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Gilt «in guten wie in schlechten Tagen» nur für die Ehe, oder auch für Freundschaften?  Bild: Kafi Freitag

FRAGFRAUFREITAG

Vor einigen Tagen bekam ich eine Freundschaftsanfrage von einem früheren guten Freund  

Wir lernten uns als Kinder kennen, waren als Teenager ein Paar, trennten uns, blieben Freunde, hielten Kontakt, obwohl unsere Leben unterschiedliche Wege nahmen. Auch als wir uns nur noch wenige Male im Jahr trafen, blieb diese tiefe Vertrautheit bestehen. Für eine lange Zeit war er mein bester Freund. Doch vor einigen Jahren enttäuschte er mich masslos. Mir ging es aufgrund eines tätlichen Übergriffs bei der Arbeit sehr schlecht. Ich verlor meinen Job, hatte existenzielle Ängste, kämpfte um die Verarbeitung dieses Traumas. Kurz bevor ich meine Stelle verlassen musste, fing mein Freund am gleichen Ort an zu arbeiten. Er bekam also aus erster Hand mit, wie es mir ging. Doch er hat sich nie wieder bei mir gemeldet. Bis vor einigen Tagen via Facebook – eine Freundschaftsanfrage ohne persönliche Nachricht. Ich bin völlig perplex. Es macht mich ratlos, wütend, traurig. Wie soll ich darauf nur reagieren? Barbara, 31.

Liebe Barbara

Ob eine Freundschaft Tiefe hat, zeigt sich in der Not, nicht an sonnigen Tagen. Sie müssen entscheiden, welchen Anspruch Sie an diese Beziehung haben. Ich bin diesbezüglich ziemlich radikal, was vermutlich auch nicht das Gelbe vom Ei ist. Es gibt sehr wohl Verbindungen, bei denen es reicht, dass man gute Zeiten miteinander teilt. Ich bin allerdings eher der Typ Allwetter-Reifen. (Vielleicht auch eine Frage des Profils?) 

Finden Sie heraus, was für Sie stimmt, und was nicht. Wenn Ihnen noch an ihm liegt, würde ich das Gespräch suchen. Wenn nicht, die Anfrage schlicht und ergreifend ignorieren. Wenn Sie dazu imstande sind, ist die Sache tatsächlich gegessen. Wenn das Ignorieren aber nicht wirklich klappt, würde ich das Kapitel nochmals aufschlagen. Auch, oder vor allem, Ihrem eigenen Frieden wegen.

Alles Liebe und Gute! Ihre Kafi.

Fragen an Frau Freitag? ​ 

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Kafi Freitag (39) beantwortet auf ihrem Blog www.FragFrauFreitag.ch Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Daneben ist sie Mitbegründerin einer neuen Plattform für Frauen: Tribute.ch.

Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (www.FreitagCoaching.ch) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie ist verheiratet und Mutter eines zehnjährigen Sohnes.

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Sälber tschuld! 

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Bild: Kafi Freitag



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    Alle Leser-Kommentare
  • kEINKOmmEnTAR 05.08.2014 10:48
    Highlight Highlight Also diese Antwort hilft jetzt aber mal gar nicht!

    Ausserdem kann eine Freundschaftsanfrage auf FB in einigen Fällen viel weniger bedeuten als einige denken. Ich nehme zum Beispiel jede an von Personen die ich schon mal gesehen habe (Schule, Arbeit etc.)
    Von daher könnte er sich auch einfach an dich erinnern und dir so eine Anfrage geschickt haben, ohne etwas spezielles damit zu meinen. Gut möglich dass wenn du sie annimmst, er sich nie bei dir melden wird.
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Richtich oder valsch? «Schreiben nach Gehör» steht in mehreren Kantonen auf der Kippe 

In vielen Schulen dürfen Primarschüler so schreiben, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Der Kanton Nidwalden ist vorgeprescht und verbannt das lautgetreue Schreiben neu ab der 2. Klasse aus den Schulzimmern. Das will nun auch der Zuger Bildungsrat prüfen. 

«Mein Nahme ist Lena und ich besize eine Kaze»: Sätze wie diesen schreibt so mancher Primarschüler in sein Aufsatzheft – und das ganz ohne Rotstift-Korrektur des Lehrers. In vielen Schweizer Schulen dürfen Primarschüler so schreiben, wie sie sprechen. «Schreiben nach Gehör» heisst das Konzept aus dem Lehrplan 21 – und es ist umstritten. Der Kanton Nidwalden wird das lautgetreue Schreiben nun ab der 2. Klasse aus den Schulzimmern verbannen, wie die NZZ berichtet. 

Der Widerstand wächst …

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