Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
BREMEN, GERMANY - APRIL 19: Valon Behrami of Hamburg walks off dejected off the pitch during the Bundesliga match between SV Werder Bremen and Hamburger SV at Weserstadion on April 19, 2015 in Bremen, Germany.  (Photo by Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

Behrami weht in Hamburg mittlerweile ein harter Wind entgegen. Bild: Bongarts

Behrami-Bashing in den deutschen Medien: «Er hat den HSV geführt – auf den letzten Tabellenrang»

Erst der Kabinenzoff mit Nati-Kumpel Johan Djourou, dann die Rote Karte gegen Werder Bremen: Valon Behrami wird immer mehr zum Sündenbock für die Krise beim abstiegsbedrohten Hamburger SV.



«Kein Zweikampf, dem er aus dem Weg geht. Mit Behrami gewinnt der HSV an Klasse, keine Frage», freut sich die «Hamburger Morgenpost» vor Saisonbeginn über den Transfer von Valon Behrami zum HSV. Der Schweizer Nationalspieler ist ein Schnäppchen. Für nur 3,5 Millionen Euro stösst der 30-Jährige von Napoli zu den Hanseaten.

Auch das «Abendblatt» hält sich mit Lob damals nicht zurück: «Der Neuzugang aus Neapel tut dem Team richtig gut. An diesem Behrami wird der HSV noch viel Freude haben.»

HAMBURG, GERMANY - AUGUST 30: Valon Behrami of Hamburg appears frustrated during the Bundesliga match between Hamburger SV and SC Paderborn 07 at Imtech Arena on August 30, 2014 in Hamburg, Germany.  (Photo by Oliver Hardt/Bongarts/Getty Images)

Zu Saisonbeginn freute man sich noch auf Valon Behrami. Bild: Bongarts

Wie schnell die Zeiten im Fussball-Geschäft doch ändern können. 29 Spieltage später und fünf Runden vor Schluss liegt der HSV auf dem letzten Tabellenplatz. Dem Bundesliga-Dino droht der erste Abstieg der Vereinsgeschichte. Der Sündenbock: Valon Behrami.

Das ist nicht verwunderlich: Schliesslich sorgte der Tessiner bei den letzten beiden Spielen für die grossen Negativ-Schlagzeilen: Beim 0:2 gegen Wolfsburg zoffte er sich mit Nati-Kollege Johan Djourou in der Kabine, beim 0:1 gegen Werder Bremen verursachte Behrami mit einem dummen Foul den entscheidenden Penalty.

Animiertes GIF GIF abspielen

Behrami verschuldet gegen Werder Bremen den Elfmeter. gif: Dailymotion

Seither ist Behramis Kredit aufgebraucht. Für die Morgenpost ist der einstige «aggressive Leader» einer, «der als Anführer nicht mehr taugt» und «eher ein Unruhestifter innerhalb des Klubs als eine Verstärkung».

Noch härter geht der Kolumnist von Focus mit Behrami ins Gericht. Valon Behrami sei letzten Sommer zum HSV gestossen, um die Mannschaft zu führen. Das mache der Schweizer auch: Auf den letzten Tabellenplatz. Mit übertriebener Härte lenke er den HSV zielstrebig in Richtung 2. Liga.

Die Saison-Statistiken von Valon Behrami

Bild

quelle: ran.de

60 Fouls habe sich Behrami in 22 Bundesliga-Partien schon geleistet, rechnet der Kolumnist vor. Bei einem guten Zweikämpfer könne das passieren. Das Problem sei aber, dass Behrami als defensiver Mittelfeldspieler nicht mal die Hälfte seiner Zweikämpfe gewinne. Ausserdem lande bei ihm jeder fünfte Pass in den Beinen des Gegners.

Deshalb sei es vielleicht ganz gut, dass Behrami nach seinem Platzverweis gegen den FC Augsburg eine Zwangspause erhalte. Schliesslich liegen die beiden letzten Siege des HSV schon über elf Wochen zurück. Und damals fehlte Behrami verletzt.

Umfrage

Ist die Kritik an Valon Behrami gerechtfertigt?

  • Abstimmen

355

  • Ja, er spielt eine ganz schwache Saison.57%
  • Nein, beim HSV gehört er zu den Besten.42%

Verpasste Top-Transfers der Bundesliga

Das könnte dich auch interessieren:

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

5
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • LucasOrellano 21.04.2015 18:15
    Highlight Highlight Ich finde das Behrami-Bashing nicht fair. Klar, er war schon immer der Mann für die dummen Fouls, aber ein Spieler alleine verursacht noch keinen Abstieg. Zudem läge es dann am Trainer, den Spieler auf die Ersatzbank zu setzen.
  • länzu 21.04.2015 15:11
    Highlight Highlight Die Hofberichterstattern der Schweizer Nati haben Behrami immer auf ein Niveau geschrieben, dass er gar nie hatte. Er war aber schon immer passschwach, verlor viele Zweikämpfe (1 Ausnahme an der WM), schoss kaum mal ein Tor und war immer heiss auf gelb/rot. Er ist in etwas gleich überbewertet wie Inler. Nur steht der in Italien bei uns weniger im Fokus als die Spieler in der BuLi. Auch Djourou kriegt ja in Hamburg endlich sein Fett weg. Auch der taugt nichts. Aber Petkovic hat ja lieber solche Fälle im Team als wirklich zuverlässige Spieler wie Schwegler, Steffen, Zuffi etc.
    • Röbi Roux 21.04.2015 18:08
      Highlight Highlight Absolut gleicher Meinung, nur eine Szene an der WM hat dem schon letzte Saison schwachen HSV gereicht einer der schlechtesten Schweizer zu verpflichten. Behrami wird nach einer Weile immer weitergereicht, zu schwach ist sein Spiel, zu aggressiv seine oft verlorenen Zweikämpfe. Warum er überhaupt jemals in der Nati gespielt hat ist mit ein Rätsel.
  • mrgoku 21.04.2015 14:14
    Highlight Highlight Behrami war schon immer eher der "beinbrecher"... schon immer war er der spieler der für das spielzerstören zuständig war (vom gegner natürlich)... jetzt ist er halt auch 30ig.. die spritzigkeit ist nicht mehr die selbe wir vor 4-5 jahren. dann kommt er oft ein schritt zu spät und bringt dem gegner fast die beine... sehr oft handelt behrami hart an der grenze was die härte angeht... hat seine vorteile aber mit der zeit nicht mehr vertretbar...
  • Ozy 21.04.2015 13:11
    Highlight Highlight Ja er spielt eine schwache Saison, trotzdem gehört er noch zu den Besseren beim HSV.
    Im letzten Spiel gegen Bremen hatte er nur 2 Fehlpässe und 80% gewonnene Zweikämpfe. Dann macht er halt einen "blöden" Fehler und ist der Buhmann. Für die Medien ist es jetzt einfach einen Sündenbock zu finden. Aber klar, viele Argumente hat Behrami aktuell nicht auf seiner Seite...

Maradona leitet sein erstes Training bei Gimnasia – und 26'000 Fans im Stadion flippen aus

Diego Armando Maradona ist in Argentinien auch mit 58 Jahren noch ein Volksheld. Tausende Fans empfangen die Fussball-Legende zum ersten offenen Training des Erstligisten Gimnasia y Esgrima.

Die Fans im Stadion von Gimnasia y Esgrima feierten, als ob sie den Meistertitel gewonnen hätten. Dabei muss der argentinische Erstligist viele Punkte gewinnen, um nur schon den Abstieg zu verhindern. Der Jubel auf der mit 26'000 Menschen voll besetzten Tribüne galt am Sonntag dem neuen Coach, Diego Maradona. Der Ex-Weltmeister stellte sich als Hoffnungsträger mit einem offenen Training des Teams in La Plata vor, 60 Kilometer südlich von Buenos Aires.

Und Maradona wäre nicht Maradona, wenn er …

Artikel lesen
Link zum Artikel