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Etixx-Quick Step rider Tony Martin of Germany celebrates as he crosses the finish line to win the 223.5-km (138.9 miles) 4th stage of the 102nd Tour de France cycling race from Seraing in Belgium, to Cambrai, France, July 7, 2015.   REUTERS/Benoit Tessier

Vom vielen Staub gezeichnet: Tony Martin triumphiert in Cambrai. Bild: BENOIT TESSIER/REUTERS

Leaderwechsel an der Tour de France: Tony Martin gewinnt spektakuläre Pavé-Etappe und schlüpft ins Maillot Jaune

Tony Martin gewinnt die 4. Etappe der Tour de France von Seraing nach Cambrai. Der Deutsche übernahm auf den Pavés im Norden Frankreichs damit auch gleich das gelbe Leadertrikot von Chris Froome.

07.07.15, 18:07 08.07.15, 10:53


Martin feierte auf dem mit 223,5 km längsten Teilstück bei der 102. Austragung der Tour de France mit Start in Seraing BE und Ziel in Cambrai FR seinen fünften Etappensieg bei der Frankreich-Rundfahrt. Der Deutsche gehörte nach den sieben Kopfsteinpflaster-Sektoren, drei davon wurden auch beim Frühjahrsklassiker Paris-Roubaix befahren, zur Spitzengruppe und konnte sich 3,5 km vor dem Ziel vom Rest absetzen. Das Ziel erreichte Martin mit einem Vorsprung von drei Sekunden auf seinen Landsmann John Degenkolb und den Slowaken Peter Sagan.

Damit löste Martin auch gleich den Briten Christopher Froome an der Spitze des Gesamtklassements ab. Der Profi des belgischen Etixx-Quickstep-Teams musste sich sein erstes Gelbes Trikot bei der Tour de France jedoch hart erdauern. Beim Auftakt-Zeitfahren hatten dem Spezialisten im Kampf gegen die Uhr fünf Sekunden auf den Sieger Rohan Dennis (AU) gefehlt. 

Britain's Christopher Froome, wearing the overall leader's yellow jersey, is followed by Spain's Alberto Contador as they ride on a cobblestone sector during the fourth stage of the Tour de France cycling race over 223.5 kilometers (138.9 miles) with start in Seraing, Belgium, and finish in Cambrai, France, Tuesday, July 7, 2015. (AP Photo/Christophe Ena)

Die Pavé-Abschnitte am Ende der Etappe sorgten für viel Spektakel. Bild: Christophe Ena/AP/KEYSTONE

An den Tagen darauf schnappten ihm zuerst Fabian Cancellara und dann Chris Froome dank Bonifikationssekunden das erhoffte Leadertrikot weg. Bei der Ankunft in Huy verpasste der in Mannenbach im Kanton Thurgau wohnende Ostdeutsche das Maillot Jaune gar nur um winzige sechs Hundertstel. Nun ging Martins Traum bei seiner insgesamt siebten Teilnahme bei «Grande Boucle» endlich in Erfüllung.

Sein Vorsprung auf Tour-Sieger 2013 Chris Froome beträgt nun zwölf Sekunden. Der britische Tour-Sieger von 2013 erreichte das Ziel wie die Mitfavoriten Alberto Contador (SP), Nairo Quintana (KOL) und Titelverteidiger Vincenzo Nibali (IT) mit der Spitzengruppe. Bester Schweizer im Gesamtklassement ist nach der verletzungsbedingten Aufgabe von Fabian Cancellara (zwei Lendenwirbel gebrochen) der Luzerner Mathias Frank. Der Leader des Westschweizer Teams IAM Cycling, der am Montag ebenfalls in den schweren Massensturz verwickelt gewesen war, erreichte das Ziel in Cambrai mit dem Feld und belegt im Gesamtklassement mit einem Rückstand von 4:07 Minuten Rang 24.

Der Tourtross wirbelt auf dem Kopfsteinpflaster mächtig Staub auf. gif: srf/watson

Flachetappe nach Amiens

Nach einem turbulenten Tour-Auftakt mit einem Prolog-Zeitfahren, einer von Regen und Wind geprägten Etappe am Meer, der Mur de Huy und den Kopfsteinpflaster-Abschnitten von heute steht morgen Mittwoch die erste richtige Sprinteretappe auf dem Programm. 

Das fünfte, über vorwiegend flache 189,5 km führende Teilstück von Arras nach Amiens endet mit einem kniffligen Finale. Vor der 500 m langen leicht abschüssigen Zielgerade geht es knapp 1000 m leicht bergauf. Vor 16 Jahren machte die Frankreich-Rundfahrt letztmals Halt in Amiens. Den Tagessieg hatte sich damals der frühere italienische Sprintstar Mario Cipollini gesichert. (si/cma)

Tour de France: Perlen aus unserem Archiv

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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Der Letzte, der auch ein Erster ist: Lawson Craddock erreicht Paris

Seit dem ersten Tag der Tour de France ist Lawson Craddock der Letztklassierte im Gesamtklassement. Aber während viele Konkurrenten das Rennen aufgeben müssen, kämpft sich der Amerikaner trotz gebrochener Schulter bis ins Ziel auf den Champs-Élysées.

Die Tour de France ist das berühmteste Velorennen der Welt. Wohl jeder aufstrebende Fahrer träumt davon, sie eines Tages gewinnen oder zumindest teilnehmen und nach drei Wochen in Paris einfahren zu können. Der Amerikaner Lawson Craddock wird letzteres bei seiner zweiten Teilnahme zum zweiten Mal schaffen – weil der 26-Jährige Tag für Tag auf die Zähne gebissen hat.

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