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Le nouveau Conseiller federal Guy Parmelin, gauche, fait sante avec Celine Amaudruz, droite, conseillere nationale UDC pendant le repas de gala lors d'une reception en son honneur ce jeudi 17 decembre 2015 a Nyon. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Die Genfer SVP-Nationalrätin Céline Amaudruz telefonierte bei einer Polizeikontrolle mit Parteikollege und Bundesrat Guy Parmelin. Bild: KEYSTONE

SVP-Nationalrätin Amaudruz wegen Trunkenheit am Steuer verurteilt



Die Genfer SVP-Nationalrätin Céline Amaudruz ist wegen Trunkenheit am Steuer zu einer bedingten Geldstrafe und zu einer Busse von 9000 Franken verurteilt worden. Sie war im letzten Dezember in angetrunkenem Zustand auf der Heimfahrt erwischt worden.

Die 37-Jährige sei wegen «Hinderung einer Amtshandlung» und des Fahrens in angetrunkenem Zustand mit einer «qualifizierten Atemalkoholkonzentration» schuldig gesprochen worden, sagte der Sprecher der Genfer Justiz, Vincent Derouand, am Montagabend gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Er bestätigte damit einen Bericht des Westschweizer Radios RTS.

Das Urteil sei per Strafbefehl erfolgt. Die Strafe von 100 Tagessätzen zu 450 Franken wurde drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt, weil die Nationalrätin nicht vorbestraft ist.

Laut dem Strafbefehl hatte der Atemlufttest bei Amaudruz einen Wert von 0,96 mg/l ergeben, Medien hatten zuvor von rund 1,92 Promille berichtet. Die Justiz wirft der SVP-Politikerin ausserdem vor, im Zickzackkurs gefahren zu sein und trotz einer Aufforderung der Polizei nicht am Strassenrand angehalten zu haben.

Amaudruz war Mitte Dezember nach einem Pferdesportanlass in Genf alkoholisiert in eine Polizeikontrolle geraten. Dabei rief sie unter anderem auch SVP-Bundesrat Guy Parmelin an. Amaudruz' Anwalt Christian Lüscher sagte dazu, dass sie in einem Moment starker Verunsicherung Zuspruch eines ihr sehr nahen Freundes gesucht habe. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • sherpa 31.01.2017 10:06
    Highlight Highlight Wurde hier nicht ein Auge zugedrückt und die Blaufahrerin vor einer Gefängnisstrafe verschont? Gem. SVG wäre dies nämlich absolut möglich, doch offenbar greifen sich alle Involvierten wieder mal mächtig unter die Arme und verschonen die "Politikerin" vor weiterem Ungemach.
    • Judge Dredd 31.01.2017 14:43
      Highlight Highlight Ich verabscheue das Verhalten der Politikerin zutiefst. Sie ist "uf dütsch gseit stock bsoffe" Auto gefahren! Absolut unverantwortlich. Danach hat sie noch versucht ihre Kontakte spielen zu lassen, auch das geht gar nicht. Dafür gehört sie hart bestraft. Hier aber eine Gefängnisstrafe zu fordern, ist schon eher hart (dazu müsste man nicht nur das Maximalstrafmass laut SVG kennen, sondern auch die gängige Verzeigungs/Urteilspraxis) und dann der Justiz noch Begünstigung vorzuwerfen ist ebenfalls kritisch.

      Frage, wurde schon jemals ein Blaufahrer (wie hier, ohne Unfall) zu Gefängnis verurteilt?
  • Waedliman 31.01.2017 10:00
    Highlight Highlight Es gibt eben auch gute Nachrichten über die SVP :-)
  • Bruno S. 88 31.01.2017 09:58
    Highlight Highlight Und ich dachte nur Ausländer kämen in Konflikt mit dem Gesetz?
  • Blackfoxx 31.01.2017 09:06
    Highlight Highlight Ob nun SVP oder nicht, das geht nun wirklich zu weit. Wer sich durch sein Amt als Nationalrätin, solcher Methoden bedient, ist unter alles sau. Ein normal Bürger hätte den Ausweis abgeben müssen. Und solche Leute wollen wiederum uns sagen was gut ist?
    Hätte Sie 1% Würde und anstand, dann würde sie freiwillig die Verantwortung übernehmen.
    Wer Sauft und Auto fährt ist selber Schuld.
  • piedone lo sbirro 31.01.2017 09:05
    Highlight Highlight
    ganz im sinne der SVP-durchsetzungsinitiative bitte ich frau amaudruz mit guten beispiel voranzugehen und das land zu verlassen.
  • amazonas queen 31.01.2017 08:20
    Highlight Highlight Wäre sie eine Ausländerin, würde ihre Partei die Ausweisung fordern.
  • Oiproll 31.01.2017 08:01
    Highlight Highlight Hmmmm.... ist sie jetz nach bier-bösch amaretto-amaudruz.....??
  • remeto 31.01.2017 07:53
    Highlight Highlight Spannend ist - gibt's eine Administrativmassnahme inkl. einer Fahreignungspruefung? Ab 1.6 Promille eigentlich zwingend.
  • Wilhelm Dingo 31.01.2017 07:15
    Highlight Highlight SVP Wähler wacht auf!
  • blobb 31.01.2017 04:38
    Highlight Highlight "Amaudruz war [...] alkoholisiert in eine Polizeikontrolle geraten. Dabei rief sie unter anderem auch SVP-Bundesrat Guy Parmelin an."

    Ist nicht das der wahre Skandal? Denkt sie, sie steht über dem Gesetz und der Guy kann sie da raushauen? Bedenkliche Auffassung ihres Status, gegenüber dem Volch.
    Vieleicht tu ich ihr auch Unrecht und sie wollte sich nur trösten lassen. *eye roll*
    • Tilman Fliegel 31.01.2017 07:18
      Highlight Highlight Naja, sie war stockbesoffen, da weiss sie nicht mehr wirklich, was sie tut.
    • bernd 31.01.2017 09:34
      Highlight Highlight Nein, sie darf das weil sie ist ja von der Partei, die gegen diese Eliten ist. Wenn man sich so klar von der Elite abgrenz ist es völlig normal, dass man seine Freunde im Bundesrat anruft wenn man ein Problem hat. Man muss ja zusammenhalten als unterdrückte Randgruppe.
  • Obsidian 31.01.2017 03:26
    Highlight Highlight mg/l und Promille sind nicht das Gleiche. Neu wird ja mit mg/l kommuniziert. Ist aber gegenüber Promille um 50% tiefer. Das könnte den Bericht verfälschen. Als Journalist von Watson würde ich die Masseinheiten genau prüfen. Ich denke, die Angaben sind korrekt, aber die Aussage ist irreführend.

    https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-57934.html

    Aber äbe... Vielleicht liege ich falsch.

    Liebe Gruess, mached witer so!
  • Zeki Vali 31.01.2017 01:17
    Highlight Highlight Kein Ausweisentzug?!
    • Judge Dredd 31.01.2017 06:22
      Highlight Highlight Der Ausweis wird nicht auf dem strafrechtlichen Weg entzogen. Der Entzug ist keine Strafe im herkömmlichen Sinn sondern wird als Massnahme deklariert und wird durch das Strassenverkehrsamt in einem separaten Administrativmassnahmenverfahren festgelegt.
      Das Strassenverkehrsamt hat gewisse Richtlinien, wie lange ein Entzug bei gewissen Alkoholkonzentrationen mindestens zu sein hat. Deshalb, keine Angst, der Ausweis ist definitiv für längere Zeit weg.
    • CASSIO 31.01.2017 06:48
      Highlight Highlight @ Judge Dredd: und bei diesem Alkoholpegel müsste sie auch definitiv die Prüfung erneut absolvieren und für längere Zeit die Haarproben abliefern. Ich kenne Fälle, die hatten wegen weniger Alk im Blut ziemlich strenge Auflagen, und das ist gut so. Wird das jedoch auch sie treffen? Das wage ich zu bezweifeln. Watson, bleib dran!
    • Judge Dredd 31.01.2017 09:46
      Highlight Highlight @Cassio, was veranlasst sie, daran zu zweifeln? Wenn sie ihre Befürchtung irgendwie begründen können, bitte, nur zu. Falls es sich aber um haltlose Unterstellungem handelt, ist es ein bisschen unqualifiziert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • gondwana 30.01.2017 23:18
    Highlight Highlight gehört eigentlich das Vorbestraftsein zum Aufnahmeritual der SVP....?
    • Fairness_3 31.01.2017 00:35
      Highlight Highlight Wollen wir jetzt von allen Mitgliedern der Bundesparteien die Vorstrafen aufzählen oder können Sie auch etwas sinnvolles zur Debatte beitragen?
    • Angelo C. 31.01.2017 02:35
      Highlight Highlight godwana :

      Oooch, so eng sehen würde ich das nicht, da sind alle Parteien ähnlich gut vertreten, besonders wenn Alkohol mit im Spiel ist 😉!

      Ein Betroffener ist inzwischen sogar Ständerat...


      http://www.blick.ch/news/schweiz/westschweiz/valerie-garbani-kaum-erinnerung-an-disco-ausbruch-id29597.html

      https://www.nzz.ch/newzzDL6L19MA-12-1.309622

      http://www.derbund.ch/bern/Berner-Darlehen-in-Zuercher- Bordellszene-verschwunden/story/23842843


    • Obsidian 31.01.2017 03:12
      Highlight Highlight Ja, Fairness_3, die Vorstrafen sind relevant! Vorbestrafte Parlamentarier sind unhaltbar. Oder was denkst Du?

      Ein bisschen Schmiergeld angenommen? No Problem. Besoffen fahren? Bin ja bisher immer heimgekommen. Wahlbetrug? NIE! Steuerbetrug? Was übersehen. Knochen im Keller erst am Mörgeli entdeckt. Kann passieren.

      Wenn Du Vorstrafen relativierst, dann können wir das Strafregister und das Leumundszeugnis gleich abschaffen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • pun 30.01.2017 23:07
    Highlight Highlight "[...]einen Wert von 0.96 mg/l ergeben, Medien hatten zuvor von rund 1.92 Promille berichtet."

    Klingt so, als ob die Medien falsch berichtet hätten. Durch die neue Messmethode und die neue Angabe mit Milligramm pro Liter Atemluft statt den Blutalkohol in Promille aber alles korrekt. Praktischerweise muss man den mg/L des neuen Tests einfach verdoppeln, um zum bisherigen Promillewert zu gelangen.

    tl;dr
    Amaudruz war wirklich strunzbesoffen.
  • Judge Dredd 30.01.2017 23:01
    Highlight Highlight "Laut dem Strafbefehl hatte der Atemlufttest bei Amaudruz einen Wert von 0.96 mg/l ergeben, Medien hatten zuvor von rund 1.92 Promille berichtet."

    Die neue Masseinheit mg/l ergibt jeweils die Hälfte der bisherigen Promille (also g/kg) Ergebnisse, soweit ist alles korrekt. Der Satz ist aber so formuliert, dass man daraus schliessen könnte, dass der ursprünglich angegebene Wert nicht korrekt war. Das könnte man anders formulieren.
  • Thinktank 30.01.2017 22:17
    Highlight Highlight Der Strassenverkehr ist der einzige Rechtsraum, wo man drakonisch bestraft wird, bevor man jemandem Schaden zuführt.
    • Snaggy 31.01.2017 00:04
      Highlight Highlight Wie wärs mit dem Betäubungsmittelgesetz?
    • lucasm 31.01.2017 00:14
      Highlight Highlight Wenn sie in der öffentlichkeit ein wenig mit einer waffe rumballern und per zufall niemenden treffen werden sie auch bestraft, viel härter sogar...
    • blobb 31.01.2017 00:20
      Highlight Highlight Stimmt. Ich find es auch unter aller Sau, wenn jemand verurteil wird, weil er in eine Menschenmenge schiesst, obwohl er niemanden getroffen hat.

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