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MUNICH, GERMANY - MAY 22:  1.BUNDESLIGA 98/99 FC BAYERN MUENCHEN - VFL BOCHUM 4:2, Muenchen; BAYERN MUENCHEN DEUTSCHER MEISTER 1999; Thorsten FINK, Torwart Bernd DREHER, Stefan EFFENBERG, Torwart Sven SCHEUER, Carsten JANCKER/ BAYERN mit Meisterschale  (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Deutscher Meister: Effenberg holt die Schale mit den Bayern von 1999 bis 2001 drei Mal in Folge. Bild: Bongarts

Diese kontroverse Idee lanciert Effenberg, um die Bundesliga spannender zu machen

Wann ist Bayern München auch rechnerisch Meister? Gefühlt ist es der Serien-Champion schon längst, 18 Punkte gross ist der Vorsprung auf die Verfolger. Nun lanciert Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg einen interessanten Plan, um wieder Spannung in die Liga zu bringen.

08.02.18, 17:19 08.02.18, 17:30


«Das macht wirklich keinen Spass mehr», schreibt Stefan Effenberg in einer Kolumne auf «T-Online» und er meint damit den Umstand, dass Bayern München vermutlich schon im März Meister wird. Es wird der sechste Titelgewinn in Folge.

Jeder Fussballfan frage sich, wie man bloss die Spannung zurück bringen könne. Diese habe die Liga schliesslich immer ausgezeichnet. «Ich bin der Meinung, dass etwas passieren muss», so der 35-fache Nationalspieler. Und so sieht Effenbergs Vorschlag aus:

Vier Mal in einer Saison gegen Bayern – oder gar nie

Effenberg sieht in seinem Vorschlag viele Vorteile. Zunächst einmal könne aus der Auslosung «ein Riesenevent» gemacht werden. «Die Einschaltquoten würden explodieren.» Bei der Auslosung könne es passieren, dass es eine Hammer- und eine schwächere Gruppe gebe. Auch das habe seinen Reiz: «Weil sich über die schwächere Gruppe plötzlich Teams für den Meisterkampf qualifizieren können, die bisher keine Chance hatten.»

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Das System hat auch Schwächen. Wobei ein Stefan Effenberg bei diesen natürlich lieber die Stärken sieht: «Jeder Verein kann theoretisch in einer Saison viermal auf den FC Bayern treffen – oder auch gar nicht. Das kann aus sportlichen Gesichtspunkten ein Vorteil und aus wirtschaftlicher Sicht ein Nachteil sein. Eins ist es auf jeden Fall: spannend.»

Auch für Bayern von Vorteil

Alles gegen Bayern München? Nicht unbedingt, wenn es nach dem «Tiger» geht. Der neue Modus könne auch für den Rekordmeister ein grosser Vorteil sein. «Sie gehen nicht mit einem Vorsprung in die Rückrunde, sondern müssen sich alles neu erarbeiten. Aufgrund des Neustarts stehen sie so gleich unter Druck und anschliessend permanent unter Hochspannung. Das würde sich positiv auf die K.o.-Spiele in der Champions League auswirken.» In der Vergangenheit sei die Luft oft irgendwann draussen gewesen und die Bayern in der Königsklasse deshalb ausgeschieden.

Ob dieser oder ein ähnlicher neuer Modus tatsächlich kommt? Für Stefan Effenberg ist es definitiv an der Zeit, sich grundsätzliche Gedanken zu machen. «So weitergehen wie bisher kann es nicht. Der Fussball verändert sich rasend schnell. Ob Videobeweis oder sogar eine Winter-WM in Katar – warum also nicht auch ein neuer Modus in der Bundesliga, der an den Abläufen nicht viel ändert?» (ram)

Die Karriere des Stefan Effenberg

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Video: watson/Knackeboul, Lya Saxer

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • DerTaran 09.02.2018 09:39
    Highlight Es muss einen Modus geben, der es den wirtschaftlich schwächeren Teams ermöglicht aufzuholen (gilt auch für die Schweiz und andere Nationen). So wie das Drafting in den USA.
    Um die Ligen in Europa spannend zu machen, muss verhindern werden, dass wirtschaftliche Stärke automatisch zu sportlicher Dominanz führt.
    12 1 Melden
  • f303 09.02.2018 00:00
    Highlight Effe erfindet die Playoffs. Lustig.
    19 3 Melden
  • Jol Bear 08.02.2018 22:41
    Highlight Lösungsansatz: europaweite Kontingentierung der Anzahl ausländischer Spieler, z.B. 4 auf dem Feld, acht im Kader. Gibt ja z.B. im CH-Eishockey vergleichbare Regeln (oder?). Die erfolgreichsten und reichsten Teams sind unterdessen alles internationale Auswahlen, auch auf der Ersatzbank. Die Begrenzung würde den Spielermarkt disziplinieren, die Träume der Grossinvestoren verblassen lassen und den Nationalmannschaften zugute kommen. Zudem würde es den reichen Klubs nicht mehr möglich, auf der ganzen Welt stets noch mehr teure Stars zusammenzukaufen und ihren Vorsprung immer weiter auszubauen.
    26 5 Melden
    • El diablo 09.02.2018 08:44
      Highlight Oder ein Draft System einführen. Je schwächer ein Team abschneidet, desto früher dürfen sie Talente aus einem Nachwuchs "Pool" auswählen. Oder ganz einfach alle einnahmen der Teams gehen an die jeweiligen Ligen und die warden dann auf die Teams innerhalb der Liga aufgeteilt.
      3 3 Melden
  • crik 08.02.2018 20:23
    Highlight "Zunächst einmal könne aus der Auslosung «ein Riesenevent» gemacht werden. «Die Einschaltquoten würden explodieren.»"

    Klar, weil ja die die ganzen WM- und EM- und sonstigen Auslosungen immer so super spannend sind. Einige Ex-Stars, die Kugeln aus einer Schüssel ziehen - wirklich der Hammer!
    83 5 Melden
  • Rasta281 08.02.2018 20:19
    Highlight Zwar eine kreative Idee, aber das Problem liegt doch an einem anderen Ort. Einerseits ist das Problem der Ungleichheit in Europa von der Uefa hausgemacht. Mit ihren Unsummen, die sie in der CL als Prämien ausschütten kann das den Wettbewerb ja nur verzerren.

    Konsequenz 1: CL-Prämien massiv runterfahren.

    Zum anderen werden durch Sponsoren, Private und TV-Stationen viel zu viel Geld in einzelne Clubs und Ligen gesteckt, was ebenfalls Hauptgrund für diese Verzerrung ist (wobei ich hier nicht mal den FC Bayern meine).

    Konsequenz 2: Lohn- und Prämiendeckel für Spieler sowie Transfergelder.
    33 2 Melden
    • Amboss 09.02.2018 06:22
      Highlight Aus meiner Sicht beides unrealistisch, denn Geld lässt sich nicht aufhalten. Viel einfacher wäre dies: Das Geld zulassen, Investoren, die Clubs übernehmen, erlauben. Die unsinnige 50+1Regel abschaffen.
      Bestes Beispiel:
      Die Premier League ist spannend
      7 6 Melden
    • asdf asdf 09.02.2018 10:20
      Highlight Man City hat 13 Punkte Vorsprung auf ManUdt. Spannung wo bist du?
      7 5 Melden
    • Amboss 09.02.2018 10:55
      Highlight Da: Anzahl verschiedener Teams, die in den letzten fünf Jahren Meister wurden:
      PL: 4 Teams
      BL: 1 Teams

      In der PL haben sicher fünf bis sechs Teams, das Potenzial, Meister zu werden. In der BL: 1.5 Teams. Die anderen denken nicht mal im Traum daran, die Schale holen zu können.

      Man City spielt aktuell einfach eine unglaublich starke Saison, aber von Serienmeister sind sie noch weit, weit entfernt.
      7 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • one0one 08.02.2018 20:11
    Highlight wird sowieso nichts... Fussballfans sind fuer Veraenderungen etwa gleich empfaenglich wie die Jungfrau Maria.. wobei bei der hats ja auch einmal geklappt :))
    26 8 Melden
    • Nelson Muntz 08.02.2018 23:33
      Highlight eher wird in Saudi Arabien eine Hooters Filiale öffnen, als dass Fussballfans eine Veränderung akzeptieren würden 😉
      16 2 Melden
  • Grillzange 08.02.2018 20:04
    Highlight Die fehlende Spannung in der Bundesliga liegt ja daran, dass Bayern viel mehr Qualität als der Rest hat. Dann würden sie halt 2 Monate später Meister werden. Wäre vielleicht die 1. Saison interessant und danach gehts weiter wie bisher.
    23 4 Melden
  • patnuk 08.02.2018 20:01
    Highlight Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei....Lyon war 7x hintereinander Meister, auch mit PSG ist die Meisterschaft weiterhin spannend. Die Lösung ist nicht die Meisterschaft zu ändern, sondern die Einstellung der Klubs und ihre Präsidenten.
    28 1 Melden
  • Nixnutz 08.02.2018 19:45
    Highlight Der einzige vernünftige Ansatz: Salary-cap und Draft-System ohne Auf- und Abstieg.
    20 44 Melden
    • asdf asdf 09.02.2018 10:28
      Highlight Wenn dann nur europaweit, sosnt ist es ja auch wieder Wettbewerbsverzerrung. Draft System ist mit den derzeitigen Strukturen und Arbeitsrechten nicht anwendbar. In den USA sind die "Clubs" alle Franchise Unternehmen und die Spieler sind bei der Liga angestellt. Deshalb können sie auch per Trade einfach von einem Unternehmen zum anderen geschickt werden. Salary Cap liesse sich evtl. noch einführen. Der Cap würde aber bestimmt an Köln, Basel, Verona, etc. bemessen, sondern an Man City, PSG, Real, Barca usw. Was bringt es den kleinen Klubs wenn die Obergrenze bei 300-400 Mio liegt?
      1 5 Melden
  • Mumbasi 08.02.2018 19:06
    Highlight Das grosse Problem bei diesem Modus ist, dass auch eher schwache Teams europäisch spielen werden. Somit dürften die fixen Startplätze über kurz oder lang weniger werden. Somit wohl nicht mehrheitsfähig...
    10 0 Melden
  • Lauv 08.02.2018 19:05
    Highlight Noch besser wäre wenn Bayern am Anfang der Saison mit -20 Punkten starten würde. Ne, Spass bei Seite. Die Entwicklung im Fussball ist prekär. Die Reichen werden immer reicher, es werden utopische Ablösegelder bezahlt. Die Schere wird immer grösser und wenn es so weiter geht wird Bayern auch die nächsten Jahre die Bundesliga dominieren. Die einzige und meiner Meinung nach richtige Lösung ist ein "salary cap" wie man es in den USA bereits kennt. Dabei müssten sich aber alle europäischen Spitzenligen beteiligen ansonsten macht es natürlich keinen Sinn.
    34 4 Melden
    • asdf asdf 09.02.2018 10:31
      Highlight Ich sehe das Problem aber bei der Höhe des Salary Cups. Der wird im Bereich der Personalkosten von Man City, PSG, Real, Barca etc. liegen. Was nützt es denn einem 1. FC Köln, FC Basel, Chievo Verona, Las Palmas wenn diese Grenze bei 300-400 Mio € liegt?
      1 6 Melden
  • Ziasper 08.02.2018 17:52
    Highlight Man könnte auch einfach die Champions League Millionen, welche die Topclubs erhalten auf die ganze Liga verteilen... Führt zu weniger Gefälle und das Problem ist gelöst...
    24 1 Melden
    • asdf asdf 09.02.2018 10:36
      Highlight Und was ist mit den TV Geldern aus England und von Real und Barca? Müssen die auch europaweit verteilt werden um da ein kleineres Gefälle hinzubekommen?
      0 4 Melden
  • jk8 08.02.2018 17:46
    Highlight Naja.
    Dann würde sich die Langweile einfach in die Hinrunde verschieben, es ist ja dann egal ob man erster wird oder vierter.
    78 20 Melden
    • Hashtag 08.02.2018 18:24
      Highlight Verstehe dein Argument nicht so, es wird vermutlich bis relativ kurz vor Schluss offen sein, welche Mannschaften in die Finalrunde kommen. Natürlich mit ein paar Ausnahmen.

      2 4 Melden
  • Staedy 08.02.2018 17:45
    Highlight Wattenscheid 09, mit Hannes Bongartz und Souleyman Sane und ganz kurze Hosen, herrliche Erinnerungen.
    63 0 Melden
    • Inspector 08.02.2018 18:48
      Highlight Ich sage nur: Ein Mann, ein Schnauz, eine Legende -> Marek Leśniak !
      9 0 Melden

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