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IS-Vormarsch: Türkische Luftwaffe bombardiert IS-Stellungen in Syrien



Türkische Kampfjets haben am Freitag Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien angegriffen.Dabei seien zwei Hauptquartiere und ein Sammelpunkt der Extremisten getroffen worden, erklärte Regierungschef Ahmet Davutoglu.

Die drei F-16-Kampfflugzeuge seien dann in die Basis Diyarbakir im Südosten der Türkei zurückgekehrt. Wie aus türkischen Sicherheitskreisen verlautete, haben die Kampfjets dabei den türkischen Luftraum nicht verlassen.

Der Nachrichtenagentur Dogan zufolge lagen die IS-Ziele rund um das Dorf Hawar unweit der südlichen türkischen Provinz Kilis. Die Türkei sei entschlossen, alle Vorkehrungen zu treffen, um die nationale Sicherheit zu verteidigen, hiess es in der Erklärung aus Ankara weiter. Demnach fiel die Entscheidung zu Luftangriffen bei einem Sicherheitstreffen am Abend zuvor.

Bereits am Donnerstag hatten türkische Panzer Stellungen der Dschihadisten im Nachbarland beschossen. Zuvor war ein türkischer Soldat durch Schüsse aus Syrien getötet worden.

Grossrazzia in Istanbul

Zu Wochenbeginn hatte ein verheerender Bombenanschlag mit 32 Toten die Türkei erschüttert. Die Regierung in Ankara sprach von Hinweisen auf einen IS-Täter.

Die Dschihadisten kontrollieren grosse Gebiete im Norden Syriens und des Iraks. Die Grenze zwischen der Türkei und Syrien ist Hunderte Kilometer lang.

Die türkische Anti-Terror-Polizei hat Medienberichten zufolge in Istanbul mehr als 100 mutmassliche Verstecke von Mitgliedern der radikal-islamischen IS-Miliz und kurdischer Extremisten durchsucht. An den Razzien in 26 Stadtbezirken seien in der Nacht zum Freitag 5000 Polizisten beteiligt gewesen, hiess es in den Meldungen. Auch Helikopter waren demnach im Einsatz.

USA dürfen Incirlik-Basis nutzen

Nach langem Zögern sollen die USA den strategisch wichtigen Stützpunkt Incirlik für Luftangriffe nutzen dürfen. Bereits am Donnerstag meldeten mehrere Medien übereinstimmend unter Berufung auf das US-Verteidigungsministerium über die Nutzung der Basis. Eine Bestätigung aus den USA oder der Türkei liegt indes nicht vor.

Die Zeitung «New York Times» berichtete, Präsident Barack Obama habe sich mit dem türkischen Staatsoberhaupt Recep Tayyip Erdogan auf die Nutzung Incirliks verständigt. Auch die Nachrichtenagentur dpa meldete die Nutzungserlaubnis.

Die Türkei gehört zwar dem US-geführten Bündnis gegen den IS an, hat aber die Nutzung Incirliks für Luftangriffe gegen die Dschihadisten bislang verweigert. Die Regierung in Ankara hatte gefordert, den Sturz des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zum Teil der Strategie des Bündnisses im Nachbarland zu machen.

Die Basis liegt in der Nähe der südosttürkischen Stadt Adana, rund 100 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt. Von Incirlik aus könnten die USA nicht nur mit Flugzeugen, sondern auch mit Kampfhelikoptern im Norden Syriens eingreifen.

Die Basis liegt ausserdem näher an der nordirakischen Grenze als Stützpunkte in den Golfstaaten, von denen aus die Allianz Angriffe gegen IS-Stellungen fliegt. (sda/afp/dpa/reu)

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