Barack Obama veröffentlicht Memoiren nach der US-Wahl
Barack Obama
Bild: keystone
Fast vier Jahre nach seinem Abschied aus dem Weissen Haus will der frühere US-Präsident Barack Obama den ersten Band seiner Memoiren veröffentlichen.
«A Promised Land» (etwa: «Ein gelobtes Land») erscheine am 17. November und damit zwei Wochen nach der diesjährigen US-Wahl, wie der Verlag Penguin Random House am Donnerstag mitteilte. Neben der englischen Version erscheine das Buch an dem Tag in 24 weiteren Sprachen, darunter auch auf Deutsch.
Obama schrieb auf Twitter, er habe in seinem Buch eine ehrliche Bilanz seiner Präsidentschaft ziehen wollen. Zudem beleuchte er, mit welchen Kräften die USA als Nation rängen, wie man die Spaltungen heilen und die Demokratie für alle funktionieren lassen könne. Obama war im November 2008 gewählt worden und zog 2009 als erster schwarzer Präsident ins Weisse Haus ein. 2012 wurde der Demokrat wiedergewählt.
Der Erscheinungstermin für den zweiten und abschliessenden Band der Memoiren stehe noch nicht fest und werde zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben, erklärte der Verlag. Die Memoiren von Obamas Frau Michelle waren 2018 im US-Buchhandel erschienen und zum Bestseller geworden. (aeg/sda/dpa)
So hart attackiert Obama seinen Nachfolger Trump
Ex-Präsident Barack Obama kritisierte Donald Trump während des Demokratenparteitags am 19. August 2020 scharf. keystone
«Donald Trump ist nicht in den Job hineingewachsen, weil er es nicht kann. Und die Folgen dieses Versagens sind schwerwiegend.» keystone
«Ich hatte gehofft – im Interesse unseres Landes –, dass Donald Trump etwas Interesse daran zeigen würde, den Job ernst zu nehmen; dass er das Gewicht dieses Amtes spüren und etwas Ehrfurcht vor der Demokratie entdecken würde, die ihm anvertraut wurde. Aber er hat es nie getan.» keystone
«Diese Regierung hat gezeigt, dass sie unsere Demokratie niederreissen wird, wenn das nötig ist, um zu gewinnen.» keystone
«So verkümmert eine Demokratie, bis es gar keine Demokratie mehr ist. Wir können das nicht zulassen. Lasst nicht zu, dass sie Euch Eure Macht wegnehmen. Lasst nicht zu, dass sie Euch Eure Demokratie wegnehmen.» keystone
«Es ist keine normale Zeit. Also möchte ich heute Abend so deutlich, wie ich kann, darüber sprechen, was bei dieser Wahl auf dem Spiel steht.» keystone
Und Trump? Reagierte sofort. «Präsident Obama hat keinen guten Job gemacht. Und der Grund, warum ich hier bin, ist wegen Präsident Obama und Joe Biden», sagte er bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus. keystone / Evan Vucci
«Und wenn sie einen guten Job gemacht hätten, wäre ich wahrscheinlich gar nicht hier. Ich wäre sehr glücklich gewesen, ich habe mein vorheriges Leben sehr genossen.» keystone / Chris Kleponis / POOL
Auch auf Twitter schoss der Präsident gegen Obama: «Willkommen, Barack und Gaunerin Hillary. Wir sehen uns auf dem Schlachtfeld.» screenshot: twitter
Und weiter: «Warum weigerte er sich, Slow Joe (Joe Biden) zu unterstützen, bis alles vorbei war, und selbst dann war es sehr spät? Wieso wollte er ihn davon überzeugen, nicht anzutreten?» screenshot: twitter
Und zum Abschluss in Grossbuchstaben: «Er spionierte meine Kampagne aus und wurde erwischt!» screenshot: twitter
Attacke auf Trump: Obama spricht in seiner Rede Klartext
Video: watson / jah
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