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Portugals Katastrophenschutz rief Anwohner in den Küstengebieten auf, Spaziergänge am Wasser zu meiden. (Symbolbild) Bild: shutterstock

Sturm «Leslie» erreicht Portugal – Behörden warnen vor Überschwemmungen

Publiziert: 14.10.18, 05:30 Aktualisiert: 14.10.18, 08:54

Der Sturm «Leslie» hat in der Nacht zu Sonntag die portugiesische Westküste erreicht. Die Windgeschwindigkeiten gingen laut Nationalem Hurrikan Zentrum in Miami auf 110 Kilometer pro Stunde zurück, der Hurrikan wurde zu einem tropischen Wirbelsturm herabgestuft.

«Leslie» werde im Laufe des Sonntags weiter ins Inland und auch über Spanien ziehen, hiess es in der Prognose. In Böen könnte die Windgeschwindigkeit auch bei über 110 Stundenkilometern liegen. Am Sonntagabend werde der Sturm voraussichtlich abgezogen sein. Gewarnt wurde auch vor starken Regenfällen, die zu Überflutungen führen könnten.

Laut dem Wetterdienst Kachelmannwetter wurden am späten Samstagabend an der Landspitze Cabo Carvoeiro nördlich von Lissabon 100 Stundenkilometer gemessen.

Für 13 von 18 Festlandbezirke, darunter Lissabon, galten entsprechende Warnungen. Portugals Katastrophenschutz rief Anwohner in den Küstengebieten auf, Spaziergänge am Wasser zu meiden. Ausläufer des Sturms sollten auch die Azoren, die Kanaren und Marokko erreichen.

«Leslie» ist ungewöhnlich unter den Stürmen. Hurrikane sind auf der amerikanischen Seite des Atlantiks normal. Sie haben aber selten für Europa zerstörerische Auswirkungen. Vor wenigen Tagen war Mallorca von einem verheerenden Unwetter heimgesucht worden. (sda/dpa/ap)

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Video: srf

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Hurrikan «Michael» in Bildern:

Hurrikan «Michael» traf als Hurrikan der Stufe fünf auf US-amerikanisches Festland. Panama City in Florida wurde besonders hart getroffen. EPA/EPA / DAN ANDERSON
Das Nationale Hurrikanzentrum der USA sprach von einem Rekordsturm in der Region, wobei das genaue Ausmass der Folgen am heutigen Donnerstagmorgen noch unklar war. EPA/EPA / DAN ANDERSON
Tags zuvor hatte «Michael» mit Windgeschwindigkeiten von 250 Stundenkilometern die Küste getroffen. EPA/EPA / DAN ANDERSON
Der Abgeordnete Neal Dunn aus der Stadt Panama City sagte zu CNN: «Es sieht so aus, als wäre in jedem einzelnen Block eine Bombe hochgegangen.» AP/AP / Gerald Herbert
Zahlreiche Bäume wurden ausgerissen und blockierten die Strassen. AP/AP / Gerald Herbert
Die Sturmflut zog sich wieder zurück und hinterliess ein Bild der Zerstörung, wie hier in St. Joe, Florida. AP/Tampa Bay Times / Douglas R. Clifford
Aufnahmen aus Mexico Beach zeigten weitreichende Zerstörung, Überflutungen und Trümmer. AP/AP / Chris O'Meara
Auch auf Bildern aus der Stadt Port St. Joe waren zerfetzte Häuserreste, abgedeckte Dächer und umgeknickte Bäume zu sehen. AP/Tampa Bay Times / Douglas R. Clifford
«Michael» hatte in den vergangenen Tagen rasant an Stärke gewonnen. Die Behörden riefen hunderttausende Menschen eindringlich dazu auf, das betroffene Gebiet zu verlassen. Doch viele kamen dem nicht nach. Floridas Gouverneur Scott sagte, er sei enttäuscht darüber. EPA/EPA / DAN ANDERSON
Zerstörte Gebäude in Port St. Joe, Florida. AP/Tampa Bay Times / Douglas R. Clifford
Der Direktor des Nationalen Hurrikanzentrums, Ken Graham, warnte vor Überflutungen durch heftigen Regen in Teilen Georgias, im Südosten Virginias sowie in South und North Carolina. AP/AP / Wilfredo Lee
Auch in Panama City Beach richtete «Michael» verheerende Zerstörung an. AP/AP / Gerald Herbert
Ganze Wälder wurden entwurzelt und Bäume flogen durch die Luft. AP/AP / Gerald Herbert
Die Behörden hatten zahlreiche Menschen vorab dazu aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Viele kamen den Anweisungen aber nicht nach. Gouverneur Scott sagte, er sei enttäuscht darüber. AP/AP / Gerald Herbert
Viele Menschen verloren ihr gesamtes Hab und Gut. AP/Miami Herald / Pedro Portal
Ein komplett zerstörtes Gebäude ... EPA/EPA / DAN ANDERSON
Die Behörden haben Such- und Rettungsmannschaften in die besonders getroffenen Gebiete geschickt EPA/EPA / DAN ANDERSON