Der Geheimdienstausschuss forderte den wegen seiner Russlandkontakte gefeuerten Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn per Vorladung auf, alle relevanten Dokumente vorzulegen.
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Trump hatte Comeys Entlassung «schon seit längerem geplant»
Die Entlassung von FBI-Chef James Comey hält Washington weiter in Atem. Der US-Senat forciert die Ermittlungen dazu, ob es ungebührliche Verbindungen zwischen Russland und Präsident Donald Trumps Wahlkampfteam gab.
Der Geheimdienstausschuss forderte den wegen seiner Russlandkontakte gefeuerten Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn per Vorladung auf, in dem Fall alle relevanten Dokumente vorzulegen. Eine informelle Bitte des Ausschusses dazu habe Flynn Ende April abgelehnt, erklärten der republikanische Vorsitzende Richard Burr und der ranghöchste Demokrat des Gremiums, Mark Warner.
Der Chef der demokratischen Minderheit im Senat, Chuck Schumer, forderte die Einsetzung eines Sonderermittlers. Auch Demonstranten vor dem Weissen Haus in Washington und in anderen US-Städten verlangten eine unabhängige Untersuchung.
Die Demokraten bekräftigten ihren Vorwurf, dass Comey gefeuert worden sei, um die Ermittlungen des FBI zu behindern. Comey habe die Abgeordneten in den vergangenen Tagen darüber informiert, dass er vom Justizministerium mehr Personal für die Untersuchung des FBI beantragt habe, verlautete aus Kongress-Kreisen.
Der Geheimdienstausschuss des Senats habe das FBI zuvor aufgefordert, bei den Russlandermittlungen Tempo zu machen. Auch die oberste Demokratin im Rechtsausschuss des Senats, Dianne Feinstein, sagte, ihres Wissens nach habe Comey beim Justizministerium mehr Ressourcen beantragt. Der Sprecher des Justizministeriums, Ian Prior, wies entsprechende Medienberichte als «total falsch» zurück.
Trump hatte die Entlassung ohnehin «schon seit längerem geplant»
US-Präsident Donald Trump hatte die Entlassung von FBI-Chef James Comey nach eigenen Worten schon seit längerem geplant. Trump sagte am Donnerstag in einem TV-Interview mit NBC News, die Initiative für den Rauswurf Comeys sei von ihm selbst ausgegangen
Dies sei seine Entscheidung gewesen, sagte Trump. Der Sprecher des Weissen Hauses, Sean Spicer, hatte hingegen am Dienstag zu der völlig überraschenden Entlassung des Direktors der Bundespolizei gesagt, der Präsident sei damit einer Empfehlung durch die Leitung des Justizministeriums gefolgt.
Das Weisse Haus veröffentlichte auch ein Memorandum des stellvertretenden Justizministers Rod Rosenstein, in dem Comey hart für seinen Umgang mit der E-Mail-Affäre der früheren Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton kritisiert wird.
Der FBI-Chef war während des Wahlkampfs mit Informationen zur Untersuchung des regelwidrigen Umgangs der Ex-Aussenministerin mit ihren dienstlichen Mails an die Öffentlichkeit gegangen. Clinton machte ihn deshalb für ihre Niederlage gegen Trump mitverantwortlich.
Der Präsident sagte nun jedoch, seine Entscheidung, Comey abzusetzen, habe nichts mit der Empfehlung durch das Justizministerium zu tun. Er warf Comey vor, ein «Angeber» und «Prahler» zu sein und das FBI in «Aufruhr» versetzt zu haben.
Wahl zugunsten Trumps beeinflusst?
Hintergrund der Ermittlungen sind Vorwürfe, Russland habe die US-Wahl zugunsten von Trump beeinflusst. Trump und die Regierung in Moskau weisen dies zurück. Trump hatte Flynn entlassen, nachdem er eingeräumt hatte, falsche Informationen über Kontakte zum russischen Botschafter geliefert zu haben.
Anfang der Woche wurden neue Einzelheiten in dem Fall bekannt. Demnach soll die neue US-Regierung früher als bislang bekannt darüber informiert worden sein, dass Flynn ein Sicherheitsrisiko darstellen könnte. Comeys plötzliche Entlassung verlieh den Ermittlungen neue Brisanz, da dieser ebenfalls eine russische Einflussnahme prüfte.
Der demokratische Senator Schumer appellierte an den republikanischen Mehrheitsführer Mitch McConnell, mit allen Senatoren zu sprechen, um eine Befragung von Justizminister Jeff Sessions in dem Fall vorzubereiten. «Wir wissen dass Direktor Comey Ermittlungen dazu führte, ob es Verbindungen zwischen den Russen und der Trump-Kampagne gab, was eine schwerwiegende Straftat wäre. Kam er dem Präsidenten mit diesen Ermittlungen zu nahe?» fragte Schumer.
Republikaner verteidigen Trump
Prominente Republikaner verteidigten Trumps Entscheidung, Comey zu feuern. McConnell warf den Demokraten vor, sie beklagten sich über die Entlassung eines FBI-Chefs, den sie selbst immer wieder scharf kritisiert hätten.
Die Einsetzung eines Sonderermittlers würde bestehende Untersuchungen wie die im Geheimdienstausschuss des Senats behindern. Der oberste Republikaner im Repräsentantenhaus, Paul Ryan, sagte dem Fernsehsender Fox, der Präsident habe durchaus die Befugnis, Comey zu entlassen. Ein Sonderermittler sei unnötig.
Der ranghöchste Demokrat im Geheimdienstausschuss, Warner, sagte, gemeinsam mit dem republikanischen Vorsitzenden Burr habe er Comey gebeten, am kommenden Dienstag hinter verschlossenen Türen vor dem Gremium auszusagen. Ob Comey die Einladung annehmen würde, war zunächst unklar.
Insidern zufolge war der Auslöser für Comeys plötzliche Entlassung seine Weigerung, eine Aussage vor dem Kongress vorab mit Trump zu besprechen. Solche Vorbesprechungen sind bei Kongressanhörungen üblich. Comey habe sich jedoch geweigert und «damit den Eindruck erweckt, er könne seine Pflichten nicht mehr erfüllen», hiess es. Allerdings sei Trump bereits seit Monaten über Comey verärgert gewesen.
In den Fokus rückte am Donnerstag auch der stellvertretende Justizminister Rod Rosenstein. Er hatte in einem Brief an Trump das Verhalten Comeys in der E-Mail-Affäre Hillary Clintons kritisiert.
Als potenzieller Kandidat für die FBI-Chefstelle gilt Andrew McCabe.
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Noch kein Nachfolger für Comey
Der Senat muss den neuen FBI-Chef bestätigen. Bislang hat Trump noch keinen Nachfolger für Comey benannt. Als potenzielle Kandidaten gelten der jetzt amtierende FBI-Chef Andrew McCabe, der stellvertretende Direktor Paul Abbate, sowie die FBI-Agenten Michael Anderson aus Chicago und Adam Lee aus Virginia (sda/reu/afp/dpa)
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20. Januar 2017: Donald Trump tritt sein Amt als 45. Präsident der USA an, Barack Obama tritt ab. AP/AP / Andrew Harnik
21. Januar 2017: Trump bei CIA. AP/AP / Andrew Harnik
22. Januar 2017: Trump mit Vize Mike Pence zeigt einen Brief von Barack Obama. AP/AP / Andrew Harnik
23. Januar 2017: Trump kündigt das Trans-Pazifische Abkommen. AP/AP / Evan Vucci
24. Januar 2017: Trump trifft sich mit den Bossen der Autoindustrie im Weissen Haus. AP/AP / Pablo Martinez Monsivais
25. Januar 2017: Trump unterzeichnet ein Dekret zum Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko. AP/AP / Pablo Martinez Monsivais
26. Januar 2017: Donald Trump, sein Vize Mike Pence und Paul Ryan, Sprecher des Repräsentantenhauses, während einer Veranstaltung der Republikaner in Philadelphia. AP/AP / Matt Rourke
27. Januar 2017: Trump mit der britischen Premierministerin Theresa May im Weissen Haus. AP/AP / Pablo Martinez Monsivais
28. Januar 2017: Trump telefoniert im Oval Office mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel. AP/AP / Andrew Harnik
29. Januar 2017: Trump telefoniert mit dem saudiarabischen König Salman bin Abd al-Aziz Al Saud. AP/AP / Manuel Balce Ceneta
30. Januar 2017: Trump trifft sich mit Wirtschaftsbossen. AP/AP / Evan Vucci
31. Januar 2017: Trump nominiert Neil Gorsuch für den seit einem Jahr vakanten Sitz am Obersten Gerichtshof. AP/AP / Carolyn Kaster
1. Februar 2017: Trump führt Aussenminister Rex Tillerson in sein Amt ein. AP/AP / Carolyn Kaster
2. Februar 2017: Trump trifft Harley-Davidson-Chef Matthew S. Levatich. AP/AP / Pablo Martinez Monsivais
3. Februar 2017: Trump verabschiedet sich auf der Andrews Air Force Base und fliegt für ein Weekend nach Florida. AP/AP / Susan Walsh
4. Februar 2017: Von diesem Tag gibt es kein Bild von Trump, er ist ja in Florida. Derweil gibt es in Washington eine Demonstration gegen den Bau der Mauer an der mexikanischen Grenze. AP/AP / Manuel Balce Ceneta
5. Februar 2017: Trump wird in seinem International Golf Club in West Palm Beach mit Musik empfangen. AP/AP / Susan Walsh
6. Februar 2017: Trump spricht auf der MacDill Air Force Base in Tampa zu Soldaten. AP/AP / Susan Walsh
7. Februar 2017: Trump empfängt im Weissen Haus Sheriffs und wird von diesen beschenkt. AP/AP / Evan Vucci
8. Februar 2017: Trump nach einem Treffen mit Intel-CEO Brian Krzanich (hinten links). AP/AP / Pablo Martinez Monsivais
9. Februar 2017: Der neue Justizminister Jeff Sessions leistet den Amtseid. AP/AP / Pablo Martinez Monsivais
10. Februar 2017: Trump trifft den japanischen Premierminister Shinzo Abe im Weissen Haus. AP/AP / Andrew Harnik
11. Februar 2017: Ein Konvoi mit Trump und Shinzo Abe trifft in Trump International Golf Club in West Palm Beach ein. AP/AP / Susan Walsh
12. Februar 2017: Trump besteigt auf dem Palm Beach International Airport die Air Force One um nach Washington zurückzufliegen. AP/AP / Susan Walsh
13. Februar 2017: Trump trifft den kanadischen Premierminister Justin Trudeau im Weissen Haus. AP/AP / Andrew Harnik
14. Februar 2017: Paul Ryan, Sprecher des Repräsentantenhauses, schaut Trump über die Schulter, als dieser ein Gesetz Obamas gegen die Korruption rückgängig macht. AP/AP / Evan Vucci
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16. Februar 2017: Pressekonferenz im Weissen Haus. AP/AP / Pablo Martinez Monsivais
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29. März 2017: Trump mit Melania bei einem Meeting im Weissen Haus. AP/AP / Andrew Harnik
30. März 2017: Trump empfängt den dänischen Premierminister Lars Lokke Rasmussen im Oval Office. AP/AP / Andrew Harnik
31. März 2017: Trump mit Vize Pence vor der Unterzeichnung eines Handelsgesetzes im Oval Office. AP/AP / Andrew Harnik
3. April 2017: Trump empfängt den ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah Al-Sisi (nur die Hand sichtbar) in Washington. AP/AP / Andrew Harnik
4. April 2017: Trump bei einer Konferenz der Gewerkschaft in Washington. AP/AP / Susan Walsh
5. April 2017: Trump begrüsst den jordanischen König Abdullah II. im Garten des Weissen Hauses. AP/AP / Andrew Harnik
6. April 2017: Trump gibt in Mar-a-Lago in Palm Beach Auskunft über die US-Luftangriffe in Syrien. AP/AP / Alex Brandon
7. April 2017: Trump trifft den chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Florida. AP/AP / Alex Brandon
8. April 2017: Wieder einmal ist Trump in seinem Golf-Resort in Florida. AP/AP / Alex Brandon
9. April 2017: Trump ist nach dem Golf-Weekend in Florida wieder in Washington zurück. AP/AP / Pablo Martinez Monsivais
10. April 2017: Neil Gorsuch legt seinem Amtseid als Mitglied des Obersten Gerichtshof ab. AP/AP / Evan Vucci
11. April 2017: Treffen mit Wirtschaftsvertretern im Weissen Haus. AP/AP / Evan Vucci
12. April 2017: Trump trifft Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg im Weissen Haus. AP/AP / Andrew Harnik
13. April 2017: Trump trifft wieder einmal in Florida ein. AP/AP / Alex Brandon
14. April 2017: Trump in seinem Golfresort in Florida. AP/AP / Alex Brandon
15. April 2017: Trumps Wagenkonvoi in West Palm Beach, Florida. AP/AP / Alex Brandon
16. April 2017: Trump, Melania und Sohn Barron Trump kommen an Bord der Air Force One auf dem Palm Beach International Airport. AP/AP / Alex Brandon
17. April 2017: Osterfeier im Weissen Haus. AP/AP / Carolyn Kaster
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24. April 2017: Trump mit Tochter Ivanka während eines Videogesprächs mit der ISS. AP/AP / Susan Walsh
25. April 2017: Trump am United States Holocaust Memorial Museum's National Days of Remembrance. AP/AP / Carolyn Kaster
26. April 2017: Trump empfängt im Oval Office Lehrerinnen aus dem ganzen Land. AP/AP / Andrew Harnik
27. April 2017: Trump mit einer Gruppe von Kindern am Zukunftstag (Take Our Daughters and Sons to Work Day) im Weissen Haus. AP/AP / Evan Vucci
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