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Microsoft dominiert mit seiner Office-Software, dabei gibt es durchaus Alternativen. Bild: Shutterstock

Warum unsere Schulen NICHT auf Microsoft (oder Apple) setzen sollten

Kommerzielle Software, allen voran Microsoft Office, sei wie Fertigsuppe, meint der Open-Source-Experte Matthias Stürmer. Dabei sollten die Kinder lernen, selber zu kochen. Ein Interview, das Lehrer und Schüler betrifft.

28.04.17, 10:01 28.04.17, 19:59

watson hat kürzlich berichtet, dass öffentliche Verwaltungen sehr stark von Microsoft und seiner Software abhängig sind. Wie ist die Situation an unseren Schulen?
Matthias Stürmer:
Leider sind auch die meisten Schweizer Schulen sehr abhängig von Microsoft-Produkten. Nicht etwa die Schüler, die wären offen für Alternativen. Es sind die Lehrer, die selber Microsoft-Programme kennen und meist nur mit dem arbeiten wollen, was ihnen bekannt ist – eigentlich ziemlich paradox, wenn man bedenkt, für was die Schule da ist.

Gibt's Ausnahmen?
Eine ist der Kanton Genf, der in allen Schulen Ubuntu Linux und LibreOffice einführt. Und einzelne Schulen, wo engagierte Informatikverantwortliche tätig sind, wechseln auch auf Open-Source-Programme. Beispielsweise schult das Kirchenfeld-Gymnasium in Bern zur Zeit seine Lehrpersonen auf GIMP und anderen Open-Source-Grafikprogrammen, um von Adobe Photoshop etc. unabhängig zu werden.

Warum fristet Open-Source-Software (OSS) in den Schweizer Schulhäusern ein Nischendasein?
Erst kürzlich haben wir die Diskussion in der Stadt Bern geführt. Hauptargument gegen einen Wechsel auf OSS war, dass die Lehrer schon viele Aufgaben hätten und nicht noch mit neuen Anwendungen überfordert werden dürfen. Microsoft leistet da natürlich auch seinen Beitrag, in dem sie für alle Lehrer ein so genanntes Home Use Program anbieten: Solange die Schule einen Vertrag mit Microsoft hat, können die Mitarbeitenden zu Hause gratis alle Microsoft-Produkte nutzen. Das ist psychologisch sehr clever, denn mit der Ablösung von Microsoft würde den Lehrern etwas weggenommen. Dabei geht vergessen, dass auch alle OSS gratis nutzen können – ohne Verträge des Arbeitgebers.

Was ist schlecht daran, wenn die Schüler lernen, mit Microsoft Office zu arbeiten?
Die Frage ist, was lernt man in der Schule und was kann man auch sonst lernen? Es käme ja kein Kochlehrer auf die Idee, den Schülern das Kochen mit Beutelsuppen beizubringen.

«Es geht nicht mehr darum, mit welchem Programm ich etwas am schnellsten und bequemsten erledigen kann, sondern die Kinder und Jugendlichen sollen begreifen, was hinter den Kulissen passiert.»

Matthias Stürmer

Microsoft Office = Fertigsuppe? Matthias Stürmer greift zum Kochlöffel

«In der Kochschule lernen die Jugendlichen, selber eine Suppe aus Rüebli, Sellerie, Kartoffeln, Gewürzen und so weiter zu kochen. Fertigsuppen wären viel einfacher, das würde das Leben der Kochlehrer massiv erleichtern – darum wollen die meisten Lehrpersonen auch bei Microsoft bleiben. Und man könnte auch sagen, dass die jungen Leute später im Leben viel öfter Fertigsuppen anrühren werden als selber eine Gemüsesuppe kochen. Sollten sie deshalb in der Schule lernen Fertigsuppen aufzukochen? Ganz sicher nein. Die Schule ist dazu da, fürs Leben wichtige Grundfertigkeiten wie Rechnen und Schreiben zu erlernen. Und so lernen die Schülerinnen und Schüler mit Open-Source-Software auch die neu im Lehrplan 21 verlangte Informatikkompetenz.»

Was ist mit dem sehr theoretisch klingenden Begriff «Informatikkompetenz» gemeint?
Der Lehrplan 21 sieht vor, dass Informatik- und Medienkompetenz unterrichtet werden, also dass die Schüler verstehen, wie Computer funktionieren und wie man programmiert. Das bedeutet, und das ist sehr wichtig bei diesem Thema: Informatik ist nicht mehr einfach Mittel zum Zweck, sondern wird ab Sommer 2018 ein eigenständiges Lernziel. Das erfordert ein Umdenken. Es geht nicht mehr darum, mit welchem Programm ich etwas am schnellsten und bequemsten erledigen kann, sondern die Kinder und Jugendlichen sollen begreifen, was hinter den Kulissen passiert. Sie müssen zum Beispiel verstehen, wie Algorithmen funktionieren.

Matthias Stürmer arbeitet als Informatik-Dozent an der Uni Bern und leitet die Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit. bild: zvg

Zurück zu den Büro-Programmen: Bietet denn Open Source überhaupt die gleiche Leistung wie proprietäre Software?
Klar, bei weitem. Mit dem Vorgänger-Programm von LibreOffice habe ich schon vor über zehn Jahren meine Lizentiatsarbeit und etwas später meine Doktorarbeit an der ETH geschrieben. Neu ist heute die Anforderung, dass man so einfach wie bei Dropbox Dateien austauschen und gleichzeitig an den selben Dokumenten arbeiten kann. Auch da gibt es gleichwertige Open-Source-Alternativen, die dazu noch einen höheren Datenschutz erlauben. Nextcloud und LibreOffice Online haben die gleichen Funktionen wie Microsoft Office 365, werden jedoch auf eigenen Servern installiert, sodass alle Daten im lokalen Rechenzentrum bleiben. Wir haben gerade kürzlich diese Plattform bei unserer Forschungsstelle an der Universität Bern eingeführt. Das funktioniert hervorragend.

«Ich halte Apple diesbezüglich für mindestens so schlimm wie Microsoft.»

Matthias Stürmer

Microsoft hilft pädagogischen Einrichtungen mit kostenlosen Produkten. Was ist daran falsch?
Es tönt auf den ersten Blick ganz nett, wenn Microsoft den Schulen Laptops und Software-Produkte sponsert. Aber überlegen Sie mal, wenn jetzt beispielsweise Coca Cola allen Schulen gratis Getränke liefern würde. Was wäre wohl die Reaktion der Lehrer und Eltern? Das Problem ist letztlich, dass Microsoft und natürlich auch alle anderen Technologiefirmen ihr Bildungs-Sponsoring nicht aus Nächstenliebe machen, sondern weil sie wissen, dass sie so ihre künftigen Kunden heranziehen können.

Verlockende Angebote, doch es droht der Lock-in

Botschaft: Wer Microsoft-Produkte nutzt, ist erfolgreich. screenshot: microsoft

Was halten Sie davon, wenn Schulen statt auf Microsoft auf Apple setzen?
Ich halte Apple diesbezüglich für mindestens so schlimm wie Microsoft. Apple-Produkte sind zwar sehr bedienerfreundlich, aber das ist auch Teil des Problems: Die Programme und Geräte sind – meistens – so praktisch zu bedienen und eng miteinander verkoppelt, dass man sich gar keine Gedanken mehr macht, wo die Daten liegen und wie abhängig man letztlich von Apple ist. Die Firma hat seit ihrer Gründung die Strategie, ihre Kunden abhängig zu machen. Das finde ich bedenklich.

«Das grosse Engagement von Microsoft zeigt, dass Open Source nicht eine Frage der Ideologie ist.»

Matthias Stürmer

Die Schweiz ist traditionell ein Apple-Land und früher kamen an vielen Schulen Mac-Computer zum Einsatz. Warum hat sich das geändert?
Auch heute noch gibt es Schulen, die bewusst nur Apple-Produkte beschaffen wollen. Gerade kürzlich gab es eine Beschwerde bei einer IT-Ausschreibung, als die Gemeinde Thierachern nur Apple-Hardware kaufen wollte. Meistens jedoch werden bei Schulinformatik-Projekten von Anfang an Microsoft Windows und Office 365 verlangt, was auch eine falsche Entwicklung ist.

Warum?
Aus Beschaffungssicht ist ein fairer Wettbewerb nur mit Hersteller-neutralen Ausschreibungen gewährleistet, welche die funktionalen Anforderungen der jeweiligen Schule abbilden. Dabei können durchaus Open-Source-Programme wie LibreOffice oder GIMP vorgegeben werden, denn es können ja beliebige Firmen Support für Open-Source-Anwendungen anbieten – im Gegensatz zu proprietären Produkten von Apple oder Microsoft, die immer vom jeweiligen Hersteller gekauft werden müssen.

Microsoft lässt selber sehr viel Open-Source-Software entwickeln oder gestaltet diese mit. Reicht das nicht?
Das grosse Engagement in der Open-Source-Szene zeigt, dass Open Source nicht eine Frage der Ideologie ist, sondern ein wichtiger Branchen-Trend. Keine Informatikfirma kann es sich erlauben, ohne Open-Source-Know-how zu bleiben. Das Problem von Microsoft ist, dass das Unternehmen heute noch sehr viel Geld mit der Abhängigkeit seiner Kunden von Microsoft Office und anderen alten Cashcows verdient. Wer verzichtet schon freiwillig auf Einnahmen? Deshalb braucht es ein Umdenken vom Markt, also von den Schulen, Behörden, Firmen, dass man nicht auf Ewigkeit bei Microsoft-Produkten verbleibt.

Informationstag

Am «Open Education Day» am Samstag, 29. April, in Brugg AG stellen verschiedene Schulvertreter und Open-Source-Profis Alternativen zu Microsoft vor. Die kostenlose Anmeldung ist über die Website zum Informationstag möglich. Es hat laut Matthias Stürmer noch einige Plätze frei.

8 gute Gründe, die für Open-Source-Software an unseren Schulen sprechen*

* Die Punkte sind einer Antwort von Matthias Stürmer entnommen worden. Das Interview wurde schriftlich geführt.

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Galghamon, 3.12.2016
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  • Rosmarinduft 07.05.2017 20:30
    Highlight Es gibt ein geniales Ding, den Lernstick (lernstick.ch): Ein komplettes Debian 8 Linux System mit vielen Anwendungen, das auf einen USB-Stick installiert werden kann und so auf fast allen PCs lauffähig ist - als persönliche Arbeitsumgebung der Schüler/-innen und Lehrer/-innen. Es ist mir ein Rätsel, dass er in diesem Zusammenhang hier noch nie erwähnt wurde.

    Zu einem seriösen Informatik-Unterricht gehört die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Systemen. Der Lernstick kann dazu einen guten Beitrag leisten.
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  • Gelöschter Benutzer 29.04.2017 09:13
    Highlight Ich durfte im letzten Jahr, einen Schulcomputer für meinen kleinen Cousin aussuchen. Die Vorgaben der Schule waren das Gerät muss ein Apple Gerät sein mit den Mindestanforderungen an die Hardware von XY. Schön und gut, jedoch hätte das Gerät die 2000 Franken Grenze bei weitem gesprengt. Auch schon mal überlegt dass ich das nicht alle Familien leisten können?
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  • Hallosager 28.04.2017 23:05
    Highlight So schön OpenSource auch klingen mag, die meisten sind ja schon mit den Funktionen von iOS oder Android überfordert. Wenn etwas nicht läuft, heisst es automatisch: "scheiss Gerät" "scheiss Software". Ein Linux Server zu betreiben bedeutet viel Aufwand, welcher von MS bereits zum grössten Teil vorgenommen wurde. Persönlich bin ich auch kein Fan von "alles auf eine Karte setzten" und auch MS oder Apple haben ihre Schwächen doch die Alternative endet im totalen Chaos, weil die Fachkräfte bzw. das Geld vor Ort fehlt, um etwas gescheites umzusetzten.
    16 6 Melden
    • URSS 29.04.2017 18:17
      Highlight Ich würde sagen mit Ihrem Kommentar ist alles klar und deutlich gesagt wie es in der Realität aussieht.
      6 2 Melden
    • Hallosager 30.04.2017 10:47
      Highlight @ Danke für ihr Feedback URSS. In unserer Abteilung wird vorallem mit OSX gearbeitet (Grafik) und bereits der Wechsel auf ein Windows-Gerät bedeutet dort für viele einen riesen Aufwand. Nicht das es an unwillen liegt, jedoch ist ein Computer mehr als nur Knöpfchen drücken und fertig. Es ist wie beim Auto. Bedienen ist eine Sache, aber um das Gerät und die Prozesse im inneren zu verstehen braucht es eine Menge Fachwissen, dass man nicht in einer Wochen lernen kann oder sich bei einem Migros-Kurs aneignen kann. Da braucht es viel Hintergrundwissen und Erfahrung :-)
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  • dmark 28.04.2017 18:15
    Highlight Auch oder gerade Microsoft-Freunde werden sich in der Zukunft so oder so immer mehr mit Opensource auseinandersetzen müssen, weil MS immer mehr davon in sein Windows-Betriebssystem, sowie auch Serversysteme implementiert. Warum wohl?
    Schon heute läuft u.a. die Bash von Ubuntu auf Windows 10.
    Hier mal etwas Info darüber.
    http://www.computerwoche.de/a/microsoft-freundet-sich-mit-open-source-an,3314345
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  • Ramsay Snow 28.04.2017 16:40
    Highlight Das Problem ist, dass die Lehrer weder geschult noch die Zeit haben, alles auf OpenSource zu haben.

    OpenSource kostet zwar meist kein Geld, dafür mehr Zeit und Nerven.

    Grüsse von einem Informatiker, dessen Arbeitgeber auf OpenSource setzt
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  • HVG 28.04.2017 14:38
    Highlight Die Schule sollte auch einen Einstieg in den Berufsalltag erleichtern. Dort muss man wohl oder übel mit Microsoft arbeiten (Technische Berufe) . Und evtl noch mit Apple (Grafiker, Journis). Daher ist es gar nicht so verkehrt, dass man diese Programme auch in der Schule benützt.
    29 17 Melden
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  • walsi 28.04.2017 14:27
    Highlight Einige Kommentare hier im Forum wenden zu recht ein, dass Libreoffice doch nur eine andere Beutelsuppe ist. Das stimmt. Der kleine Unterschied ist, dass ich bei Libreoffice das Rezept der Beutelsuppe anschauen kann wenn ich möchte und wenn ich die notwendigen Fähigkeiten habe, kann ich das Rezept nach meinem Gusto anpassen.
    20 12 Melden
    • Bene883 30.04.2017 12:12
      Highlight Das Rezept versteht aber genau KEINE einzige Person in einer Primarschule oder Oberstufe. Weder die Kids noch die Lehrer.
      8 1 Melden
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  • walsi 28.04.2017 14:09
    Highlight Was heute in den Schulen als Informatikunterricht bezeichnet wird ist bei genauen betrachten nur eine Microsoft oder Apple Produktschulung. Die Schüler lernen Excel, dabei sollten Sie lernen was ein Tabellenkalkulationsprogramm ist und wie es funktioniert. Sie lernen Word, dabei sollten sie lernen was ein Textverarbeitungsprogramm ist und wie es funktioniert. Wer die Grundlagen beherrscht kann mit wenig Aufwand die Software wechseln.
    52 21 Melden
    • sintho 28.04.2017 14:39
      Highlight Ich bin als Informatiker anderer Meinung. Wer Word oder Excel kann, kann auch andere Sachen einsetzen und ist besser vorbereitet im Berufsalltag, wo in seriösen Firmen meistens nichts anderes als Microsoft Office eingesetzt wird. Privat kann jeder selber entdecken auf was er Lust hat. Sie werden einfach auf das gängigste vorbereitet.
      44 14 Melden
    • Jarekk82 28.04.2017 16:01
      Highlight Ich verstehe die Argumentation nicht ganz.

      Wenn man den Schülern beispielsweise das Tabellenkalkulationsprogramm von Libre Office zeigt, dann ist das doch auch einfach eine Produktschulung. Wie kann man denn bei LibreOffice «mehr» vom Programm lernen oder verstehen als beim Gegenstück von Office? Warum ist das nur bei OS-Programmen möglich?
      29 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 29.04.2017 09:06
      Highlight ECDL ist im eigentlichen Sinne auch nur Produktplatzierung.
      5 1 Melden
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  • Bene883 28.04.2017 13:59
    Highlight (2/2): Und Was Open Source Programme wie GIMP, OpenOffice etc. mit Programmieren und Algorithmen verstehen zu tun hat kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
    39 2 Melden
    • schumaml 28.04.2017 15:41
      Highlight Im Prinzip genau so viel wie alle anderen Programme auch, die mit einer Programmierschnittstelle ausgeliefert werden - was neben GIMP, Inkscape, und LibreOffice (alle drei Python) z.B. auch auf Adobe Photoshop (Action Scripts), Microsoft Word und Microsoft Excel (beide VBA) zutrifft.

      In jedem Fall hat es Vorteile, diese zu beherrschen - aber für die Nutzung der Programme muss man es nicht.
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  • Bene883 28.04.2017 13:58
    Highlight Die 8 Facts sind absoluter Nonsense... Open-Source ist NICHT kostenlos (Lizenzgebühren hat es keine, aber Implementierung, Wartung, Support und Betrieb kosten genauso). Und ich habe in meiner Schulzeit genügend gesehen, wo irgend ein gelernter Turnlehrer "Informatiklehrer und Informatikleiter" an einer Oberstufe gespielt hat, das Ergebnis kann man sich ja ausmalen. Kosten gespart auf kosten massiver Sicherheitslücken und falsch konfigurierten Netzwerkkomponenten, trotz Opensource. Und speichern auf lokaler Infrastruktur ist mit Microsoft Produkten nach wie vor möglich, aber nicht zeitgemäss.
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  • _stefan 28.04.2017 13:18
    Highlight Gerade für Schulen ist der Einsatz von OSS viel teurer als die MS-Produkte. Tönt komisch, ist aber so.

    MS Office 365 ist für Schulen kostenlos (querfinanziert von KMUs). Jeder Schüler erhält eine E-Mail-Adresse und Zugang zu sämtlichen Online-Tools (Word, Excel, etc.). Bei Problemen kann der kostenlose MS-Support kontaktiert werden.

    Einen Linux-Server zu betreiben, ist nicht so einfach wies im Artikel tönt. Dazu brauchts teure IT-Fachleute die die Sicherheit und den Datenschutz gewährleisten. Eine Lehrkraft die "zuhause auch mit Linux arbeitet" ist dazu schlicht nicht in der Lage...
    75 8 Melden
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  • Pascal69 28.04.2017 12:55
    Highlight Es scheint so, als würden einige Open Source Verfechter nichts dazu lernen. Darf ich das gescheiterte Projekt im Kanton Solothurn in Erinnerung rufen, welches den Steuerzahler ein Vermögen - und die Mitarbeitenden viele Nerven gekostet hat?: http://www.netzwoche.ch/news/2014-01-31/solothurn-versetzt-pinguin-den-todesstoss
    Ich finde es bedenklich, wenn sich irgendwelche Akademiker (insbesondere Dozenten, was noch schlimmer ist) mit solch unqualifizierten Aussagen profilieren wollen. Herr Stürmer: Zurück an den Start bitte.
    32 19 Melden
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  • Dr. Watson 28.04.2017 12:50
    Highlight Die Idee, dass man vermehrt auch OSS Alternativen in Betracht zieht ist super. Vor allem OpenOffice bietet sicherlich etwa die gleichen Möglichkeiten wie MS Office. Hingegen Photoshop mit Gimp zu vergleichen ist völliger Schwachsinn.
    15 12 Melden
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  • dmark 28.04.2017 12:47
    Highlight Ein Problem an der Geschichte ist, dass eben die Lehrer von den entsprechenden o.g. Firmen regelrecht "angefüttert" werden und etliche "Bonbons" erhalten.
    Da verliert man leicht die Lust, etwas selbst erlernen zu müssen. Deshalb Tütensuppe...
    6 21 Melden
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  • X23 28.04.2017 12:46
    Highlight Das Hauptproblem mit Veränderung wird hier in den Kommentaren sehr gut sichtbar. Die meisten Leute fürchten sich vor Neuerungen, haben Angst ein wenig Aufwand für etwas grösseres zu betreiben. - Delay of gratification - und so.

    Mit dieser unglücklichen Einstellung wird sich nie etwas ändern, und die 4-5 grossen Konzerne können uns alles in den Rachen schieben. Traurig.
    14 19 Melden
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  • m. benedetti 28.04.2017 12:43
    Highlight Ich sehe das Problem von öffentlichen Einrichtungen mit IT nicht in den Anwendungen und Geräten per se, sondern an den Dokumentformaten. Dokumente und seien sie auch noch so alt, müssen von aktuellen Systemen einwandfrei gelesen und weiterverarbeitet werden können. Wenn ich mir MySQL und PHP anschaue, dann werden dort viele alte Funktionen irgendwann nicht mehr unterstützt und dann funktionieren ganze Webseiten nicht mehr. Open Source ist also nicht grundsätzlich besser als proprietäre Systeme.
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    • schumaml 28.04.2017 21:30
      Highlight Wenns nicht mehr funktioniert, dann schnappt man sich den Code - falls den bei PHP nicht jemand willenlich durch einen Obfuscator geschickt hat - und passt entsprechend an.

      Man muss PHP nicht mögen und kann sein Konzept ("welches Konzept?") völlig daneben finden, aber zumindest eine Anpassung einer Webseite an eine neuer Version ist dann doch kein große Problem... Wenn man es selber nicht kann, dann immerhin noch jemand damit beauftragen, denn Quelltext liegt ja meist vor.

      Selbiges bei MySQL - vermutlich spielst du hier auf das Thema des Wechsels des PHP-Moduls mysql nach mysqli an?
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  • Scaros_2 28.04.2017 12:40
    Highlight Mein Cousain welcher Lehrer ist erzählte mir folgendes:

    An seinem 1. Arbeitstag wollte er noch das WLan Passwort wissen das sie an der Schule haben, damit er sein Smartphone synchronisieren kann. Er fragt eine Lehrerkollegin. "Weisst du das WLAN Passwort?"

    Antwort: Ich habe irgendwas von Swisscom. KA wie das funktioniert.

    In dem Moment dachte er sich. "Oooooookey"

    Wie zur Höhle sollen jetzt also SOLCHE anti-digital Natives noch eine Open Source Technik benutzen welche nicht quite-simple ist wie MS-Office? WIE? ich kann es mir mir nicht vorstellen!
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    600
  • pamayer 28.04.2017 12:28
    Highlight Open Office, Mozilla, Gimp, Wave Editor, alles Freeware, die ausgezeichnet läuft. Seit Jahr und Tag.

    Lieber mal Wikipedia oder den Freeware Anbietern kräftig spenden als Bill Gates reicher machen.


    Apple ist mittzzr Religion mutiert. Musst schön brav deinen Zehnten abliefern. Amen. ...- äh: Apple.
    10 17 Melden
    • schumaml 28.04.2017 15:43
      Highlight Gah. Freeware ist das, was es im Austausch gegen Werbetrojaner für umsonst gibt :)

      Freie Software macht sich Gedanken um deine Freiheit als Nutzer.
      15 4 Melden
    600
  • half & half 28.04.2017 12:19
    Highlight Absolut einverstanden! Schulen und öffentliche Einrichtungen sollten unbedingt auf OSS setzen. Nur ist es, wie im Inti beschrieben, nicht nur eine Frage der Technik, sondern auch des Wissens und des Bewusstseins, das aufgebaut werden muss. Universitäten und Hochschulen wären hier die idealen Institutionen, um künftige Lehrpersonen mit OSS in Kontakt zu bringen und sie darauf zu schulen. Das würde mittelfristig auch zu einem anderen Denken und mehr Know-how in den Schulen führen. Also los, ihr Unis und PHs, brecht mit alten Gewohnheiten und setzt vermehrt auf OSS!
    21 28 Melden
    • Barracuda 28.04.2017 12:31
      Highlight Es gibt ja bereits etliche grössere Städte in Deutschland und auch in der Schweiz, die das "Experiment OSS" schon durchgeführt haben. Das Resultat war überall das Gleiche... Der Aufwand und die Kosten liefen aus dem Ruder und am Schluss kostete die ganze Übung den Steuerzahler massiv mehr als eine bewährte MS-Lösung gekostet hätte. Am Schluss hat man dann wieder auf MS gesetzt und nicht auf die Wundertüte mit vielen Unbekannten, welche irgendjemand auf Teufel komm' raus durchgeboxt hat.
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    • half & half 28.04.2017 14:40
      Highlight Das stimmt nicht. Es gibt zahlreiche Beispiele für erfolgreiche OSS-Projekte im öffentlichen Dienst für die auch die Wirtschaftlichkeit nachgewiesen wurde (z.B. Bundesgericht).

      Das Problem ist, wie geschrieben, dass die Anwender*innen oft nicht mitmachen. Dadurch entstehen Kosten. Könnten sich die Leute aber, zum Beispiel im Rahmen ihrer Ausbildung, an die Programme gewöhnen, könnten längerfristig auch diese gesenkt werden. Daher die Vorderung an die Adresse von Unis und Hochschulen sich in diesem Berich stärker zu engagieren.
      8 9 Melden
    • schumaml 28.04.2017 17:11
      Highlight Den beschriebenen Widerstand beobachtet man auch beim Austausch einer proprietären Software durch eine andere, vor allem wenn die Anwender mit der vorherigen gut zurecht kamen und die Entscheider nicht direkt selbst vom Austausch betroffen sind, sondern erst beim nächsten Jahresabschluss.

      Gegen den geschlossenen Widerstand der Endanwender bekommt man keinen Plattformwechsel ökonomisch sinnvoll durchgesetzt, auch wenn da ein Entscheider noch so sehr tobt.
      14 1 Melden
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  • Barracuda 28.04.2017 12:19
    Highlight Der Vergleich mit der Beutelsuppe kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Die Aussagen sind sehr widersprüchlich. Zum einen behauptet er, dass man bei OpenSource Programmen hinter die Kulissen schauen und sich erweiterte Kenntnisse aneignen muss und dann sagt er später, dass OpenSource in der Bedienung gleich einfach ist wie MS-Office (die angebliche Beutelsuppe). Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass bei OpenSource Programmen die Bedienerfreundlichkeit nicht mal ansatzweise mit ausgereiften Office-Produkten vergleichbar ist.
    56 18 Melden
    • dmark 28.04.2017 12:44
      Highlight Wenn jemand einfach immer nur Wasser aufkochen muss und dieses mit einem Pulvergemisch aus der Tüte mischt, dann hat er es schon schwerer auch mal zum Messer zu greifen und erst mal Gemüse zu schneiden.
      Es ging ja oben auch um das Erlernen des Betriebssystems als solches. Bei einem Linux lernt man eben weit mehr Zusammenhänge vom Benutzer hin bis zum Netzwerk usw., als bei einem Win oder OSX

      Und hättest du genauso viel Zeit in ein (Open-) Libre-Office gesteckt, bzw. dessen Bedienung ebenso "von der Pike an" gelernt, wie ein MS-Office, dann wärst du sicherlich auch damit ebenso produktiv.
      8 12 Melden
    • walsi 28.04.2017 14:11
      Highlight @Barracuda: Wer sich an MS-Office oder Photoshop gewöhnt hat tut sich schwer wann er zu Libreoffice oder GIMP wechselt. Das hat nicht damit zu tun, dass diese Programme schlechter oder Benutzerunfreundlich sind. Das hat einfach damit zu tun, dass man sich umgewöhnen muss. Wer nur Libreoffice kennt tut sich schwer wenn auf MS-Office wechseln muss.
      12 4 Melden
    • Barracuda 28.04.2017 15:43
      Highlight GIMP und Photoshop gleich benutzerfreundlich? OK, ich glaube an der Stelle erübrigt sich eine weitere Diskussion. Und du schreibst ja selber, wer nur Libreoffice kennt, hat es dann genauso schwer auf ein MS Office zu wechseln;-)
      6 3 Melden
    600
  • Yallix 28.04.2017 12:14
    Highlight (2/2) Darfs also noch ein bisschen mehr sein, z.B Programmieren oder gar PCs selber bauen??
    Nein. Denn schon jetzt ist eine derlei überfrachtete Schule, die wegen der politisch motivierten Sparübungen die nötigen Rahmenbdingungen nicht schafft, längst eine Überforderung für nur schon landessprachliche Kinder, geschweige denn für fremdsprachige.
    45 6 Melden
    600
  • Yallix 28.04.2017 12:14
    Highlight (1/2) Deutsch, Französisch, Englisch (alles mündlichnund schriftlich), je nachdem noch Heimatsprachkurs, in Mathe Grundoperationen im Zahlraum bis 1 Mio inkl. Dezimalzahlen, Erlernen und Umgang mit sämtlichen Sorten, Prozentrechnen, Satzrechnungen, Turnen, Religion und Kultur, Zeichnen, Musik, Werken/Handarbeit, Sexualkunde, Medienbildung, Schuldenprävention, Staatskunde, naturwissenschaftliche Themen, Geschichte, für die Sozialkompetenz Klassenausflüge, Lager, Lesenächte, Theaterprojekte, usw. - und das alles in wöchentlich 28 Lektionen.
    35 5 Melden
    600
  • Daniel Caduff 28.04.2017 12:08
    Highlight Verstehe ich das richtig, er möchte also, dass die Kinder lernen eine Textverarbeitungssoftware zu programmieren, anstatt sie nur anzuwenden? Ok, das kann man machen, ist aber ein sehr viel höherer Anspruch. Wenn es nur um Anwenden geht, ist LibreOffice genau so "Tütensuppe" wie MS Word. - Einfach halt die schlechtere. Wer behauptet das sei gleichwertig, hat noch nie grosse Dokumente mit vielen Formatierungen, automatischen Verzeichnissen und eingebetteten Objekten über Unternehmensgrenzen hinweg ausgetauscht. - Da wünsche ich viel Spass mit LibreOffice in einem MS-Umfeld.
    49 9 Melden
    • X23 28.04.2017 12:28
      Highlight Das M$-Umfeld ist ja genau das Problem.
      7 13 Melden
    • fant 28.04.2017 12:36
      Highlight Problem erkannt: Der Austausch von grösseren Dokumenten zwischen MS Word und LibreOffice funktioniert nach wie vor nicht zuverlässig.

      Aber falsche Schlussfolgerung: LibreOffice ist nicht die schlechtere Tütensuppe. Einfach eine andere. Gewisse Sachen finde ich in LibreOffice deutlich besser/transparenter gelöst als in MS Word.

      Microsoft hat kein Interesse daran, die Interoperabilität zu fördern, damit die Kunden in der Abhängigkeit bleiben. Und das ist genau der "Lock In", welcher Matthias Stürmer anspricht...

      9 6 Melden
    • walsi 28.04.2017 14:14
      Highlight @Caduff: Wenn jemand aus eine MS-Office Umfeld mit einer Firma Dokumente austauschen muss welche nur mit Libreoffice arbeitet tut sich genau so schwer. Das Problem liegt aber ganz klar bei MS-Office, da es sich nicht an gültige Standards hält oder diese schlecht umsetzt.
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    • Daniel Caduff 28.04.2017 14:47
      Highlight @Walsi

      Da stimmt natürlich. Nur dass MS Office halt der Defacto-Industriestandard ist. Gerade von Volksschulen erwarte ich, dass den Schülern Wissen mit praktischem Nutzen beigebracht wird. In 95% der Unternehmen der Schweiz wird aber Windows / Office eingesetzt. Nicht Apple und erst recht nicht Linux.
      Wer sich interessiert, wird früher oder später selber für sich wählen, was er mag, aber in der Schule dss unterrichtet werden, was "in der echten Welt" eingesetzt wird.

      PS: Ich verwende selber einiges an OSS unter windows: 7zip, fileZilla, Putty, JDownloader, dvdshrink, etc etc.
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    • schumaml 28.04.2017 21:39
      Highlight 'in der Schule dss unterrichtet werden, was "in der echten Welt" eingesetzt wird.'

      Dann fällt aber eine ganze Menge des zur Zeit unterrichteten Stoffs weg... oder andersrum gefragt, was soll denn noch übrig bleiben?

      Man müsste sehr früh anfangen, Kinder auf ihren späteren Einsatz hin gezielt zu bilden, damit man nur nicht einem etwas beibringt, das es später gar nicht braucht.

      Auch ein mögliches Gesellschaftsmodell - könnt ihr das in der Schweiz mal testen, der Rest der Welt kann vielleicht was draus lernen? ;)
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  • Hanjo 28.04.2017 11:59
    Highlight Ich sehe dies mal nicht ganz so dramatisch, da OSX auch ein Unix-basiertes Betriebssystem ist, unter Windows neu auch das Nutzen der Ubuntu Shell möglich ist und C# mittlerweile auch Plattform-unabhängig verwendet werden kann.

    Dass Schulen auf OpenSource Software setzen sollten macht zwar durchaus Sinn, allerdings ist auch LibreOffice unter einer Standard-Linux Distribution eine Fertigsuppe. Ich würde meine Doktor-Arbeit glaub eher mit LaTeX schreiben als mit MS- oder LibreOffice, so von wegen selber kochen.
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    • X23 28.04.2017 12:31
      Highlight Ich habe und schreibe immernoch alle meine Arbeiten und Papers mit LaTeX. Die UX ist verheerend, aber nur schon das ganze Theater mit der Formatierung in Word hält mich davon, Word für irgendetwas bedeutungsvolles zu verwenden.
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  • giandalf the grey 28.04.2017 11:27
    Highlight Das ist typischer Informatiker-Salafismus! Warum sollte man eine weitere Generation an OS-Extremisten heran- und damit die IT-Religionskriege noch eine Runde weiter ziehen, wenn man den Schülern auch alle drei Plattformen und sowohl OSS als auch Standardsoftware von Microsoft, Apple oder Adobe zeigen kann. Alles hat Vor- & Nachteile und die Schüler wären besser auf ihr Leben vorbereitet, wenn sie aus einer grösseren Werkzeugkiste genau das Werkzeug nehmen könnten, dass sie gerade brauchen. Oder man lässt sie Schrauben mit Hämmern in die Wand hauen, weil Hämmer eifach dä Hammer sind imfall!!1!
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    • fant 28.04.2017 12:41
      Highlight Es geht nicht um Religionskriege. Es geht um die Abhängigkeit. Und damit zum Beispiel auch darum, ob Jahr für Jahr x Milliarden an Lizenzgebühren an wenige grosse "Beinahe-Monopol-Unternehmen" v.a. in den USA fliessen - oder an eine Vielzahl von (eher lokalen) IT-Unternehmen. Und bei letzterem auch das Know-How in der Nähe aufgebaut und erhalten bliebe...
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    • walsi 28.04.2017 14:15
      Highlight Das ist doch genau das Problem, den Schülern wird nicht gezeigt, dass es Alternativen gibt. Es wird einfach mit Microsoft gearbeitet.
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    • giandalf the grey 28.04.2017 15:01
      Highlight @fant: Also schulen wir die Kinder weiterhin einseitig und ohne Alternativen. Moll bravo, so erreicht man Unabhängigkeit.
      Es geht sehr wohl um Religionskriege! Jeder will den Schülern seine Ideologie aufdrücken. Der Informatiker bevorzugt natürlich OSS und Ubuntu. Aber im Büro-Arbeitsalltag nutzen Firmen mehrheitlich Office und Windows während Kreative/Gestalter überwiegend auf Mac's und Adobe setzen.
      Die Schüler sollten alles kennen lernen und dann die Plattformen lernen die sie später beruflich nutzen wollen.
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    • giandalf the grey 28.04.2017 15:15
      Highlight @walsi: Ich habe nicht gesagt, dass es gut ist wie es ist. Ich finde nur, dass es nicht wirklich besser ist, den Schülern einfach ein anderes OS hinzuklatschen, welches dann genau so keine Alternative zulässt.
      Die Schüler werden nie "grosse Suppen kochen". Sie werden vermutlich ein Grundverständnis für html und css evt. noch die eine oder andere weitere Sprache vermittelt bekommen. Und dieses Grundverständnis müsste man auch für Windows, Mac, Ubuntu und Office fördern, wenn man konsequent gegen die Abhängigkeit von grossen Firmen vorgehen will.
      Unabhängigkeit heisst nicht Boykott.
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  • Sonokowitsch 28.04.2017 11:27
    Highlight LibreOffice wird doch entwickelt als Alternative zu Microsoft und Co. Da verstehe ich nicht, warum der "Koch", der statt der Beutelsuppe "MS Office" die Beutelsuppenalternative "LibreOffice" verwendet, plötzlich mehr vom Unterbau wissen soll.

    Weiterhin denke ich, daß es nicht überall benötigt wird, "Kochen" zu können um bei der Metapher zu bleiben. Die Meisten werden wohl ein System bevorzugen, daß funktioniert wenn man es einschaltet.

    Ich hab ja generell nichts gegen Open Source Software usw usf, ich nutz die auch, nur halte ich die Argumentation hier im Artikel für weitestgehend falsch.
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    • Daniel Caduff 28.04.2017 12:56
      Highlight Geht mir genau gleich. Ich bin kein IT-Profi, betreibe aber einen eigenen Ubuntu/Appache Server als File- und Mediaserver via DynDNS. (Musste mich ziemlich einarbeiten, um das hinzukriegen). Auch unter Windows verwende ich verschidene Opensource Software wie zB. JDownloader und andere. Ich bin da pragmatisch.

      Aber LibreOffice, LaTeX und Co. kann ich von der Usability und dem Funktionsumfang her absolut nicht mit Office 2016 vergleichen.

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  • urs_b 28.04.2017 11:25
    Highlight Matthias Stürmer arbeitet als Informatik-Dozent an der Uni Bern und träumt dort in seiner Blase vor sich hin.

    Macht Fertigsuppe und trinkt Coca Cola.

    Den Schulbetrieb kennt er aber nicht.
    Aber:
    Es wird aber alles Gut - wenn man nur Open Source einsetzt.
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  • Dominik I. 28.04.2017 11:21
    Highlight Microsoft Office ist mit einem Marktanteil von ca. 90% halt schon fast ein Quasi-Standard. Es ist by far am besten in die Windows (sowie auch bei Mac) Umgebung eingebunden. Der Traum von OSS als Marktleader ist zwar schön, aber in den nächsten 10-20 Jahren definitiv ein Wunschtraum. Die Usability ist mangelhaft. Um diese sicherzustellen müssten die Entwickler direkt mit ausgebildeten Experten zusammenarbeiten, ansonsten wirds erdt recht nie was.
    Das MSFT Produkt überzeugt bei weitem mehr.
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    • walsi 28.04.2017 14:18
      Highlight Weshalb ist die Usability mangelhaft? Ist es viel mehr nicht das Problem, dass sich die Leute an MS-Office gewöhnt haben und deshalb Mühe haben sich umzustellen. Viele Leute die immer nur Beutelsuppen gegessen haben, haben sich an den Geschmack gewöhnt. Wenn die eine frisch zubereitete Suppe essen finden die dann auch, dass die komisch schmeckt.
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  • Mantarochen 28.04.2017 11:20
    Highlight Oder einfach mal die geringsten Datenschutzregeln, Einsatz von Updates und Antivirensoftware, Office usw beibringen, klingt unnötig, aber wird immer wichtiger, vor allem in den Zeiten von Ebanking und Identitätsdiebstählen.
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  • Mirjjrim 28.04.2017 11:16
    Highlight Was die Schule nicht wieder mal zusätzlich machen muss... werden uns da auch zusätzliche Mittel bzw. Ressourcen zur Verfügung gestellt? Oder zumindest eine Weiterbildung...? Nope... und genau da liegt das Problem. Es liegt nicht unbedingt sm Willen- die Rahmenbedingungen sind momentan echt tricky um sich auf unbekannten Boden zu wagen.
    Vieilleicht (auf jeden Fall bei uns) arbeiten Schulen mit Apple oder Microsoft weil wir mit dem mehr oder weniger zurecht kommen, es Kinder aus 47 Ländern verstehen, Normal- und Hochbegabte und auch viele integrierte SchülerInnen aus Sonderschulen.
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    • X23 28.04.2017 12:04
      Highlight OSS sind für Schulen bzw. generell für Bildungszwecke 100% kostenlos. Die Einsparungen für nicht mehr benötigte M$-Lizenzen sollten bei weitem reichen um Weiterbildungen für Lehrer zu organisieren. Vorallem da Programme wie LibreOffice sehr sehr ähnlich wie M$-Office funktionieren und Apple-gewandten Personen auch die Bedienung von Ubuntu o.ä. nicht all zu schwerfallen sollte.
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    • Mirjjrim 28.04.2017 12:31
      Highlight Nur sind das 2 unterschiedliche Bereiche! Für Microsoft Lizenzen könnten man übrigens gerade knapp 1LP ausbilden...
      2 1 Melden
    • Scaros_2 28.04.2017 12:42
      Highlight Ja ist ja schön wenn man es einsparen kann. Aber solange die Regeln dafür nicht geschaffen sind sich frei zu bewegen, niemand einem einen Kurs dafür bezahlt noch sonst was - warum soll man es tun?

      Warum soll ich mich als einzelne Schule auf Neuland wagen, kurse selbst berappen etc. nur weil es "besser" ist? Sry da sind die Menschen einfach Opportunisten und sagen sich "wozu?" Was bringt es mir wenn die Annerkennung von Oben (POlitik etc.) einfach nicht kommt.
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    • retrogott 28.04.2017 16:28
      Highlight Klar, weil MS auch so horrende Rechnungen an die Schulen schickt. ... MS gibt die Dinger ja auch praktisch kostenlos weiter, das würde nicht mal annähernd für eine Schulungswoche reichen!
      Ausserdem braucht man schon einiges an Umgewöhnung und Googles Hilfe um in OO dieselben Features zu nutzen, sofern sie denn überhaupt verfügbar sind. Und Dokumente mit Formatierungen austauschen macht ja auch keiner heute.......
      Klar ist vieles möglich, aber eben nur mit zusätzlichem Aufwand. München krebst auch nicht ohne Grund zurück.
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  • p4trick 28.04.2017 11:10
    Highlight Es ist leider so dass an den Volkschulen IT Fachkräfte fehlen die sowas überhaupt unterhalten könnten, obwohl der Aufwand kleiner wäre als mit Windows und Apple.
    Andersrum an Hochschulen ist zu viel Geld vorhanden und da wird einfach mal rausgebuttert was das zeugs hält... budget aufbrauchen etc. Ja ich habe selber in Hochschulen gearbeitet in der IT ich weiss von was ich rede
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    • Eteokles81 28.04.2017 11:16
      Highlight Fachkräfte fehlen? Die Lehrer haben eher mit ihrem gefährlichen Halbwissen den Eindruck, sie brauchen keine Fachkräfte, die können das doch genauso gut.

      Weil ein Lehrer weiss ja alles (besser) und hat immer recht.
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    • Normi 28.04.2017 11:37
      Highlight meinst du das ende Jahr alle in der IT neue Stühle,Tabletts,etc... bekommen damit das budget nicht kleiner wird ?
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  • dracului 28.04.2017 11:08
    Highlight Tönt für mich, wie ein Werbeprospekt der Rudolf Steiner-Schulen. Die Wirtschaft nutzt in weiten Teilen "Fertigsuppen", weshalb man auch von den Schulen eine Vorbereitung auf die reale Welt erwarten könnte? Hier finde ich bspw. die Handelsschulen (Zürich) vorbildlich. Die Forderung nach "Open Source" kommt (leider immer noch ...) verfrüht. Unsere Schulen leiden daran, dass ihre Lehrer viel zu wenig digitale Kompetenzen haben. Zuerst müssen wir die grundsätzliche Überforderung beim Unterrichten der "Digital Natives" lösen, dann erst lohnt sich eine Diskussion um "Open Source".
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  • PewPewPew 28.04.2017 11:06
    Highlight Hat der grad wirklich MS-Produkte benutzen mit CocaCola trinken verglichen?
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  • Madison Pierce 28.04.2017 10:55
    Highlight Es ist leider wie so häufig eine Kostenfrage: das Geld in den Gemeinden ist knapp und wie im Artikel erwähnt kosten die Microsoft-Lizenzen für Schulen fast nichts.

    Neue Notebooks kommen mit Windows vorinstalliert und den Server (oder nur ein NAS) stellt ein Kollege eines Lehrers hin. So ist der Alltag in den kleineren Schulen.

    Aber ja, selbstverständlich sollen Ausschreibungen offen sein. Es stört mich jeweils auch, wenn "Intranet (SharePoint)" oder "Tablets (iPad)" gefordert werden. Man muss aber auch sehen, dass die Ausschreibungen von einer Laienbehörde gemacht werden.
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  • Tepesch 28.04.2017 10:49
    Highlight Wenn jetzt alle LibreOffice verwenden würden, hätten wir doch wieder das selbe Problem (abgeshen vom Kommerziellengedanken). Wenn ich es richtig verstehe, soll es mehr darum gehen, viele verschiedene Software auszuprobieren. Also müsste man schon eher beide Tools verwenden.
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    • Eteokles81 28.04.2017 11:07
      Highlight Richtig. Zumal man auch damit eine Beutelsuppe hat, der Vergleich hinkt gewaltig
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    • zend 28.04.2017 12:30
      Highlight zum Teil richtig. LibreOffice ist aber eine Beutelsuppe die man nach belieben nachwürzen oder umwürzen kann. Bei Microsoft / Apple geht das nicht.
      2 2 Melden
    • Bene883 28.04.2017 14:01
      Highlight Korrekt, aber dann fallen doppelt und Dreifachkosten an, stirbt mit den Sparübungen gleich wieder diese Idee.
      5 2 Melden
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  • paburk 28.04.2017 10:41
    Highlight Sehr schön argumentiert. So wissen zukünftige Politiker bei diesem heiklen Thema Bescheid.
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  • Olaf! 28.04.2017 10:35
    Highlight Ich weiss nicht woher das ganzen Kinder müssen programmieren lernen Ding kommt, wohl von den Amis rüber geschwappt. Es werden nicht alle Informatiker es gibt auch noch andere Berufe und die welche es werden können auch ganz gut erst in der Ausbildung mit programmieren bekannt gemacht werden. Der Fertigsuppen vergleich verstehe ich nicht ganz, habe gemeint OpenOffice und Office seien gleichwertig? Denn wenn Office anscheinend Fertigsuppe ist und OpenOffice kochen, will das heissen das OpenOffice einfach so schei**e ist, dass man sich zuerst noch selbst Features programmieren muss oder wie?
    69 48 Melden
    • p4trick 28.04.2017 11:08
      Highlight Nein du verstehst das nicht. Es geht ums Grundverständnis Programmieren, so vie wir Mathematik lernen, aber nicht jeder Mathematik Professor wird.
      Nur einfach Office bedienen können wir wir das vor 20 Jahren in der Informatik in der Schule gelernt haben, reicht heute einfach nicht mehr. Und nein, wenn Kinder in der Schule programmieren lernen, können sie nachher nicht einfach Applikationen entwickeln. Dafür wäre Softwareentwicklung als Fach notwendig, aber das geht zu weit.
      Programmieren lernen knüpft an Mathematik an, da es darum geht Abläufe zu verstehen und anwenden.
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    • Alnothur 28.04.2017 12:03
      Highlight Nix begriffen, Olaf. OpenSource ist, um beim Vergleich zu bleiben, keine Beutelsuppe, weil man, so man will, Einblick hat und daran "basteln" kann. Nicht weil es nicht einfach so funktionieren würde.

      Ist wie mit Linux: Endbenutzerdistributionen wie OpenSUSE laufen seit über 10 Jahren problemlos out-of-the-box (m.E. nach regelmässig problemloser als Windows), aber es ist alles offen, man wird nicht zu irgend einem OneDrive-Quatsch genötigt und man kann selber basteln.

      Grundkenntnisse im Programmieren bedeutet das Denkmuster zu verstehen, dann kommt man mit allem am PC besser zurecht.
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    • Schne 28.04.2017 12:19
      Highlight Leider zieht sich das ignorieren von Computerkenntnissen durch die ganze Ausbildung. Auch in Berufen in denen diese Kompetenzen sehr wichtig wären, werden weder in der Lehre noch an Unis entsprechende Kurse angeboten. Das Ergebnis ist, dass ich jeden neuen Mitarbeiter bei uns im Architekturbüro zuerst noch ausbilden muss.
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    • zend 28.04.2017 12:33
      Highlight Betrifft schon sehr viele Jobs im Büroumfeld. In 10 - 15 Jahren kommen dann die Jungendlichen aus ihrer Ausbildung und lösen Probleme indem sie kleine Sachen umprogrammieren, selber programmieren während wir noch versuchen das Problem zu erkennen.
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    • Olaf! 28.04.2017 12:34
      Highlight "OpenSource ist, um beim Vergleich zu bleiben, keine Beutelsuppe, weil man, so man will, Einblick hat und daran "basteln" kann" Inwiefern ist das für Schüler relevant, die lernen ja anscheinend nur genügend programmieren um ihr mathematisches Denken zu verbessern.
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  • X23 28.04.2017 10:28
    Highlight Ein genereller Shift zu Open Source Software wäre wirklich zu begrüssen.
    Auch an Universitäten wird vermehrt R statt SPSS eingesetzt. SPSS ist extrem teuer und kann nicht annähernd so viel wie R.

    Auch würde den Schülern der Umgang mit komplexeren Distros als Ubuntu nicht schaden, da sie so wirklich Einblicke in die Funktionsweise und den Aufbau eines OS erhalten.
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    • Chääschueche 28.04.2017 11:31
      Highlight Schulen setzen vor allem deshalb auf MS und Apple weil sie damit Planungssicherheit haben. Das hat man bei den gefühlten 10 Mio. Linux Distributionen nicht wirklich.

      Des weiteren hat man auch praktisch keine kompatibilitätsprobleme wie es sie ab und an bei Linux gibt.

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    • X23 28.04.2017 11:55
      Highlight Natürlich sind M$ und Apple einfacher zu implementieren, jedoch würde sich durch einen Shift zu OSS auch das Kompabilitätsproblem weitgehen von selbst lösen.

      Viele Universitäten benutzen Linux als Alternative zu macOS oder Window$, daher würden zukünftige Akademiker auch gut darauf vorbereitet.
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    • Alnothur 28.04.2017 12:13
      Highlight Keine Kompatibilitätsprobleme auf Windows wäre aber ganz was neues... "Diese Software läuft nur mit Windows 7". Dasselbe mit macOS, wo dauernd die API ändert. "This software is only compatible with macOS starting with Mountain Lion and up to El Capitan"

      Planungssicherheit hast du aber ganz sicher mit Linux. Abgesehen von den kommerziellen Grössen RedHat und SuSE Enterprise Linux und deren nichtkommerziellen Ablegern Fedora und OpenSUSE gibt's noch Debian und Ubuntu. Diese vier Distributionen decken so ziemlich alles ab, was man sich wünschen kann. Der Rest sind Spezialdistributionen.
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    • dä dingsbums 28.04.2017 14:06
      Highlight @Chääschueche: Opensource und Linux sind nicht das gleiche.

      Libreoffice, Gimp, Firefox, Google Chrome ist alles Opensource und läuft auch prima unter Windows.
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    • Chääschueche 28.04.2017 17:55
      Highlight @dä
      habe ich das behauptet?

      Wer Googles produkte als Opensource darstellt hat bei mir schon verloren.
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    • Alnothur 28.04.2017 20:27
      Highlight Mehr Opensource als bei Chromium wirds nicht...
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  • Statler 28.04.2017 10:27
    Highlight Das Problem, das ich bei OSS sehe, ist, dass sie meistens von Programmierern für Programmierer gemacht wird. Dabei bleibt (leider) sehr oft die Usability auf der Strecke. Da sind keine UI-Designer am Werk, die sich Gedanken über Benutzerführung u.Ä. machen, von der Ästhetik ganz zu schweigen. Die Software macht am Schluss zwar, was sie soll. WIE sie das macht, ist aber oft so kompliziert, dass «normale» Leute damit überfordert sind.
    Und zu GIMP: die Deutsche «Anleitung» wird schon nach wenigen Seiten Englisch (nur die Titel sind übersetzt). Unbrauchbar. Schade...
    66 19 Melden
    • CasRas 28.04.2017 10:43
      Highlight Wir schreiben das Jahr 2017, Englische Sprache darf kein Hindernis sein.

      Ich weiss ja nicht, welche FOSS Produkte du einsetzt, aber gerade Ubuntu und Mint sind einiges einfacher zu bedienen als Windows. Und wenn man irgend ein Problem hat oder einem etwas nicht passt, googlet man nach ein paar passenden Stichworten und findet immer die passende Lösung. Bei Windows sind solche Anpassungen oftmals gar nicht möglich.
      23 56 Melden
    • Normi 28.04.2017 10:45
      Highlight mitdenken und arbeiten würde helfen es ist ja OSS

      nur motzen bringt nichts
      14 11 Melden
    • DailyGuy 28.04.2017 10:45
      Highlight Das sehe ich genau so. Viele Informatiker (ich studiere Software Engineering) haben das gefühl, wenn man dran basteln kann ist dies super. Jedoch bin ich mir sicher, dass viele Schüler dies gar nicht in dem Ausamss möchten. Und sie dann gerade in OSS hineinzuwerfen sehe ich eher als kontraproduktiv. Wo die Daten sind, was damit geschieht etc. muss erlernt werden. Das ist ganz wichtig. Jedoch ist OSS hier ein zu grosser Schritt, da sind andere Tools besser.
      33 9 Melden
    • saukaibli 28.04.2017 11:11
      Highlight Ich musste meiner Schwester, ein DAU erster Güte, kürzlich wieder Ubuntu installieren, weil sie mit Windows einfach nicht klarkommt. Für jemanden, der einfach surfen, emailen, ein bisschen schreiben und Fotos von der Kamera sichern will, ist Ubuntu genau so einfach und zudem viel wartungsfreundlicher. Früher war das sicher so, wie du es beschreibst, aber die Zeiten haben sich geändert. Dass die meisten Windows einfacher finden liegt nur daran, dass sie sich nur das gewohnt sind. OK, Hardware und Linux ist heikel, aber nur weil die Hersteller teilweise keine Treiber liefern.
      16 15 Melden
    • Statler 28.04.2017 11:31
      Highlight @CasRas: Englisch IST ein Hindernis für viele Leute. Auch wenn es nicht sein sollte. Und eine Anleitung, die vorgibt Deutsch zu sein, dann aber mangelhaft oder gar nicht übersetzt ist, ist schlicht ein no-go. Ich verwende u.A. Blender und dessen UI ist so ziemlich das Übelste, was mir je untergekommen ist.

      @saukaibli: nicht das OS ist das Problem, sondern die Software, die danach drauf läuft. Abgesehen davon finde ich Windows genauso schrecklich ;)

      @normi: dafür reichen meine Programmierkenntnisse leider nicht aus (und die Zeit dazu hab' ich leider auch nicht).
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    • X23 28.04.2017 11:36
      Highlight @Statler:
      Als UX-Researcher muss ich widersprechen. Natürlich ist die UX bei vielen OSS-Projekten (leider) zweitrangig, aber wenn man sich grössere Projekte, z.B. Gnome ansieht, sind da sehr wohl UXler am Werk und produzieren GUIs welche viel Einsicht in UX zeigen.
      Und wenn man sich viele Microsoft-Produkte oder gar SAP ansieht, dann wirds nicht mehr viel schlimmer. Paradebeispiele wie SAP, Office 2010 und drunter (wie es heute leider noch viel im Einsatz ist) sind aus UX-Sicht unter aller Sau.
      6 3 Melden
    • Hanjo 28.04.2017 12:11
      Highlight @saukaibli Kann ich völlig unterschreiben. Ein Freund hatte einen alten Windows-Laptop, der in einem fürchterlichen Zustand war und einfach mal ins Internet wollte. Installierte ihm dann ein Ubuntu und seither kommt er problemlos mit seinem veralteten Laptop zurecht. Als ich vor knapp 20 Jahren meine erste Linux-Distribution installierte, war dies ganz klar noch ein Abenteuer, aber mittlerweile finde ich die Installation von Windows fast komplizierter mit dem ganzen Lizenzierungs- und Aktivierungs-Terror.
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    • Alnothur 28.04.2017 12:15
      Highlight Ich bin täglicher Nutzer von KDE auf OpenSUSE. Wo dort die Usability nicht stimmen soll, darf mir jemand erklären. Windows kann da jedenfalls einpacken und abreisen...
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    • Statler 28.04.2017 13:41
      Highlight @X23: zumindest bei SAP sind wir einer Meinung :)
      Und ja, auch kommerzielle Programme haben z.T. ein schlechtes UI, aber meistens eben doch noch besser, als OSS. Ehrlich, wenn ich GIMP anschaue, kriege ich Augenkrebs (bei PSD tränen sie nur ;)

      @Alnothur: Es geht nicht um's OS, sondern um die Applikationen, die dann darauf laufen. Und da ist OSS leider meist einfach pure Frickelei.
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    • schumaml 28.04.2017 15:51
      Highlight Ja, das Problem mit der an einigen Stellen englischsprachigen deutschen Anleitung von GIMP kennen wir.

      Wie viel genau fehlt, lässt sich z.B. unter https://l10n.gnome.org/module/gimp-help-2/#gimp-help-2-8 nachvollziehen (gelbe Zahlen kennzeichnen "unscharfe" Übersetzungen, rote fehlende).

      Aktuell arbeiten wir dran, mal die dort sichtbaren Fehlermeldungen in xml2po.py zu lösen, damit Übersetzer sich die teilübersetzte Datei holen können, den deutschsprachigen Text anpassen und so leicht beitragen können. Programmierkenntnisse jenseits der Bedienung eines Texteditors brauchts dazu nicht.
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  • Normi 28.04.2017 10:17
    Highlight Bei Apple wird auch noch bestimmt welche Hardware du Kaufen musst...
    37 6 Melden
    • X23 28.04.2017 11:42
      Highlight Während dem so ist, hat Apple aber den Vorteil dass Hard- und Software sehr sehr gut auf einander abgestimmt sind. Ein 5 jähriger Mac läuft um Welten schneller als ein 5 jähriger Windows (mit äquivalenter Hardware ofc). Natürlich läuft eine anständige Linux Distro viel schneller als beide auf dieser Hardware, aber da fehlt leider die Akzeptanz grosser Firmen.

      Ein anderer Faktor ist, dass für den 0815-User, die Hardware irrelevant ist, so lange das System einigermassen läuft. Der Trend liegt auf goodenough statt optimal.

      (Ich benutze 3 OS:
      Windows: Gamen
      Mac: Arbeiten
      Linux: Server).
      8 18 Melden
    • Normi 29.04.2017 13:16
      Highlight Das problem ist wen familien sich keine teuren Apple produkte für die schule leisten können...
      4 0 Melden
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  • riqqo 28.04.2017 10:15
    Highlight Starke Idee. Und dann bewerb ich mich auf der Gemeinde Füdlingen als KV und schreib dazu, dass ich Linux beherrsche. Aber dann nehmen die mich nicht, weil ich ja weder Windows noch Office kann. Also bewerbe ich mich bei einer Agentur als Grafiker und schreibe, meine Gimp-Können ist unglaublich. Die nehmen mich dann sicher. Und falls es nicht klappt, werde ich Dozent bei der Uni Bern.
    73 27 Melden
    • Madison Pierce 28.04.2017 10:51
      Highlight In der obligatorischen Schulzeit werden allgemeine Kompetenzen vermittelt. Es geht nicht darum, dass die Schüler danach mit Programm XY arbeiten können, weil die Wirtschaft das möchte. Dies ist Sache der Berufsbildung.

      Im technischen Zeichnen zeichnet man auch keine Baupläne und im Deutsch schreibt man keine Sitzungsprotokolle.

      Zudem ist die Bedienung der Alternativen nicht so exotisch: wer mit LibreOffice einen Brief schreiben kann, kann das auch mit Word oder Apple Pages (und umgekehrt).
      39 4 Melden
    • saukaibli 28.04.2017 11:14
      Highlight Ich denke, bevor du dich als irgendwas bewirbst, solltest du sowieso noch eine Lehre oder ein Studium absolvieren. Ich kenne wenige, die direkt nach der Schule berufstätig wurden. Ich hatte nach der Schule auch noch wenig Elektronikkenntnisse, die habe ich erst in der Lehre mitbekommen. Ausserdem glaube ich nicht, dass es für eine Lehre als Grafiker schädlich ist, wenn du in der Schule bereits GIMP gelernt hast.
      14 2 Melden
    600
  • Donald 28.04.2017 10:13
    Highlight Leider sind diese Open Source Office Programme von der User Experience her in den 90ern stehen geblieben. Ich hoffe schon lange, dass es mal vorwärts geht...
    53 24 Melden
    • X23 28.04.2017 11:50
      Highlight Bei weitem nicht alle OSS ist in der UX schlechter als kommerzielle Produkte. Sieht dir doch mal SAP an. Oder Photoshop. Oder Windows.

      Bei OSS wie auch bei kommerziellen Produkten gibt es noch sehr viel Arbeit beim Thema UX, nur schon weil sich das Userverhalten und die Useranforderungen ändern.

      Aber das ist auch gut so, sonst wär ich arbeitslos ;)
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    • zend 28.04.2017 12:40
      Highlight Bin ich anderer Meinung. Ich benutze nun seit über einem Jahr LibreOffice. Es ist im minimum gleichwertig wie Microsoft Office. Einige Sachen wurden sogar deutlich besser gelöst. Aber ein kompletter Verzicht auf Microsoft Office ist einfach noch nicht möglich da zuviele es noch verwenden und Microsoft die schnittstelle um ihre Dateien mit Opensource zu öffnen nicht freigibt.
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    • Alex_Steiner 28.04.2017 12:56
      Highlight LibreOffice 5.3 hat Ribbons eingeführt.
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    • Donald 28.04.2017 13:13
      Highlight Ich habe zwar nur auf Office Programme angesprochen. Lassen wir mal SAP weg, ist ein eigenes Thema. Aber Photoshop und Windows haben eben (leider) ausgereiftere/mehr Features, sind langfristig stabiler und sind einfacher zu bedienen.

      Dann will ich dich mal nicht weiter von der Arbeit abhalten!
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    • dä dingsbums 28.04.2017 14:12
      Highlight Was für eine User Experience vermisst Du beim schreiben eines Briefes in Libre Office? Karl Klammer? 😀

      Spass beiseite, was findest Du an der Bedienung von LibreOffice schlimm?
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