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Weniger Nachfrage führt zu Leerständen und tieferen Wohnungsmieten



Die Schweizer Bevölkerung wächst langsamer und daher gibt es auch weniger Leute, die eine Wohnung suchen. Die Folge sind mehr leere Wohnungen und tiefere Mieten. Der Verkaufsflächenmarkt leidet derweil unter der Schere zwischen Flächenumsätzen und Mietpreisen.

Wüest Partner rechnet damit, dass in diesem Jahr über 51'000 neu erstellte Wohneinheiten (Wohneigentum und Mietwohnungen) auf den Markt kommen. Diese treffen auf eine gedrosselte Nachfrage aufgrund des rückläufigen Bevölkerungswachstums, wie die Immobilienberatungsgesellschaft am Freitag mitteilte.

Unter der Annahme, dass die Nachfrage nach Wohneigentum etwa gleich gross ist wie die Neubauproduktion, erwartet die Gesellschaft eine Überproduktion von 9000 Mietwohnungen. Damit dürften die Leerstände weiter ansteigen, das Angebot wieder anwachsen und die Mieten der inserierten Wohnungen sinken.

Gross ist das Interesse dagegen an Wohneigentumsobjekten: Die Preise für Wohneigentum sind wieder angestiegen. Auch die Preise bei den gehobenen Objekten, die im letzten Jahr stark gesunken waren, haben sich laut Wüest Partner wieder stabilisiert.

Für Büros musste man bis Jahresmitte 0.4 Prozent weniger Miete zahlen als im Vorjahr. Zum geringen Rückgang habe eine leichte Belebung des Stellenwachstums im dritten Sektor beigetragen, schreibt die Beratungsgesellschaft. Die Zahlungsbereitschaft für Büromieten habe klare Grenzen, wobei es spürbare regionale Unterschiede gebe.

Die Aussichten für den Verkaufsflächenmarkt bleiben durchzogen. Dies, obwohl die Konsumentenstimmung verheissungsvoll ist und die Gesamtnachfrage durch positive Beschäftigungsimpulse auch im Detailhandel belebt werden sollte, wie es weiter in der Mitteilung heisst. Die Schere zwischen den Flächenumsätzen und den Mietpreisen lasse sich momentan nicht schliessen und belaste das Segment weiterhin. (sda)

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