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Tunesien: Tunesische Sicherheitskräfte töten mindestens 13 Extremisten



Tunesische Sicherheitskräfte haben sich nahe der Grenze zu Libyen erneut Gefechte mit mutmasslichen Extremisten geliefert. Mindestens 13 Angreifer wurden getötet.

Wie das Verteidigungsministerium mitteilte, hatten «Terroristen» am frühen Montagmorgen eine Kaserne in der Stadt Ben Guerdane im Südosten Tunesiens angegriffen.

Der Angriff wurde abgewehrt, mindestens 13 Angreifer und ein Soldat wurden bei den Gefechten getötet. Sechs Angreifer seien verletzt und festgenommen worden. Nach Angaben aus Spitalkreisen wurden auch drei Zivilisten und zwei Sicherheitsbeamte getötet.

Zuvor hatte der staatliche Fernsehsender Wataniya berichtete, es sei neben der Kaserne auch ein Kontrollposten der Nationalgarde in Ben Guerdane angegriffen worden. Auch dieser Angriff sei abgewehrt worden. Nach Angaben von Augenzeugen zogen sich die Kämpfe bis in den Morgen hin. Das Innenministerium forderte die Bewohner der Stadt auf, vorsichtshalber zu Hause zu bleiben.

Grenzschutz seit IS-Anschlägen verstärkt

Bei Ben Guerdane hatten sich Sicherheitskräfte bereits am Mittwoch vergangener Woche Gefechte mit Extremisten geliefert. Bei vier von fünf Getöteten handelte es sich nach Behördenangaben um Tunesier, die über die libysche Grenze gekommen waren, um in Tunesien Anschläge zu verüben.

In Tunesien hatte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im vergangenen Jahr mehrere Anschläge verübt, die in Libyen geplant worden sein sollen. Aus Sorge vor dem Eindringen von Extremisten hat Tunesien bereits seine Grenze zusätzlich gesichert.

Libyen wird seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 von konkurrierenden Milizen beherrscht. Sie ringen neben zwei rivalisierenden Regierungen und Parlamenten in Tobruk und der Hauptstadt Tripolis um die Macht. Der IS nutzt die Lage, um sich in dem nordafrikanischen Land auszubreiten. (sda/afp)

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