Schweiz

«Burkhalter geniesst höchste Anerkennung»: Der damalige OSZE-Präsident trifft den russischen Präsidenten Putin. Bild: APA

Burkhalter winkt eine Reise nach Oslo: OSZE für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen

Zehn Schweizer Parlamentarier schlagen die OSZE und deren Expräsidenten Didier Burkhalter für den Friedenspreis vor. Die Kandidaten sind in guter Gesellschaft.

15.03.15, 01:13 15.03.15, 13:26

Othmar von Matt / «Schweiz am Sonntag»

Ein Artikel von Schweiz am Sonntag

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) soll für ihre Verdienste um die Friedensförderung im vergangenen Jahr den Friedensnobelpreis erhalten. Schweizer Parlamentarier reichten die Nomination der OSZE vertraulich bei der Nobel-Jury in Oslo ein. Das bestätigt Ständerätin Christine Egerszegi, Mitglied der Schweizer OSZE-Delegation, gegenüber der Schweiz am Sonntag

«Ich wurde aus Westschweizer Kreisen vertraulich angefragt, ob ich mit anderen bereit sei, die OSZE für den Friedensnobelpreis 2015 zu nominieren», sagt Egerszegi. «Ich habe zugesagt. Die gesamte OSZE-Delegation der Schweiz wurde angefragt. Die Nominierung ist breit abgestützt.»  

Soll die Nomination lanciert haben: Nationalrat Derder. Bild: KEYSTONE

Recherchen zeigen, dass der Waadtländer FDP-Nationalrat Fathi Derder am Ursprung der Nominierung steht. «Ich habe einen von zehn Parlamentariern unterzeichneten Brief nach Oslo geschickt», bestätigt er. Unterzeichnet haben neben Egerszegi Parlamentarier wie:

In seinem Brief habe er die OSZE als Organisation vorgeschlagen und auch Bundesrat Didier Burkhalter als Person und als Vertreter der Schweizer OSZE-Präsidentschaft 2014. «Burkhalter hat eine Annäherung zwischen Russland und der EU ermöglicht und die Situation deblockiert», sagt Derder.  

Über 270 Kandidaten

«Die OSZE war 2014 im Ukraine-Konflikt sehr wichtig für die Friedensförderung», sagt Egerszegi. «Sie ist 2014 aus ihrem Schatten herausgetreten und hat wieder eine Rolle übernommen.» Für sie sei die OSZE die spannendste internationale Organisation, die es gebe, betont die Ständerätin.

An der OSZE-Ministerkonferenz in Basel habe sie beobachten können, dass Minister und OSZE-Parlamentarier Burkhalter als OSZE-Präsident «höchste Anerkennung» gezollt hätten. Die Kandidatenliste für den Friedensnobelpreis umfasst 227 Personen und 49 Organisationen, wie die Nobel-Jury in Oslo bekannt gegeben hat.

Schweizer Nobelpreisträger

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    Alle Leser-Kommentare
  • mafussen 15.03.2015 11:35
    Highlight https://www.facebook.com/ChChuckNorris/posts/1570565699897346:0
    0 3 Melden
  • flyingdutch18 15.03.2015 10:14
    Highlight Wenn Obama für nichts den Friedensnobelpreis erhalten hat, dann kann ihn auch die OSZE erhalten. Erreicht hat sie in der Ukraine wenig bis nichts, aber das kümmert das Establishment wohl kaum.
    8 0 Melden
    • Menel 15.03.2015 10:58
      Highlight Genau auch mein Gedanke.
      3 0 Melden
  • Sigmund Freud 15.03.2015 09:22
    Highlight Ich dachte immer die Nobelpreisverleihung würde in Schweden bzw. Stockholm stattfinden. Hat sich das geändert order kann da jemand die skandinavischen Hauptstädte nicht unterscheiden ?
    0 4 Melden
    • malo95 15.03.2015 09:46
      Highlight wenn ich es noch richtig im Kopf habe, ist so, dass der Friedensnobelpreis in Oslo vergeben wird und die anderen in Stockholm.
      11 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 15.03.2015 08:37
    Highlight Der Zweck der OSZE ist die Friedenssicherung. Erreicht hat sie seit der Gründung gar nichts und im Fall der Ukraine überhaupt nichts. Friedensnobelpreis für Bemühungen?
    8 2 Melden
    • Bowell 15.03.2015 10:11
      Highlight Der Friedensnobelpreis verliert sowieso von Verleihung zu Verleihung an Stellenwert. Zuerst Obama für seine nicht-eingehaltenen Versprechen, dann die EU und jetzt evtl die OSZE. Es gäbe wahrscheinlich dutzende Menschen die ihr Leben dem Frieden auf der Welt gewidmet haben und übergangen werden.
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