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Zustand der Moore laut BirdLife und Landschaftsschutz alarmierend



Umweltorganisationen schlagen Alarm: 79 Prozent der Hochmoore und 30 Prozent der Flachmoore von nationaler Bedeutung müssten dringend saniert werden, warnen BirdLife Schweiz und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL).

30 Jahre nach der Rothenthurm-Abstimmung rufen die beiden Organisationen Politik und Verwaltung in Bund und Kantonen auf, «die Verfassung beim Moorschutz endlich umzusetzen», wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst.

Die Qualität der Moore sei heute weit entfernt vom Zustand, wie er gemäss Verfassung zu sein habe, schreiben BirdLife und SL zu ihrem Bericht. Dieser dokumentiert die Entwicklung der Moore in den letzten zehn Jahren. Schon 2007 habe der Bund einen besorgniserregenden Zustand der Moore festgestellt.

Die Hälfte der Moore sei in einem schlechten Zustand. Neben der Austrocknung und Überdüngung (Eutrophierung) sei auch der Torfbildungsprozess gestört und die Moorflächen nähmen ab. Mehrere typische Arten der Moore wie der Grosse Brachvogel, das Niedrige Veilchen und der Moor-Hallimasch, ein Pilz, seien in der Schweiz ausgestorben.

Die in den Bundesinventaren der Biotope aufgeführten Gebiete bedecken 2.2 Prozent der Landesfläche. Erst Ende September hatte der Bundesrat zusätzliche 16'000 Hektaren Biotope und Moorlandschaften unter nationalen Schutz gestellt.

Insgesamt gibst es sechs Bundesinventare: Trockenwiesen und -weiden, Hochmoore, Flachmoore, Auen, Amphibienlaichgebiete und Moorlandschaften. (sda)

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