Aktuelle Themen:

Bei Protesten an der Grenze kamen am Freitag mehrere Palästinenser ums Leben. Bild: EPA/EPA

Reaktion auf getötete Palästinenser: 50 Raketen aus Gazastreifen auf Israel abgefeuert

Publiziert: 04.05.19, 10:52 Aktualisiert: 04.05.19, 14:07

Vier Palästinenser sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza am Freitag bei Protesten an der Grenze zu Israel und bei Luftangriffen von der israelischen Armee getötet worden. Rund 50 Palästinenser seien verletzt worden.

Nach Angaben der israelischen Streitkräfte wurden zudem zwei israelische Soldaten an der Grenze durch Schüsse verletzt. Als Reaktion habe Israels Luftwaffe einen Militärposten der im Gazastreifen herrschenden radikalislamischen Hamas angegriffen.

Der militärische Hamas-Flügel teilte mit, zwei seiner Mitglieder seien bei dem israelischen Luftangriff getötet worden. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums handelte es sich um zwei Männer im Alter von 29 und 33 Jahren.

Ein Sprecher des Ministeriums teilte weiter mit, es seien zudem zwei Palästinenser bei Protesten an der Grenze im südlichen Gazastreifen erschossen worden. Unter den rund 50 Verletzten seien zwölf Kinder und zwei Frauen sowie drei Sanitäter und eine Journalistin.

50 Raketen auf Israel

Die militanten Palästinenserfraktionen im Gazastreifen teilten in einer gemeinsamen Stellungnahme mit, man werde den Tod der vier Palästinenser rächen. Bereits am Samstag wurden nach Angaben der israelischen Armee am Samstag rund 50 Raketen auf Israel abgefeuert.

Dutzende Geschosse seien abgefangen worden, teilte die Armee mit. Das Militär reagierte nach eigenen Angaben mit einem Luftangriff auf zwei Raketenwerfer in dem Palästinensergebiet. Ob es Opfer in Israel oder im Gazastreifen gab, war zunächst unklar.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind bei teilweise gewaltsamen Protesten seit März vergangenen Jahres mehr als 270 Palästinenser getötet und Tausende verletzt worden.

Israel hält seit mehr als zehn Jahren eine Blockade über den Küstenstreifen aufrecht, die von Ägypten mitgetragen wird. Die Massnahme wird mit Sicherheitserwägungen begründet. Die Hamas wird von Israel, USA und EU als Terrororganisation eingestuft. (leo/sda/dpa)

Israel fliegt Gegenangriffe im Gazastreifen

Video: srf

Israel gegen Iran

Ein F-16-Jet der israelischen Armee (Archivbild). Acht Kampfflugzeuge waren am Samstag am Angriff auf die syrische Militärbasis T4 in der Nähe von Palmyra beteiligt. EPA/EPA / ABIR SULTAN
Ein Kampfjet wurde bei der Mission beschädigt und stürzte über israelischem Gebiet ab. AP/Yehunda Pinto / Yehunda Pinto
Pilot und Navigator konnten sich mit dem Schleudersitz retten. Sie haben überlebt. EPA/EPA / ABIR SULTAN
Die syrische Luftwaffe feuerte eine ganze Salve an Flugabwehrraketen auf die israelischen Jets ab. Diese Luftabwehrrakete ging in einem Dorf im Libanon zu Boden. EPA/EPA / ZYAD SHOUFI
Trümmer der syrischen Boden-Luft-Rakete in der Nähe des libanesischen Dorfes Rayak. EPA/EPA / LUCIE PARSEGHIAN
Zwischen Syrien und den von Israel besetzten Golanhöhen hat die Uno eine Pufferzone eingerichtet, um Zusammenstöße zu verhindern. Soldaten der Uno-Mission Undof beobachten die Lage. EPA/EPA / ATEF SAFADI
Seit Jahren hat die israelische Armee Flugabwehrraketen entlang der Grenze zum Libanon und zu Syrien aufgestellt. Sie gehören zur sogenannten «Eisenkuppel». EPA/EPA / ATEF SAFADI
Israels Regierung im Krisenmodus: Generalstabschef Gadi Eizenkot und Premierminister Benjamin Netanyahu beschliessen weitere Schritte. EPA/EPA / ATEF SAFADI

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben