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BREMEN, GERMANY - APRIL 19: Valon Behrami of Hamburg walks off dejected off the pitch during the Bundesliga match between SV Werder Bremen and Hamburger SV at Weserstadion on April 19, 2015 in Bremen, Germany.  (Photo by Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

Behrami weht in Hamburg mittlerweile ein harter Wind entgegen. Bild: Bongarts

Behrami-Bashing in den deutschen Medien: «Er hat den HSV geführt – auf den letzten Tabellenrang»

Erst der Kabinenzoff mit Nati-Kumpel Johan Djourou, dann die Rote Karte gegen Werder Bremen: Valon Behrami wird immer mehr zum Sündenbock für die Krise beim abstiegsbedrohten Hamburger SV.

21.04.15, 12:06 21.04.15, 13:10


«Kein Zweikampf, dem er aus dem Weg geht. Mit Behrami gewinnt der HSV an Klasse, keine Frage», freut sich die «Hamburger Morgenpost» vor Saisonbeginn über den Transfer von Valon Behrami zum HSV. Der Schweizer Nationalspieler ist ein Schnäppchen. Für nur 3,5 Millionen Euro stösst der 30-Jährige von Napoli zu den Hanseaten.

Auch das «Abendblatt» hält sich mit Lob damals nicht zurück: «Der Neuzugang aus Neapel tut dem Team richtig gut. An diesem Behrami wird der HSV noch viel Freude haben.»

HAMBURG, GERMANY - AUGUST 30: Valon Behrami of Hamburg appears frustrated during the Bundesliga match between Hamburger SV and SC Paderborn 07 at Imtech Arena on August 30, 2014 in Hamburg, Germany.  (Photo by Oliver Hardt/Bongarts/Getty Images)

Zu Saisonbeginn freute man sich noch auf Valon Behrami. Bild: Bongarts

Wie schnell die Zeiten im Fussball-Geschäft doch ändern können. 29 Spieltage später und fünf Runden vor Schluss liegt der HSV auf dem letzten Tabellenplatz. Dem Bundesliga-Dino droht der erste Abstieg der Vereinsgeschichte. Der Sündenbock: Valon Behrami.

Das ist nicht verwunderlich: Schliesslich sorgte der Tessiner bei den letzten beiden Spielen für die grossen Negativ-Schlagzeilen: Beim 0:2 gegen Wolfsburg zoffte er sich mit Nati-Kollege Johan Djourou in der Kabine, beim 0:1 gegen Werder Bremen verursachte Behrami mit einem dummen Foul den entscheidenden Penalty.

Behrami verschuldet gegen Werder Bremen den Elfmeter. gif: Dailymotion

Seither ist Behramis Kredit aufgebraucht. Für die Morgenpost ist der einstige «aggressive Leader» einer, «der als Anführer nicht mehr taugt» und «eher ein Unruhestifter innerhalb des Klubs als eine Verstärkung».

Noch härter geht der Kolumnist von Focus mit Behrami ins Gericht. Valon Behrami sei letzten Sommer zum HSV gestossen, um die Mannschaft zu führen. Das mache der Schweizer auch: Auf den letzten Tabellenplatz. Mit übertriebener Härte lenke er den HSV zielstrebig in Richtung 2. Liga.

Die Saison-Statistiken von Valon Behrami

quelle: ran.de

60 Fouls habe sich Behrami in 22 Bundesliga-Partien schon geleistet, rechnet der Kolumnist vor. Bei einem guten Zweikämpfer könne das passieren. Das Problem sei aber, dass Behrami als defensiver Mittelfeldspieler nicht mal die Hälfte seiner Zweikämpfe gewinne. Ausserdem lande bei ihm jeder fünfte Pass in den Beinen des Gegners.

Deshalb sei es vielleicht ganz gut, dass Behrami nach seinem Platzverweis gegen den FC Augsburg eine Zwangspause erhalte. Schliesslich liegen die beiden letzten Siege des HSV schon über elf Wochen zurück. Und damals fehlte Behrami verletzt.

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • LucasOrellano 21.04.2015 18:15
    Highlight Ich finde das Behrami-Bashing nicht fair. Klar, er war schon immer der Mann für die dummen Fouls, aber ein Spieler alleine verursacht noch keinen Abstieg. Zudem läge es dann am Trainer, den Spieler auf die Ersatzbank zu setzen.
    5 0 Melden
  • länzu 21.04.2015 15:11
    Highlight Die Hofberichterstattern der Schweizer Nati haben Behrami immer auf ein Niveau geschrieben, dass er gar nie hatte. Er war aber schon immer passschwach, verlor viele Zweikämpfe (1 Ausnahme an der WM), schoss kaum mal ein Tor und war immer heiss auf gelb/rot. Er ist in etwas gleich überbewertet wie Inler. Nur steht der in Italien bei uns weniger im Fokus als die Spieler in der BuLi. Auch Djourou kriegt ja in Hamburg endlich sein Fett weg. Auch der taugt nichts. Aber Petkovic hat ja lieber solche Fälle im Team als wirklich zuverlässige Spieler wie Schwegler, Steffen, Zuffi etc.
    8 10 Melden
    • Röbi Roux 21.04.2015 18:08
      Highlight Absolut gleicher Meinung, nur eine Szene an der WM hat dem schon letzte Saison schwachen HSV gereicht einer der schlechtesten Schweizer zu verpflichten. Behrami wird nach einer Weile immer weitergereicht, zu schwach ist sein Spiel, zu aggressiv seine oft verlorenen Zweikämpfe. Warum er überhaupt jemals in der Nati gespielt hat ist mit ein Rätsel.
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  • droelfmalbumst 21.04.2015 14:14
    Highlight Behrami war schon immer eher der "beinbrecher"... schon immer war er der spieler der für das spielzerstören zuständig war (vom gegner natürlich)... jetzt ist er halt auch 30ig.. die spritzigkeit ist nicht mehr die selbe wir vor 4-5 jahren. dann kommt er oft ein schritt zu spät und bringt dem gegner fast die beine... sehr oft handelt behrami hart an der grenze was die härte angeht... hat seine vorteile aber mit der zeit nicht mehr vertretbar...
    12 1 Melden
  • Ozy 21.04.2015 13:11
    Highlight Ja er spielt eine schwache Saison, trotzdem gehört er noch zu den Besseren beim HSV.
    Im letzten Spiel gegen Bremen hatte er nur 2 Fehlpässe und 80% gewonnene Zweikämpfe. Dann macht er halt einen "blöden" Fehler und ist der Buhmann. Für die Medien ist es jetzt einfach einen Sündenbock zu finden. Aber klar, viele Argumente hat Behrami aktuell nicht auf seiner Seite...
    26 1 Melden

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