Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Ausland-Chef der «Weltwoche»- schrieb auch bei einer grossen deutschen Zeitung ab 

13.07.15, 18:22 13.07.15, 19:41

Der Auslandchef der «Weltwoche», Urs Gehriger, hat nicht nur einen längeren Artikel aus einer englischen Zeitung zu grossen Teilen abgeschrieben, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet, sondern mindestens auch in einem zweiten Fall einen Artikel aus einer anderen Zeitung zu grossen Teilen fast wortwörtlich übernommen, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. Demnach hat Gehriger einen Artikel über Grenzwälle aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 30. April 2015 teilweise plagiiert. 

Nachdem damit bereits der zweite Fall eines Teilplagiats durch Gehriger aufgeflogen ist, reagierte Köppel gegenüber dem «Tages-Anzeiger» folgendermassen: «Der erwähnte Text ist eine Fehlleistung und entspricht nicht den handwerklichen Standards der ‹Weltwoche›. Ich habe Sanktionen und Massnahmen getroffen, dass so etwas in Zukunft nicht mehr passiert. Über Details gebe ich keine Auskunft.» Gehriger selbst war nicht erreichbar. 

Von britischem Autor abgekupfert

Im ersten von Gehrigers aufgedeckten Plagiaten vom 2. Juni geht es um das jüngste Buch des britischen Historikers Antony Beevor zur Ardennenoffensive 1944/45. Zum gleichen Thema hatte der britische Autor Keith Lowe bereits am 17. Mai im «Telegraph» publiziert. 

Ein Textvergleich zwischen den beiden Artikeln zeigt, dass die «Weltwoche» ganze Passagen aus dem Artikel von Lowe zum Teil wörtlich übernommen und andere Teile nur leicht umgeschrieben hat. 

Lowe sagte der «NZZ am Sonntag» nach der Lektüre des in der «Weltwoche» erschienenen Plagiats, er fühle sich geschmeichelt. «Dass jemand meinen Artikel so verlockend gefunden hat, dass er grosse Teile davon wörtlich übernehmen wollte – nun, das ist die höchste Form des Lobes». 

«Weltwoche»-Redaktor Urs Gehriger schrieb der «NZZ am Sonntag» in einer kurzen E-Mail: «Ich habe einen Fehler gemacht und wurde von der Chefredaktion gerügt. Es wird nicht mehr vorkommen.» (thi)



Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Triumvir 14.07.2015 09:04
    Highlight Passt doch zum Niveau dieses Parteiheftchens..X-)
    5 0 Melden
  • Le_Urmel 13.07.2015 19:25
    Highlight Na dann hat es ja immerhin 2 Artikel mit Niveau in der Weltwoche gegeben
    33 5 Melden

Er war der «meistgehasste Mensch der Schweiz»: So geht es Beat Dünki heute

Vor zwölf Jahren galt Beat Dünki als «meistgehasster Mensch der Schweiz». Vor sechs Jahren entschuldigte sich der «Blick» bei ihm. Inzwischen hat er sich ein neues Leben aufgebaut.

Beat Dünki (64) verspätet sich. Aufgehalten wird er von einem Lebensmittelinspektor, der zu einer unangemeldeten Kontrolle aufgetaucht ist und eine Temperatursonde in einen Früchtequark bohrt. Dünki betreibt einen Laden, in dem fast das gesamte Sortiment das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten hat. Sein Team sammelt bei Bäckereien und Detailhändlern Nahrungsmittel ein, die sonst weggeworfen würden, und verkauft sie im «Backwaren Outlet» in Basel zu symbolischen Preisen weiter. Sind …

Artikel lesen