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USA: Fünf Tote nach Schüssen auf US-Militäreinrichtungen



Bei einem Angriff auf US-Militäreinrichtungen im Bundesstaat Tennessee sind am Donnerstag vier Soldaten und der Schütze getötet worden. Das FBI erklärte, betroffen seien zwei Marine-Einrichtungen in Chattanooga. Bei den Opfern handle es sich um Marineinfanteristen.

Der Angreifer wurde laut Medienberichten von der Polizei erschossen. Er hatte Behördenangaben zufolge am Vormittag kurz vor 11.00 Uhr zunächst eine Militäreinrichtung in Chattanooga angegriffen, war mit dem Auto weggefahren und hatte dann an einer zweiten Einrichtung erneut das Feuer eröffnet. Laut Medien handelte es sich um ein Rekrutierungsbüro der US-Marine sowie eine Reservistenkaserne.

Der Täter fuhr nach Angaben der Ermittler mehrere Kilometer von einem Tatort zum nächsten. Nach 30 Minuten sei alles vorbei gewesen.

Während die Staatsanwaltschaft von Ost-Tennessee ankündigte, der Fall werde als einheimischer Terrorakt eingestuft, erklärte das FBI, darüber sei noch nicht befunden worden.

«Das ist ein trauriger Tag für die Vereinigten Staaten», sagte Staatsanwalt Bill Killian bei einer Medienkonferenz. «Diese Militärangehörigen haben ihrem Land stolz gedient und sind diesen Schiessereien zum Opfer gefallen.»

Einzelheiten zum Schützen wurden nicht genannt. Die Polizei von Chattanooga sprach von einem «brutalen und schamlosen» Attentat. Den Behörden zufolge wurden auch ein weiterer Marine und ein Polizist bei dem Angriff verletzt.

Eine Augenzeugin sagte dem Nachrichtensender CNN, dass ein Mann aus seinem offenen Cabrio heraus wild um sich geschossen habe. Der Mann habe «20, 30 Sekunden» lang geschossen und mehrfach nachgeladen, sagte die Frau. Passanten flüchteten in umliegende Gebäude, hiess es. Die Polizei hatte die Gegend zeitweise abgesperrt.

Das nahe gelegene Chattanooga State College berichtete auf Twitter ebenfalls von Schüssen ausserhalb des Campus und rief dazu auf, die Gebäude nicht zu verlassen und die Türen zu schliessen. Der Betrieb des Colleges wurde vorübergehend eingestellt. Einige Geschäfte schlossen aus Sicherheitsgründen ebenfalls für den Rest des Tages.

US-Präsident Barack Obama sei von seinem Team für nationale Sicherheit über den Vorfall informiert worden, teilte dessen Vize-Sprecher Eric Schultz mit. (sda/reu/afp/dpa)

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