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Schweres Beben erschüttert Italien: Dutzende Opfer befürchtet



Im Zentrum Italiens hat in der Nacht zum Mittwoch die Erde heftig gebebt. Erdbebeninstitute gaben die Stärke des Bebens mit mindestens 6.1 an. Die Behörden berichteten in der Nacht von schweren Schäden in einzelnen Orten. Dutzende Menschen wurden verletzt.

Der Erdstoss habe zu signifikanten Einstürzen geführt, sagte der Chef des Zivilschutzes im Nachrichtensender RaiNews24. Besonders schlimm soll die Bergortschaft Amatrice im Apennin betroffen sein. «Die Hälfte der Stadt ist weg», sagte der Bürgermeister von Amatrice, Sergio Pirozzi, im Sender RAI.

Er berichtete von schweren Schäden im Ferienort: Menschen seien unter den Trümmern begraben und würden noch vermisst, sagte der Bürgermeister. Die Strassen seien blockiert. Eine Brücke, die nach Amatrice führe, sei teilweise eingestürzt. Der Bürgermeister der 2500-Einwohner-Gemeinde forderte Hilfe per Helikopter.

Der Chef des Zivilschutzes, Fabrizio Curcio, sprach von einem «schweren» Beben, es sei vergleichbar mit dem in der Stadt L'Aquila im Jahr 2009. Damals kamen mehr als 300 Menschen ums Leben. Das jetzige Beben sei aber vermutlich weniger fatal, weil die Gegend nicht so stark bevölkert ist.

In Rom gespürt

Das Zentrum des Bebens lag laut Erdbebendiensten in der Provinz Rieti rund 150 Kilometer nordöstlich von Rom in einer relativ geringen Tiefe von zehn Kilometern. Der Erdstoss um 03.36 Uhr war auch in den Regionen Umbrien und Marken und der italienischen Hauptstadt deutlich zu spüren.

Bei den Feuerwehren in Zentralitalien gehen nach Angaben italienischer Nachrichtenagenturen zahlreiche Anrufe wegen des Erdbebens ein. In der Stadt Norcia liefen demnach Menschen auf die Strasse. Der Zivilschutz richtete ein Notfall-Komitee ein.

Mehrere Nachbeben folgten in der Nacht, auch in Rom schwankte gegen 4.30 Uhr erneut der Boden. Laut US-Erdbebenwarte hatte eines der Nachbeben die Stärke 5.5.

Bereits am Dienstag gab es Erdstössen der Stärke zwei in der Region Marke und unweit der Äolischen Inseln nahe Sizilien. Italien wird auf Grund seiner geografischen Lage immer wieder von Erdbeben erschüttert. (sda/reu/afp/dpa)

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