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Da konnte er noch lachen: André Borschberg wartet im Cockpit auf den Start in Nagoya. Bild: THOMAS PETER/REUTERS

Bertrand Piccard hat sich verrannt: Solar Impulse zeigt, wie man es nicht machen soll

Erneut musste der Flug von Solar Impulse über den Pazifik wegen schlechtem Wetter verschoben werden. Es lässt sich nicht mehr schönreden: Das vermeintliche Wunderflugzeug ist ein Flop.

25.06.15, 11:05 25.06.15, 17:44

Diesmal schien es zu klappen, endlich. In der Nacht auf Mittwoch (Ortszeit) sollte Solar Impulse 2 zur 7900 Kilometer langen «Königsetappe» vom japanischen Nagoya über den Pazifik nach Hawaii abheben. Pilot André Borschberg sass im Cockpit, der Solarflieger wurde zum Startplatz gerollt. Fünf Minuten vor dem Take-off kam die Hiobsbotschaft: Eine Regenfront bewegte sich weiter in Richtung Osten als erwartet. Einmal mehr hatte das Wetter einen Start verhindert.

Projektleiter Bertrand Piccard war der Frust im Videointerview anzusehen. «Das ist ein schlechter Moment für uns», meinte der Waadtländer. Er wusste, dass der neuste Fehlschlag ein Desaster ist für die mit enormem PR-Einsatz gehypte erste Weltumrundung mit einem Solarflugzeug. Doch eine Alternative gab es nicht: «Es ist besser, André verlässt das Cockpit in Nagoya, als in drei Tagen über dem Pazifik mit einem Fallschirm.»

Bertrand Piccard und André Borschberg zum misslungenen Start in Nagoya. YouTube/SOLAR IMPULSE

Seit dem Start in Abu Dhabi am 9. März ist Solar Impulse nur wenige Tage in der Luft gewesen. Die meiste Zeit sass das Flugzeug am Boden fest, denn das Wetter erlaubte keinen Weiterflug. Geschlagene zwei Monate verbrachte die Crew in China. Am 31. Mai erfolgte in Nanjing der erste Start zum Pazifik-Flug, doch das Wetter zwang Borschberg zur ungeplanten Landung in Nagoya. 44 Stunden hatte er in der Luft verbracht, ein Rekord, doch das zählte wenig.

Die ständige Warterei scheint an den Nerven der Crew zu zerren, denn ihr läuft die Zeit davon. Eigentlich sollte die Weltumrundung bis Ende Juli oder Anfang August beendet sein, doch das wirkt illusorisch. Nach der Landung in Hawaii folgt ein weiterer Pazifik-Flug in die USA, dann die Überquerung des amerikanischen Kontinents und schliesslich der Flug über den Atlantik Richtung Nordafrika. Und das bei möglichst idealen Wetterbedingungen.

Die (ursprüngliche) Flugroute erstreckt sich über eine Länge von 35'000 Kilometer. bild: Solar impulse

«Wir können es schaffen, aber es besteht das Risiko, dass wir es nicht rechtzeitig schaffen», sagte André Borschberg letzte Woche in einem Interview mit CNN. Mit dem Aufenthalt in China habe man die gesamte Zeitreserve aufgebraucht. Und nun werden die Tage wieder kürzer. Es komme der Zeitpunkt, an dem es nicht mehr genug Sonnenlicht gebe, um weiterfliegen zu können, räumte Borschberg ein. Bertrand Piccard bezeichnete in einem Interview mit den Zeitungen «24 Heures» und «Tribune de Genève» den 5. August als Stichtag. Danach sei kein Pazifik- oder Atlantiküberflug mehr möglich.

Was Kritiker seit langem behaupten, bewahrheitet sich nun: Solar Impulse 2 ist ein Wunderwerk der Technik, aber zu anfällig für den praktischen Gebrauch. Und als Konzept für die Zukunft taugt ein ausschliesslich mit Solarzellen betriebenes Flugzeug nicht. Solar Impulse demonstriere «die Grenzen der Photovoltaik so drastisch, wie es nur geht», schrieb Simon Aegerter, ehemaliger Direktor des Technorama Winterthur, in der «NZZ am Sonntag».

Solar Impulse

Aegerter ist ein Verfechter der Atomenergie, mit seiner Frau betreibt er den Blog KaltDuschenmitDoris, der die Energiewende von Bundesrätin Doris Leuthard aufs Korn nimmt. In der Sache aber hat er recht. Für die 17'000 Solarzellen braucht Solar Impulse eine grosse Tragfläche. Gleichzeitig musste das Flugzeug in Ultraleichtbauweise erstellt werden, um überhaupt in die Luft gehen zu können. Deshalb kann es nur von einer Person geflogen werden. 

Ein sehr grosses und gleichzeitig sehr leichtes Flugzeug aber ist den Launen des Wetters ausgeliefert. Überspitzt gesagt kann es nur bei Windstille und wolkenlosem Himmel fliegen. Deshalb die Wartezeiten. Man muss sich fragen, ob der lange Flug nach Hawaii überhaupt möglich ist. Eine sechstägige Schönwetterperiode über dem Pazifik ist sehr viel verlangt. Auf Twitter machen bereits böse Kommentare die Runde.

Bertrand Piccard hat sich verrannt. Sein Projekt Solar Impulse weist nicht den Weg in eine saubere Energiezukunft, sondern in eine Sackgasse – auch weil die Infrastruktur mit konventionellen Mitteln, also «normalen» Flugzeugen, transportiert werden muss. Piccard hätte besser auf ein weniger spektakuläres, dafür realistisches Konzept gesetzt, etwa ein Hybridflugzeug. Doch das liess der Stolz dieses Abkömmlings einer Erfinder- und Abenteurerdynastie wohl nicht zu. 

Vielleicht klappt es am Ende doch, nicht nur mit dem Pazifik-Flug, sondern der gesamten Weltumrundung. Aber das kann dauern. André Borschberg deutete dies im CNN-Interview an: «Wenn wir dieses Jahr nicht ans Ziel kommen, dann nächstes Jahr. Das steht fest.»

Fragt sich nur, ob sich dann noch jemand dafür interessiert.

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • sonwat 25.06.2015 22:31
    Highlight Da fliegt ein Gefährt mit REINER Sonnenenergie Hunderte von Kilometern und schon kommen die ersten Jammeris und Nörgeler. Leute! Hätte man das vor 10 Jahren vorausgesagt, hätten euch alle als verrückt erklärt.. Es wird aber wohl immer Besserwisser geben, die Pionierarbeit nie zu schätzen wissen werden..
    Schon damals bei den Weight-Gebrüdern haben alle gelacht, und kein Menschenleben später reisten Leute in komfortablen Blechbüchsen um die Welt.
    21 10 Melden
    • sonwat 25.06.2015 23:02
      Highlight *Wright ..of course
      5 2 Melden
  • keplan 25.06.2015 20:06
    Highlight Ich kann es kaum glauben das ich einmal derselben Meinung bin wie Herr Blunschi. Im Bezug auf die Energiewende wieder einmal derselbe Mist wie so häufig produziert und vor allem werden die Konzepte selten zu ende gedacht. Wer sich mal intensiver mit der Energiewende beschäftigt wird feststellen, dass das Cradle to cradle Prinzip von M.Braungart der einzige begehbare Weg ist um die Probleme zu lösen. Leider ist dieser nicht von heute auf morgen umzusetzen.
    5 8 Melden
  • Migu Schweiz 25.06.2015 18:40
    Highlight Mit Solarenergie fliegen zu wollen, ist genau so ein Flop, wie in einem kalten Winter mit viel Sonne zu glauben man könne mit Solarpanels über 10 % der Panelleistung herausholen.Man macht es trotzdem.Daher ist es nichtsdestotrotz zukunftsweisend.
    8 4 Melden
  • dGehrig 25.06.2015 18:35
    Highlight Dass Flugzeuge in Zukunft bloss durch Solarenergie betrieben werden, war meines Wissens auch nicht der Gedanke der Aktion, sondern das Ausreizen aktueller Möglichkeiten.
    Das Projekt sagt aber auch ziemlich wenig aus und ist reine (leider missglückte PR).

    Aber zusammen mit beispielsweise dem aus C2O hergestellten Treibstoff (siehe Unternehmen Climeworks) bleiben Solarzellen selbst für Flugzeuge eine der attraktivsten Lösungen.
    9 1 Melden
  • locogoa 25.06.2015 18:15
    Highlight Ohne Visionäre wie Piccard, die Dinge versuchen die alle anderen für unmöglich halten, wären wir noch in der Steinzeit.
    Kritik an der Tauglichkeit des Projekts in Bezug auf Meinungsbildung bezüglich Solartechnik ist sicher angebracht, aber erst das Projekt zu loben und erst wenn ein scheitern absehbar ist zu kritisieren, ist etwas gar billig.
    Hätte Thomas Watson mit seiner Aussage aus den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts recht gehabt, würden wir heute noch mit Stift und Papier schreiben.
    24 5 Melden
  • Dani Brandt (1) 25.06.2015 17:43
    Highlight Schon am 29. März hat die Physikerin Dr. Irene Aegeter aufgezeigt, dass SOLARIMPULSE – kein WEGWEISER IN DIE ZUKUNFT ist. ihr Fazit: "Im Gegenteil: Er zeigt, wie es nicht geht. Das ist auch lobenswert!"

    http://kaltduschenmitdoris.ch/themen/stromversorgung/item/154-solarimpulse
    5 6 Melden
  • 7immi 25.06.2015 14:22
    Highlight nun, in einigen punkten haben sie sicher recht, jedoch finde ich es vermessen, so schlecht über piccard herzuziehen. mit sponsoren und herzblut trieb er ein projekt voran, welches wohl die spitzenleistungen aller technologien vereint.
    die erkenntnisse, die man aus diesem projekt mitnimmt, gehen weit über die möglichkeiten der solarenergie hinaus. u.a. wurden neue wege im strukturbau und in der regelungstechnik gegangen.
    aus meiner sicht ist ihr bericht eher besserwisserisch und allwissend, als kritisch, und scheint die tragweiten dieses projektes nicht zu erfassen.

    übrigens, herr blunschi, die maschine, auf der sie diesen artikel schrieben, wurde anfangs auch belächelt und als unnütz abgetan...
    52 2 Melden
    • Peter 25.06.2015 15:38
      Highlight Die positiven Erkenntnisse in Ehren, aber in dieser Form wird Solar Impulse kaum den gleichen Weg beschreiten wie der PC. Reine Solarflugzeuge sind auf absehbare Zeit nicht praktisch einsetzbar, im Gegensatz etwa zu Hybridflugzeugen.
      6 25 Melden
    • Supermagic 25.06.2015 16:19
      Highlight es geht und ging doch piccard überhaupt nie darum, dass es in zunkunft solarbetriebene flugzeuge geben wird. es geht um die solarenergie selbst. und um unsere unlust, uns für die logischste und günstigste form der energiegewinnung zu begeistern.
      31 3 Melden
    • Peter 25.06.2015 17:55
      Highlight Mit der Begeisterung ist es so eine Sache, wenn ein Projekt nicht vom Fleck kommt oder sogar scheitern könnte...
      6 15 Melden
    • Alnothur 25.06.2015 22:55
      Highlight In der Form, die Computer in den 30en hatten, waren sie auch vergleichsweise unnütz. Mit heutigen haben sie kaum etwas gemein. Trotzdem waren sie die Wegbereiter.
      6 0 Melden
    • 7immi 25.06.2015 23:54
      Highlight @peter
      es war ja einfach ein vergleich mit dem pc. mir ist auch klar, dass sie auf der SI2 keine artikel dchreiben oder der pc nicht solarbetrieben die erde jmrundet.

      zum zweiten: unbemannte drohnen werden schon bald in die lüfte steigen. google und co arbeiten an einigen projekten.
      2 0 Melden
  • dieser Nickname wird schon verwendet. 25.06.2015 13:42
    Highlight Ich finde es etwas schwach erst Kritik anzubringen, wenn "allen" klar ist, dass das Projekt nicht "erfolgreich" sein wird. Wenn Kritik, dann doch zum Zeitpunkt des Startes, dann wäre dieser Artikel beinahe visionär gewesen. Aber damals hat watson, soweit ich mich richtig erinnere in das allgemeine Loblied eigestimmt.


    PS: Twitterer und der Akkusativ scheinen keine Freunde zu sein.
    18 4 Melden
  • DerDude 25.06.2015 13:34
    Highlight Schon eine sehr kleinkarierte Sicht Herr Blunschi. Alleine dass er überhaupt ein Solarbetriebenes Flugzeug bauen konnte ist ein gigantischer Meilenstein. Man bedenke dass ihm ganz Anfang alle Flugzeugbauer einen negativen Bescheid gaben und behaupteten: Sein Vorhaben sei nicht umsetzbar. Die Botschaft dieses Versuches die Welt zu umrunden ist klar: Aufzuzeigen was man bereits heute alles mit Solarenergie anstellen kann und das ist bemerkenswert.
    34 3 Melden
    • Peter 25.06.2015 14:02
      Highlight Ein fragwürdiger Meilenstein, denn in dieser Form hat das Konzept keine Zukunft. Vielleicht hätte sich Piccard mit Elon Musk verbünden sollen. Der versteht es meisterhaft, visionäre Ideen in machbare Projekte überzuführen. Aber zwei solche Egos hätten wohl nicht zusammengepasst.
      7 47 Melden
    • 7immi 25.06.2015 14:27
      Highlight @peter
      echt jetzt?! ein fraglicher meilenstein? ohne solche menschen wie piccard wären wir noch immer in der steinzeit. das scheinbar unmögliche zu realisieren bringt die menschheit weiter.
      aber vielleicht ist es auch nur neid, der sie in diese subjektivität treibt...
      30 5 Melden
    • amazonas queen 25.06.2015 17:20
      Highlight Der Autor hat recht. Der Tesla ist ein Meilenstein. Ein echtes Auto welches nur mit Strom 400km weit fährt und jeden Luxus eines "echten" Autos bietet. Solar Impulse scheitert am Ende sogar schon beim Vergleich gegen eine 60 Jahre alte Tante Ju, die bei Sturm ganze Tonnen sicher befördern kann. Aufgrund der Wellblechbauweise war die selber in ihrer Zeit hochinnovativ. Piccard zeigt hier, dass man mit einem Solarflugzeug fast keine Chance hat, über einen grossen Teich zu fliegen. Das ist ein Bärendienst...
      3 5 Melden
    • Alnothur 25.06.2015 23:02
      Highlight Abgesehen vom Marketing war bei den Teslas nichts, aber auch gar nichts innovativ. Es sei denn, man bezeichnet "eine Kiste handelsüblicher LiIon-Akkus und ein Elektromotor in einen Sportwagen packen" als Innovation.
      5 0 Melden
  • HansDampf_CH 25.06.2015 13:30
    Highlight Ich finde es dreist, wie der Autor unterschwellig Politik machen will. Fachlich sehr Grenzwertig.

    Die Verknüpfung von SolarImpulse mit der Energiewende ist lächerlich. Fliegen ist eine ganz andere Disziplin.

    Völlig daneben und zum Fremdschämen. Wenn Herr Blunschi AXPO oder andere Aktien besitzt sollte er das offen legen. Verkaufen Sie uns doch nicht alle für Blöd.

    Sehr einseitig und reisserisch!

    Gehen Sie doch bitte zum Blick Herr Blunschi, da erwarte ich eine solche Berichterstattung, aber nicht bei WATSON.
    25 7 Melden
    • Peter 25.06.2015 14:00
      Highlight Ihr Kommentar ist reisserisch. Ich verknüpfe Solar Impulse in keiner Weise mit der Energiewende. Die Passage auf den Text bezieht sich auf den Kritiker und Atom-Lobbyisten Simon Aegerter. Ich selber befürworte die Energiewende, sehe aber auch die ungelösten Probleme bei den erneuerbaren Energien. Zu dieser Debatte leistet Solar Impulse keinen Beitrag. Es handelt sich um eine eher fragwürdige Spielerei.

      Und ich besitze werde Aktien von Axpo, noch will ich zum Blick gehen. Oder nach Moskau. Oder ins Pfefferland. So lange Watson mich duldet, bleibe ich...
      11 15 Melden
    • HansDampf_CH 25.06.2015 15:06
      Highlight Chapeau das Sie sich dem stellen!
      Die Verknüpfung im Artikel haben Sie aber gemacht und damit diesen Unsinn unterschwellig (deplatziert).
      Geben Sie solchen Leuten nicht noch zusätzlich Raum. Die Kaufen schon genug Airtime und Platz in den Medien.

      Mit Ihrer Kritik an Solar Impulse kann ich leben!

      Trotzdem wünsche ich dem Team noch gutes gelingen, auch wenn es von den echten Problemen im Moment eher ablenkt, als hilft.

      Da gebe ich Ihnen Recht.
      10 1 Melden
    • Peter 25.06.2015 15:39
      Highlight Das Kompliment gebe ich zurück. Freut mich, dass sie nicht nur austeilen, sondern auch einstecken können.
      6 1 Melden
    • Angelo C. 25.06.2015 17:29
      Highlight Da ich Peter Blunschi schon mehrfach bei bestimmten Artikeln (zurecht oder zuunrecht) in der Luft zerrissen habe, möchte ich ihm vor solchen BLICK-Doofmannssprüchen gerne auch einmal in Schutz nehmen! Tatsache ist doch, dass Piccard sich diesen ebenso medienträchtigen wie ineffizienten Gag ausgedacht hat, was ihm natürlich unbenommen, da auch etwas lustig ist. Die Kehrseite der Medaille jedoch ist sicherlich, dass dieses Unternehmen NULL Nutzeffekt hat, auch nicht zu kommerzialisieren ist. Selbst der Werbeeffekt für die Nutzung der Solarenergie ist äusserst marginal. Und da die Tage nun immer kürzer werden, hat Piccard jetzt ein echtes Problem, denn vor dem Stichtag am 5. August muss die Atlantiküberquerung gelungen sein. Nicht auszuschliessen, dass dies eventuell mit letzter Kraft noch gelingt, doch selbst Piccard schliesst nicht aus, dass die Blockade bis zu einem Jahr dauern kann. Und so stellen sich nicht nur dem Autor des Artikels absolut berechtigte Fragen, zumal das Unternehmen an sich bleibt, was es schon immer war : fragwürdig, und von x Zufällen abhängig. Und diese Erkenntnis wird inzwischen auch von den Fakten unterstrichen und so muss es erlaubt sein, Solar Impulse 2 zu hinterfragen! Ob dies allerdings gleich auch noch automatisch zum BLICK-Level hin führt, ist für mich (und wohl auch andere) nicht wirklich nachvollziehbar.
      2 3 Melden
  • Flint 25.06.2015 12:48
    Highlight Ich finde den Artikel auch zu hart. Klar, SI2 zeigt die Grenzen der Solartechnologie auf. Dem Argument ist nichts einzuwenden. Jedoch fehlt im Artikel devinitiv die positive Seite Herr Blunschi. Piccard zeigt auf, was vielen nicht mehr bewusst ist, mit welcher Selbstverständlicheit heute geflogen wird. Schlechtes Wetter wird kommentarlos durch- oder umflogen, Nacht oder Tag ist egal, weite Distanzen haben keinen grossen Einfluss mehr auf die Sicherheit. Fällt mal ein Flug wegen schlechtem Wetter aus wird sofort reklamiert und die News berichten darüber. SI2 zeigt genau hier, dass wir noch lange Zeit in der Luftfahrt auf Verbrennungsmotoren angewiesen sein werden und gerade auch deshalb unseren Verbrauch kritisch anschauen müssen. Sonst verlieren wir viel zu früh das Privilleg, einfach immer und überall hinfliegen zu können.

    Dass die SI2 Mission schwierig zu meistern ist, war Piccard auf jeden Fall von Anfang an bewusst.

    Kritisch sein ist richtig und wichtig, jedoch fehlt hier eine ausgewogenere Betrachtungsweise (beim SRF Artikel übrigens auch).
    39 6 Melden
  • Gelöschter Benutzer 25.06.2015 12:44
    Highlight Picard hat die Erwartungen mit seiner PR Maschiene extrem hochgeschraubt. Zur Zeit ist er nicht mehr mit Fliegen beschäftigt sondern nur noch damit den Misserfolg zu rechtfertigen. Dass so ein Flug draussen stattfindet und somit dem Wetter ausgesetzt ist hätte ja wirklich niemand gedacht !
    9 16 Melden
  • Martin Sommer (1) 25.06.2015 12:11
    Highlight Hätte sich der Herr Picard mit dem IPCC kurzschliessen sollen um ein Gesuch für ein paar Chemtrailfreie Tage stellen sollen... Das kann nicht funktionieren wenn die eine hälfte der Energiemultis gas gibt, und die andere die Handbremse zieht. So muss es wohl Nicola Tesla auch schon ergangen sein. Willkommen im Zeitalter der künstlichen Krisen unter einer globalen Korporatokratie.
    5 23 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.06.2015 13:28
      Highlight Herr Sommer,
      Der Konsum von LSD vor der Abenddämmerung ist schlecht. Chemtrails klaaar, die Mondlandung war auch ein Fake oder was?
      13 2 Melden
    • Martin Sommer (1) 25.06.2015 17:22
      Highlight Herr Panzer, da muss ich ihnen widersprechen, die Wirkung des Lysergsäutediethylamids korreliert in keinster weise mit der Intensität des Sonnenlichts. Fragen Sie doch mal den Herrn Kubrick betreffend den Aufnahmen der Mondlandung. Er wird ihnen da sicherlich auf die Sprünge helfen, meiner Meinung nach ist die Mondlandung so Fake wie die Schleierwolken die Heute aufgezogen wurden. Beobachten sie selbst, wenn im Wetterbericht für den nächsten Tag von Schleierwolken die Rede ist, sehen sie am nächsten Morgen "contrails" soweit das Auge reicht.
      0 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.06.2015 17:58
      Highlight Meine Güte Herr Sommer was nehmen sie für Drogen? Ist doch nicht ihr Ernst oder? Ich bin ja auch kritisch was "offizielle Versionen", vorallem aus den USA, angeht aber sowas kann man doch nicht vor der Öffentlichkeit geheim halten. Siehe Snowdn..
      PS: Können sie mir ihren Dealer verraten? Will auch mal solche Hirngespinste erleben....
      4 0 Melden
    • Martin Sommer (1) 25.06.2015 18:23
      Highlight Herr Panzer, so habe ich vor ein paar Jahren auch geredet. Ich kann ihnen nur empfehlen sich folgende Links anzusehen. Und gegebenenfalls selbst Recherche zu betreiben.

      Geo Engineering:


      Kubrick und der Mann im Mond:

      0 0 Melden
  • EMkaEL 25.06.2015 12:10
    Highlight weil das wetter nicht mitspielt ist das Flugzeug ein Flop..?! ähm.. ja genau..! O.o
    23 5 Melden
    • koala 25.06.2015 13:46
      Highlight Stimmt! Jedoch fällt mir dazu ein Spruch ein: "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung." Definitionssache..
      7 2 Melden
  • Tom Garret 25.06.2015 11:53
    Highlight Ich finde Herr Blunschi geht hier zu Hart ins Gericht mit Piccard. Piccard ist ein Visionär, er macht Dinge die man eigentlich noch nicht machen kann. Eben halt den Versuch mit einem nur mit Solar betriebenen Flugzeug die Erde zu umrunden. Die Photovoltaik war noch vor nicht all zu langer Zeit völliger Schwachsinn (da die Herstellung mehr Energie benötigte als die Zellen danach zur Lebzeiten herstellten). Es gab hier also einen enormen Sprung und niemand weiss wie es in 10 Jahren aussieht. Ich finde wir brauchen mehr Visionäre die was wagen und weniger Kritiker die das dann schlecht reden...
    78 10 Melden
    • Thinkerer 25.06.2015 12:17
      Highlight Zustimmung. Blunschi ist ein Schlechtmacher. Die Solar-Impulse-Leute versuchen gerade etwas sehr Ambitioniertes, und dafür gebührt ihnen alles Lob der Welt. Die Photovoltaik wird weitere Fortschritte machen, das ist schon heute klar, und auch wenn sie am Schluss nicht taugen wird für den alleinigen Antrieb von Flugzeugen, ist sie schon heute vielversprechend.

      Blunschi, Sie sind kein Visionär. Das ist ok, aber bitte machen Sie nicht den Visionär schlecht. Ohne Visionäre wären wir heute lange nicht da, wo wir sind.
      29 5 Melden
    • Peter 25.06.2015 13:00
      Highlight @Thinkerer: Richtig, ich bin kein Visionär, ich orientiere mich lieber am Machbaren. Ich habe gar nichts gegen Visionäre, aber wenn Anspruch und Realität derart weit auseinanderklaffen, tun sie sich und ihrer Sache keinen Gefallen.
      8 22 Melden
    • HansDampf_CH 25.06.2015 13:38
      Highlight
      2 0 Melden
    • hanswurst 25.06.2015 13:54
      Highlight @Peter:
      Hast Du dir die "Flugzeuge" der Wright Brüder angeschaut? Also im Vergleich dazu sind Anspruch und Realität hier verschwindend klein beieinander.
      Ein weiteres Beispiel sind Computer. Anspruch und Realität von Computern für den Heimbereich lagen noch bis vor 25 Jahren so weit auseinander, dass man als Spinner verschrien wurde wenn man diese Technologie für Konsumenten verwendbar machen wollte weil es so unrealistisch war.
      17 3 Melden
    • Alnothur 25.06.2015 23:17
      Highlight HansDampf_CH: man sollte den Atomgegnern vielleicht mal klar machen, dass man den für Jahrzehntausende stark strahlenden Atommüll risikolos in deutlich kleinere Mengen Atommüll, der lediglich maximal ein paar Jahrhunderte strahlt, "verbrennen" lässt. Es gibt nicht nur den störfälligen, teuren Leichtwasserreaktor! Dieser war ursprünglich übrigens nur als "Übergangslösung" gedacht.
      Und von Fusionskraftwerken fang ich gar nicht an. Ob der populistischen "Energiewende" wurden da erfolgversprechenden Projekten Gelder entzogen, obwohl damit die Unzulänglichkeiten der Alternativenergien bleiben.
      1 3 Melden
  • P hilip 25.06.2015 11:35
    Highlight Ohhh, Blunschi Sie müssen wohl alles schlecht machen. Zuerst die SRG und jetzt noch Solar Impuls.

    Klar kann es sein, dass Solar Impuls es dieses Jahr nicht schafft. Aber ein Projekt mit Erfolgsgarantie gibt es nicht oder lohnt sich nicht.

    Und überhaupt die Erdumrundung mit dem Ballon klappte auch erst mit dem dritten versuch.
    66 7 Melden
    • Peter 25.06.2015 12:05
      Highlight Muss ich nicht. Aber Piccard hat Erwartungen geschürt, die er nun nicht erfüllen kann. Es ist niemandem geholfen, wenn sich Solar Impulse zur Negativwerbung für Solarenergie entwickelt. Bereits wird in Leserbriefen ein Loblied auf die fossilen Energien angestimmt. So war es sicher nicht gemeint.
      13 25 Melden
    • P hilip 25.06.2015 12:16
      Highlight Ok, Sie haben recht. Als ich das erste mal von Solar Impuls gehört habe dachte ich, dass sie in einem Flug die Umrundung machen wollen. Das war dann ne Enttäuschung. :))

      Trotzdem finde ich es immernoch eine super Sache!
      10 2 Melden
    • Thinkerer 25.06.2015 12:22
      Highlight Ach was, Peter. Solche Loblieder sind doch sehr vorhersehbar, sie sind und waren nie wirklich wichtig - und es gibt sie sowieso. Wurde die Mondlandung nach dem Apollo-1-Desaster abgesagt? Nein.
      15 3 Melden
    • DerDude 25.06.2015 13:40
      Highlight OMG die Öl-Lobby singt ein Loblied auf Fossile Brennstoffe … Oh nein wir werden alle sterben. Come on. Seit wie vielen Jahren machen die das nun schon? Ob Misserfolg oder Erfolg. Das Loblied wird sowieso gesungen …
      Sich derart blenden zu lassen gehört schon fast zu «Wutbürgerissmus»
      4 0 Melden
    • Schreiberling 25.06.2015 15:23
      Highlight Dem Herrn Blunschi scheint etwas über die Leber gekrochen zu sein. Seine Artikel waren zuletzt immer abwertend. Und auch bei den Usern scheinen sie nicht so gut anzukommen wie man hier sieht.
      Ich finde einige Punkte sind berechtigt. Allerdings ist der Artikel - wie schon von meinen Vorrednern erwähnt - ziemlich unfair gehalten.
      9 2 Melden
    • Peter 25.06.2015 15:42
      Highlight @Schreiberling: Eigentlich bin ich ganz gut drauf. Und immerhin lösen meine Artikel kontroverse Diskussionen aus. Ich finde es gut, dass sich die Verfechter der Solarenergie zu Wort melden, bleibe aber dabei, dass SI ein schlechter Werbeträger für diese gute Sache ist.
      3 3 Melden
    • Alnothur 25.06.2015 23:05
      Highlight DerDude: viele Grossunternehmen in der Ölindustrie investieren vor Allem immense Summen in andere Energieformen. Das sind nicht alles so Betonköpfe, wie du dir das vorstellst ;)
      1 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 25.06.2015 11:33
    Highlight Mit so eine Einstellung würden wir noch mit Pferde zur Arbeit gehen. Daumen hoch für Piccard und seinen Unternehungsgeist.
    96 4 Melden

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