rebellenbündnisses Séléka haben in der Zentralafrikanischen Republik zahlreiche Dorfbewohner getötet. Bei Angriffen in der Region M'bres wurden zwischen Mittwoch und Freitag mindestens 34 Bewohner mehrerer Dörfer getötet.

Das sagte ein Vertreter der afrikanischen Friedenstruppe MISCA am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Geflohene Bewohner hätten berichtet, dass die Angreifer ihre Opfer mit gezielten Schüssen in den Busch getrieben hätten. Menschen seien erhängt, erschlagen oder zu Tode gefoltert worden.

Ein geflohener Dorfbewohner sagte, die Angreifer hätten auf jeden geschossen, der ihnen über den Weg lief. «Sie sagten, sie würden acht Dörfer 'säubern'», bevor Mitte September eine UNO-Friedenstruppe in Zentralafrika eintrifft, berichtete Dorfbewohner Achille Ketegaza.

2000 französische Soldaten im Einsatz

Die muslimische Séléka hatte im März 2013 den damaligen Staatschef François Bozizé gestürzt. Der Putsch zog das Land im Herzen Afrikas in eine Spirale der Gewalt zwischen muslimischen und christlichen Milizen. In dem Bürgerkrieg wurden bereits Tausende Menschen getötet, fast eine Million Menschen sind auf der Flucht.

Die Konfliktparteien unterzeichneten zwar zuletzt in der kongolesischen Hauptstadt Brazzaville nach langen Verhandlungen ein Waffenstillstandsabkommen. Allerdings handelt es sich nur um einen Minimalkonsens, konkrete Schritte zur Entwaffnung der Milizen und ein politischer Fahrplan fehlen in der Einigung.

Um die Gewalt zu stoppen, sind unter anderem rund 2000 französische Soldaten in Zentralafrika im Einsatz. (viw/sda/afp)

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