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Playoff-Final: Lausanne gewinnt gegen den ZSC und gleicht die Serie aus

Les joueurs du Lausanne HC fetent leur but apres avoir inscrit le 4:1, lors du 4eme match de la finale de play-off du championnat suisse de hockey sur glace de National League entre Lausanne HC, LHC,  ...
Weiterhin nur Heimsiege: Lausanne gleicht den Playoff-Final aus.Bild: keystone

ZSC-Goalie Hrubec kassiert zwei Eier – Lausanne gleicht die Finalserie aus

Es bleibt dabei: In diesem Playoff-Final der National League gewinnen nur die Heimteams. Lausanne gleicht mit einem 5:2-Sieg zum 2:2 aus. Für einmal patzt auch Goalie Simon Hrubec.
23.04.2024, 22:3723.04.2024, 22:40
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Die favorisierten ZSC Lions finden keinen Weg, auch auswärts in der mit 9600 Fans natürlich ausverkauften Vaudoise Aréna die nötige Energie aufs Eis zu bringen. Hatten sie im Spiel 2 beim Stand von 2:2 noch bis zehn Minuten vor Schluss auf das – nicht dem Spielverlauf entsprechende – Break hoffen dürfen, rannten sie am Dienstagabend ab der 14. Minute vergeblich einem Rückstand hinterher. Erstaunlicherweise ohne grosse Überzeugung und über weite Strecken harmlos.

«Über alles gesehen, haben sie besser gespielt. Sie haben die Powerplay-Tore geschossen, die wir nicht gemacht haben. Was soll ich sagen, 2 Sekunden nach dem Spiel. Wenn du sie bei 5-gegen-3 nicht machst, dann verlierst du das Spiel. Wir müssen jetzt weiterschauen.»
Patrick Geering, ZSC-Captainmysports

Oft hatten die Zürcher den Finalneuling mit einem Doppelschlag auf dem falschen Fuss erwischt, nicht aber diesmal. Ihre beste Chance vergaben sie am Ende des zweiten Drittels. Rudolfs Balcers hatte nach einer Traumkombination über Sven Andrighetto und Denis Malgin in der 32. Minute auf 1:2 verkürzt. Diesmal konterte aber Lausanne nur 128 Sekunden später mit dem 3:1 durch Tim Bozon.

Zwei haltbare Gegentore bei Hrubec

Eine unglückliche Figur machte dabei der in dieser Saison bisher überragende Goalie Simon Hrubec. Der Tscheche liess sich aus spitzem Winkel in der nahen Ecke überlisten. Bereits beim 2:0 durch Robin Kovacs hatte er sich unvorteilhaft zwischen den Schonern überraschen lassen. Auch die Paradelinie mit Malgin und Andrighetto blieb ausser beim 1:2 blass und verschuldete das 0:1 durch Andrea Glauser im ersten Drittel, als man ohne Absicherung in einen Konter lief.

Le gardien Simon Hrubec (ZSC), gauche, et Rudolfs Balcers (ZSC), droite, reagissent apres avoir pris leur troisieme but, lors du 4eme match de la finale de play-off du championnat suisse de hockey sur ...
ZSC-Goalie Simon Hrubec machte heute Abend keine gute Figur.Bild: keystone

Auf der Gegenseite war der Schweiz-Kanadier Connor Hughes, der seine ersten Playoffs überhaupt bestreitet, einmal mehr untadelig. Allzu hart geprüft wurde Hughes allerdings nur selten. Selbst bei mehr als eineinhalb Minuten doppelter Überzahl kurz vor der zweiten Pause waren die Zürcher Löwen zu wenig bissig und zielstrebig, um nochmals zu verkürzen. Auch ein Timeout von Coach Marc Crawford brachte keine Erlösung. Besser machten es die Lausanner, die in der 51. Minute ein Powerplay durch Jiri Sekac zum 4:1 nutzten. Das 4:2 zwei Minuten vor Schluss änderte am Verdikt nichts mehr.

Lausanne braucht ein Break

Nach diesem vierten Heimsieg in der Serie wird die Luft langsam dünn. Beide Teams brauchen nur noch zwei Erfolge zum Meistertitel. Für Lausanne wäre es der erste, für den ZSC der zehnte. Von einem Klassenunterschied ist allerdings bislang nichts zu sehen. Lausanne, das als Dritter der Qualifikation 18 Punkte weniger geholt hatte als die Zürcher und gegen diese beide Heimspiele verloren hatte, war in jedem Spiel ebenbürtig, schaffte es aber auswärts nicht, seine Chancen zu nutzen.

«Unsere Fans sind unglaublich, sie tragen uns. Es ist echt geil, so zu spielen. Wir haben versucht, unser Spiel über 60 Minuten zu spielen. Das ist uns gut gelungen. Die überstandene 5-gegen-3 Situation hat uns einen Boost gegeben, da waren wir sehr stolz. Jetzt müssen wir einfach ein weiteres gutes Spiel haben, nicht zu weit vorausschauen.»
Lukas Frick, Lausanne-Verteidiger.mysports

Mindestens einmal müssen die Lions aus Lausanne aber in Zürich-Altstetten gewinnen, wenn sie ihren Traum wahr machen wollen. Bei den ZSC Lions dürfte die Nervosität allerdings langsam etwas steigen.

Lausanne - ZSC Lions 5:2 (1:0, 2:1, 2:1)
9600 Zuschauer. - SR Tscherrig/Wiegand, Schlegel/Wolf.
Tore: 14. Glauser (Kenins) 1:0. 25. Kovacs (Fuchs, Frick) 2:0. 32. Balcers (Malgin, Andrighetto) 2:1. 34. Bozon (Raffl, Pilut) 3:1. 51. (50:35) Sekac (Jäger, Rochette/Powerplaytor) 4:1. 51. (50:54) Hollenstein 4:2. 59. Almond 5:2 (ins leere Tor).
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Lausanne, 7mal 2 Minuten gegen ZSC Lions.
PostFinance-Topskorer: Pilut; Andrighetto.
Lausanne: Hughes; Glauser, Djoos; Heldner, Frick; Pilut, Genazzi; Jelovac; Rochette, Suomela, Sekac; Riat, Fuchs, Kovacs; Bozon, Jäger, Raffl; Holdener, Almond, Kenins; Pedretti.
ZSC Lions: Hrubec; Weber, Kukan; Lehtonen, Geering; Trutmann, Christian Marti; Phil Baltisberger; Andrighetto, Malgin, Balcers; Frödén, Grant, Hollenstein; Rohrer, Lammikko, Zehnder; Riedi, Sigrist, Schäppi; Bodenmann.
Bemerkungen: Lausanne ohne Aurélien Marti, Perrenoud (beide verletzt), Haapala und Salomäki (beide überzählige Ausländer), ZSC Lions ohne Harrington (überzähliger Ausländer). ZSC Lions von 58:10 bis 58:36 ohne Torhüter. (abu/sda)

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quelle: keystone / ennio leanza
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51 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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BillyBonka
23.04.2024 21:36registriert April 2024
Was ist bitte mit den Unparteiischen los? Das geht gar nicht. Ein Fehler nach dem anderen im 2. Drittel. Das darf es nicht sein...
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Barbärner
23.04.2024 21:31registriert Februar 2019
WAAARUMMM darf ein Wiegand einen Final pfeifen!? Der wohl achlechteste Ref den die Schweiz zu bieten hat!
5314
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123und456
23.04.2024 21:30registriert Juli 2015
Also gegen Ende des 2.Drittels schwimmt der ZSC richtiggehend im Schiri-Glück...
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51
Nein, die Tschechen waren nicht besser …
Durch die Beurteilung des Final-Dramas zieht sich wie ein roter Faden die Aussage, die Tschechen seien besser gewesen. Das ist ärgerlich. Eine Polemik.

Der Zweck des Spiels ist der Sieg. Punkt. Wer also ein Spiel gewinnt, ist besser. Auch Punkt. Also sind die Tschechen besser. Sie haben gegen die Schweiz 2:0 gewonnen und sind Weltmeister geworden. Noch einmal Punkt.

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