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Denkst du schon oder glaubst du noch? Weshalb Wissenschaften keine Ersatzreligion sind

Ich bin zwar ein Skeptiker, betrachte aber die Wissenschaften kritisch und nicht als neue Religion.



Die Wissenschaften sind der Feind der Religionen. Das ist ein Gedanke, der viele Gläubigen auf die Palme bringt.

Ein anderer: Gott fürchtet Menschen, die ihn mit wissenschaftlichen Erkenntnissen aus dem Universum bugsieren möchten. Man erinnere sich an den Bibelspruch: Selig sind die Armen im Geiste …

Tatsächlich sind sich Glaube und Wissenschaften oft spinnefeind. Ich bekomme dies seit vielen Jahren von gläubigen Bloggerinnen und Bloggern demonstriert, die mir in ihren Kommentaren mantramässig vorwerfen, ich sei wissenschaftsgläubig und habe ein mechanisches oder utilitaristisches Weltbild. Ein Vorwurf, den ich vehement bestreite. Doch davon später.

galileo galilei

Das Titelblatt von Galileo Galileis Dialog: Aristoteles, Ptolemäus und Copernicus diskutieren Bild: shutterstock.com

Tatsächlich ist es unmöglich, dass Glauben und Wissenschaften im Gleichschritt einen Walzer tanzen. Überdurchschnittlich viele Naturwissenschafter sind Agnostiker oder Atheisten. Sie sind gewohnt, die Welt nach wissenschaftlichen Kriterien zu erfassen. Religiöse Erklärungsmuster passen schlecht ins Puzzle, weil sie nicht überprüfbar sind.

«Es scheint, als könne man vielen Menschen alles und jedes verklickern, wenn es unter der Tarnkappe der Religion daherkommt.»

Heute sind Wissenschaften unabhängig und nur ihren eigenen Ansprüchen und Erfordernissen verpflichtet. Das war nicht immer so. Früher war die Kirche Herr über die Wissenschaften, sie hatte auch die Deutungshoheit. Man erinnere sich nur an Galilei, der seine Erkenntnisse verleugnen musste, um nicht auf dem Scheiterhaufen zu landen. Wahr war damals nur, was nicht religiösen Dogmen widersprach oder was in der Bibel stand.

Abstruse Heilsvorstellungen

Zurück zu mir. Ich beobachte seit 40 Jahren Glaubensgemeinschaften, von denen viele Sektencharakter haben. Dabei erlebe ich, dass Gläubige bereit sind, im Namen des Glaubens die abstrusesten Heilsvorstellungen kritiklos zu übernehmen. Es scheint, als könne man vielen Menschen alles und jedes verklickern, wenn es unter der Tarnkappe der Religion daherkommt.

Glaube und Wissenschaft – wie passt das zusammen?

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Video: YouTube/eswerdelichtTV

Wer gewohnt ist, auch religiöse Ideen einer kritischen Prüfung zu unterziehen, nimmt ihr vielleicht einen Teil der Magie oder verliert etwas von der betäubenden Euphorie, aber er verhindert, allenfalls indoktriniert oder religiös missbraucht zu werden.

Auch um die geistige Freiheit zu fördern, hinterfrage ich alle sensiblen Lebensbereiche, vor allem eben die weltanschaulichen, politischen und religiösen. Die besten Werkzeuge dazu liefern die Naturwissenschaften, aber auch Philosophie, Psychologie und Soziologie.

Ich bin aber weit davon entfernt, sie als Ersatzreligion zu betrachten. Ich habe mich genügend mit Wissenschaftstheorie auseinandergesetzt, um zu erkennen, dass auch wissenschaftliche Erkenntnisse nur relativ verstanden werden können. Sie sind immer nur so lang gültig, bis sie mit neuen Untersuchungen widerlegt oder ergänzt werden.

«Die einzigen halbwegs verlässlichen Instanzen sind Verstand und Vernunft. Doch selbst diese täuschen uns regelmässig.»

Die Krux von Glaube versus Wissenschaft lässt sich an der Evolutionstheorie exemplarisch demonstrieren. So bestätigen Tausende wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse die Richtigkeit der darwinschen Lehre und ihrer Weiterentwicklungen.

Die Evolutionstheorie hält auch der Falsifizierung stand: Es gibt keine Alternativariante, die die Entwicklung der Lebewesen beschreiben würde. Ausser natürlich den Kreationismus, die Schöpfungslehre, die von den monotheistischen Religionen propagiert wurde. Und teilweise heute noch wird. Man kennt es: Gott schuf die Welt in sechs Tagen, am siebten ruhte er.

Wer den Kreationismus vertritt und die Evolutionstheorie leugnet, muss aber den Gottesbeweis erbringen, also die Existenz Gottes wissenschaftlich nachweisen. Dass dies ein Ding der Unmöglichkeit ist, anerkennen selbst strenggläubige Christen, Juden und Moslems.

Auch gläubige Biologen glauben an die Schöpfungslehre

Trotzdem gibt es viele gläubige Biologen, die die Schöpfungslehre aus religiöser Überzeugung vertreten. Lieber schwören sie ihren wissenschaftlichen Forschungsgrundlagen ab, als ihren Gott zu «verraten».

Dabei greifen sie zu einem Taschenspielertrick. Sie nutzen kleine Lücken bei der Evolutionstheorie, um sie radikal in Frage zu stellen.

Konkret: Neben den unzähligen, wissenschaftlich erhärteten Erkenntnissen gibt es ein paar wenige Unklarheiten. Diese nutzen die gläubigen Biologen, um den Kreationismus zu verteidigen. Würden sie hingegen nach diesem erkenntnistheoretischen Ansatz die Schöpfungslehre nachweisen wollen, würden sie nur schon bei der Versuchsanordnung grandios scheitern.

Ihre wissenschaftliche Unredlichkeit ist offensichtlich.

Die einzigen halbwegs verlässlichen Instanzen für uns Menschen sind Verstand, Vernunft und Bewusstsein. Doch selbst diese täuschen uns regelmässig, weil wir emotionsbestimmt sind und unser Hirn laufend Fehlschaltungen produziert.

Deshalb sind gerade in religiösen Fragen kritische Rückfragen besonders wichtig. Diese versuche ich in meinen Blogtexten zu stellen. Mit Wissenschaftsgläubigkeit hat das nichts zu tun.

Hugo Stamm; Religionsblogger

Hugo Stamm

Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
Mit seinem Blog bedient Hugo Stamm seit Jahren eine treue Leserschaft mit seinen kritischen Gedanken zu Religion und Seelenfängerei.

Du kannst Hugo Stamm auf Facebook und auf Twitter folgen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Pasionaria 07.11.2017 06:35
    Highlight Highlight Kurz vor Tor/Blogschluss das Schlusswort von
    G.Ch.Lichtenberg:
    ¨Kindliche Wundermärchen über Wandeln auf dem Wasser und Wiederauferstehung eines Toten werden um so eher als Wunder geglaubt je weniger die eigene Bildung dazu befähigt, die tatsächlichen Wunder des Mikrokosmos des Universums und der unendlich komplizierten Systeme des Lebens auch nur annähernd als solche wahrzunehmen."

    Und zu dieser Bildung gelangen wir dank der Naturwissenschaft!
  • Lami23 06.11.2017 19:53
    Highlight Highlight Ich denke, in allem kann eine Art Religion gefunden werden. In der Art sich zu ernähren zum Beispiel. Sobald es moralisierend wirkt und nur darauf abzielt, seine Wahrheit als die Einzig wahre zu verkaufen, wird es nervig...
  • Patrick S. 06.11.2017 19:15
    Highlight Highlight Es ist zu beachten, dass es DIE Evolutionstheorie nicht gibt. In den letzten Jahrzehnten hat es mindestens ein halbes Dutzend Theorien betreffend Evolution gegeben. Heute sind vor allem zwei Theorien in der Diskussion, einerseits der Neodarwinismus und andererseits die „Evo-Devo“-Theorie. Während gemäss Ersterer die natürliche Selektion die treibende Kraft hinter der Evolution ist, stellt man sich gemäss Letzterer die Evolution in Analogie zur Entwicklung beispielsweise eines Embryos vor.
  • cero 06.11.2017 11:55
    Highlight Highlight Wer bedenkt, dass sich nicht beweisen lässt, dass 1+1=2 ist, wird das System Wissenschaft nach wie vor zwar sehr zu schätzen wissen, und all die Hilfestellungen, Erkenntnisse und Fortschritte, die sie mit sich bringt, aber "Wahrheit" ist auch in diesem Zusammenhang ein (zu) grosses Wort. Letztlich sind auch 'wissenschaftliche' Erkenntnisse immer interpretationsbedürftig. Glaube / Religion ist eine andere Art, sich mit gemachten Erfahrungen auseinanderzusetzen, ein Suchen, ein vorsichtiges Tasten, weit weg vom stumpfsinnigen Behaupten, zu was Glauben leider allzu oft pervertiert wird.
    • Schne 07.11.2017 08:38
      Highlight Highlight Wer Wahrheit sucht ist schon auf dem Holzweg. Der beschränkte menschliche Geist kann doch nur ein winziges Abbild unseres Universums erstellen. Er kann es nie in seiner Ganzheit erfassen. Ergo ist Wahrheit nur eine grössenwahnsinnige Idee. Alles was als wahr verkauft wird, ist eine Lüge. In diesem Punkt ist die Wissenschaft wenigstens ehrlich. Wenn irgend ein Gott zu uns käme und uns die Wahrheit sagte, wir würden es nicht verstehen. Wir stritten uns jahrhunderte lang um die Auslegung seiner Worte ohne der Wahrheit näher zu kommen...
  • Hypatia 06.11.2017 11:20
    Highlight Highlight Das gerade Hugo Stamm nach bestem Wissen und Gewissen seine jahrzehntelange Arbeit geleistet hat, wird wohl kaum jemand ernsthaft in Frage stellen wollen. Darum frage ich noch einmal, warum erwähnt er in seinem Text nicht mit einem Wort das Gewissen? -

    Die Antwort gebe ich gleich selbst: Weil er sich damit der ganzen Fragwürdigkeit aussetzen würde, die diesen Text unterschwellig durchzieht. Der Frage nämlich, inwiefern sich religiöse Gläubigkeit und wissenschaftliche Erkenntnis denn überhaupt ausschliessen müssten.

    Dieser Ausschluss ist heute schlicht veraltet.
    • Pasionaria 07.11.2017 06:09
      Highlight Highlight
      1/2
      ¨...warum erwähnt er in seinem Text nicht mit einem Wort das Gewissen?¨

      Warum wohl nicht, weil dieses Wort nur eine relig. gepraegte Floskel ist und inhaltlich nicht existiert.
      Du wirst staunen, aber ich habe ein reines Gewissen, denn .....ich habe es noch nie benutzt!
      Zutreffender spricht man von Moral und Ethik, die aber mit Glauben/Religión ueberhaupt nichts zu tun haben.
      ff

    • Pasionaria 07.11.2017 06:11
      Highlight Highlight 2/2
      ....
      Es draengt einen, aus ethischen bzw. moralischen Gruenden bestimmte Handlungen auszufuehren oder zu unterlassen.
      M.E. werden einem diese Wertvorstellungen im guenstigsten Falle anerzogen, die man hoffentlich im Laufe des Lebens erweitert oder sich aneignet. 
  • Patrick S. 06.11.2017 10:53
    Highlight Highlight evand: „Nun frage ich mich, wer Gott erschaffen hat? Oder war Gott schon immer da? Das wäre dann ja genauso unmöglich.“

    Wieso sollte es unmöglich sein, dass Gott schon immer da war? Gemäss dem kosmologischen Kalām-Gottesbeweis muss nur alles was zu existieren begonnen hat eine Ursache haben, nicht überhaupt alles was existiert. Ein Kritiker dieses Arguments muss demnach einen plausiblen Grund angeben können, weshalb Gott zu existieren begonnen haben muss und nicht schon immer existiert haben kann.
    • Rabbi Jussuf 06.11.2017 16:21
      Highlight Highlight Patrick
      Das Kalam ist einfach eine Behauptung, kein Argument. Die Prämissen sind willkürlich, das heisst, sie sind so gemacht, damit sie für den Befürworter passen.
      Da sind die alten Gottesbeweise um einiges besser - wenn auch genauso ungültig.
  • Patrick S. 06.11.2017 10:35
    Highlight Highlight itsbigben: „@Patrick: Die Videos sind in etwa so glaubwürdig wie die "Chi-Power" Videos ;)“

    Ich kann beim besten Willen keine Parallele zwischen den „Chi-Power“-Videos einerseits und dem Video über den kosmologischen Kalām-Gottesbeweis und dem Video über das Argument für die Existenz Gottes aus der Feinabstimmung der Naturkonstanten im Universum andererseits erkennen. Kannst Du mir erklären, wo aus Deiner Sicht die Parallelen liegen?
  • Hypatia 06.11.2017 10:17
    Highlight Highlight Überdurchschnittlich viele Naturwissenschafter sind Agnostiker oder Atheisten.

    Trotzdem gibt es viele gläubige Biologen, die die Schöpfungslehre aus religiöser Überzeugung vertreten.

    Also was jetzt? -

    Ausserdem: Die Naturwissenschaften zeichnen sich insbesondere durch ihre Gewissenlosigkeit aus. Das Gewissen darf sie nicht in ihrem Erkenntnisdrang hindern.

    Was daraus wird und geworden ist, sieht man ja heute weltweit . . . . . .

  • pamayer 05.11.2017 21:54
    Highlight Highlight die wissenschaft versucht, dingen, phänomenen auf den grund zu gehen, und ist abhängig von auftraggeber, der finanziert (zb im namen der nazis kriegsgeräte optimieren/erfinden). manchmal ist die wissenschaft an einer staatlichen uni frei in der wahl ihrer themen.
    entsprechend ist es heikel, wenn zb die chemische industrie einen lehrstuhl an der uni finanziert.
    deshalb ist eine gewaltentrennung und ein gesundes bildungswesen von elementarer bedeutung.wissenschaft und aufklärung müssen neutral sein,sonst drohen türkische oder us amerikanische zustände, wo der diktator kritisches unterdrückt
  • pamayer 05.11.2017 21:50
    Highlight Highlight danke, hugo stamm, auch dass du deine eigenes begegnen mit der welt darstellst.
    religionen sind herrschaftsgebilde (mit betonung auf herr, schliesslich muss das patriarchat zementiert werden), welche dogmen mit befehlscharakter herausgeben (briefing). als die römer merkten, dass das christentum populär wurde, erklärten sie dieses zur staatsreligion. geschickter schachzug zur festigung der eigenen vorherrschaft.
    und wenn us amerikanische bibeltreue ärzte an abtreibungskliniken - im namen gottes für das leben - töten, ist das höchst makaber und grotesk.

  • Emanzipator 05.11.2017 13:49
    Highlight Highlight Beim Glauben geht es vlt. auch darum als Basis des ganzen Vertrauen beizuziehen. Beim Wissen geht es um Empire. Da braucht man kein Vertrauen.

    Vlt. braucht es die Gegenüberstellung gar nicht??

    Die Existenz zu widerlegen ist übrigens aus wissenschaftlicher Sicht völliger unsinn. Man kann keine ‚inexistenz‘ beweisen. (Egal wovon)
  • Gummibär 05.11.2017 11:24
    Highlight Highlight Wissenschaft taugt nicht als Ersatz für religiösen Glauben weil alle Erkenntnisse der Wissenschaften jederzeit durch neu hinzugekommenes Wissen Veränderungen und Korrekturen unterworfen werden kann. Wir sagen : "Nach heutigem Wissensstand" und nicht : " Wie es vor 1800 oder 1400 Jahren aufgeschrieben wurde".
    Heutige Religionen werden wie alle vorangegangenen verschwinden weil sie nicht hinterfragt und erneuert werden wollen und können, spätestens dann, wenn der letzte Mensch verschwindet und sich zu den Dinosauriern gesellt.
  • olive 05.11.2017 10:45
    Highlight Highlight Wenn der Bischof einen auf Klima macht
    http://www.achgut.com/artikel/wenn_der_bischof_einen_auf_klima_macht
    • Rabbi Jussuf 06.11.2017 17:05
      Highlight Highlight sehr guter Artikel! Es zeigt so schön, dass die nichts Substantielles mehr zu sagen haben.
  • TheMan 05.11.2017 04:38
    Highlight Highlight Es gibt Beweise, das die Evolutionstheorie die Wahrheit ist? BottblitzundDonmerhagel. Die will ich sehen. Auch die der Urknalltheorie
    • Michael Bamberger 05.11.2017 09:34
      Highlight Highlight Belege:

      -Anatomie: Arten teilen gleiche Merkmale mit einem gemeinsamen Vorfahren.

      -Molekularbiologie: DNA und genetischer Code belegen gemeinsame Abstammung / Verwandtschaft.

      -Biogeographie: globale Distribution von Organismen versus einmaligen Kennzeichen von Arten auf Inseln reflektieren Evolution und geologische Veränderung.

      -Fossilien: belegen die Existenz von ausgestorbenen Arten und ihre Verwandtschaft mit heute lebenden Arten.

      -Direkte Beobachtung: z.B. Evolution von Insekten hin zur Pestizidresistenz oder z.B. Bakterien hin zur Antibiotikaresistenz.

    • Regas 05.11.2017 12:44
      Highlight Highlight @Michael
      Die Belege sind weder Falsifizierbar noch reproduzierbar und daher streng Wissenschaftlich ausser dem letzten Punkt nicht beweisbar.
      Klar ist nur, das sich die Lebewesen durch Anpassung (Evolution) an neue Lebensbedingungen anpassen können. Wie neue Arten entstehen bleibt jedoch im Dunkeln.
      Evolution oder Kreationismus ? Wir wissen es nicht, jedoch ist ersteres plausibler.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Spooky 05.11.2017 02:57
    Highlight Highlight Die Realität ist nicht statisch, nicht festgefügt, nicht stabil.

    Die Realität verändert sich von einem Augenblick auf den andern. Die Realität ist immer in Bewegung.

    "Alles fliesst".

    Wir wissen ja nicht einmal, ob unsere Erinnerung an den verflossenen Augenblick stimmt.

    Die Wissenschaft ist nur ein winziger Teil der Realität.

    In Bezug auf das Ganze ist die Wissenschaft eine Randnotiz.

    In 500 Millionen Jahren wird man sich an die heutige Wissenschaft nicht mehr erinnern.
    • Mirischgliich 05.11.2017 21:29
      Highlight Highlight "Die Wissenschaft von heute ist der Irrtum von morgen."
      Zitat von Jakob Johann Baron von Uexküll, baltischer Biologe
      * 08.09.1864, † 25.07.1944
    • Uranos 06.11.2017 00:37
      Highlight Highlight Die Wissenschaft kann Aussagen über die Welt vor 500 Millionen Jahren machen. Die mathematischen Gesetze in 500 Millionen Jahren werden immer noch die gleichen sein. Wissenschaft ist also ziemlich zeitlos. Religion fokussiert dagegen immer auf einen ganz spezifischen Zeitpunkt in der Geschichte, wo Heilige oder Propheten erschienen sind.
    • Rabbi Jussuf 06.11.2017 19:47
      Highlight Highlight Stimmt, in 500 Mio Jahren wird sich niemand mehr an die heutige Wissenschaft erinnern.
      Weil niemand mehr da sein wird um sich zu erinnern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ramón Putscher 05.11.2017 01:20
    Highlight Highlight Interesant und Denkanregent.


  • Nonbeliever 04.11.2017 23:44
    Highlight Highlight Eigentlich ist der Sachverhalt ja simpel: Glaube, bzw. Religion ist kultivierte 'fantasy', ein über Jahrausende lang gehegtes und gepflegtes Hirngespinst. Die schrecklichen Folgen davon kennen wir alle: Religionskriege, Unterdrückung Nichtgläubiger etc. WISSENSCHAFT: ein rationales Sich-heran-tasten an eine objektive Wahrheit. Akribische Knochenarbeit, trial-and-error. V.a. aber Logik, die auf math. Erkenntnis beruhen. Wieso funktioniert mein Handy? Weil ich daran glaube? Nein!, sondern weil in so einem Ding die wissensch. Forschung von Jahrhunderten verbaut sind.
  • Herbert Anneler 04.11.2017 22:43
    Highlight Highlight Herr Stamm, wo sehen Sie die Naturvölker? Ich habe den Eindruck, dass diese für Sie keine Menschen sind: Sie glauben nicht an einen Gott und der Begriff der Rationalität bzw. Vernunft ist ihnen ebenso fremd. In Ihrem Denktaster haben sie nicht Platz. Aber ihre Kulturen sind die ältesten überhaupt...
    • Regas 05.11.2017 12:15
      Highlight Highlight Wenn die Naturvölker verbreitete Sekten währen, dann müsste im Sektenblog auch darüber berichtet werden.
      Etwa so: Der Geister und Ahnenglauben vieler Naturvölker welcher über Generationen weitergegeben wird verunmöglicht es diesen Menschen jemals aus ihrem Gefängnis von Mythos und Aberglauben auszubrechen. Erst durch den Kontakt mit Menschen die einen höheren Erkenntnisstand haben kann diese Gefangenschaft im überlieferten Schwachsinn aufgebrochen werden.
  • Spooky 04.11.2017 19:24
    Highlight Highlight Aus dem Artikel:

    "...und habe ein mechanisches oder utilitaristisches Weltbild."

    Von mir aus gesehen, weder noch. Ich behaupte, Herr Stamm hat ein positivistisches Weltbild.
    ⬇︎☟⬇︎
    [https://de.wikipedia.org/wiki/Positivismus]

    Aber dieses Weltbild ist genau so richtig oder falsch wie irgendein anderes Weltbild. Nur sollte Herr Stamm nicht behaupten, es sei das einzig richtige.
    • Pasionaria 05.11.2017 07:51
      Highlight Highlight Wie kommst denn Du wieder auf solch eine abstruse Spekulation, was HST's Weltbild sein soll?
      Hast Du mit ihm schon ein oder zwei Bier getrunken?

      Das sehe ich ganz anders, der Positivismus waere schon deswegen nichts fuer ihn, da er eine Ideologie ist und zudem zu sehr religioese Zuege aufweist.
      Das ist wiederum eine aeusserst spookische Annahme.
    • Spooky 05.11.2017 16:59
      Highlight Highlight Er glaubt an eine vom Bewusstsein unabhängige, objektiv erfahrbare, materielle Aussenwelt.
  • Leider Geil 04.11.2017 15:42
    Highlight Highlight "Selig sind die Armen im Geiste" oder vielleicht doch "Selig sind die geistig Armen"? Beides hat irgendwie was.
    • 4kant 04.11.2017 16:58
      Highlight Highlight Da habe ich den Unterschied nie kapiert. Ich schliesse die Deutung von "Geist" = "Schnaps" einmal aus. Kannst Du mir auf die Sprünge helfen?
  • Denverclan 04.11.2017 15:29
    Highlight Highlight Wir wissen nicht weshalb wir leben, wir wissen nicht weshalb wir sterben, wir wissen nicht was das Leben überhaupt bedeutet. Wenn wir ALLE ehrlich zu uns selber sind, müssen wir uns eingestehen, dass wir gar nichts wissen. Wir haben ca. 80 Jahre Leben, wenn wir „Glück“ haben, und ehrlicherweise sind wir bezüglich der Erkenntnis was das Leben für einen Sinn macht, am Anfang und am Schluss genau gleich schlau....jedermann/frau lebt seine eigene „Wahrheit“ und „Realität“. Anstand, Respekt, Liebe, Hilfsbereitschaft, Einfühlsamkeit, Toleranz usw. tönen jedenfalls besser als Geld, Macht, Gier, Krieg
  • sEribaZ 04.11.2017 14:06
    Highlight Highlight Meinen Sie, utilitaristisch? Dann verstehe ich nicht wirklich, wieso man Ihnen das vorwerfen sollte?! Aber vielleicht sehe ich das zu abstrakt, da ich aus den Wirtschaftswissenschaften komme. Ein utalitaristisches Weltbild kenne ich nicht, und finde keine Erklärung.
    Auf jeden Fall finde ich Ihren Blog immer sehr spannend, kritisch denken, sollte überall erlaubt sein.
  • mogad 04.11.2017 12:46
    Highlight Highlight Sollte bald der radikale Islam bei uns das Sagen haben werden solche Diskussionen nicht mehr möglich sein. Die wörtliche "Auslegung" heiliger Bücher ist stets verbunden mit der Unterdrückung anderer Menschen. Wer die Kontrolle über die angebliche Wahrheit hat, hat die Kontrolle über alles. Da liegt die Gefahr. Vielleicht arbeitet H.S. diesen Punkt mal heraus. Welche echten Gefahren drohen der ganzen Gesellschaft von radikalen,
    religiösen Standpunkten? Kommt diese Frage, brauchen wir nicht mehr Glauben und Wissenschaft gegeneinander aufzuwiegen. Dann geht es um ganz anderes.
    • 4kant 04.11.2017 14:14
      Highlight Highlight "Wer die Kontrolle über die angebliche Wahrheit hat, hat die Kontrolle über alles".
      Ich behaupte, es ist exakt anders herum.
      Wer die Kontrolle über alles, d. h. insb. über die Menschen hat, und das was sie sich zu sagen und zu schreiben getrauen, der kontrolliert die Wahrheit.
      Auch ohne den Einfluss der Islamisten, bewegt sich unsere Gesellschaft eilig in ein totalitäres Zeitalter. Das zeigt sich im Umgang mit Rauchern, Dicken, Fleischessern, Klimaskeptikern, u.v.a.
      Die Freiheit des Individuums wird zunehmend eingezwängt, in ein dogmatisches Ideal. Das ist eine Parallele zum Islamismus.
    • You will not be able to use your remote control. 04.11.2017 14:15
      Highlight Highlight Als die Christen das Sagen hatten, waren solche Diskussionen nicht möglich.

      Es gibt bei uns weit mehr (radikale) Christen als (radikale) Muslime.

      Wie soll der radikale Islam 'bei uns das Sage haben'?
    • You will not be able to use your remote control. 04.11.2017 14:23
      Highlight Highlight > Das zeigt sich im Umgang mit Rauchern, Dicken, Fleischessern, Klimaskeptikern, u.v.a.

      Seit einiger Zeit esse ich aus ganz anderen Gründen kein Fleisch. So übel angemacht wie von Fleischfanatikern wurde ich bisher nur von Christen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • 4kant 04.11.2017 12:38
    Highlight Highlight Es gibt keine Unvereinbarkeit von wissen und glauben.
    Letztendlich ist beides eine Form von Überzeugung.
    Der Unterschied liegt darin, ob man seine eigene Überzeugung bezweifeln will, d.h. man will wissen, oder eben nicht, d. h. man will glauben.
    Diese Haltung des ständigen Zweifels, die Kunst der Wissenschaft, oder des ständigen Nicht-Zweifels, die Kunst der Religion, beschränken sich überhaupt nicht auf irgendwelche Lebensbereiche. Es gibt ganz besonders auch in Wissenschaftskreisen sehr viel etablierten Nicht-Zweifel, der durchaus religiöse Züge trägt.
    • You will not be able to use your remote control. 04.11.2017 14:18
      Highlight Highlight Nichtzweifler, die solche Dinge behaupten wie 'die Unfallwahrscheinlichkeit eines Gefährts ist total unabhängig von der Geschwindikeit'?

      Oder wie muss man das verstehen?
    • 4kant 04.11.2017 14:29
      Highlight Highlight @control
      Es spielt eigentlich keine Rolle, wie die Überzeugung lautet. Wenn Du sie nicht bezweifeln willst, oder kannst, dann glaubst Du daran. Mir scheint, Du kaust da mit Deinem Beispiel an einem Glaubenssatz von Dir herum.
      Etwas zu wissen, heisst, es immer wieder zu überprüfen, schon nur, um sich zu vergewissern, dass es immer noch so ist, wie es einmal war. Denn die Konstanz der Naturkonstanten und der Naturgesetze ist nicht bewiesen und ungewiss. Sie wird dennoch vorausgesetzt, oder mit anderen Worten: geglaubt, auch von eingefleischten Astrophysikern.
    • 4kant 04.11.2017 16:45
      Highlight Highlight @control.
      Du kaust mit Deiner Frage an einem Deiner Glaubenssätze herum.
      Schaut man sich die Statistiken über die Unfälle je Personenkilometer an, so erkennt man leicht, das Skateboards und Fahrräder sehr unfallträchtig sind und Düsenflugzeuge sehr unfallarm. PKWs haben mehr Unfälle pro Personenkilometer wie Hochgeschwindigkeitszüge. Diese Korrelation belegt, dass ein Gefährt eine umso geringere Unfallwahrscheinlichkeit hat, je schneller es fährt. War das, was Du meintest?
      Meine ursprüngliche Aussage ist die:
      Woran man nie zweifelt, daran glaubt man. Und sei es das Gravitationsgesetz.
    Weitere Antworten anzeigen
  • mogad 04.11.2017 12:25
    Highlight Highlight Evangelikale sagen "ich stamme nicht vom Affen ab, und Gott hat die Welt in 7 Tagen erschaffen". Wenn es um Glauben geht, kann ich nur von mir selber schreiben. Ich bin katholisch. Ich zweifle nicht an der Existenz Gottes. Aber ich zweifle manchmal an mir selber. Bin ich der gute Mensch der ich sein möchte? Dabei glaube ich, dass wir alle vom Affen abstammen und Darwin recht hat: Die Welt wurde nicht in 7 Tagen erschaffen. Was ich auch glaube: Die Wissenschaft wird nie beweisen können, dass Gott NICHT exisitiert, und ich muss nichts beweisen. Für mich existiert er.
    • Jol Bear 04.11.2017 13:52
      Highlight Highlight Wir heutigen Menschen stammen nicht vom Affen ab. Heutige Affen und Menschen hatten aber irgendwann gemeinsame Vorfahren. (Die DNA von Mensch und Schimpanse stimmen zu über 95% überein.)
    • Don Sziggy 04.11.2017 18:18
      Highlight Highlight Falsch Wölfi, da Du behauptest, es gibt "Ihn, Es, oder was auch immer", musst Du es beweisen.
    • itsbigben 04.11.2017 19:48
      Highlight Highlight @Don: Gläubige konnten noch nie etwas beweisen was dieses Gottesgelaber anbelangt. Aber schönreden können sie es.

      Religionen kommen und gehen. Schon witzig oder fast beängstigend, dass es noch immer Menschen im 21. Jahrhundert gibt, die ein über 2000 Jahre altes Buch als "wahr" empfinden...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Patrick S. 04.11.2017 12:12
    Highlight Highlight Es ist nicht nur so, dass naturwissenschaftliche Erkenntnisse in keinem Widerspruch zur Annahme der Existenz Gottes stehen, es ist sogar so, dass in den letzten Jahrzehnten naturwissenschaftliche Entdeckungen gemacht wurden, welche die Annahme der Existenz Gottes stützen. In den folgenden zwei kurzen Videos werden solche Entdeckungen und deren Relevanz für die Frage nach der Existenz Gottes vorgestellt:

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    • Naughtious Maximus 04.11.2017 14:06
      Highlight Highlight Nicht einmal die Lichtgeschwindigkeit ist konstant. Im Jahre 1945 hat man sich auf eine Konstante 'geeinigt'. Die heutige Wissenschaft ist nicht glaubwürdig.
    • Naughtious Maximus 04.11.2017 14:26
      Highlight Highlight Es war das Jahr 1972 als die versammelte Wissenschaftswelt sich auf eine Konstante für Berechnungen geeinigt hatte. Sorry.
      Ein Bezug zur Realität sieht aus meiner Sicht anders aus.
    • Oxymora 04.11.2017 16:11
      Highlight Highlight Das mach ich von jetzt an auch so. Immer wenn ich mir etwas nicht erklären kann, führe ich es auf die Existenz Gottes zurück.
      Oh mein Sandwich ist verschwunden!
      Hund schläft, Katze schläft, Fall klar dass war der Bibeldämon.
    Weitere Antworten anzeigen
  • blaubar 04.11.2017 12:01
    Highlight Highlight „Wer den Kreationimus vertritt und die Evolutionstheorie leugnet, muss aber den Gottesbeweis erbringen, also die Existenz Gottes wissenschaftlich nachweisen.“

    Das ist ein sehr spannendes Gebiet, das nicht allzu klar ist. Sogar Hanspeter Dürr, Quantenphysiker und ehemaliger Mitarbeiter Heisenbergs, „glaubt“ nicht recht an die Urknalltheorie. Studiert man die Quantenphysik, wird plötzlich alles ziemlich offen.
    Ich persönlich könnte mir vorstellen, dass alle irgendwie etwas von der Wahrheit sehen. Es ist durchaus auch wahrscheinlich, dass der menschliche Verstand nicht ausreicht dafür.
  • Concertino 04.11.2017 12:00
    Highlight Highlight Es gibt eine simple Regel, nach der ich mich orientiere: Beim Kreationismus musst du nur unterscheiden, ob es vom Menschen oder nicht vom Menschen kreiert wurde. Alles, was nicht vom Menschen erschaffen wurde ist "göttlich". Alle Religionen und Bibeln und Korane wurden von Mendchen erschaffen, also "nicht-göttlich". Bäume, Wasser, Erde, Tiere, ist "Göttlich". Ganz einfach! 😀
  • Naughtious Maximus 04.11.2017 11:53
    Highlight Highlight Herr Stamm, Sie schreiben: 'Es gibt keine Alternativvariante..' Ja, es gibt keine Alternativvariante die in wissenschaftlichen Kreisen akzeptiert wird. Genauso wie früher die Kirche die Alternativvariante von Galilei und G. Bruno nicht akzeptierten.
    Die Wissenschaft fungiert zunehmends in einer Wissenschaftsblase.
    Und noch was: Die Big Bang Theorie wurde von einem Priester ins Leben gerufen. Die Evolutionstheorie basiert massgeblich auf dieser Theorie (nämlich, dass die Welt auf einer lineare Weltanschauung basiert).
    Ihre Aussagen in diesem Artikel sind sehr widersprüchlich.
    • Nevermind 04.11.2017 12:19
      Highlight Highlight Urknalltheorie:
      Georges Edouard Lemaître. Geboren 17. Juli 1894, gestorben 20. Juni 1966.

      Evolutionstheorie:
      Charles Robert Darwin. Geboren 12. Februar 1809, gestorben 19. April 1882.

      Irgendwas an deiner Zeitlinie ist komisch.
    • Naughtious Maximus 04.11.2017 13:49
      Highlight Highlight Eigentlich ist es hinlänglich wer welche Theorie zuerst veröffentlich hat.
      Denn beide liegen fundamental falsch. Nicht einmal die Lichtgeschwindigkeit ist stabil (das ist wissenschaftlich bewiesen). Und dennoch basieren viele, wenn nicht die meisten Berechnungen auf einer Konstanten.
      Die Wissenschaft klammert sich genauso wie die abrahamitischen Religionen an menschengemachte und nicht mit der Realität zu vereinbarenden Ideen.
    • Naughtious Maximus 04.11.2017 13:52
      Highlight Highlight Die Theorie, dass die Menschen seit unendlich langer Zeit auf der Erde sind wird nicht akzeptiert, weil es mit dem Verstand der heute lebenden Menschen nicht nachzuvollziehen ist.
      Was wäre, wenn die Menschen früher (10-100 tausende Jahre früher) intelligenter waren in Bezug auf die Erfassung der Unendlichkeit der Erde?
  • Beteigeuze 04.11.2017 11:48
    Highlight Highlight Herr Stamm, Sie sind ein Skeptiker so wie ich. Aber wenn das so ist, sollten Sie als normal denkender wissen, dass am Anfang immer das Denken steht und aus dem Denken wird ein Glaube und wenn der Denkende Glück hat wird daraus ein WISSEN, dass sein Glaube stimmt. So läuft das Spiel und nicht wie Sie es hindrehen.

    Aber mit unserem Wissen ist es bislang nicht so weit her. Wir kennen nicht mal ansatzweise das Geheimnis des Lebens.

    Und so lange das so ist, muss ich die Option "GOTT" in meine Betrachtungsweise einbeziehen. Denn sonst bin ich kein denkender Mensch sondern nur ein IGNORANT.
    • Nevermind 04.11.2017 12:28
      Highlight Highlight Was ist den deine Definition von „GOTT“?
    • Rabbi Jussuf 04.11.2017 23:17
      Highlight Highlight Das ist der berühmte Lückenbüsser-Gott.
    • Valon Gut-Behrami 06.11.2017 08:03
      Highlight Highlight Und was ziehst du sonst noch bei um nicht ignorant zu werden...?
  • Angelo C. 04.11.2017 11:48
    Highlight Highlight Einer der besten und objektivsten Stamm-Artikel, indem er auch sein eigenes Credo etwas anklingen lässt....

    Es gibt übrigens auch grosse Wissenschaftler wie u.v.a. der weltbekannte Physiker und Leiter des Max-Planck-Instituts Prof. Hans-Peter Dürr, der sich eine Existenz eines "irgendwie gearteten Gottes", fern gängiger Religionen (!) vorstellen kann. Physik, Chemie und Evolution könnten seine Vehikel darstellen.

    Buchtipp : "Physik und Transzendenz" von Hans-Peter Dürr (Subtitle : Die grossen Physiker unseres Jahrhunderts über ihre Begegnung mit dem Wunderbaren)
    • Nevermind 04.11.2017 12:30
      Highlight Highlight Und im Gegensatz von Zeit und Raum brauchte der „irgendwie geartete Gott“ keinen Erschaffer?
    • Angelo C. 04.11.2017 13:33
      Highlight Highlight Wieso sollte er, oder diese kreative Intelligenz - wie immer man das auch nennen will - zwingend einen Erschaffer brauchen?

      Das erschliesst sich mir nicht....


    • Rabbi Jussuf 04.11.2017 15:20
      Highlight Highlight Angelo
      Nach deiner eigenen Logik braucht die "Intelligenz" einen Erschaffer. Wenn nicht, dann brauchen auch die Kreaturen keinen Erschaffer.
      Jetzt kannst du es dir aussuchen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Luca Brasi 04.11.2017 11:21
    Highlight Highlight Religion und Wissenschaft stehen immer in einem Spannungsverhältnis, jedoch sollte man nicht den Fehler machen zu glauben, daß alle Religiösen jede Art der Wissenschaft negieren. Es gibt zugegebenermaßen Fundamentalisten, aber die Mehrheit der Gläubigen kann man sicher nicht als wissenschaftsfeindlich bezeichnen. Hier ist man Gottseidank weiter gekommen.

    https://www.nzz.ch/wissenschaft/forscher-aus-den-reihen-der-kirche-1.18504095

    Daß hier wieder mal ein paar Fundis in den Kommentaren den Ruf von Religiösen in den Schmutz ziehen und Wissenschaft als Feind betrachten ist bedauerlich.
    • Naughtious Maximus 04.11.2017 12:01
      Highlight Highlight Da grösste Problem ist, dass heute fast immer von den abrahamitischen Religionen gesprochen wird wenn es um Religion an sich geht.
      Schon mal was von der auf Wissenschaft und Naturgesetzen basierten europäischen Religion gehört?
      Etwa 90% unserer modernen Gesellschaft basiert auf dieser Religion welcher u.a. Plato, Aristoteles und Marcus Aurelius angehörten.
    • Rabbi Jussuf 04.11.2017 13:48
      Highlight Highlight Naughtious
      Ach ja? Welche Religion wäre das denn?
  • Oxymora 04.11.2017 11:20
    Highlight Highlight Findet man es komisch, wenn sich Gläubige vor einem Angenagelten niederwerfen und behaupten er sei Allmächtig, ist das ein Keimt schon Atheismus, dazu wird keine Wissenschaft benötigt. Wissenschaft wird oft selektiv von Gläubigen herbei gezogen, wenn sie dienen kann, ein Glaubensdetail zu untermauern.

    z.B:
    Würde ein Fossil gefunden dessen Ohr auch noch als primäres Geschlechtsorgan diente; wäre es ein Beweis dafür, dass Befruchtung durchs Ohr, wie bei Maria möglich ist.

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  • Ökonometriker 04.11.2017 11:10
    Highlight Highlight Wissenschaft und Religion sind nur für unkritische Leute unvereinbar.
    Ein unkritischer Gläubiger, der die Bibel wörtlich auslegt und ein unkritischer Wissenschaftler der glaubt, wir wissen schon alles, müssen sich zwingend streiten.

    Für kritisch denkende Leute kann Religion (oder Philosophie im erweiterten Sinne) helfen, die Forschungsfragen zu steuern und umgekehrt. Sie kann eine Erweiterung des Weltbildes über die mangelhafte Faktenlage hinaus sein und zu Fragen führen, die dann erforscht werden können.

    Daher sind Philosophie und Wissenschaft seit Jahrtausenden verbunden.
    • You will not be able to use your remote control. 04.11.2017 13:57
      Highlight Highlight Ha, Philosophie ist eine Wissenschaft. Religion ist ganz etwas anderes.
    • Ökonometriker 05.11.2017 08:08
      Highlight Highlight @You will: Das mag steuertechnisch in gewissen Ländern so sein.

      Aber wie ist es mit Religionen wie Scientology? Oder dem Buddhismus? Dem Freimaurertum? Bei diesen wird in diversen Ländern noch heute stark diskutiert - hunderte von Anwälten und Politikern beschäftigen sich mit dem Thema. Und auch in der Philosophie ist die Religionsphilosophie ein wichtiger Zweig und zahlreiche Philosophen schreiben über diese Fragestellung.
      Dazu Wittgenstein, der auch nie zu einer klaren Antwort kam, in seinem letzten Werk "Über Gewissheit": Am Grunde des begründeten Glaubens liegt der unbegründete Glaube.
    • You will not be able to use your remote control. 05.11.2017 15:32
      Highlight Highlight Diskutieren ist eben nicht Philosophie, auch nicht, wenn Anwälte und Politiker mitreden.

      Religionsphilosophie ist so wenig Religion, wie Zoologie ein Tier ist.
  • Jason84 04.11.2017 10:56
    Highlight Highlight Physik ist, wenn jemand in einem dunklen Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht.
    Philosophie ist, wenn jemand in einem dunklen Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist.
    Theologie ist, wenn jemand in einem dunklen Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist und ruft: "Hurra, ich hab sie !"
    • Mbatatart 04.11.2017 11:25
      Highlight Highlight Und danach alle anderen töten die mal diese Behauptung in Frage stellen oder vielleicht auch meinen sie haben ihre EIGENE Katze gefunden...
  • Franz0506 04.11.2017 10:04
    Highlight Highlight Herr Stamm schreibt von "kleinen Lücken in der Evolutionstheorie".
    Hier gibt es keine kleinen Lücken, sondern riesige Löcher.
    Tatsache ist, dass die Atheisten auch einen Glauben haben, mit der sie sich die Schöpfung
    erklären, nämlich ihren Evolutionsglauben.
    Da darf man sich wohl fragen, wer die wirklich "armen im Geiste" sind, wenn sich die Evolutions- und Darwingläubige sich mit so vielen "Zufällen" zufrieden geben.
    User Image
    • Mbatatart 04.11.2017 11:31
      Highlight Highlight Frage :Wie viele RIESIGE LÖCHER gibt's in der Bibel? Schon die ersten 2-3 Sätzen darin haben ja noch größere Löcher als die von der Wissenschaft. Tatsache!
    • Franz0506 04.11.2017 11:59
      Highlight Highlight Sehr geehrter Herr Libertas

      Offenbar leiden Sie darunter wenn man ihren Evolutionsglauben etwas angeht und werden beleidigend.
      Als Trost für Sie habe ich noch ein Heiligenbild von Ihrem falschen Propheten herausgesucht. Vielleicht hilft das Ihnen noch besser alle Lücken in der Evolutionstheorie zu übersehen
      User Image
    • blaubar 04.11.2017 12:04
      Highlight Highlight Schonmal etwas von Quantenphysik gehört?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Menel 04.11.2017 09:59
    Highlight Highlight Der Unterschied zw. Glauben und Wissenschaft ist; der Glaube hat eine Wahrheit/Ziel und probiert den Weg dort hin sich zurecht zu legen (Bsp. Kreationismus), die Wissenschaft hat kezn Ziel, sie will einfach den Weg beschreiben.
    Glaube fragt nach dem "Wieso?", Wissenschaft nach dem "Wie?". Man kann die zwei Sachen gar nicht miteinander vergleichen, denn sie sprechen zwei verschiedene Sprachen.
    • Butschina 04.11.2017 10:14
      Highlight Highlight Gute Antwort. Ich glaube an beides.
    • Mbatatart 04.11.2017 11:33
      Highlight Highlight Sorry, aber das hier ist falsch. Die Glaube hat keine "Wahrheit", die behauptet das nur. Oder könnte diese Glaube irgendwas beweisen? Wenn nicht ist es denn keine Wahrheit.
    • Menel 04.11.2017 12:00
      Highlight Highlight Ja klar, behaupten sie das nur, aber Gläubige sind der Ansicht, dass die wahre Wahrheit ist und jede Akbweichung davon falsch. Wieso sollte man diese dann hinterfragen?
      Das ist ja eben der grosse Unterschied zw. Glaube und Wissenschaft. Der Glaube kennt die Antwort und biegt sich die Realität zurecht, die Wissenschaft schaut sich die Realität an und hofft auf Antworten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hypatia 04.11.2017 09:50
    Highlight Highlight Die einzige halbwegs verlässliche Instanz für uns Menschen sind Verstand, Vernunft und Bewusstsein.

    Es ist interessant, dass in dieser Aufzählung eine "Instanz" überhaupt keine Erwähnung findet. Das Gewissen.

    Wie aber steht es mit dem Gewissen? - Oder sollen wir hier "Bewusstsein" im cartesischen Sinne als conscientia mit dem Gewissen gleichsetzen? - Das wäre dann schon einer Erwähnung wert gewesen. Bewusstsein aber, wie wir es heute verstehen, ist überhaupt keine Instanz. Wenn schon, dann ist es die Voraussetzung dafür, dass sich Instanzen konstituieren können.

    • mogad 04.11.2017 13:00
      Highlight Highlight Es ist nicht die einzige Instanz, es ist eine Instanz. Ich hab noch eine andere. Der Glaube.
    • Rabbi Jussuf 04.11.2017 13:09
      Highlight Highlight Gewissen ist eine nachgelagerte moralische Instanz. Sie entwickelt sich gemäss den anerzogenen sozialen Normen. Selbst Katzen oder Hunde haben schon ein klares Gewissen.
      Gewissen bezieht sich nicht auf das Erkennen der Welt, sondern darauf, wie ein Individuum in einem sozialen Verbund agiert.
  • Benji Spike Bodmer 04.11.2017 09:32
    Highlight Highlight "Denkst du schon oder glaubst du noch?"

    Ich tue beides. Meinen Glauben schleife ich, schon seit ich Konfirmand war, immer wieder an schonungslos kritischen Fragen. Dies hat mich in Konflikte mit anderen Menschen geführt und das Ergebnis ist ziemlich synkretistisch, gleichzeitig wurde mein Glaube aber auch immer wieder gestärkt.

    Ich habe aber keine Vorbehalte für die Wissenschaft. Die Natur hält wunderbare Dinge bereit (Gravitationswellen ftw.!) und mein Glaube hat meine Ehrfurcht vor dem Universum und seiner wissenschaftlichen Entdecker verstärkt- nicht gemindert.
    • Mbatatart 04.11.2017 11:35
      Highlight Highlight Du, solange du nichts gegen Homoehe oder die Lehre von Evolution in der Schule bist, darfst du weiterhin so leben...
    • Benji Spike Bodmer 05.11.2017 11:32
      Highlight Highlight Ich verstehe nicht ganz was du mir damit sagen willst^^

      Weshalb sollte ich etwas gegen die "Homoehe" haben? "Liebe deinen nächsten wie dich selbst", da gabs keine Einschränkungen hinzu. Und ich behaupte, eine von gegenseitigem Respekt getragene, liebevolle "Homoehe" findet vor dem Cheffe durchaus Anklang. Eine giftig-zerstrittene "Heteroehe" wohl eher weniger.

      Evolutionstheorie in M/U und Schöpfungsgeschichten (da gibts ja ne ganze Menge davon) in R&K. Damit ist allen gedient. :)
    • Benji Spike Bodmer 06.11.2017 14:13
      Highlight Highlight Keine Antwort?^^

      User Image
  • Zeit_Genosse 04.11.2017 09:27
    Highlight Highlight Das Thema der Wissenschaftsgläubigkeit und der Religions(Gott-)gläubigkeit ist ein spannender Bogen, da bei beiden "Glaubensrichtungen" der Glaube im Vordergrund steht. Die Annahme das etwas ist das man nicht beweisen kann.

    Kann man an die Wissenschaft glauben? Und schliesst die Wissenschaft nicht gerade den Glauben - das Glauben an etwas - aus, weil Wissenschaft sich erst selbst beweisen muss?

    Die Wissenschaft schafft Wissen. welches so lange gilt, bis neues Wissen dazu kommt und das vorherjge Wissen ergänzt, ändert, oder überschreibt. Glauben ist nicht dynamisch, Wissenschaft schon.
    • Mbatatart 04.11.2017 11:37
      Highlight Highlight Glauben ist sicherlich sehr statisch, dazu wird Glauben von "oben" herab vorgegeben,ohne die Möglichkeit es kritisch hinterher zu fragen. Oder warum ist es das man Islam zum Beispiel nicht kritisch hinterher fragen darf? Warum ist es das man nirgendwo liest das Mohammed eine minder jährige als Braut zu sich nahm und mit ihr als sie noch minderjährig war, geschlafen hat? Hmm? Wieso nicht?
  • dracului 04.11.2017 09:12
    Highlight Highlight Es ist doch spannend, dass doch ein „Gottesteilchen“ gefunden wurde, als wollte man letztlich doch in der Wissenschaft Gott finden wollen? Die Herausführung aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit durch die Vernunft ist eine der absurdesten belletristischen Märchen der Weltgeschichte. Vernunft und Verstand verhalten sich wie das zweite Wärmegesetz: Unvernunft frisst die Vernunft zum Frückstück. Es wäre eine geradezu teuflische Wende, wenn wir irgendwann doch noch den Verstand und Vernunft nutzen würden. Daran glaube ich, so wahr mir weder Gott noch die Wissenschsft helfe, bis zum Tatbeweis!
    • Ril 04.11.2017 09:36
      Highlight Highlight Eigentlich kommt dieser Name daher dass es von Ledermann als "goddamn particle" bezeichnet wurde.... Dann wurde es von den Medien verdreht und gepusht.
    • mogad 04.11.2017 13:04
      Highlight Highlight Wenn man den Zustand der Welt betrachtet, hat die Unvernunft die Vernunft längst aufgefressen.
  • Koala91 04.11.2017 09:03
    Highlight Highlight Ich selbst studiere gerade Theologie. Es gibt sehr SEHR wenige Studenten die die Evolutionstheorie leugnen. Ich würde die Meinung der meisten so zusammenfassen:
    Die Bibel sagt nicht aus, WIE die Welt erschaffen wurde (es git nämlich zwei verschiedene Schöpfungsgeschichten in der Bibel), sondern nur WER sie gemacht hat. So kann die Evolution ein Instrument von Gott sein, um bewusst den Menschen zu kreieren oder völliger Blödsinn. Die Bibel tangiert dies nicht.
    Es geht auch um die Grundsatzfrage: Bin ich per Zufall der, der ich bin oder habe ich eine Bestimmung?
    • Rabbi Jussuf 04.11.2017 11:03
      Highlight Highlight Typische theologische Vernebelungsaktion: Die Bibel sagt nicht WIE die Welt erschaffen wurde, sondern WER sie gemacht hat.
      Wie kann man bloss als vernünftiger Mensch auf so eine Aussage kommen.
      Was das für ein Unsinn ist zeigt sich offen an einem anderen Bsp.: Ilias
      WER hier agiert ist interessant, klar, aber wesentlich interessanter ist doch, WIE die Götter und Helden agieren! Ohne dieses WIE wäre die Ilias nichts wert.
    • Rabbi Jussuf 04.11.2017 11:09
      Highlight Highlight Allerhöchstens könnte man noch sagen: die eine Schöpfungsgeschichte zeige, wie die Welt NICHT erschaffen wurde, nämlich nicht, wie die babylonische Schöpfungsgeschichte.
      Dann aber ist die biblische Schüpfungsgeschichte ein Pamphlet, in dem es darum geht die babyl. Götter schlecht zu machen und den eigenen Gott zu erhöhen. Das wiederum kann man als monotheistisch Glaubender in der Bibel schlecht dulden - sofern man es überhaupt bemerkt.
    • Mbatatart 04.11.2017 11:39
      Highlight Highlight Die Bibel sagt nicht "wie" sondern wer? Ich glaube du hast deine Bibel gar nicht gelesen. Bis die Wissenschaft die Kirche das gelehrt hat, war SIE sich ssssooooo sicher zu WISSEN wie die Welt erschaffen wurde und alle diese Behauptung hinterfragt hatten, wurden hingerichtet....
    Weitere Antworten anzeigen
  • The_ugly_truth 04.11.2017 08:56
    Highlight Highlight Do you believe in science? An die Wissenschaft kann und muss man nicht "glauben". Sie ist nur eine Methode, die versucht, Erkenntnisse zu gewinnen, die intersubjektiv nachvollziehbar sind. Die Wissenschaft hinterfragt sich ständig und ist offen für neue Erkenntnisse. Jeder, der dies "ablehnt", ist ein Ignorant.

    Oder anders formuliert: Würde Jesus auf der Erde auftauchen und einen wasserdichten Gottesbeweis abliefern, hätte die Wissenschaft kein Problem, Gott als Tatsache zu akzeptieren. Alle Religionen in der jetzigen Form lassen sich aber nicht empirisch beweisen und sind abzulehnen.

    • Naughtious Maximus 04.11.2017 11:57
      Highlight Highlight Ich kann das Buch The Science Delusion von Professor Rupert Sheldrake wärmstens empfehlen. Darin und in einem von TED Talks gelöschten (jedoch auf YT noch abrufbaren) Vortrag 'debunked' er die heutige gängige Wissenschaftslehre.
    • mogad 04.11.2017 12:33
      Highlight Highlight Warum wollt Ihr denn immer Beweise für etwas, von dem Ihr ja schon wisst, dass es das gar nicht gibt? Wie kommt Ihr darauf, dass der Gläubige Euch die Existenz Gottes beweisen muss? Das ist doch die Grundbotschaft der meisten Kommentare hier.
    • 4kant 04.11.2017 12:52
      Highlight Highlight Ees funktioniert auch anders herum:

      Die Religion kann und muss man nicht "wissen". Sie ist nur eine Methode, die versucht, Erleuchtung zu gewinnen, die intersubjektiv nachvollziehbar ist. Die Religion hinterfragt sich ständig und ist offen für neuen Glauben. Jeder, der dies "ablehnt", ist ein Ignorant.

      Wobei Ignoranten, d.h. Ketzer früher zum Tode verurteilt wurden. Gottlob fand die Religion hier zu neuem Glauben, der nicht so radikal ist.
      Aber ich fürchte, dass die Wissenschaft bald so radikal sein könnte.
      Wissenschaftskritiker werden heutzutage immerhin bereits mundtot gemacht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Michael Goldberg 04.11.2017 08:50
    Highlight Highlight Die alte Mär vom Konflikt 'Science vs. Religion' wurde in der Wissenschaft längst als historischer Schwachsinn entlarvt (jüngst wieder sehr ausführlich etwa Peter Harrison, the territories of science and religion).
    Wenn Menschen religiöse Überzeugungen als Argumente gegen wissenschaftliche Forschung verwenden, ist dies natürlich bedauerlich, daraus einen Grundsatzkonflikt stiefeln zu wollen aber schlichtweg falsch.
  • bernhardmat 04.11.2017 08:46
    Highlight Highlight Dan besten Beitrag zum Thema, den ich kenne:

    Play Icon
    • bernhardmat 04.11.2017 09:30
      Highlight Highlight Entschuldigt bitte die Rechtschreibfehler. Habe sie zu spät bemerkt.
      P.D.: Ich werde mir für jeden Fehler drei Peit-schenhiebe verpassen, so wir mir der Herr wohl vergeben 😉.
    • Stichelei 04.11.2017 11:01
      Highlight Highlight Da stimme ich ihnen bei. Jeder, der sich mit Spiritualität befasst, sollte zuerst unbedingt diesen Vortrag hören oder lesen.
  • thompson 04.11.2017 08:37
    Highlight Highlight Ein hoch auf die katholische Kirche, die seit der Neuzeit eine eigene wissenschaftliche Akademie hat. Und die Evo. Lehre wissenschaftlich akzeptiert.
  • Rakete 04.11.2017 08:37
    Highlight Highlight Dem Titel nach hätte ich eine kritische Auseinandersetzung mit den religionsähnlichen Aspekten der Naturwissenschaften erwartet. Aber war ja klar, dass sie undifferenziert gegen Gläubige schreiben und den Kreationismus als Denkschema über die Religionen stülpen. Sie glauben bestimmt auch noch, dass die Kirche im Mittelalter die flache Erde propagierte? Es passt so schön in ihr Weltbild, Herr Stamm. Ich lese ihre Artikel gerne auch wenn sie hin und wieder plump sind... genauso wie die Schriften Dawkins.
    • Mbatatart 04.11.2017 11:41
      Highlight Highlight Was propagiert die Kirche dann? Das homosexuelle "unnatürlich" sind? Oder das man Verhütungsmittel nicht benutzen darf?
  • N. Y. P. D. 04.11.2017 08:31
    Highlight Highlight Deshalb sind gerade in religiösen Fragen kritische Rückfragen besonders wichtig.
    (hugo stamm)

    Ich sehe keine kritische Rückfragen in den Stammbloggs. Gläubige werden lächerlich gemacht. Es steht auch heute wieder dasselbe im Blogg.
    Dass Gläubige partout wissenschaftliche Fakten ignorieren. Dass man zum Beispiel nicht über Wasser gehen kann.
    Mit Verlaub, ist es wirklich nicht möglich, über Wasser zu gehen ?
    • Astrogator 04.11.2017 09:35
      Highlight Highlight Schon mal versucht über Wasser zu gehen?
    • N. Y. P. D. 04.11.2017 10:09
      Highlight Highlight Ja
    • Stichelei 04.11.2017 11:02
      Highlight Highlight Und? Nass geworden?
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 04.11.2017 08:18
    Highlight Highlight Wissenschaft ist die aktuellste Form des Irrtums.
    Oder, wie damals ein Biologie-Professor während einer Vorlesung eine Darstellung von den biochemischen Reaktions-Gleichungen in einer Zelle mit einem verwirrenden Durcheinander von Chemischen Formeln und Pfeilen kreuz und quer und gleichzeitig in der Gegenrichtung kommentierte: "So stellt sich der kleine Moritzli den Stoffwechsel in einer Zelle vor."
    Die vordergründig so sachliche, vernünftige und objektive Wissenschaft wird also immer auch Züge von Religion und Kunst in sich tragen, da sie für ihre Modelle extrem vereinfachen muss...
    • rodolofo 04.11.2017 09:24
      Highlight Highlight @ kleiner_Schurke
      Die Biochemie vielleicht nicht, aber diejenigen, welche Biochemie betreiben!
      Die "vermenscheln" nämlich wieder mal alles!
      Hast Du Dir die Atome nicht irgendwie menschlich vorgestellt, dass Du Dir ihre Verhaltensweisen einprägen konntest?
      Zum Beispiel so: "Das Chlor hat auf der äussersten Schale nur ein Elektron, während das Natrium auf der äussersten Schale ein Elektron zu wenig hat für einen kompleten Satz. Also gibt das Chlor dem Natrium ein Elektron ab. Danach haben beide komplete Elektronen-Schalen und sind so glücklich darüber, dass sie einander heiraten: NaCl."
    • Stichelei 04.11.2017 11:05
      Highlight Highlight @rodolof: Und was hat jetzt das 'Vermenscheln' mit Religion zu tun?
    • Mbatatart 04.11.2017 11:42
      Highlight Highlight Da ist es offensichtlich das jemand in der Schule nicht richtig ausgepasst hat.
    Weitere Antworten anzeigen

Kann man, muss man nicht: Unser Modal-Problem

Ja, Sie haben schon richtig gelesen, da ist kein Tippfehler im Titel. Modal, mit d. Ich erspare Ihnen nun die Google-Suche oder das Ausgraben Ihrer Deutsch-Ordner von früher, wo Sie dann Ihre alten Aufsätze finden, in denen Sie sehr realistisch eingeschätzt haben, dass Sie mit 30 ein Haus, vier Kinder, einen Labrador namens «Columbo» und eine Traumkarriere haben werden und alles, was Sie nun mit 36 tatsächlich Ihr eigen nennen, ist ein Fahrrad und sogar das wurde Ihnen schon zweimal …

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