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Nein! Pfui! Aus! Die 11 grössten Fehler, die Hundehalter machen 

09.09.15, 15:01 29.09.15, 16:06
Genna, Madeleine Sigrist


Hunde sind keine Menschen. Regeln, die bei einem Kind angebracht sein mögen, sorgen bei dem Vierbeiner meist nur für Verwirrung. Da wird aus einem süssen Welpen schnell ein verzogener Kläffer. Diese 11 Fehler sollten alle Hundebesitzer kennen, und am besten gleich vermeiden!

Fehler Nummer 1: Den Hund bestrafen, wenn er erst nach mehrfachem Rufen kommt

bild: imgur

Bestrafe deinen Hund niemals, wenn er nach längerer Zeit erst angedackelt kommt. Er wird nicht verstehen, warum du dich jetzt ärgerst. Was er versteht, ist: Ich bin zu Herrchen gerannt, und er ist böse. Übung verfehlt!

Fehler Nummer 2: Den Hund ungestüm Menschen anspringen lassen 

bild: imgur

Erlaube deinem Hund nicht, wie wild an Menschen hoch zu springen. Er wird den Unterschied zwischen einem guten Freund, der Hunde mag, und einem alten Mann, der gerade eine Hüftoperation hatte, nicht verstehen. 

Fehler Nummer 3: Den Hund nach deiner Abwesenheit laut und nervös begrüssen 

bild: imgur 

Wenn du ihn für eine Zeit alleine gelassen hast – begrüsse deinen Hund bei deiner Rückkehr ruhig und nur kurz. Er wird dir sonst noch glauben, dass es FURCHTBAR war, dass er allein gelassen wurde.

Fehler Nummer 4: Sich emotional verabschieden 

bild: imgur

Bevor du gehst: Mach kein emotionales Trara vor deinem Abgang! Am besten machst du dich wortlos vom Acker. Leckerli sind erlaubt. 

Fehler Nummer 5: Seine Schnauze in seinen «Unfall» reindrücken

bild: imgur

Bringt rein gar nichts und könnte deinen Hund verstören. Pinkelpanne passiert? Wortlos wegwischen und beim nächsten Mal verhindern. 

Fehler Nummer 6: Den Hund an der Leine ziehen lassen 

bild: imgur

Ausser natürlich, er muss ganz ganz dringend raus. Zieht der Welpe an der Leine, bleibe wie angewurzelt stehen. Wenn er merkt, dass es nicht schneller geht, wenn er zieht, wird er sich irgendwann an dein Tempo anpassen. Es braucht ein bisschen Geduld. 

Fehler Nummer 7: Den (kleinen) Hund aus lauter Ängstlichkeit vor anderen Hunden hochheben 

bild: imgur

Besonders bei kleineren Rassen neigen die Besitzer dazu, bei jedem Aufeinandertreffen mit einem anderen Hund den Schwanz einzuziehen. Mit dem Hochheben des kleinen Lieblings erreicht Herrchen oder Frauchen aber nur, dass der Hund entsozialisiert wird. Meistens regeln die Tiere ihre Probleme untereinander. Wenn du Streit witterst, mach einfach einen grossen Bogen um das andere Tier

Fehler Nummer 8: Ihn nicht schnüffeln lassen

bild: imgur 

Lass deinen Hund schnüffeln – die Pheromone und andere Duftstoffe von anderen Tieren enthalten wichtige Informationen für deinen Hund, und er wird seine Artgenossen besser einschätzen können. Stundenlang warten musst du aber nicht. Lass ihn kurz «Zeitung lesen» – dann aber weiter! 

Fehler Nummer 9: Auf den Bettelblick hereinfallen 

bild: imgur

Nein, auch nicht «nur einmal»! Einmal vom Tisch gefüttert, wirst du diesen Blick nie wieder los. 

Fehler Nummer 10: Ihn dafür bestrafen, dass du ihn nicht ausgelastet hast, bevor du weggegangen bist 

bild: imgur 

Bestrafe deinen Hund nicht, wenn er die Wohnung verwüstet hat – weil du ihn zu wenig ausgelastet hast. Kein Hund verwüstet die Wohnung aus Trotz. Entweder hast du die Fehler 3 und 4 begangen, oder deinem felligen Freund war es in der Wartezeit zu langweilig. Mache vor deinem Abgang einen langen Spaziergang und beschäftige ihn mit Schnüffel-Aufgaben. 

Fehler Nummer 11: Leckerli unsinnig einsetzen

bild: imgur

Eine Belohnung zu geben, sollte heissen: Das hast du gut gemacht, dieses Verhalten wünsche ich mir von dir, Hund! Solltest du ihm ein Ablenkungs-Leckerli geben, wenn er einen Artgenossen anbellt, lobst du ihn für die Bellerei und machst ein Kläffer aus ihm. Das Gleiche gilt für Streicheleinheiten: Streichelst du deinen Hund in einem Moment, in dem er Angst hat, wird seine Unsicherheit weiter bestärkt. 

(sim)

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15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • simonline 11.09.2015 11:53
    Highlight Das ist eine echt gute Liste. Ich kann sagen, dass mein Hund top erzogen und glücklich dabei ist. ich sehe aber so viele Hunde bzw. Hundehalter, die diese wichtigen Regeln nicht einhalten und deshalb uhuere nervige Hunde haben. Unselbständig, ängstlich, frech bis apathisch, nervös und überfordert mit praktisch allem.
    9 0 Melden
  • Don Huber 10.09.2015 09:45
    Highlight Zum Abschied sagen:
    Gilt das auch für Katzen ? Wir gehen demnächst ein paar Tage fort und ich mach immer ein riesen Traraa wenn ich gehe und werde traurig. :-( meine Freundin ebenfalls.
    3 0 Melden
    • reddaisy 10.09.2015 11:19
      Highlight Der Katze ist es egal, dass du weg gehst...
      21 4 Melden
    • Don Huber 10.09.2015 14:58
      Highlight Ich weiss ja nicht, wenn wir nach den Ferien nach Hause kommen sehen wir nur Fell im Bett dort wo wir immer schlafen und ich glaube sie weinten :-(
      3 0 Melden
    • droelfmalbumst 11.09.2015 11:11
      Highlight Katzen sind kalt und Einzelgänger... denen doch Wurst ob du weg bist solange du wieder kommst um sie zu füttern ;)
      1 6 Melden
    • Don Huber 11.09.2015 14:49
      Highlight Find ich nicht. Mein Kater möchte ständig mit mir schmusen und holt mich jedes Mal, damit ich mit ihm ins Bett gehen kann (sein lieblings Schmuseplatz) sonst mauzt er wie am Spiess wenn ich nicht gleich mit kommen. Einzelgänger ja aber kalt nein.
      6 0 Melden
  • Propellerli 10.09.2015 07:10
    Highlight Natürlich gibt es noch mehr Fehlverhalten der Hundehalter, aber sehr gut und treffend geschrieben. Alles korrekt.
    Wenn die Leutchen sich doch einfach mehr und intensiver mit ihren Haustieren auseinander setzen würden....
    17 0 Melden

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