Schweiz
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Die An'Nur-Moschee in Winterthur am Dienstag, 17. November 2015. Laut dem Syrien-Kenner Kurt Pelda, der intensive Recherchen getaetigt hat, soll es im Umfeld der An'Nur-Moschee eine Zelle des IS geben. Den 
Recherchchen zufolge soll vor Kurzem eine weitere Person von Winterthur nach Syrien gereist sein. Die Maenner die nach Syrien gereist seien, sollen Jihadisten sein, die in der Moschee in Winterthur rekrutiert worden seien. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Das An-Nur-Kulturzentrum im Winterthurer Hegi-Quartier. 
Bild: KEYSTONE

Kriegsreporter Kurt Pelda: «Sie und Ihre Journalisten-Kollegen müssen endlich anfangen, den ‹IS› ernst zu nehmen»

Der Schweizer Kriegsberichterstatter Kurt Pelda schlägt Alarm wegen einer angeblichen «IS»-Zelle in Winterthur und kritisiert die Sicherheitsbehörden. Ein Gespräch über Terror-Angst in der Schweiz, überforderte Ermittler und Drohungen von Dschihad-Sympathisanten.



Herr Pelda, wir sind ein wenig enttäuscht von Ihnen.
Kurt Pelda: Warum?

Weil Sie mit dem «Weltwoche»-Artikel über eine angebliche «IS»-Zelle in Winterthur mit ein bisschen dünner Faktenbasis Panik machen.
Das sehe ich anders. Ich kenne die Situation dort und ich bin überzeugt, dass es nicht schlecht wäre, wenn man sich ein bisschen mehr Sorgen um diese Leute machen würde, als man es hier in der beschaulichen Schweiz gemeinhin tut.

Das mag ja sein, aber Sie zitieren lauter anonyme Quellen, Leute wollen belgische Nummernschilder gesehen haben, andere sind aus irgendwelchen Gründen nach Syrien gereist: Das Versprechen auf der Titelseite, der Nachweis einer Terrorzelle in Winterthur, die bei SMS-Alarm losschlagen kann, lösen Sie nicht ein.
Ich habe vier Quellen. Ich habe Tonaufnahmen von Predigten. Ich weiss, was diese Leute singen. Ich stehe zu jeder Zeile, die ich in der «Weltwoche» geschrieben habe. Sie werden verstehen, dass meine Quellen anonym bleiben wollen, ja anonym bleiben müssen, wenn sie nicht in Gefahr kommen wollen. Sie und auch Ihre Journalisten-Kollegen müssen endlich anfangen, den «IS» ernst zu nehmen.

Tu' ich doch. Aber nicht Koranverteiler mit Sonderklassen-Abschluss.
Ich hoffe, Sie tun das. Es ist vielleicht auch kein Zufall, dass Sie jetzt anrufen. Als wir im Sommer in der «Rundschau» über eine «IS»-Zelle in der Schweiz berichtet hatten, wurden wir belächelt. Das ist jetzt anders und das ist auch richtig so. Es hat Leute in Winterthur, die dazu bereit wären, solche Anschläge wie in Paris durchzuführen.

Aber wären die auch fähig, sowas zu machen? Abgehalfterte Thaiboxer und Koranverteiler?
Das weiss ich nicht. Ich würde es jetzt mal bezweifeln, aber was nicht ist, kann noch werden. Der «IS» lernt und wird besser und man muss endlich aufhören, ihn zu unterschätzen. In den letzten drei Wochen hat er in Beirut viele Tote verursacht, er hat ein russisches Passagierflugzeug gesprengt und Paris in Angst und Schrecken versetzt.

«Drei Schwerbewaffnete haben innert zwei Stunden in einem Konzertlokal mit Hunderten von Besuchern 89 Menschen getötet. Das ist – zum Glück – nicht besonders effizient.»

Kurt Pelda

Das bestreitet doch gar keiner ...
… jetzt nicht mehr, aber ich weiss noch, wie die «Charlie Hebdo»-Attentäter von der gesamten Journaille als dilettantische Einzelgänger verharmlost wurden. Aber auch Dilettanten können gefährlich sein. Das mag jetzt angesichts der Tragik der Ereignisse zynisch tönen, aber das Massaker im Pariser Club Bataclan war letztlich auch das Werk von Dilettanten.

Das müssen Sie erklären.
Drei Schwerbewaffnete haben innert zwei Stunden in einem Konzertlokal mit Hunderten von Besuchern 89 Menschen getötet. Das ist – zum Glück – nicht besonders effizient. Wären da wirklich professionelle Killer am Werk gewesen, wie es die Augenzeugen geschildert haben, hätte es ein noch viel grösseres Blutbad mit 300 oder 400 Todesopfern gegeben.

Also, ich frage anders: Wie viel Angst haben Sie davor, dass der «IS» in der Schweiz Anschläge verübt?
Ich habe keine Angst um mich, aber ich bin vorsichtig. Ich habe Drohungen von mutmasslichen Dschihad-Sympathisanten erhalten, die mich wegen meiner Arbeit in Syrien tot sehen möchten. Und es ist klar, dass die Schweiz kein primäres Terrorziel ist. Aber das schliesst Anschläge nicht aus. Die Schweiz hat schon ein paar Merkmale, die vielen Leuten wahnsinnig auf den Wecker gehen.

Welche?
Das Minarettverbot und die anstehende Abstimmung über das Burkaverbot. Das kommt in salafistischen Kreisen überhaupt nicht gut an. Natürlich sind wir nicht so gefährdet wie Frankreich oder Grossbritannien, aber auf dem Radar ist die Schweiz schon. Nicht zuletzt wegen internationaler Grossanlässe, anlässlich derer sich hochrangige Delegationen wirklich gefährdeter Länder in der Schweiz aufhalten.

Das WEF? Nicht zugänglich für Dilettanten.
Gut, das WEF vielleicht nicht. Aber auch nur wegen der international koordinierten Sicherheitsvorkehrungen und weil es topographisch günstig liegt. Aber ansonsten? Der Schweizer Sicherheitsapparat sieht die Gefahr einfach nicht kommen. Er ist seiner Aufgabe nicht gewachsen, er hat zu wenig personelle Ressourcen. Das birgt das ungleich grössere Risiko, dass dschihadistische Terrororganisationen wie der «IS» die Schweiz als rückwärtigen Raum brauchen, in dem Finanz- und logistische Aufgaben abgewickelt werden.  

«Wir können uns als souveräner Staat nicht auf die USA verlassen. Wir wissen nicht, wann sie unsere Freunde sind und wann nicht.»

Kurt Pelda

So schlecht ist der Sicherheitsapparat auch nicht. Der Nachrichtendienst selbst hat die sogenannte Ostschweizer «IS»-Zelle gemeldet.
Ja, auf einen Hinweis der Amerikaner hin. Aber ich bin im Verlauf meiner jahrelangen journalistischen Arbeit zur Überzeugung gelangt, dass Bundesanwaltschaft, Fedpol und Nachrichtendienst des Bundes massiv, ich sage massiv, unterdotiert sind. Wenn ich sehe, wie die Bundesanwaltschaft arbeitet, dann wundere ich mich schon, wie ineffizient das sein soll. Ich bin zwar kein Polizist, aber ich kann recherchieren und das ist eine ähnliche Arbeit. Die Bundesanwaltschaft müht sich mit dem riesigen FIFA-Fall ab und den Tamil Tigers, einem vielleicht zehn Jahre alten Fall, der heute keine Bedeutung mehr hat.

Also sagen Sie: Mehr Mittel in die Bundessicherheitsbehörden stecken. Das hat aber in Frankreich auch nichts genützt.
Nicht in diesem Fall, aber in anderen. Und ja: Wenn ich höre, dass das Fedpol zehn Tage braucht, um in Winterthur eine Hausdurchsuchung durchzuführen, weil zu wenig deutschsprachige Ermittler zur Verfügung stehen, dann muss dieser Apparat ausgebaut werden. Auch die Bundesanwaltschaft ist völlig unterdotiert und der Bundesnachrichtendienst hat de facto momentan nicht viel mehr Recherchemittel zur Verfügung als Sie und ich. Das ist einfach brandgefährlich.

Nochmal: Es ist nicht nötig, dass wir uns selbst bespitzeln. Die Amerikaner machen das sehr effizient und wenn Daten gestohlen werden, merkt es die UBS.
Lassen Sie die fatalistischen Witzlein sein. Wir können uns als souveräner Staat nicht auf die USA verlassen. Wir wissen nicht, wann sie unsere Freunde sind und wann nicht. Es stimmt, im Fall der Ostschweizer Dschihadisten …

... mutmasslichen Dschihadisten …
... ja, mutmasslichen Dschihadisten. Bei denen hat die Zusammenarbeit funktioniert, was die Entdeckung anbelangte. Aber jetzt? Wir sind überfordert. Das Verfahren der Bundesanwaltschaft dauert wieder ewig, die Öffentlichkeit wird nicht informiert, obwohl in kaum einem anderen Fall grösseres öffentliches Interesse am Fall bestünde. Wir müssen in der Lage sein, solche Leute selbst zu erkennen, mit einem ausreichend mit Personal und technologischen Mitteln ausgerüsteten Nachrichtendienst.

«Und dann kommen noch die Juso und ergreifen das Referendum gegen das neue Nachrichtendienstgesetz. Diese Leute wissen nicht, was sie tun.»

Kurt Pelda

Der Leute abhören und deren Leben verwanzen kann? Ich glaube nicht, dass das Terroranschläge verhindert.
Nochmal: Vielleicht nicht alle. Aber der Status quo ist auch keine Lösung. Wir brauchen einen Nachrichtendienst, der unserer eigenen parlamentarischen Kontrolle und der der Justiz untersteht und gleichzeitig schlagkräftig ist. Oder glauben Sie, Sie und ich könnten «IS»-Operationen aufdecken?

Nein. Das nicht.
Eben. Aber mehr als Zeitung lesen, Gespräche führen und im öffentlichen Raum observieren kann der Nachrichtendienst des Bundes derzeit nicht. Das ist doch Wahnsinn. Und dann kommen noch die Juso und ergreifen das Referendum gegen das neue Nachrichtendienstgesetz. Diese Leute wissen nicht, was sie tun.

Paris nach den Anschlägen

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133Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Emperor 24.11.2015 21:58
    Highlight Highlight Der scheint ja wirklich extrem paranoid zu sein... und dann will er noch unbedingt einen Überwachungsstaat... toll...
  • 足利 義明 Oyumi Kubo 24.11.2015 17:17
    Highlight Highlight Herr Thiriet was zahlen Ihnen Ihre Freunde in Saudiarabien?
    • dickmo 26.11.2015 15:18
      Highlight Highlight Nichts.
  • Mia_san_mia 24.11.2015 16:39
    Highlight Highlight Hey Watson was ist los??? Wieso stellt ihr zu diesem Thema noch so kritische fragen? Die lachen sich doch kaputt, wenn sie so etwas lesen... Und wenn etwas passiert machn alle in die Hosen! Ich nicht, ich bin bereit und kenne diese Leute.
    • Louie König 24.11.2015 16:54
      Highlight Highlight Du kennst also diese Leute? Und wer sind denn "diese Leute", wenn man fragen darf?
  • Warbi 22.11.2015 10:36
    Highlight Highlight Das Interview finde ich arg schräg. Was sollte das Ziel sein? Jede gewalttätige Organisation freut sich über Unterschätzungen und den Schutz eines ignoranten Rechtsstaats. Als ich vor ein paar Jahren einen Bericht über die erste von der ISIS eingenommenen Stadt sah, dachte ich, dass darf doch nicht wahr sein. Wie kann dies sein und warum unternimmt man nichts? Nun hat man nicht nur eine Stadt sondern einen Staat. Die Sicherheitskräfte der Weltgemeinschaft haben wieder geschlafen. Heute bekämpfen Truppen verschiedener Länder ISIS zusammen. in der Medizin gilt: Vorsorgen ist besser als heilen.
  • Michael Graf (2) 21.11.2015 21:28
    Highlight Highlight Nicht nur die Bundespolizei und -anwaltschaft ist unterdotiert, auch die Sozialarbeiter: http://www.landbote.ch/winterthur/standard/sie-wissen-sehr-wenig-vom-islam/story/24731341
  • Monti_Gh 21.11.2015 12:35
    Highlight Highlight dieses Bild sagt mehr als tausend Worte!
    User Image
    • Louie König 23.11.2015 07:47
      Highlight Highlight Ist wirklich ein aussagekräftiges Bild und viele sollten sich vielleicht mal ausgiebig darüber Gedanken machen.
    • Mia_san_mia 24.11.2015 16:43
      Highlight Highlight Das Bild ist kindisch. Wenn du nichts zu verbergen hast musst du dir keine Sorgen machen.
    • Louie König 24.11.2015 16:53
      Highlight Highlight @Thomas: Erzähl das mal den Leuten aus der ehemaligen DDR, die permanent mit der Angst leben mussten ausspioniert zu werden, egal, ob sie etwas gemacht haben oder nicht. Es reicht doch nur jemand, der Sie auf dem Kieker hat und Sie denunziert und schon sind Sie eine Zeit lang weg.. Vielleicht kann ich Ihnen auch mit einer Bildbeschreibung auf die Sprünge helfen. Es wird klar dargestellt, dass die "Sicherheit", sobald Sie grösser wird bzw. stärker gewichtet, unweigerlich zum Verlust von Freiheit führt. Ihre Ansicht des Ganzen finde ich sehr naiv.
  • Frischling 21.11.2015 08:34
    Highlight Highlight Das ist ja auch schräg, wenn nur noch Kommentare gegen MT Likes erhalten von den Kommentatorinnen/Kommentatoren.....

    Another Schief-Lage!
    • Schmiegel 21.11.2015 09:20
      Highlight Highlight Warscheinlich tummeln sich hier in diesem Artikel auch nur noch die ganz aufgeregten. Und wer bei diesen Leuten beim Kanon nach mehr Polizei und Überwachung nicht mitmacht, war schon immer ein Nestbeschmutzer.
    • SanchoPanza 21.11.2015 10:37
      Highlight Highlight @Michael Wagner. Stimmt doch nicht, ich teile MT's Meinung das mehr Staatssicherheit (bewusst so genannt) nicht zwingend besser schützt. Aber die Art und Weise wie die Fragen gestellt wurden a
    • DarlaSoSo 21.11.2015 11:17
      Highlight Highlight Stimme SanchoPanza zu. Ich bin kein Überwachungsfreund. Auch wenn ich in diesem Punkt der gleichen Meinung bin wie der Autor darf ich den Artikel kritisieren.
  • DarlaSoSo 21.11.2015 07:50
    Highlight Highlight Ui das Interview, ist echt nicht gerade ein journalistisches Glanzstück. Wenn ich Watson lese, will ich entweder sinnvolle Information oder was zu lachen. Beides nicht eingetroffen. Mein Meinung über die Weltwoche kann ich mir selber bilden und eine Journalist der rumnölt ist da wenig hilfreich. Streiten Sie sich doch privat.
    Für einen Ressortleiter find ich es auch ziemlich fragwürdig, so nebenbei noch ein bisschen über "die Deppen von der Sonderschule" zu lästern... Wirkt irgendwie bitzi arrogant.
  • Frischling 21.11.2015 07:22
    Highlight Highlight Guten Morgen MT
    Sie haben mit Ihrem Interview scheinbar eine kommentierende Menschenmenge provoziert, genauso wie der Interviewte mit seinen Behauptungen deren Quelle er nicht angibt. Es gibt Menschen, deren Ziel es ist, auf unserer Erde eine Schlacht zu veranstalten wie sie im schlimmsten Film dargestellt wird. Um dieses Ziel zu erreichen wird provoziert. Für eine gelungene Provokation braucht es immer zwei. Wollen wir uns anständig und respektvoll verhalten müssen wir uns immer gut überlegen, ob wir uns provozieren lassen oder nicht. Das ist jedes einzelnen Menschen Aufgabe.
  • Monti_Gh 21.11.2015 06:41
    Highlight Highlight Die Arbeit Kurt Peldas als Kriegsreporter in Syrien, würdige ich. Das nenne ich Journalismus auf höchstem Niveau.
    In diesem Interview geht es jedoch um wichtigere Grundfragen und nicht primär um einen Schlagabtausch zweier Journalisten, was als Interviewform in der Schweiz nicht so bekannt ist.
    Jedoch! dürfen wir die Grundfragen über mehr Überwachung, weniger Freiheit nicht im Keim ersticken lassen. Wenn ein Journalist, der ein Verfechter der Meinungs-/Medienfreiheit sein sollte , mehr Überwachung fordert, dann schlagen die Alarmglocken.
    Die Gesellschaft muss diese Grundfragen diskutieren!
  • Toerpe Zwerg 21.11.2015 01:03
    Highlight Highlight Nun konnte ich den Pelda Bericht in der Weltwoche lesen und in der Tat gilt es Verantwortungslosigkeit zu konstatieren, aber begangen durch Herrn Thiriet hier in diesem Interview und vor allem in den Kommentaren. Man darf Pelda glauben schenken, dass er sich auf Quellen und Recherchen stützt und was er beschreibt deckt sich auch mit anderen Berichten aus dem In- und Ausland und schliesslich sind die Terror-Reisenden keine Fiktion. Thiriet ist doppelt gefährlich, weil er die Islamisten-Szene schützt und der SVP Wahlhilfe leistet mit seinem "darüber darf man nicht schreiben".
    • Frischling 21.11.2015 08:36
      Highlight Highlight Alles eine Glaubensfrage? Unser Glaubenskrieg?
    • Toerpe Zwerg 21.11.2015 09:05
      Highlight Highlight Pelda schein doch zu den Journalisten mit einer gewissen Qualitaet zu gehoeren und er recherchiert selber und schreibt nicht einfach ab. Ihm zu unterstellen, er wuerde Seich erzaehlen finde ich problematisch. Insofern nehme ich ihm ab, dass er fuer seine Aussagen Quellen hat. Keine Glaubensfrage sondern eine Glaubwuerdigkeitsfrage.
    • Citation Needed 21.11.2015 11:52
      Highlight Highlight Zwerg, es bleibt eine Glaubensfrage, denn Du kannst nichts nachprüfen. Natürlich kannst Du aufgrund deines Vorwissens und Erfahrung Dein Urteil so objektiv wie möglich fällen. Aber schliesslich hängt alles, auch Glaubwürdigkeit, an Vertrauen und Erfahrung fest. Deine Aussage, Thiriet sei gefährlich (doppelt..) und nütze den Islamisten, halte ich aufgrund meiner Erfahrung (mit Leuten, die solche Warnungen aussprechen und meiner Kenntnis der Faktenlage) für hochgradig absurd, übertrieben und für stark von unreflektierten Überzeugungen geleitet! Und jetzt geh ich WW kaufen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • stefstef 20.11.2015 21:50
    Highlight Highlight !
    Play Icon
    • Frischling 21.11.2015 07:22
      Highlight Highlight Danke Stef!
  • Pipapo 20.11.2015 20:59
    Highlight Highlight Dieser Schuss von Thiriet ging wohl ziemlich hinten hinaus...
  • Sir Lanzelot 20.11.2015 20:54
    Highlight Highlight Wenn so eine Bleikugel mit Stahlmantel auf mich zugeflogen kommt und das knapp mit Schallgeschwindigkeit... So ist es mir eigentlich ziemlich Wurst wie dumm der war der sie abgefeuert hat.
    Ich weiss dann einfach, das wir alle zu dumm waren dies zu verhindern und dem dummen Schützen was beizubringen! Nur dieses Wissen wird mir in diesem kurzen Augenblick nichts mehr bringen...
    Selten so ein dummes Interview gelesen. Als Interviewter hätte ich wohl nach wenigen Fragen abgebrochen!
  • Citation Needed 20.11.2015 20:46
    Highlight Highlight Wollte aber was ganz anderes scheiben; aus der BZ, 'Roullier' ist Jean-Paul Roullier, Genfer Sicherheitsexperte:

    "Zu der Forderung nach mehr elektronischer Überwachung sagte Rouiller, dass die von Frankreich ergriffenen Massnahmen der aktuellen Lage angemessen seien. Dennoch zeigte er sich überzeugt, dass der islamistische Terror in Europa nicht nur ein Sicherheitsproblem darstelle, sondern auch mit echten sozialen Problemen zu tun habe."

    Diese Aussage finde ich bedenkenswert, besonders in Bezug auf Peldas Forderung!
  • Citation Needed 20.11.2015 20:41
    Highlight Highlight Kritik an Thiriet? OK, er macht hier nicht auf Wohlfühloase, das stimmt schon, aber Pelda wehrt sich ja flott und gekonnt, und man könnte das auch sportlich nehmen und sagen, da schenken sich zwei nichts, schönegsi, und jetzt sind sie quitt.
    Bin einfach etwas überrascht, wie viele sich hier heftig aufregen. Warum? Wenn ich zwischen weichgespült und gepfeffert wählen muss, nehm ich gepfeffert, vielleicht lässt mich das darum kalt?
    • SanchoPanza 21.11.2015 01:57
      Highlight Highlight man kann auch knallhartr Fragen stellen ohne respektlos zu wirken 😉
    • Citation Needed 21.11.2015 10:30
      Highlight Highlight Das stimmt absolut, nur regt mich das nicht so bahnbrechend auf wie andere hier. Werde zudem den Eindruck nicht los, dass es sich hier um eine koordinierte Empörungswelle handelt: Posts gegen MT/Journalistischen Stil erhalten um ca. HUNDERT Likes; Posts zu Überwachungen und Sicherheit rangieren bei ca. 30 bis 70. Zufall? Wenn es koordiniert ist, dann ist es hinterhältig und manipulativ, nur schon deswegen halt ich mich mit Kritik zurück. Zudem gibts einige Angriffe ad Hominem hier drin, DAS ist unterirdisch, v.A. wenn aus anonymer Warte abgefeuert.
    • SanchoPanza 21.11.2015 10:39
      Highlight Highlight ja da ist möglicherweise was dran. Aber eben - ich teile MTs Meinung und trotzdem kann ich einem Teil der Kommentare gegen ihn ohne schlechtes Gewissen ein Herzcheb verteilen 😉
    Weitere Antworten anzeigen
  • Frischling 20.11.2015 19:25
    Highlight Highlight An Alle

    Ausgrenzung von Menschen funktioniert nur auf einer Welt, die eine Scheibe ist, dann fallen diejenigen die wir nicht mehr wollen runter.

    Jetzt ist eben unsere Welt eine Kugel, alle aus der Gesellschaft Ausgegrenzten stossen früher oder später von der anderen Seite her wieder zu uns.

    Chömed Sie druus?

    Die Frage nach der Herleitung von Aussagen ist sowohl Recht und Pflicht und gilt für alle Seiten. Die Kommentare gegen Herr Thiriet sind nach meinem Geschmack bereits zu respektlos formuliert. Trotzdem ist es mir lieber, Sie lassen Ihren Zorn in Form eines Kommentars liegen.
  • Kookaburra 20.11.2015 18:51
    Highlight Highlight Thiriet wurde scheinbar 2012 wegen übler Nachrede vom Zürcher Bezirksgericht verurteilt.

    http://www.persoenlich.com/news/medien/tages-anzeiger-inland-redaktor-maurice-thiriet-wechselt-zu-watson-309926

    Und wenn man das liest: "Leben für, mit und durch Jean Nuttli."
    Dann ist man total verwirt. Auf jeden Fall ich. Wenn das jetzt aber: "Jööhhh... Gut für dich." Bedeutet, dann versteht man auch seine Angst ein wenig besser. (Wenn auch nicht seine Intoleranz.) Ich glaube er wollte nur "Deeskalieren". Und in bester Medienmanier ging er halt davon aus, dass wir alle Dumm sind:)
    • DerWeise 20.11.2015 20:14
      Highlight Highlight Vielen Dank. Das passt alles ziemlich genau mit dem Bild zusammen, was bei mir durchs lesen seiner Artikel enstanden ist.
  • Ruffy 20.11.2015 18:23
    Highlight Highlight Da haben Sie als Ressortleiter den wohl am besten informierten Schweizer in Sachen Syrien / Irak zu einem Interview und reduzieren das ganze faktisch auf einen Weltwocheartikel. In der Art und Weise wie Sie das tun legt nahe, dass dies nur aus dem Grund geschieht, dass der Artikel halt in der WW gedruckt wurde. Ich bin weiss Gott kein WW lesen und anhand meiner Beiträge hier unschwer zu erkennen politisch links eingestellt, aber das Interview ist schon fast eine Frechheit dem Leser hier gegenüber wo mann mal die Möglichkeit hätte die Meinung eines Experten zu bekommen.
  • Yosh Eden 20.11.2015 18:05
    Highlight Highlight Herr Thiriet, sind Sie eigentlich noch bei Trost? Sie belächeln diese Leute als Koranverteiler mit Sonderschulabschluss, als abgehalfterte Thaiboxer etc. ! Sie sprechen denen die Fähigkeit ab, mit einem Sturmgewehr wahllos in eine Menschenmasse zu ballern! Ähm: braucht es dazu Intelligenz? Wohl eher nicht! Dies macht sogar eher der unreflektiert Dumme/Ungebildete! Braucht es dazu IRGEND eine Art der Koordination oder Taktik? Null Komma gar keine! Jeder minderbemittelte Teenie kann in eine Menschenmasse ballern (siehe all die Amokläufe in USA). Einfach nur dumm was Sie da von sich geben.
    • DerWeise 20.11.2015 18:32
      Highlight Highlight Blinde undifferenzierte Religions-PR (und damit sekularen Menschen in den Rücken fallen) ,
      gegen 20min, Weltwoche und SVP schiessen scheint der Versuch zu sein, sich in der Medienlandschaft zu positionieren.

      ...und ich halte von Religion, 20min, SVP und WW gleichermassen wenig.
    • dickmo 20.11.2015 18:45
      Highlight Highlight Deswegen bin ich ja der Ansicht, dass mehr Überwachung nichts bringt. Aber sowas durchzuziehen, wie in Paris passiert ist, dazu braucht es mehr als irgendwelche Gashis.
    • Yosh Eden 21.11.2015 12:25
      Highlight Highlight @dickmo ja, WAS war denn in paris so organisiert? Sie übernehmen einfach den Tenor der Medien.überlegen Sie doch selber: was braucht es dazu? Ein paar Typen, die abmachen dass sie ab 21:30 losballern. Ok ja, jeder braucht eine Uhr und muss diese lesen können. Wow! Sorry mein Sarkasmus, aber wirklich hey. Ich könnte doch gleich heute Abend noch, ohne jede Vorbereitung mit ein paar Kollegen abmachen, dass wir im Niederdörfli und zB in einem Kino rumballern. Ab 22:00 Uhr. Fertig. Sturmgewehr hat ja jeder.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerWeise 20.11.2015 16:58
    Highlight Highlight Hat nicht erst vor Kurzem Hansi Voigt über die "unseriösen" 20min-Artikel gewettert?

    Was zum Henker soll denn an diesem Artikel besser sein?

    Watson versucht sich zwar als "anderes" (und wohl mit Kalkül als oberflächlich linkes - schön wärs - aber effektiv einfach nur wirtschaftsfreundliches) Medium zu verkaufen, aber am Ende des Tages fischt ihr im selben Gewässer wie blick und 20 Minuten. Nur, dass ihr zwischendurch noch ein bisschen Dynamitfischen betreibt wie diesem Artikel :/
  • nimmersatt 20.11.2015 16:54
    Highlight Highlight

    Herr Pelda, wo ist Ihr Weitblick mit historischer Bezugnahme? Kriegstreiber haben wir zu Häuf, wir brauchen Visionäre, die nicht primär fordern, sondern aufdecken. Nicht mutmassliche lokale Zellen, sondern die Wirkungsweisen der Kriegstreiberei auf allen Ebenen
    • Yosh Eden 20.11.2015 18:11
      Highlight Highlight Gehts noch? Herr Pelda leistet sehr viel für Hintergrundberichte. Schliesst das aus, dass er nicht AUCH vor konkreter Bedrohung in Winti sprechen darf? Wollen sie das lieber ignoriert wissen? Auf welchem Planet leben sie? Unglaublich diese Ignoranz. Und wenn dann was passiert dann schreien alle auf, wieso niemand was bemerkt hatte. Einfach unerträglich ihre Zeilen und der Spott über einen versierten Kriegsberichterstatter, der immer wieder aufs Neue sein Leben riskiert, um wertvolle Infos für uns Leser in der warmen, sicheren Stube zu erhalten. Kennen Sie die Arbeit von Kurt Pelda überhaupt?
    • mia70 24.11.2015 14:21
      Highlight Highlight Kenne Perr Pelda pesönlich und er ist wirklich ein seriöser Journalist,der bestimmt schon 8/9mal in Syrien war.
      Ihn quasi als Phantast zu betiteln ist infam.wir sollten dankbar sein,dass wir gut informiert werden.
  • nimmersatt 20.11.2015 16:54
    Highlight Highlight Es stimmt traurig mitanzusehn, wie Leute wie Kurt Pelda, welche wichtige journalistische Arbeit leisten von eben dieser Arbeit beeinträchtigt werden.

    Die Ängste vor den abscheulichen Taten der IS - welche Pelda wohl regelmässig und sehr direkt erfährt - scheinen seinen Ruf nach Law&Order zu bestärken. Bestimmt nachvollziehbar bei all dem Leid.

    Doch enttäuscht diese Kurzsichtigkeit, eines Reporters mit wohl ausgeprägtem analytischen Geschick.
  • D. L. aus B. 20.11.2015 16:24
    Highlight Highlight Für einen Ressortleiter doch etwas dürftig.
  • StealthPanda 20.11.2015 16:14
    Highlight Highlight Also so wie ich das sehe beschränkt sich Watson momentan darauf andere Zeitungen zu lesen und ihre Meinung dabei kundzutun. Wie sieht eine Seriöse Quelle eigentlich aus? Soll da der Daesh Chef persönlich bei Watson vorbeigehen und den 5 Jahresplan Notariell beglaubigt auf den Tisch legen? Auch ich glaube nicht das mehr Überwachung= mehr Sicherheit ist doch eine Effizientiere Überwachung der Risiko Zonen ist Vertretbar wobei ich der meinung währe eigene Leute/ Spione einschleusen deutlich effektiver währe.
  • pedrinho 20.11.2015 15:41
    Highlight Highlight ".......... den IS ernst zu nehmen. Tu ich doch. Aber nicht Koranverteiler mit Sonderklassen-Abschluss."

    Ich erlaub mir die frage; Sind nicht genau diese die klientel fuer die aktionen an der front einiger "eher gebildeten fuehrungselite" welche im grunde ganz andere ziele verfolgen.

    Ohne paranoia, religion spielt doch auf dieser stufe eine eher untergeordnete rolle wird aber bestens als mittel eingesetzt.

    Also, sind diese eher doch sehr ernst zu nehmen !


  • cassio77 20.11.2015 15:37
    Highlight Highlight wer abends in winterthur auf gleis 1 steht, der weiss, dass da etwas im gange ist. wenn düstere gestalten mit taliban bärtchen in den zug steigen und in hegi wieder aussteigen,dann wird dies einen grund haben...
    • dä dingsbums 20.11.2015 16:30
      Highlight Highlight Bei meinem Kumpel im Haus wohnen auch ein paar "düstere Gestalten mit Taliban Bärtchen" und die gehen ab und zu aus dem Haus. Sogar Abends, wenn es schon dunkel ist. Da ist sicher auch was im Gange.
      Ernsthaft. Hast Du etwas mehr als ein paar Leute die die S-Bahn nehmen um zu wissen, dass da "was im Gange ist"?
    • CDBS 20.11.2015 18:21
      Highlight Highlight Cassio hat es begriffen! Attentäter sind auffällig! Immer! Auch immer gemeinsam unterwegs, damit auch jeder S-Bahn-Fahrer begreifft, dass da etwas im Gange ist.
      Auch die Pariser Attentäter waren düsten vermutlich gemeinsam von ihrer Terror-Hood in Brüssel nach Paris, kämmten ihre Taliban-Bärtchen und blickten grimmig und düster in die Welt, während dem sie IS-Lieder anstimmten.
    • CASSIO 20.11.2015 18:57
      Highlight Highlight ach komm schon.... ich weiss, dass es uns schwierig fällt, zwischen möchtegern-taliban und hippsterchen zu unterscheiden, sie sehen sich doch soooo ähnlich, aber glaub's mir: diese bärtigen tragen kein holzfällerhemdchen... diese taliban-bärtchen weisen bereits eine gewisse ideologie aus, aber man kann's ja auch die ganze zeit negieren. das problem ist hier, unter uns. die augen zu verschliessen ist mehr als nur naiv.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Frischling 20.11.2015 15:29
    Highlight Highlight Danke MT für die Kritik an der Kritik welche erwartungsgemäss polarisiert und in mir einmal mehr, das gesunde Misstrauen motiviert.
  • Angelo C. 20.11.2015 14:58
    Highlight Highlight Furchtbares Interview : unhöflich, spöttisch, provokativ - mit einem Wort : Den bekannten Tatsachen und der Situation in keiner Weise angemessen. Dies gegenüber dem bekanntesten Journalisten (Pelda), der seit Jahren nichts anderes tut, als sich in den relevanten Gebieten des Daesh und den umliegenden Ländern umzusehen und zu -hören. Und somit ein absoluter Insider ist.

    Aber vielleicht passt ja auch seine politische Ausrichtung nicht ins Thiriet-Konzept, schon der Spruch wegen dem WELTWOCHE-Interview gibt zu denken....

    • Zeit_Genosse 20.11.2015 15:49
      Highlight Highlight Da schliesse ich mich an. Das schlechteste Interview von watson. Da draussen tobt Terrorgefahr und watson rennt dem Feindbild Weltwoche hinterher.
    • dickmo 20.11.2015 17:00
      Highlight Highlight In Winterthur tobt Terrorgefahr?
    • Angelo C. 20.11.2015 18:03
      Highlight Highlight Dass es in Winterthur mehr als fragwürdige Mullahs in den dortigen Moscheen gibt, nicht wenige Jungspunde nach Syrien gezogen sind (zwei sollen ja bereits bei den 72 Jungfrauen ruhen) ist nicht erst seit Peldas Aussagen allgemein bekannt. Hier den Ahnungslosen zu spielen, dazu als Journalist, mutet eher befremdlich an....

      Aber es geht gar nicht primär um das, sondern um diesen arroganten, überheblichen Tonfall Pelda gegenüber, diese unhöfliche Art der Fragestellungen, stets seine Kompetenz infrage stellend.

      Mal ehrlich : ich wäre an seiner Stelle aufgestanden und kopfschüttelnd gegangen....
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  • Wilhelm Dingo 20.11.2015 14:55
    Highlight Highlight Ein Blick nach Israel wäre hilfreich. Ohne rigoroses Sicherheitssystem wären die Menschen dort einem gewaltigen Terror ausgesetzt.
    • dä dingsbums 20.11.2015 16:37
      Highlight Highlight Die Situation ist nicht die gleiche. Wir leben nicht in einem Land in dem die Heiligtümer von drei Weltreligionen stehen und haben auch niemanden aus diesem Land vertrieben Wir sind umgeben von Ländern die uns freundlich gesinnt sind und unterhalten mit allen enge diplomatische sowie wirtschaftliche Beziehungen. Die Bedrohungslage könnte unterschiedlicher nicht sein.
      Da wir in der Schweiz zum Glück mit Terrorismus noch keine Erfahrung haben, müsste man sich schon überlegen mit wem man zusammenarbeiten und von wem man lernen könnte.
  • DerWeise 20.11.2015 14:33
    Highlight Highlight wtf...nach der "88" (Hippsterklamotten) Verschwörung jetzt das. Maurice Thiriet zementiert seinen Ruf als Aushängeschild des unseriösen Ad Hominem Journalismus...
    Kurt Pelda schreibt nicht nur für die Weltwoche, sonder für alle die für richtige journalistische Arbeit bezahlen wollen, anstelle purem click bating's.
    • Angelo C. 20.11.2015 18:18
      Highlight Highlight Würde ich Wort für Wort so unterschreiben 👍 !
  • stayhome 20.11.2015 13:58
    Highlight Highlight Dieses Interview befremden mich aufs Äusserte! Wie kann man angesichts der sich zur Zeit abspielenden Ereignisse mit so viel Hohn und Zynismus einem derartien Thema begegnen, wie dies der Interviewer mit seinen Fragen tut? Sachlich kann und soll man über alles diskutieren können, aber nicht in dieser suggestierenden Form; nicht zur dieser Zeit! Ein Schlag ins Gesicht all derer, die durch die Gräueltaten des IS bzw. deash Menschen verloren haben.
    • dickmo 20.11.2015 14:08
      Highlight Highlight Hohn und Zynismus sehe ich nicht. Aber ja, die Fragen, beziehungsweise Feststellungen, transportieren, dass ich die Behauptung, es gebe in Winterthur eine "IS-Zelle" (aufgestellt notabene in der 1. Weltwochewoche nach Paris) für komplett verantwortungslose Panikmache halte. Insbesondere mit der in der Weltwoche präsentierten Quellenlage. Ich bin nicht der Hofberichterstatter von Herrn Pelda und ich bin auch mit seiner Überzeugung, dass mehr Sicherheitsdienst, Anschläge verhindern kann, nicht einverstanden. Ich glaube, dass das Gegenteil der Fall ist.
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 20.11.2015 14:17
      Highlight Highlight Ich kann @dickmo nur zustimmen.
      Pelda verteidigt natürlich seinen Artikel und damit die Weltwoche, aber seine Argumentation ist lückenhaft und blauäugig. Jeder Wünscht sich, dass Sicherheit durch Spionage enttarnt werden kann, aber wie das raus kommt, sieht man in der DDR. Ach, wir haben ja schon eh meh Bespitzlung als damals.
    • Toerpe Zwerg 20.11.2015 14:48
      Highlight Highlight Eine Feststellung "notabene", welche nicht neu ist und vermutlich weit über den Status einer reinen "Behauptung" herausgeht, siehe auch nachfolgende Beichte aus Juni und März 2015. Wieso diese Veröffentlichung verantwortungslos sein soll, erschliesst sich mir nicht.

      http://www.landbote.ch/news/standard/Abu-Mohammed-predigt-wieder-/story/28928195

      http://www.sonntagszeitung.ch/read/sz_31_05_2015/nachrichten/Der-Verdaechtige-Nummer-32-36210

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  • Gianini92 20.11.2015 13:54
    Highlight Highlight Dieser Artikel steht doch in einem krassen Gegensatz zu diesem hier: http://www.watson.ch/!378976841

    Zumal Kurt Pelda doch etwas glaubwürdiger sein sollte, als irgendein "junger arabischer Aktivist" der auf Twitter, soweit ich das verstanden habe, mit einem einzigen Satz vor einem Anschlag gewarnt hat.

    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 20.11.2015 14:21
      Highlight Highlight Ich sehe den Gegensatz nicht. Der Aktivist hat seine hohe Glaubwürdigkeit dadurch gewonnen, dass es leider eingetroffen ist. Und Pelda nutzt seine ehemalige Glaubwürdigkeit, um seine politische Agenda voranzutreiben und zu warnen. Wenn nichts passiert, warnen kann man ja immer, wenn was passiert: Ich habs ja gesagt.....
    • DerWeise 20.11.2015 16:47
      Highlight Highlight hmm... sein Wissen über radikalen Islamismus - unter welchem schlussendlich die säkularen Muslime am meisten leiden - in der Schweiz zu teilen ist für dich eine politische Agenda? Oooookay...

    • Gianini92 20.11.2015 17:04
      Highlight Highlight Also hören Sie mal... Wenn man in einem Fall bedauert, dass man die Warnung eines Aktivisten nicht ernst genommen hat, dann aber die (sehr grosszügig ausgedrückt) mindestens so glaubwürdige Warnung eines anderen praktisch ins lächerliche zieht, dann ist das ganz sicher ein Gegensatz.



  • Grigor 20.11.2015 13:48
    Highlight Highlight Das Ziel des Terrors, das wir und gegenseitig misstrauen und unsere Werte bezüglich Freigeit aufgeben, scheint aufzugehen. Schüren der Angst ist seit Jahrhunderten ein bewährtes Mittel, nur wir lernen nichts daraus.
    • Toerpe Zwerg 20.11.2015 14:12
      Highlight Highlight Wer hat eigentlich wann und wo diese Ziele des Terrors erkannt und propagiert? Das frage ich mich in Ernst schon länger. Sind die Ziele nicht viel einfacher gestrickt? Vielleicht möglichst viele Ungläubige zu töten und Angst und Schrecken verbreiten? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es die Deppen interessiert, welchen Grad an Freigheit wir uns zugestehen.

      Freigheit - ursprünglich ein Vertipper, passt aber ganz gut.
    • Schmiegel 20.11.2015 14:54
      Highlight Highlight Wer tatsächlich glaubt, dieser Terror wäre Weltgeschichtlich etwas ganz neues, nur weil er jetzt mal bei uns auftritt, kann dann auch nicht nachvollziehen, dass diese "Deppen" tatsächlich Ziele verfolgen. Ziel des Terrors ist immer, Zwietracht und Misstrauen in einer Gesellschaft zu schüren! Wenn sie nicht an einer Destabilisierung interessiert sein sollen: Ja warum sollen sie denn den ganzen Aufwand machen? Einfach nur aus Freude am töten??? So schwarz-weiss ist die Welt dann halt eben doch nicht.
  • Citation Needed 20.11.2015 13:44
    Highlight Highlight Komplexe Thematik. Wer glaubt, sich durch Preisgabe seiner Freiheit mehr Sicherheit kaufen zu können, verliert beides. Sagte so ähnlich Benjamin Franklin. Und gemäss Pareto-Prinzip löst man 80% einer Aufgabe mit 20% Aufwand, die restlichen 20% brauchen aber 80% Aufwand. Totale Sicherheit ist also eine Illusion. Dennoch muss das Sicherheitsdispositiv laufend geprüft und ggf ideologiefrei & klug angepasst werden. Nicht wie Segolène Royale, die am 14. Nov. die Pariser TGV-Bahnhöfe mit Metalldetektoren ausstatten wollte, die kleinen Zusteigebahnhöfe aber vergass..
  • Mok2nd 20.11.2015 13:32
    Highlight Highlight Es ist nich einfach sondern sehr unangenehm, sich eingestehen zu müssen, dass unsere sehr angenehme, beschauliche Art zu leben möglicherweise gefährdet ist bzw. nicht in dieser Art weiterführbar ist.
    Speziell für die Generation der Z und jünger ist es schwierig, sich das überhaupt vorzustellen.

    Die einfachste Abwehrreaktion besteht im Ignorieren und unbeirrt weitermachen.

    Auch ich möchte meine Freiheiten, mein Leben weiterführen wie bisher.
    Aber es kann sehr gut sein, dass wir uns bald einmal aus unserer Komfortzone herausbewegen und für uns unbequeme Fragen beantworten müssen.
    • Citation Needed 20.11.2015 14:06
      Highlight Highlight Mok2nd, ENTWEDER wir schlafen im komfortablen Land der Illusion ODER wir sind wach(sam), stellen uns der Realität und stocken Geheimdienstbudgets auf? Das ist ja fast die blue pill/red pill-Szene aus Matrix! Ich nehme gern die rote, aber wachsein heisst nicht automatisch Überwachung gut finden. Es könnte ja sein, dass Pelda keine rote, sondern eine blaue Pille fordert: mehr Überwachung = mehr Schutz.. woher weiss ich, dass das nicht illusorisch ist? Besonders da der Bund dauernd IT-Projekte vergeigt.. trauen wir denen eine anständige Überwachung überhaupt zu? :-/
  • Ehringer 20.11.2015 13:21
    Highlight Highlight Ist schon so: man kann von Pelda halten was man will. Fand ihn bisher nicht schlecht, mit einem Weltwocheartikel ist er in meiner Ansicht ein wenig gesunken. Dennoch, dieses Interview ist wirklich unbrauchbar. Und damit meine ich Blickniveau. Es macht den Anschein, es geht nur darum, den Gesprächspartner ins lächerliche zu ziehen, wirklich brauchbar gestellte Fragen fehlen. Leider nicht ganz das von Watson gewohnte Niveau, schade, gerade bei einem so wichtigem, spannendem und interessantem Thema.
    • DerWeise 20.11.2015 17:29
      Highlight Highlight "mit einem Weltwocheartikel ist er in meiner Ansicht ein wenig gesunken"
      Was soll das den heissen? Denkst du der Mann lebt von Luft und Liebe und gelegentlichen Telefoninterviews mit unseriösen Journalisten?
    • Ehringer 20.11.2015 19:13
      Highlight Highlight Nein aber ich denke, dass es seriösere Zeitungen als die Weltwoche gibt. Bin schlichtweg der Meinung ein Mann mit dem Format von Kurt Pelda hat es nicht nötig seine Artikel in einem SVP-Parteiblatt zu veröffentlichen. Genau so wie er es im Übrigen nicht nötig hat, Interviews zu führen mit Watsonjournalisten, die es nicht zustande bringen, normal Fragen zu stellen.
    • DerWeise 20.11.2015 20:54
      Highlight Highlight Ja und nochmal er muss auch siene Brötchen verdienen und so lange seine Arbeitsweise nicht von Blatt zu Blatt ändert, sehe ich kein Problem.

      Zudem es ist nich alles Gold was glänzt, aber auch nicht alles Mist was stinkt (WW)
  • Louie König 20.11.2015 13:16
    Highlight Highlight Ein sehr provokatives Interview...von beiden Seiten. Aber der Schrei nach mehr Überwachung macht mir Angst. Das ist nicht die Lösung. Die Gesinnung von Herrn Preda zeigt sich doch recht deutlich. Und, was er über die Möglichkeiten des
    Nachrichtendiensts des Bundes sagt, kann so doch nicht stimmen.
    • lily.mcbean 20.11.2015 18:03
      Highlight Highlight Bin ganz deiner Meinung. Auch wenn ich mir die Kommentare so ansehe wie viele mehr Überwachung gutheissen würden, läuft es mir kalt den Rücken runter.... als wir in der Schule den Kalten Krieg durchgenommen haben, war ich so dankbar dafür das ich frei aufwachsen konnte, und jezt könnte es sein das wir schon bald wieder in so einer sche*sse sitzen.
    • Louie König 23.11.2015 07:52
      Highlight Highlight Ja ich mache mir auch Sorgen, wenn ich die Kommentare hier so betrachte. Klar, im ersten Moment tönt mehr Überwachung nach mehr Sicherheit, ohne Beschneidung der Freiheit des Einzelnen. Aber denkt doch bitte einen Schritt weiter. Was ist, wenn dann die Überwachungsmethoden einen Anschlag nicht verhindern? Mehr Überwachung? Und dann noch mehr? Und so weiter? Mir geht es nicht darum, unser Land völlig schutzlos zu machen und den Sicherheitsbehörden keine Kompetenz zu geben. Aber es muss Grenzen haben.
  • Fumo 20.11.2015 13:11
    Highlight Highlight Finde die Umgangsform mit ihm auch nicht ganz passend. Die Fragen sind zynisch und teils gar respektlos gegenüber seiner Meinung. Warum?
    Er ist wahrscheinliche ein angesehener und berühmteren Journalist als sie, genau so wie erfahrener. Was gibt ihnen, ihrer Meinung nach, das Recht so herablassend mit ihm zu sprechen?
    • dickmo 20.11.2015 14:00
      Highlight Highlight Was die Weltwoche und Bundesanwalt Michael Lauber machen, kritisieren wir schon lange. Sie suchen eine Gruppe, die sich medial gut bewirtschaften lässt und reiten auf der rum, um PR im Sinne der eigenen Ziele zu machen. Die Weltwoche, um die SVP-Agenda in Sachen Abschottung zu bedienen. Lauber, um sich selbst zu inszenieren und seine Wiederwahl als Macher zu erwirken. Dass Kurt Pelda bei der Weltwoche mitmacht und reisserisch vor IS-Zelle warnt, weil irgendwelche Nachbarn Autos mit belgischen Nummernschildern "gesehen haben wollen", ist unreflektiert. Mindestens.
    • Toerpe Zwerg 20.11.2015 14:24
      Highlight Highlight M.E. ist das eine nicht statthafte Abstrafung des Autors aufgrund des Ihnen nicht genehmen Publikationsorganes. Sie unterstellen ihm unverfroren, erstens mit der SVP zu sympathisieren, zweitens reisserisch zu schreiben, drittens Ausländerhass zu schüren und viertens, das ist der schlimmste Punkt, Sie unterstellen Ihrem Journalistenkollegen "mindestens unreflektiert" zu publizieren, meinen damit aber eher bewusst manipulierend.

      Kurz: Ihre SVP/WW Phobie verleitet Sie zu einem sehr unreflektierten Interviewstil. Mindestens.
    • dickmo 20.11.2015 17:31
      Highlight Highlight Eine SVP/WW-Phobie kann es gar nicht geben. Keine Angst vor diesen beiden Organen kann je in irgendeiner Art und Weise pathologisch oder rational unbegründet sein. Ganz im Gegenteil. Aber stimmt: Ich meinte "bewusst manipulierend" und nicht unreflektiert.
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  • frankyfourfingers 20.11.2015 12:52
    Highlight Highlight bin definitiv nicht für Panikmache aber eure Fragen sind schon ziemlich von oben herab, patzig und besserwisserisch gestellt..
  • kurt3 20.11.2015 12:51
    Highlight Highlight Wenn Kurt Pelda schon die Gelegenheit hatte in der weltberühmten WW einen Artikel zu plazieren , warum hat er dann nicht die SVP- Besitzer vor der unsinnigen Burka- Initiative gewarnt ?
    • sivi10 20.11.2015 13:54
      Highlight Highlight Warum soll die gestoppt werden?
      Unser Gesetz lässt solche Referenden oder Abstimmungen zu, also muss der Staat auch dafür sorgen dass es hier sicher ist. oder nicht?
    • kurt3 20.11.2015 15:02
      Highlight Highlight @sivi10' Hast Du das Interview gelesen ? Pelda sagt: "Minarettverbot und Burkainitiative könnten ein erhöhte Risiko für einen Anschlag in der Schweiz sein " Von etwas anderem war nicht die Rede.
    • sivi10 20.11.2015 15:55
      Highlight Highlight Ja hab ich,
      1. wurde ja bis "gestern" sowieso behauptet es passiert nichts.
      2. muss der Staat garantieren, dass wir in Sicherheit leben, egal ob jetzt ein Gesetz uns zur Zielscheibe macht oder nicht. Wenn die Bürger so eine Initiative für gut heissen, muss der Staat immer noch für die Sicherheit sorgen.
      Das meine ich.
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  • adritschka 20.11.2015 12:41
    Highlight Highlight ist einfacher, alles zu verharmlosen, als mal ein wenig aus der schweizer traumwelt rauszugehen.
  • Matrixx 20.11.2015 12:39
    Highlight Highlight Dieser Herr findet also tatsächlich, dass wir unsere Überwachung (Anm.: von PRIVATPERSONEN) ausweiten sollen, sagt aber im gleichen Kontext, dass die Ermittler bereits jetzt am Anschlag sind?

    Und die wollen dann, mit den gleichen personellen und finanziellen Ressourcen noch etwa 6 mal mehr Daten auswerten, wobei dann wohl rund 90% auf keinen gemeinsamen Nenner führt. Und das alles in einer noch geringeren Zeit? Und inwiefern schützt uns das dann vor Angriffen?
    Man findet dann vermutlich, wie jetzt in Paris, Zusammenhänge NACH einer Tat, kann sie aber nicht verhindern.

    Ergo: Aufwachen bitte!
    • Fumo 20.11.2015 13:08
      Highlight Highlight Wenn du den Artikel genauer liest wirst du erkennen dass er auch mehr Personal fordert, nicht nur mehr Überwachung.
    • Matrixx 20.11.2015 13:48
      Highlight Highlight @Fumo

      Personal, das nicht vorhanden ist und sich nicht einfach so "besorgen" lässt.
    • Ruffy 20.11.2015 18:19
      Highlight Highlight Personal das sich nicht besorgen lässt? Wie kommst du darauf? Sag dem HR wir brauchen Anzahl X von Berufsgattung X und gut ist. Die Finanziellen mittel müssen halt vorhanden sein, aber ich denke in einem Rechtsstaat wie der Schweiz darf das Budget für die Bundesanwaltschaft nicht das Problem sein. Schliesslich ist das nicht das gleiche wie die Überwachung durch den Nachrichtendienst verstärkt zu finanzieren, wie es hier zum Teil suggeriert wird.

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