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A woman rests as a group of migrants from various countries sit on the side of a road after crossing the border illegally from Serbia, near Asotthalom, Hungary July 31, 2015. A month from now Hungary says it will seal its border with Serbia with a 4-metre high, 175-km barrier to keep out migrants streaming through the Balkans, fleeing war, poverty and upheaval in the Middle East and Africa for a better life in western Europe. Migrants are entering Serbia from southern neighbor Macedonia at a rate of over 1,000 per day. REUTERS/Laszlo Balogh

Flüchtlinge nahe der ungarischen Grenze. Bild: LASZLO BALOGH/REUTERS

«Unsere Generation könnte die erste sein, die die Armut ausrottet» – UNO verabschiedet ambitionierten Entwicklungsplan

Die UNO hat einen Aktionsplan für nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Die Themen: Armut, Gesundheit, Bildung, Gleichheit der Geschlechter.



Diplomaten und Experten aus aller Welt haben nach einwöchigen Beratungen die UNO-Ziele für nachhaltige Entwicklung bis 2030 festgelegt. Die Delegierten aus 193 Ländern beschlossen am Sonntag in New York einen rund 30-seitigen Aktionsplan.

Der Katalog mit dem Titel «Unsere Welt verändern – Programm für nachhaltige Entwicklung bis 2030» sieht unter anderem die Beendigung extremer Armut vor. «Das ist wirklich ein historischer Augenblick», sagte der kenianische UNO-Botschafter Macharia Kamau, dessen Land gemeinsam mit Irland die Gespräche geleitet hatte.

Armut, Gesundheitsversorgung, Geschlechter-Gleichheit

Das ehrgeizige Programm sollen die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen im Rahmen ihrer Generaldebatte Ende September in New York beschliessen. Das Programm enthält 17 grundlegende Entwicklungsziele, die in 169 Unterpunkten ausgeführt werden. Das erste Ziel ist die Beendigung der Armut «in allen Formen und überall in der Welt». Sie betrifft derzeit eine Milliarde Menschen weltweit, die mit weniger als 1.25 Dollar pro Tag auskommen müssen. Die meisten von ihnen leben in Afrika und in Asien.

Ausserdem soll der Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung verbessert und die Gleichberechtigung der Geschlechter vorangetrieben werden. Das Programm ruft zudem zu «nachhaltigen Produktionsweisen und Konsum» auf und wirbt für «friedliche und für alle offenen Gesellschaften».

Umsetzung ist freiwillig

Als Ziel Nummer 13 wird der Kampf der Staatsregierungen gegen den Klimawandel und dessen Folgen genannt. In diesem Zusammenhang wurde die Bedeutung der Verhandlungen über ein verbindliches internationales Klimaschutzabkommen hervorgehoben, die im Dezember bei der UNO-Klimakonferenz in Paris zu einem erfolgreichen Abschluss geführt werden sollen. In Paris müsse «ein ehrgeiziges und umfassendes Klima-Abkommen» vereinbart werden, heisst es in dem nun vorgelegten Aktionsplan.

«Unsere Generation könnte die erste sein, die die Armut ausrottet, ebenso wie wir die letzten sein könnten, die die Chance haben, den Planeten zu retten.»

«Unsere Generation könnte die erste sein, die die Armut ausrottet, ebenso wie wir die letzten sein könnten, die die Chance haben, den Planeten zu retten», heisst es in dem Aktionsplan. Die 17 Ziele sollen ab dem 1. Januar 2016 gelten. Ihre Umsetzung ist freiwillig und jeder Staat entscheidet selbst über die Massnahmen zur Erreichung der Ziele. Allerdings soll die Umsetzung anhand fester «Indikatoren» regelmässig überprüft werden.

Entscheidend ist die Finanzierung. Bei einer internationalen Konferenz in Addis Abeba hatten die Teilnehmer Mitte Juli festgestellt, dass für die Umsetzung nachhaltiger Entwicklung in den kommenden 15 Jahren 2.5 Billionen Dollar nötig seien. Die Privatwirtschaft soll einen Grossteil dieser Gelder bereitstellen. (sda/afp)

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