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Streit zwischen China und Taiwan: Airlines streichen Neujahrsflüge



Im Streit über die Kontrolle des Luftraumes zwischen China und Taiwan haben chinesische Airlines 176 zusätzlich geplante Flüge zum chinesischen Neujahrsfest nach Taiwan gestrichen. Dies berichtete Chinas Staatsfernsehen am Dienstag.

China Eastern und Xiamen Airlines haben die Flüge abgesagt, mit denen in China lebende Taiwanesen und chinesische Touristen über die Feiertage Mitte Februar fliegen wollten. Taipeh hatte Anfang Januar die Genehmigung verweigert.

Der Streit war entflammt, als China einseitig neue Luftkorridore für kommerzielle Flüge über dem Seeweg der Taiwanstrasse eingerichtet hatte, die näher als bisher an Taiwan liegen und aus Taipehs Sicht ein Sicherheitsrisiko für die Verteidigung der Insel darstellten. Drei neue Flugrouten überlappen sich zudem mit taiwanesischen Flugstrecken zu den Inseln Matsu und Kinmen vor Chinas Küste, die von Taiwan kontrolliert werden.

Das Verhältnis zwischen beiden Seiten ist seit dem Amtsantritt der neuen taiwanesischen Präsidentin Tsai Ing-wen vor zwei Jahren angespannt. Sie hatte die umstrittene Annäherungspolitik ihres Vorgängers beendet und geht auf Distanz zu Peking. Die kommunistische Führung betrachtet die demokratische Inselrepublik nur als abtrünnige Provinz und droht mit einer gewaltsamen Rückeroberung. Erst seit 2008 gibt es regelmässige Direktflüge zwischen beiden Seiten. (sda/dpa)

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