Zürcher «Dolder» schreibt erstmals seit der Renovierung 2008 schwarze Zahlen
Das Hotel, dem Gutbetuchte vertrauen.
Bild: KEYSTONE
Premiere am Zürichberg: Erstmals seit der vollständigen Erneuerung des Fünfsternehauses im Jahr 2008 schreibt die Dolder Grand AG schwarze Zahlen. Im vergangenen Jahr erzielte das Luxushotel mitsamt dem «Dolder Waldhaus», der Kunsteisbahn und dem Bad einen Gewinn von 28'000 Franken.
Ein genauerer Blick in die am Dienstag veröffentlichten Zahlen zeigt jedoch, dass der Hauptaktionär Urs E. Schwarzenbach auf eine Forderung in der Höhe von 15.4 Millionen Franken verzichtete. Dies lässt die Zahlen weitaus besser aussehen, als sie tatsächlich sind.
[Anm. d. Red.: Die Nachrichtenagentur SDA berichtete zuerst von einem Gewinn von 28 Millionen Franken, hat nun die Zahl aber auf 28'000 Franken korrigiert.]
Nach oben zeigt auch der Umsatz des Fünfsternehauses. Dieser konnte um 2.31 Millionen Franken gesteigert werden und lag bei 66.6 Millionen. Auch die Zahl der vermieteten Zimmer legte zu. Sie lag bei knapp 38'000, das sind 2.4 Prozent mehr als 2014.
Alleinstellung als Merkmal – Die abgelegensten Hotels der Welt
Osterinsel: Abgelegen trifft es. Die chilenische Pazifikinsel ist 2000 Kilometer entfernt vom nächsten Landflecken, der britischen Kolonie Pitcairn. Typisch sind hier die Steinskulpturen, Moai genannt, deren Zweck und Alter noch immer ungeklärt sind. (Bild: Hotel Explora)
Hotel Explora Rapa Nui: Die Explora-Gruppe unterhält in Südamerika sechs Hotels. Alle liegen in atemberaubenden Landschaften wie Patagonien, der Atacama-Wüste oder der Osterinsel. (Bild: Hotel Explora)
Architektur und Interieur im Explora-Hotel nehmen Bezug auf die einheimische Kultur. WLAN ist auf den Zimmern out. (Bild: Hotel Explora)
Fogo Island Inn in Neufundland: Vielleicht nicht richtig hübsch, aber seiner kargen Umgebung angepasst ist das Hotel auf der Insel Fogo in Kanada. (Bild: Fogo Island Resort)
Wo sind sie? Im Frühling ziehen an der Küste Fogos Hunderte Eisberge vorbei, die aus dem Norden kommen. (Bild: Fogo Island Resort)
Damit die Gäste auch ja keinen Eisriesen verpassen, reichen die Fenster des Fogo Island Inn auch vor dem Bett bis zum Boden. (Bild: Fogo Island Inn Resort)
Wolwedans Dune Lodge: Die fünf Zelt-Öko-Camps liegen im privaten Namib Rand Nature Reserve. Warmes Duschwasser gibt es dank Solarzellen. (Bild: Fabian von Poser)
Abhängen im afrikanischen Abendlicht: Zur Rezeption muss man sehr lange laufen – so abgelegen sind die einzelnen Camps. Aber das will ja auch keiner – man reist wegen der Einsamkeit an. (Bild: Fabian von Poser)
Safari im Namib Rand Nature Reserve: Das Hotel bietet Tierbeobachtungstouren an. Mit Glück lassen sich Antilopen und Zebras aber auch von der Terrasse aus beobachten. (Bild: Fabian von Poser)
Saffire Freycinet Hotel in Tasmanien: Wilde Tasmanische Teufel sind selten geworden, die wilde Natur der australischen Insel liegt gleich vor den Lodge-Fenstern. (Bild: Saffire Freycinet Hotel)
Zwei Stunden lang dauert die Fahrt von der Inselhauptstadt Hobart bis zur Great Oyster Bay. (Bild: Stuart Vesty / Saffire Freycinet)
Geformt wie ein Stachelrochen, liegt das Luxushotel an der Austerbucht, davor sind die Gästepavillons angeordnet. (Bild: Saffire Freycinet Hotel)
Hotel Arctic bei Ilulissat: Die Iglus werden von Mai bis September vermietet und stehen nur wenige Meter vom Haupthaus entfernt. Von ihnen aus blickt man über die bunten Häuser der kleinen Stadt auf die Disko-Bucht. (Bild: Hotel Arctic)
Erik Bjerregaard, Chef des Hotel Arctic, mit Welpen: Hundeschlitten sind das meistgenutzte Verkehrsmittel der Insel – das Hotel hält selbst zwölf der Tiere. (Bild: Hotel Arctic)
Eisberg im Ilulissat-Fjord: Die Disko-Bucht in der Baffin Bay gehört seit 2004 zum Welterbe der UNESCO und ist das Hauptreiseziel in Grönland. (Hotel Arctic)
«Waldhaus» wird im September geschlossen
Auf die Logiernächte hatte dies jedoch keinen Einfluss: Die Gäste bleiben offenbar etwas weniger lange, so dass die Zahl der Übernachtungen unverändert bei etwa 53'000 liegt. Die durchschnittliche Auslastung lag 2015 bei 59.1 Prozent. Ein Zimmer kostete im Schnitt 769 Franken, das sind 18 Franken mehr als 2014.
Schlechter sehen die Zahlen jedoch für das Viersternehotel «Waldhaus» aus, das bald einem Neubau weichen soll. Dort nahmen sowohl die Zahl der vermieteten Zimmer als auch die Logiernächte und die Auslastung deutlich ab. Und dies, obwohl die Zimmer etwas günstiger waren.
Ende September wird das sanierungsbedürftige «Waldhaus» aus den frühen 1970er-Jahren geschlossen und durch einen Neubau ersetzt.
2Das Waldhaus Dolder 1905.
bild: wikicommons/adrian michael
(sda)
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