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Todesstrafe

Jakarta zahlt saudischer Familie Blutgeld - Hinrichtung verhindert



Der indonesische Staat zahlt 1,8 Millionen Dollar «Blutgeld», um eine in Saudi-Arabien zum Tode verurteilte Hausangestellte zu retten. Die 41-Jährige sollte in den kommenden Tagen enthauptet werden, weil sie 2007 ihren saudischen Arbeitgeber tötete.

Die Indonesierin hatte erklärt, nach einer Misshandlung durch den Mann in Notwehr gehandelt zu haben. Indonesien hatte ursprünglich erklärt, das «Blutgeld» in der verbleibenden Zeit nicht einsammeln zu können. Für die Frau hatten sich dann aber Prominente und Menschenrechtsgruppen eingesetzt. Dadurch kam die Regierung in Jakarta in Zugzwang.

Nach saudischem Recht können Angehörige von Getöteten Blutgeld verlangen, wenn das Leben eines Verurteilten verschont werden soll. Die saudische Familie hatte ursprünglich vier Millionen Dollar verlangt, war nach jahrelangen Verhandlungen aber auch mit weniger zufrieden.

Pro Jahr verlassen hunderte Frauen Indonesien auf der Suche nach Arbeit. In Ländern wie Saudi-Arabien und Malaysia oder der chinesischen Metropole Hong Kong arbeiten sie oft unter entwürdigenden Umständen. 2011 stoppte Indonesien die Ausreise von Arbeitssuchenden nach Saudi-Arabien, nachdem eine Hausangestellte wegen Mordes an ihrem Arbeitgeber enthauptet worden war. Nach Angaben von Migrant Care droht 45 Landsleuten die Todesstrafe in Saudi-Arabien, falls die Regierung in Jakarta nicht einschreitet. (sda/reu)

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