Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Tessiner FDP-Nationalrat Ignazio Cassis zum Bundesrat gewählt



Der neue Bundesrat heisst Ignazio Cassis. Die Vereinigte Bundesversammlung hat den 56-jährigen FDP-Nationalrat am Mittwoch mit 125 von 244 gültigen Stimmen gewählt. Der Tessiner Arzt erreichte bereits im zweiten Wahlgang das absolute Mehr.

Beim ersten Wahlgang erhielt Cassis 109 Stimmen, Maudet 62 Stimmen, Moret 55 Stimmen. 16 Stimmen gingen an Verschiedene. Das absolute Mehr von 122 Stimmen verfehlten alle Kandidaten.

Vor dem ersten Wahlgang hatte Vize-Fraktionschef Beat Walti (ZH) den Anspruch der FDP auf den frei werdenden Bundesratssitz verteidigt. Die FDP sei die drittstärkste Partei. Sie habe den modernen Bundesstaat massgeblich mitgeprägt. Daraus ergebe sich eine besondere Verantwortung, sagte Walti. Diese nehme die FDP mit ihren Wahlvorschlägen wahr.

Burkhalter verabschiedet sich

Zuvor hatte sich der scheidende Bundesrat Didier Burkhalter verabschiedet. Mit ganzem Herzen habe er das Amt des Bundesrates ausgeübt, sagte Burkhalter vor der Vereinigten Bundesversammlung. Dabei habe er sich dafür eingesetzt, dass die Schweizer Werte rund um die Welt respektiert würden: Die Werte von Dialog und Frieden, der Menschenrechte, des Engagements für die Umwelt und gegen die Armut.

Respekt war das Leitthema von Burkhalters Rede. Ein Schweizer Geheimnis sei, dass jede Mehrheit ein Bewusstsein für den Respekt für Minderheiten erhalte. Burkhalter bekannte sich auch zum Kollegialitätsprinzip der Regierung.

Er dankte der Schweizer Bevölkerung, den Institutionen und dem Parlament, seiner Gattin Friedrun Sabine sowie seiner Familie.

Burkhalter gewürdigt

Nationalratspräsident Jürg Stahl (SVP/ZH) würdigte die Leistungen Burkhalters. Er hob Burkhalters Engagement für Frieden und seine Hochachtung vor den Institutionen der Schweiz hervor.

Im Aussendepartement (EDA) sei Burkhalters Persönlichkeit so richtig zur Geltung gekommen, sagte Stahl: Seine Fähigkeit, persönliche Beziehungen aufzubauen, und sein Redetalent seien ihm bei den schwierigen aussenpolitischen Herausforderungen seiner Amtszeit sehr zugute gekommen.

In der Europapolitik habe sich Burkhalter für enge Beziehungen mit der EU eingesetzt. Nach der Abstimmung über die Masseneinwanderungsinitiative habe er den Bundesrat dazu gedrängt, die Einwanderung besser zu kontrollieren, ohne auf den Ausbau der Beziehungen mit der EU zu verzichten. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen