Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
03.12.2016; Bern; Fussball Super League - BSC Young Boys - FC Basel;
Guillaume Hoarau (YB) jubelt nach dem Tor zum 1:0
 (Urs Lindt/freshfocus)

YB-Stürmer Guillaume Hoarau freut sich nach seinem Tor zum 2:0 gegen Basel. Bild: Urs Lindt/freshfocus

Wie «Traumfänger» Hoarau die Young Boys beflügelt

Gewinnt YB, hat der Starstürmer meist einen grossen Anteil daran. So schiesst er auch beim Sieg gegen Basel zwei Treffer. Bereits in der Vergangenheit zeigte sich: Spielt er, ist sein Team eine Macht.

Etienne Wuillemin / Nordwestschweiz



Vielleicht ist es noch etwas früh, um die Meisterträume bereits wieder aus dem Keller zu holen. Auch nach dem Sieg im Direktduell liegt YB weiterhin 12 Punkte hinter dem FCB. Aber vielleicht ist das auch ganz gut. Denn YB ist ja immer dann besonders gut, wenn es nicht wirklich wichtig scheint.

Trotzdem, der 3:1-Sieg gegen Basel war nicht nur Balsam für die eigene Seele, sondern auch ein Segen für die Liga. So darf man sich nun wieder einiger Zeit der Illusion hingeben, dass die rot-blaue Grossmacht an einem speziellen Tag eben doch besiegbar ist.

Play Icon

Der Hoarau-Doppelpack: Das frühe 1:0 ... Video: streamable

Play Icon

... und das wichtige 2:0 kurz nach der Pause. Video: streamable

Vier Doppelpacks in fünf Spielen

Niemand hat daran einen grösseren Anteil als Guillaume Hoarau. Der Franzose hat in den letzten fünf Spielen viermal (!) zwei Treffer erzielt. Er ist damit der Hauptverantwortliche für das derzeitige YB-Hoch. Und eigentlich ist er sogar noch mehr. Er ist Mister YB. Spielt er, ist sein Team eine Macht. Spielt er nicht, ist YB nur noch halb so gut.

Der Hoarau-Faktor

Image

bild: az

Die Zahlen sprechen ein eindeutiges Bild. In der aktuellen Saison hat Hoarau 12 Spiele bestritten. In diesen hat YB 26 Punkte gewonnen, also 2.16 im Schnitt. Während der fünf Spiele, die Hoarau verletzt verpasste, jedoch nur 1.2 Punkte im Schnitt.

Hoarau macht seine Mitspieler besser

Das Phänomen ist kein Zufall. Auch in der Saison 2015/16 ist der Unterschied zwischen dem «YB mit Hoarau» und dem «YB ohne Hoarau» gross. Etwas mehr als einen Punkt im Schnitt gewann YB mit Hoarau mehr als ohne ihn. Auch Trainer Adi Hütter hat den Wert von Hoarau längst erkennt. Er sagt: «Steht er auf dem Platz, sind auch seine Mitspieler einige Prozente besser. Allein schon seine Präsenz ist für uns Gold wert.»

Und der Held selbst? Er sagt im Moment des Erfolgs: «Das war ein wichtiger Sieg für unsere Fans und den ganzen Verein. Wir haben gezeigt, dass der FCB schlagbar ist.» Einen allzu grossen Ausblick wollte er dann aber doch nicht wagen. «Der Rückstand in der Tabelle auf den FCB ist egal. Wir schauen nur auf uns. Wichtig ist, dass wir diese gute Phase nun bestätigen.»

YBs Guillaume Hoarau, rechts, feiert neben Trainer Adi Huetter seinen Treffer zum 2:0 im Fussball Super League Spiel zwischen den Berner Young Boys und dem FC Basel, am Samstag, 3. Dezember 2016, im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Alles Hoarau, oder was? Seinen Starstürmer muss YB-Trainer Adi Hütter nicht anfeuern. Bild: KEYSTONE

Mit den beiden Toren gegen Basel hat Hoarau nun 58-mal für YB getroffen. Er war noch nie erfolgreicher für einen Verein. Für Paris Saint-Germain schoss er 57 Tore – brauchte dafür aber mit 161 auch fast doppelt so viele Spiele wie für seine YB-Tore.

Am kommenden Sonntag beschliessen Hoarau und YB die Vorrunde mit dem Derby beim FC Thun. Dann geht es darum, den Schwung in die Winterpause mitzunehmen. Damit einige kleine Träume vielleicht doch noch ins neue Jahr gerettet werden können. Nicht zu vergessen: Es gibt auch noch den Cup, am 1. März empfängt YB im Viertelfinal Winterthur. Vielleicht lockt ja 2017 doch noch der erste Titel seit 1987.

Vorerst ist YB aber gut beraten, diese Gedanken gar nicht erst zuzulassen. 

Die teuersten Zu- und Abgänge der Super-League-Klubs

Abonniere unseren Newsletter

5
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • bobi 05.12.2016 11:56
    Highlight Highlight Schade nur, dass Thun den Lauf von YB bereits am kommenden Sonntag stoppen wird 😜 Hopp Thun👏👏👏
    • ThePower 05.12.2016 17:07
      Highlight Highlight Da braucht ihr aber einen verdammt, verdammt guten Tag und sehr viel Glück😉Hopp YB
  • Cpt Halibut 05.12.2016 08:24
    Highlight Highlight Die 'Grossmacht' FC Basel ist schon seit längerem schlagbarer den je. Nur scheint das dem Restschweizer Fussball noch nicht aufgefallen zu sein.
    • WhySoSerious? 05.12.2016 13:16
      Highlight Highlight Wird Zeit für einen neuen Trainer in Basel... 🙄
    • Cpt Halibut 05.12.2016 16:54
      Highlight Highlight Schwierig zu sagen ob da das Problem liegt. Auch die Mannschaft besteht nur noch aus Söldnern die nur darauf warten in der Bundesliga zu landen.

Bern – nun auf Jahre hinaus die Sporthauptstadt der Schweiz

YB enteilt der Konkurrenz und wird zum SC Bern des Fussballs. Bern wird als Sporthauptstadt der Schweiz die beiden wichtigsten Mannschaftsportarten auf Jahre hinaus sportlich und wirtschaftlich prägen.

Der SC Bern kann gegen eine starke, von Milliardären alimentierte Konkurrenz (Zug, Lugano, ZSC Lions, Lausanne) die Meisterschaft nur gewinnen, wenn alles stimmt. YB wird die Meisterschaft mit ziemlicher Sicherheit nicht achtmal in Serie gewinnen wie der FC Basel. Nein, YB und der SCB werden nicht Serienmeister.

Aber mit dem Vorstoss von YB in die Champions League ist der «Machtwechsel» (die Entmachtung des FC Basel) im nationalen Fussball vollzogen. Nach dem SCB bekommt auch YB ein solides …

Artikel lesen
Link to Article