Schweiz
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Verhüllungsverbots-Kritiker protestieren im Tessin – und kassieren prompt die ersten «Burka-Bussen»

01.07.16, 18:26 01.07.16, 18:52


Kaum ist im Tessin am Freitag das neue Verhüllungsverbot in Kraft getreten, wurde bereits dagegen verstossen. Ein Mann und eine Frau, die mit einem medienwirksamen Auftritt in Locarno gegen das Gesetz protestierten, wurden umgehend gebüsst.

Bei den beiden handelt es sich um die Schweizer Konvertitin Nora Illi und den algerischen Unternehmer Rachid Nekkaz, die sich beide zum Salafismus bekennen. Mit einem blauen Niqab bekleidet ging die Schweizerin begleitet vom Algerier und ihrer Tochter am Freitag über die Piazza Grande in Richtung Ratshaus und dem Sitz der Stadtpolizei.

Eine Polizeipatrouille hielt sie an und brachte sie auf den Posten, wo die Schweizerin die erste Busse aufgrund des neuen Gesetzes erhielt. Die Höhe ist noch nicht bestimmt. Der Mann wurde mit 230 Franken gebüsst, weil er die Frau dazu angestiftet haben soll.

Die Konvertitin ist beim Islamischen Zentralrat Schweiz (IZRS) für Frauenangelegenheiten zuständig. Gemeinsam mit Nekkaz wollen sie und der IZRS die Busse anfechten, «wenn nötig gehen wir bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, weil das Gesetz eine Beleidigung für muslimische Frauen ist.»

CAPTION CORRECTION: KORREKTE BEZEICHNUNG FUER DEN GESICHTSSCHLEIER: NIQAB ---Der algerische Unternehmer Rachid Nekkaz  neben Nora Illi mit einem Niqab, am Freitag, 1. Juli 2016, in Locarno. Heute tritt im Tessin das sogenannte Anti-Burka-Gesetz in Kraft. Konkret ist es verboten, das Gesicht zu verhuellen. Zuwiederhandlungen sollen mit Bussen zwischen 100 und 1000 Franken geahndet werden. Nekkaz kuendigte an, alle anfallenden Bussen zu bezahlen. (KEYSTONE/Ti-Press/Pablo Gianinazzi)

Rachid Nekkaz neben Nora Illi (am 1. Juli) in Locarno.
Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Nekkaz hatte bereits Ende 2015 angekündigt, dass er sämtliche Burka-Bussen im Tessin bezahlen wolle. Sein Ziel sei, das Gesetz «zu neutralisieren». Nach Inkrafttreten des französischen Burkaverbots 2010 hatte Nekkaz einen Millionen-Fonds zur Verteidigung der «Freiheit und der religiösen Neutralität des Staates» gegründet.

In Frankreich hat er nach eigenen Angaben mittlerweile mehr als tausend Bussen bezahlt, zudem 261 in Belgien und zwei in Holland - total gab er bisher 243'000 Euro für die Bussen aus. Er kämpfe gegen ein freiheitsfeindliches Gesetz, sagte er gegenüber Journalisten.

CAPTION CORRECTION: KORREKTE BEZEICHNUNG FUER DEN GESICHTSSCHLEIER: NIQAB --- Der algerische Unternehmer Rachid Nekkaz zeigt die erhaltene Busse, waehrend Nora Illi mit Niqab den Schweizer Pass zeigt, links, am Freitag, 1. Juli 2016, in Locarno. Heute tritt im Tessin das sogenannte Anti-Burka-Gesetz in Kraft. Konkret ist es verboten, das Gesicht zu verhuellen. Zuwiederhandlungen sollen mit Bussen zwischen 100 und 1000 Franken geahndet werden. Nekkaz kuendigte an, alle anfallenden Bussen zu bezahlen. (KEYSTONE/Ti-Press/Pablo Gianinazzi)

Das Duo im Mittelpunkt des Interesses.
Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Auch der Islamische Zentralrat Schweiz kritisiert das Gesetz in einer Mitteilung: «Ob die Taliban Frauen nötigt, eine Burka zu tragen oder die Tessiner Regierung sie dazu zwingt, den Niqab abzunehmen, darin besteht in der Sache kein Unterschied.»

Weder Burka noch Niqab

Das von der Tessiner Bevölkerung 2013 angenommene Verbot der Vollverschleierung verbietet das Tragen von Ganzkörperschleiern (Burka) oder Gesichtsschleiern (Niqab) im öffentlichen Raum. Im November 2015 hatte der Tessiner Grosse Rat entschieden, ein Ad-hoc-Gesetz für das Burkaverbot zu erlassen. Parallel wurde das Gesetz über die öffentliche Ordnung revidiert, in dem auch ein Vermummungsverbot, beispielsweise für Hooligans, erfasst wurde.

Für Besucherinnen und Besucher sieht das Gesetz keine Ausnahmen vor. Laut dem Kommissionsbericht von November 2015 sollen sie bereits am Flughafen oder an Zollstellen über das Verhüllungsverbot im Kanton informiert werden. So könnten «böse Überraschungen» vermieden werden. Dies sei unter anderem im Interesse der Tourismusindustrie.

Umfrage

Was meinst du: Schadet dieser Auftritt Muslimas, die sich gerne verhüllen möchten, oder unterstützt er ihre Sache?

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307 Votes zu: Was meinst du: Schadet dieser Auftritt Muslimas, die sich gerne verhüllen möchten, oder unterstützt er ihre Sache?

  • 54%Das nützt den Gegnern des Verhüllungsverbots nichts, ganz im Gegenteil!
  • 22%Die Aktion unterstützt das Anliegen der Gegner.
  • 23%Ich weiss es nicht.

Kopftuch- und Burkaverbote beschäftigten in letzter Zeit Politik, Behörden und Gerichte in der Schweiz immer wieder. In einem Grundsatzurteil taxierte das Bundesgericht Ende Dezember ein Kopftuchverbot an Schulen als unzulässig. Die gesetzliche Grundlage für ein Verbot sei zwar vorhanden. Im konkreten Fall einer Schule in St. Margrethen SG fehle es jedoch an einem öffentlichen Interesse, das ein Verbot rechtfertigen würde.

Auf nationaler Ebene läuft derzeit die Unterschriftensammlung für die Volksinitiative «Ja zum Verhüllungsverbot». Die Initianten vom sogenannten «Egerkinger Komitee» um den Solothurner SVP-Nationalrat Walter Wobmann haben bis am 15. September 2017 Zeit, die nötigen 100'000 gültigen Unterschriften zu sammeln.

(sda)

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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102
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102Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • wonderwhy 02.07.2016 11:36
    Highlight Die Beschneidung junge Knabe kann nicht wirklich als Verstümmelung dargestellt werden. Obwohl ich die hier beschriebenen Einwände als begründet und legitim betrachte, kann nicht ausser Acht gelassen werden, dass die Beschneidung auch Vorteile haben kann. In den USA wurden bis zum Ende der 70 Jahre 90% der Neugeborenen Jungen beschnitten und das nicht aus religiösen Gründen. Die Beschneidung bietet vielerlei Vorteile und der Eingriff ist deutlich einfacher durchzuführen, je jünger der Patient. Es kommt natürlich auf die Umstände an, aber es ist nicht reine Barbarei!
    2 3 Melden
    • wonderwhy 02.07.2016 11:46
      Highlight wie peinlich! Ihr dürft nun gerne mit dem Finger auf mich zeigen und mich auslachen! Wenn die lieben Kommentar frei Schalter mir die Schmach ersparen wollen, dürfen Sie das gerne Tun und diesen hier völlig sinnfreien Kommentar löschen!
      0 0 Melden
    • Anna Rothenfluh 02.07.2016 11:51
      Highlight @wonderwhy: Ich (Kommentarfreischalter) bin grad bitz in der Zwickmühle ... ;-)
      1 1 Melden
    • wonderwhy 02.07.2016 11:58
      Highlight @Anna Kann ich mir vorstellen! Der Fauxpas ist ja zum Glück nicht im all zu ernsten oder kontroversen Rahmen, daher kann er zur allgemeinen Belustigung gerne auch bleiben. Ich werde mich aber hüten hier weitere Kommentare zu hinterlassen, da meine Reputation in dieser Kommentarspalte schweren Schaden genommen hat :-)
      2 0 Melden
  • rodolofo 02.07.2016 08:46
    Highlight Bei Frau Illi würde ich eine Ausnahme machen.
    Die hat wohl gute Gründe warum sie einen Sack über sich stülpt und als wandelndes "Tag-Gespenst" herumgeistert...
    Trotzdem finde ich dieses Burka-Verbot im Tessin irgendwie gut.
    Es ist zwar blöd, wenn der Staat sich ins Kleider tragen einmischt, aber andererseits verstehen diese sturen Salafisten ja nur eine autoritäre Sprache!
    Sie tun nur etwas, wenn sie's müssen.
    Also sagen wir: "Ihr müsst jetzt freie Westler sein! Aber dalli, wird's bald?!"
    11 3 Melden
    • Randy Orton 02.07.2016 09:19
      Highlight 99% der Burkas im Tessin sind steinreiche Touristen. Wieso müssen wir die mit einer autoritären Sprache erziehen und wie viel bringt es wohl wirklich? In der Realität werden die jetzt einfach irgendwo anders Ferien machen.
      5 5 Melden
    • rodolofo 02.07.2016 10:03
      Highlight Da schauen die Tessiner ja mal nicht nur aufs Geld!
      Sie geben ihre Gastfreundschaft denjenigen, die sie auch verdienen, also nicht nur reichen Grosskotzen, sondern schönen und kultivierten Reichen.
      Aber arme Norditaliener auf Jobsuche sind trotzdem nicht willkommen, auch wenn sie sogar die selbe Sprache sprechen...
      3 2 Melden
    • wonderwhy 02.07.2016 10:15
      Highlight @Randy Das Argument mit dem Reichtum dieser Frauen soll überzeugen?
      5 2 Melden
    • Randy Orton 02.07.2016 11:41
      Highlight wonderwhy stellst du dich extra dumm oder verstehst du tatsächlich nie, was andere Schreiben? Rodolfo sagt, das Burkaverbot sei dazu gut, um den Salafisten unsere Werte anzueignen. Ich sage, wenn nur das Tessin ein Burkaverbot kennt und sowieso nur Touristinnen dort Burkas tragen, werden die ab jetzt einfach wo anders Ferien machen und aus rodolfos Umerziehung wird nichts. Der einzige Effekt den wir sehen werden, ist der Tourismusrückgang im Tessin.
      2 5 Melden
    • wonderwhy 02.07.2016 13:18
      Highlight @Randy Lass uns doch auf herablassende Einleitungen verzichten und sachlich bleiben. Der erzieherische Aspekt dieser Busse mag vielleicht vernachlässigend sein, trotzdem hat er Signalwirkung. Ich denke die Stimmbevölkerung war sich der möglichen Konsequenzen durchaus bewusst. Ob das gewünschte Resultat nun durch fernbleiben voll verschleieter Touristinnen, oder durch tatsächliches ablegen des Schleiers erreicht wird, ist meines Erachtens nicht entscheidend. Der Geldbeutel der verschleierten hatte glaube ich keinen Einfluss auf die Entscheidung.
      3 0 Melden
  • Roaming212 01.07.2016 21:49
    Highlight Klärt mich mal jemand auf,was passiert in islamischen Ländern, wenn eine Europäerin leicht bekleidet ohne Kopftuch durch die Gegend läuft? Haben die dort nicht auch Gesetze die vorschreiben dass Frauen Kopftücher tragen müssen?
    35 8 Melden
    • Randy Orton 01.07.2016 23:02
      Highlight In islamischen Ländern? Welches der über 50 meinst du? In Indonesien zB ist deine Chance als Frau höher ins Parlament zu kommen als in der Schweiz. In Bosnien kannst du ihne Probleme oben Ohne am Strand Sonnenbaden, als Frau. Auf welches Land willst du hinaus mit deinen Anspielungen?
      11 12 Melden
    • saco97 01.07.2016 23:17
      Highlight Und jetzt? Was hat das Gesetzt eines anderen Landes mit unserem zu tun? In Nordkorea werden kritische Stimmen in Arbeitslager verbannt, sollen wir das jetzt auch tun?
      Wieso sollte sich ein säkuläres Land auf Religiöse Staaten berufen, um ein Gesetz zu rechtfertigen? Das Rechtssystem der Schweiz sollte dich besser sein, als das von Diktaturen und absolutistischen Monarchien.
      14 4 Melden
    • Randy Orton 01.07.2016 23:34
      Highlight An der Klagemauer musst du aber eine Kippa anziehen und da beschwert sich auch keiner. Auch wenn du als Christ dort bist (gibt so Einwegkippas).
      Wie schon erwähnt, vergleichen wir uns doch mit fortschrittlichen Ländern anstatt uns den Rückständigsten anzupassen.
      9 1 Melden
    • Olaf! 01.07.2016 23:58
      Highlight Ja klar in Saudi Arabien ist das so. Idiotische Gesetze haben sie dort. Die Frage ist einfach, will die Schweiz sich auf eine Stufe mit so einem, in vielen Belangen noch im Mittelalter steckenden Land setzen?
      8 1 Melden
    • Randy Orton 02.07.2016 09:16
      Highlight Kommt darauf an, welche Parameter du vergleichen willst. Wenn es um soziale Gerechtigkeit geht sind die skandinavischen Staaten stark, wenn es um Gleichberechtigung geht auch. Wieso soll sich die Schweiz auf ein tieferes Niveau hin anpassen und auch mittelalterliche Gesetze einführen, nur weil einige wenige Staaten das so handhaben? Orientieren wir uns besser nach vorne um selber nach vorne zu kommen/dort zu bleiben.
      3 0 Melden
    • Eine 02.07.2016 10:09
      Highlight Uns wurde in der Schule beigebracht, sich nicht an den Schwächsten zu messen. Das gewisse Länder sich in intoleranz üben, heisst noch lange nicht, dass wir sie nachäffen müssen.
      3 1 Melden
    • wonderwhy 02.07.2016 10:19
      Highlight @ Randy Wann hast Du dich das letze Mal mit den Auswirkungen des progressiven Umgangs fremder Kulturen in Skandinavien beschäftigt? Meiner Meinung nach sind das gerade Paradebeispiele wie man es nicht machen sollte...
      3 2 Melden
    • Randy Orton 02.07.2016 11:37
      Highlight wonderwhy, ich habe nicht vom
      Umgang mit fremden Kulturen in diesen Ländern gesprochen, vielleicht liest du meinen Kommentar noch einmal und wenn du ihn immer noch nicht verstehst, frage nach. Es ging mir darum, aufzuzeigen, dass wir uns in den verschiedensten Bereichen jeweils die Länder als Vorbilder nehmen sollten, die es besser machen als wir. Dabei habe ich die skandinavischen Länder als Beispiele für Gleichstellung genommen, nicht als Beispiel für gelungenen Umgang mit anderen Kulturen. Ich verstehe nicht, wieso die Rechten mit aller Kraft zurück ins Mittelalter wollen.
      2 1 Melden
    • wonderwhy 02.07.2016 13:07
      Highlight @Randy Entschuldige wenn ich dich falsch verstanden haben. In Anbetracht des Kontext dieser Kommentarspalte und deinem aufführen von sozialer Gerechtigkeit in Schweden, habe ich wohl eine falsche Schlussfolgerung gezogen. Tut mir Leid. Übrigens ist Bosnien kein islamisches Land, was vielleicht erklärt warum man an den 20km Küste die es da gibt, oben ohne baden kann.
      2 1 Melden
    • Randy Orton 02.07.2016 14:12
      Highlight Bosnien ist kein muslimisches Land? Wie kommst du darauf, es gibt dort eine überwiegende muslimische Mehrheit. Wie gesagt, auch unter den muslimischen Ländern gibt es einige, die uns in einzelnen Punkten voraus sind. Daran sollte man sich orienteren, nicht an den Rückständigen.
      0 2 Melden
    • wonderwhy 02.07.2016 19:20
      Highlight Bosnien kann schon rein vom Staatsgebilde her nicht als muslimisches Land bezeichnet werden. Es besteht aus einer bosnisch kroatischen Föderation und einer serbischen Teilrepublik. ca. 50% sind tatsächlich muslimischen Glaubens, wobei der Islam seit jeher in Bosnien anders gelebt wird als z.B. im mittleren Osten. Der Islam oder seine Gesetze haben keinen Einfluss auf das alltägliche Leben der Bosniaken, somit ist es kein gültiges Beispiel. Ich würde aber gerne erfahren welches muslimische Land uns in welchen konkreten Punkten voraus ist.
      1 0 Melden
  • Eskimo 01.07.2016 21:42
    Highlight "Wer sich den Gesetzen nicht fügen lernt,
    muss das Land verlassen, in dem sie gelten".
    Johann Wolfgang von Goethe.
    27 9 Melden
    • Randy Orton 01.07.2016 23:05
      Highlight "Der Patriotismus verdirbt die Geschichte."
      Ebenfalls von Goethe.

      Übrigens ist dein Zitat falsch rezitiert, er bezieht sich auf die Gegend nicht auf das ganze Land.
      12 5 Melden
    • Eskimo 02.07.2016 12:05
      Highlight Stimmt. Dann sollen sie halt die Gegend verlassen..
      4 0 Melden
  • Spooky 01.07.2016 21:17
    Highlight
    Nora Illi in >Der Bund<:

    "Sie wolle ihre Religion frei leben und weiterhin im Tessin Ferien machen und «auf der Piazza Grande Glacé essen», sagte die IZRS-Verantwortliche."

    Glacé essen mit einer Burka vor dem Gesicht! Geht das überhaupt?

    50 0 Melden
    • Dä Brändon 01.07.2016 22:36
      Highlight Die Astronautis haben einähnliches Problem.
      14 0 Melden
  • Kian 01.07.2016 20:40
    Highlight Würde mich mal interessieren, wie die SDA darauf kommt, Nekkaz sei Salafist. Seine Frau ist Amerikanerin und trägt defunitiv keine Vollverschleierung. In den Interviews mit watson kommt er im Gegenteil als überzeugter Radikal-Liberaler rüber.
    8 15 Melden
    • Spooky 01.07.2016 21:35
      Highlight @Kian
      Ist es in irgendeiner Hinsicht von Bedeutung, ob dieser Geldsack ein Salafist ist oder nicht?
      21 2 Melden
    • Maracuja 01.07.2016 21:50
      Highlight Radikal-Liberal? Zahlt er etwa auch die Bussen für Nacktwanderer? Und wieso schmückt er sich mit einem nationalistischen Schal? Ist das unter Radikalliberalen zurzeit Mode? Selbstverständlich sollte jedermann überall das Recht haben gegen lokale Gesetze, Traditionen usw. zu protestieren, aber wie würde es wohl aufgenommen, wenn amerikanische Hundefleischgegner bei Protestaktionen in China mit Stars&Stripes-Schals auftreten würden. Als Kulturimperialismus? Der Typ kommt eher als Wolf im ziemlich schlecht gestrickten Schafspelz rüber, denn als Radikalliberaler.
      23 0 Melden
    • Kian 02.07.2016 09:49
      Highlight Lest doch mal seine Interviews. Er verteidigt die Burka nicht im Names des Islams, sondern im Namen der Freiheit. Grosser Unterschied.
      2 6 Melden
    • Maracuja 02.07.2016 11:20
      Highlight @Kian
      Ich habe bereits mal ein Interview von ihm gelesen. Auch wenn er seine Engagement mit dem Liberalismus begründet, schliesst das noch lange nicht aus, dass er Sympathien für den Salafismus hat. Recherchiert bitte vor Ort oder im Austausch mit liberalen algerischen Journalisten, wie glaubwürdig die Aussagen von Rachid Nekkaz sind, statt uns Leser schnöde zu belehren, wir würden den Unterschied zwischen Liberalismus und Salafismus nicht kennen.
      4 0 Melden
    • Spooky 02.07.2016 20:57
      Highlight @Kian
      Die Frauen werden gezwungen oder überredet oder von klein auf dazu erzogen, ihr Gesicht zu verhüllen, bis sie diesen Unsinn als normal empfinden - und das soll im Namen der Freiheit sein? Perverser geht's nicht mehr! Manchmal muss man die Leute auch vor sich selber schützen. Es gab auch Schweizer Frauen, die gegen das Frauenstimmrecht waren. Und es gab auch Sklaven, die gegen die Abschaffung der Sklaverei waren, weil sie glaubten, auf der "freien Wildbahn" nicht überleben zu können. Irgendwo muss man einen Punkt machen und Dummheiten dieses Kalibers verbieten.
      0 0 Melden
  • Spooky 01.07.2016 19:51
    Highlight "Richtig teuer kann's für «Wiederholungstäterinnen» werden, sie können mit bis zu 10'000 Franken gebüsst werden."

    Wow! Super! Locarno sollte die Gelegenheit beim Schopf (oder bei der Burka) packen. Das ist eine neue Goldgrube: Pro Tag hundert Tessinerinnen als Wiederholungstäterinnen mit Burka auf die Piazza Grande stellen und die Rechnung für die Bussen an Rachid Nekkaz senden.
    53 4 Melden
    • Spooky 02.07.2016 18:40
      Highlight Na ja, ich bin halt Schweizer - und wittere ein Geschäft ;-)))
      3 0 Melden
  • Stachanowist 01.07.2016 19:50
    Highlight Der Salafismus zerstört die Vielfalt des Islams. Wer Burka, Berührungsverbote etc. aus einer falsch verstandenen Toleranz heraus verteidigt, erweist 99% der Schweizer Muslime einen Bärendienst.

    Hier ein sehr lesenswerter, gut informierter Artikel zum Thema:

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-10/islam-saudi-arabien-salafismus-dogmatismus

    44 0 Melden
  • äti 01.07.2016 19:50
    Highlight Genau so geht der IZRS dem hinterletzten Schweizer auf den Kecks. Ich stelle diese Truppe in die Ecke des finanzierten Terrors. IZRS gehört nach Saudi rückgesiedelt.
    44 2 Melden
    • saco97 01.07.2016 23:27
      Highlight Wie genau schränkt der IZRS Sie in ihrem alltäglichen Leben denn ein?
      0 5 Melden
    • äti 02.07.2016 09:26
      Highlight @saco97: Bomben schränken mich zZt nicht ein, dagegen bin aber trotzdem. Klar?
      Nennen Sie mir 12 wahrlich gute Aktionen (IZRS) von denen ich/Schweiz profitieren können. (Die Unterstützung des IS zählt für mich mal nicht).
      5 0 Melden
    • saco97 02.07.2016 11:51
      Highlight Zum Beispiel die Hilfe vor Ort, in Städten, die vom Regime zerbombt werden.
      Und dass Sie Bomben nicht ok finden, liegt ja daran, dass sie ein zerstörerisches Potential haben. Der IZRS bringt keine Menschen um und macht auch sonst nichts kaputt. Alles was er tut, hält sich im Rahmen des Rechtsstaates, eine Einschränkung seiner Handlungsfähigkeit würde deshalb gegen unsere liberale Auffassung des Staates verstossen. Wenn Sie ein Problen mit dem IZRS haben, dürfen Sie das äussern, aber der Staat kann und darf ihn nicht verbieten.
      1 3 Melden
    • äti 02.07.2016 16:31
      Highlight Saco97: das tönt alles so wässerig, finden Sie nicht auch? So etwas schleimig hinten herum. Töten kann man auf viele Arten und für das Wort selbst 1'000 Alternativen. "Vor Ort" ist nicht gerade eine exakte Ortsangabe. Hilfswerke legen offen was, wie, wo, wann sie aktiv sind - sie auch? Musl. Organisationen distanzieren sich vom IS. Ich denke, als Ausnahme profitiert IZRS. "Rahmen des Rechtstaats" - welcher Rechtstaat ist gemeint.
      4 0 Melden
    • saco97 02.07.2016 17:43
      Highlight Welcher Rechtstaat ist wohl gemeint? Strengen Sie ihre grauen Zellen doch mal an...
      1 3 Melden
    • äti 02.07.2016 20:18
      Highlight Saudia? Protokoll der geleisteten Hilfen? IS? Alles was nicht passt wird ausgeblendet. Super.
      1 0 Melden
  • axantas 01.07.2016 19:05
    Highlight Ich mag diese Provokation nicht. Ob der Volksentscheid nun gut oder schlecht war ist unerheblich. Eine Mehrheit hat so entschieden. Das wird in unserem Land respektiert. Ob es einem nun passt oder nicht. Sie können meinetwegen eine Volksinitiative starten und versuchen, das wieder aufzuheben. Was die da grad veranstalten hat NICHTS, aber auch gar nichts mit einer demokratischen Schweiz zu tun.
    61 4 Melden
    • axantas 01.07.2016 19:20
      Highlight oh, Zeus ist wieder mit seinen Blitzen unterwegs...
      Das ist etwa gleichwertig wie die Aktion von Frau Illi. Man darf sich in diesem Land äussern, wenn man was sagen will und Argumente hat, aber einfach mit Blitzen um sich werfen ist etwas billig.
      9 3 Melden
    • oliversum 01.07.2016 19:23
      Highlight Gegen eindeutig rassistische Gesetze muss man sich auflehnen, oder fandest Du die Reichsprogromnacht in Ordnung, weil Hitler ja auch demokratisch legitimiert war?
      4 37 Melden
    • axantas 01.07.2016 20:12
      Highlight Ach bitte jetzt nicht wieder diese Keule, oliversum. Dein Vergleich ist jetzt ja sowas von daneben. Hast du mein Posting gelesen oder nur deswegen geschrieben, weil ich die Aktion nicht gutgeheissen habe? Da steht: Sie können eine Volksinitiative lancieren, wenn sie siegen, ist das Verbot weg und gut ist und die Verlierer fügen sich - zähneknirschend.
      Reichsprogromnacht - ich bitte dich, mir fehlen die Worte....
      11 0 Melden
    • Stachanowist 01.07.2016 21:43
      Highlight @ oliversum

      Dein historischer Vergleich ist auf vielen Ebenen falsch.

      1. Hitler wurde nie von einer Mehrheit der Deutschen gewählt. Er wurde zwar verfassungskonform Reichskanzler, aber nicht durch eine Wahl, sondern indem Hindenburg ihn zum Kanzler ernannte.

      2. Die Reichspogromnacht geschah, als die Demokratie in Deutschland bereits komplett aufgelöst war (Ermächtigungsgesetz 1933).

      3. Das Verbot einer Gesichtsverschleierung mit massenhaftem Mord, Brandschatzung etc. zu vergleichen, ist schon ein starkes Stück.
      13 0 Melden
  • Scaros_2 01.07.2016 19:02
    Highlight Darum hab ich Mühe mit dem Islam!

    Man bringt ein Gesetz zu tage und will es einfach nicht akzeptieren!

    Wegen solchem auftreten oder dem des typen aus der Ostschweiz usw. Mag ichbden Islam nicht. Er ist nicht tolerant und sieht sich alleine.
    38 21 Melden
    • oliversum 01.07.2016 19:24
      Highlight Darum hab ich Mühe mit Dir!

      Du schreibst etwas und es macht einfach keinen Sinn!

      Wegen solchem auftreten usw. Mag ichbich nicht. Du bist nicht tolerant und siehst Dich alleine.
      2 4
      7 24 Melden
    • Monti_Gh 01.07.2016 19:42
      Highlight du weisst schon dass das dieser sog. IZRS weniger als 0.1 % der Muslime repräsentiert. Wenn überhaupt!
      11 5 Melden
  • Thomas Binder 01.07.2016 18:59
    Highlight Verantwortungsloser als die Illis und Wobmänner sind bloss die Medien, welche diesen zeitlebens Dreijährigen immer und immer wieder eine Bühne bieten.

    Es gibt rein eigeninteressierte "Hassprediger" beim IZRS, der freakshow spätpubertär überkonvertierter christlicher AUNS-ler, und es gibt rein eigeninteressierte "Hassprediger" in der faschistoiden Politik wie Reimann, Wobmann oder Petry. Die Fundamentalisten beider faschistoider Pole bekämpfen sich multimedial mit Vorliebe in Arenen, obwohl sie sich in Wahrheit lieben, weil der eine die einzige Existenberechtigung des anderen darstellt.
    33 4 Melden
    • Thomas Binder 01.07.2016 19:09
      Highlight Sie alle handeln unmoralisch, gewissen- und verantwortungslos.

      Anstelle dieser langweiligen nichts als sich selber darstellenden "Hassprediger" sind am Gemeinwohl interessierte Brückenbauer gefragt, die gemeinsam mit uns alle immer rein eigeninteressierten Fundamentalisten dieser Ideologie und jener Religion ins Pfefferland schicken.
      23 5 Melden
    • Hierundjetzt 01.07.2016 19:33
      Highlight Das es zuvor eine Volksabstimmung gab, dass haben wir nun einfach mal ebenso übersehen. Das nächste mal, wenn Du abstimmst und mirs nicht passt drehen wir den Spiess einfach um.

      Ich lege mir bereits jetzt einen Vorrat an lustigen Wörter wie faschistoid (was auch immer das heissen soll) eigentieressierte (wiederum ein neues Wort) usw. an. Damit bewerfe ich Dich dann.
      10 9 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 01.07.2016 19:52
      Highlight Das Brücken Bauen wird immer schwieriger.

      Die Herausforderungen an Architekten und Ingenieure werden immer grösser.

      Und dann wird noch von beiden Seiten auf sie "geschossen", weil viele diese Brücken gar nicht wollen, obwohl sie doch zu ihrem Nutzen gedacht wären.

      BrückenbauerIn ist heutzutage ein etwas undankbarer Job. Und gefährlich dazu.
      10 4 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 01.07.2016 20:06
      Highlight HierUndJetzt:

      1. gegen ein Gesetz demonstrieren ist rechtsstaatlich erlaubt;

      2. Gegen das angefochtene Gesetz zu verstossen ist vergleichbar einem Taktischen Foul an der Euro. Takische Fauls sind regelwidrig, aber trotzdem erlaubt. Also was soll der Aufstand?

      3. Eine Busse zu provozieren, um einen anfechtbaren Rechtstitel in die Hände zu kriegen, ist rechtsstaatlich erlaubt;

      4. Eine Busse anfechten und auf ihre Rechtmässigkeit hin überprüfen zu lassen ist rechtsstaatlich erlaubt.

      Liegt sonst noch etwas vor?
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    • Hierundjetzt 01.07.2016 20:33
      Highlight Alles erlaubt. Warum nur nehme ich Deine Aussage als gesucht wahr?

      ...Ah stimmt! Weil es nicht um die Sache geht sondern um reine Provokation.

      Merci dann noch, wenn die Volksabstimmung über das Burkaverbot durchkommt. Exakt solche Argumente befeuern das Neinlager.

      Das EMRK hat Frankreich diesbezüglich recht gegeben.

      Ob der ältere Herr 20, 30 Jahre sein Geld für Bussen ausgeben will...? Vielleicht. Ob es dannzumal was bringt? Nö. Nichts.
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    • http://bit.ly/2mQDTjX 01.07.2016 21:31
      Highlight Wenn ich das Nein-Lager in Sachen Burka-Verbot befeuere, dann soll mir das nur recht sein.

      Ich mag keine Kleidervorschriften. Das ist für rückständige Leute, die sich gerne als Sittenwächter oder Moralapostel aufspielen, weil sie in ihrem Leben sonst keinen Sinn finden. Armselig.
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  • Topoisomerase 01.07.2016 18:57
    Highlight Zur Umfrage: Meines Erachtens stärkt die Nora die Seite, welche sie bekämpft. So wie praktisch immer, wenn etwas medienwirksam über die Bphne gehen soll.
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  • giguu 01.07.2016 18:53
    Highlight Was hat die Burka mit dem Islam zu tun? Ich habe Wurzeln in einem Islamischen Staat. Die Burka kannte ich früher nur aus Fotos von Afghanistan. Seitdem dieser Pop-Salafismus-Virus verbreitet wirdnun, kenne ich die Burka nun auch von meinen beiden Heimatländern. Dieser Irrsinn sollte bekämpft und nicht nur verboten werden! Das hat nichts mit Religionsfreiheit zu tun, das ist einfach nur noch eine schreckliche Sekte/Form des Islams. Wer seine Burka ausführen will, soll nach Afghanistan umziehen (und Frau Illi gleich mitnehmen, die macht uns Secondos aus islm. Länder nur das Leben schwer!!!!)
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    • Gaspadin 01.07.2016 19:43
      Highlight @giguu: Die Schweiz, nein, die ganze Welt braucht Muslime wie Dich, die sich öffentlich und lautstark gegen die verblendeten, extremistischen Elementen in seiner Umma stellt!
      Das braucht Mut und Weitsicht. Meine vorzüglichste Wertschätzung Deiner sei Dir gewiss!
      Ohne die Hilfe der vernünftigen Muslime, kommen die vernünftigen Christen, Hindus und Juden nicht an gegen die unvernünftigen muslimischen, hinduistischen, christlichen und jüdischen Extremisten.

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  • Paganapana 01.07.2016 18:37
    Highlight Klar gibt es die Freiheit wie man sich kleiden und sein Leben leben will. Aber neutral betrachtet ist eine Burka totaler Mist und gehört nicht in eine moderne Zivilisation. Meistens werden diese Leute gezwungen sowas zu tragen, daher ist ein Verbot nicht all zu schlecht.
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    • saco97 01.07.2016 23:34
      Highlight Ausser dass gewisse Frauen dann das Haus gar nicht mehr verlassen dürfen, weil ihr Mann sie auf keinen Fall unverschleiert rauslässt. Emanzipation kann nicht durch Kleidervorschriften erzwungen werden, dafür braucht es Aufklärung, sowohl der Frau, als auch des Mannes.
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  • gianny1 01.07.2016 18:34
    Highlight Wann wird dieser Zentralrat endlich verboten in der Schweiz!!
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    • axantas 01.07.2016 19:37
      Highlight Nein, gianny1, genau das werden wir hierzulande nicht tun, so lange sie sich an unsere Gesetze halten. Das wäre äusserst undemokratisch. Wir wollen uns nicht auf die gleiche Stufe stellen, wie der IZRS. Dann hätten sie uns nämlich genau dort, wo sie wollen: in einem totalitären System. Das lassen wir mit uns nicht machen.
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    • gianny1 01.07.2016 20:17
      Highlight Warum? Andere Sekten die sich nicht an unsere Gesetze halten sind auch verboten in der Schweiz!
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    • saco97 01.07.2016 23:38
      Highlight Welche Sekten sind in der Schweiz denn verboten? Die google suche bringt nur ein Verein mit dem Ziel eines Sektenverbots zu tage.
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    • axantas 02.07.2016 00:46
      Highlight Wie du schreibst: weil die sich NICHT an unsere Gesetze halten.
      Diese Aktion hier würde ich jetzt nicht grad als Verbotsgrund für den Verein kategorisieren. Das geht noch in die Kategorie "parkieren im Halteverbot".
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