Als erstes nach der Meldung des angenommenen Brexit sackte das englische Pfund massiv ab. Die Reaktionen auf den Brexit im Netz sind feindselig gegenüber den Befürwortern. Aber auch lustig.
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Auf Social Media machen sich insbesondere diejenige lustig über die Brexit-Voter, die sich von einem Brexit eine Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage erwarten. Denn diese tritt, zumindest kurzfristig sicher nicht ein. Das Englische Pfund ist an den Devisenmärkten massiv abgesackt. So massiv, dass manch einer heulen wird und der Macher dieses Memes rät: «Investiere in Photoshop».
Lustig machen kann man sich auch über Leute, die nicht vorausschauend handeln und für einen EU-Austritt stimmen, ihre eigene Währung kaputt machen und vor dem Abstimmen vergessen, ihr Geld in Dollar zu wechseln. Insbesondere, wenn sie Sommerferien in den USA geplant haben.
gif: giphy
Mit dem Absacken des Pfund-Kurses frühmorgens wird es aber nicht getan sein. Die Börsenkurse werden weltweit keine Höchstwerte erreichen heute. Schuld sind natürlich die Brexit-Voter, die hier veranschaulicht kriegen, was jetzt an den Börsen passiert.
Dass es nun zu spät ist, ist klar. Aber das hindert niemanden daran, vorauszusagen, wie sich die Brexit-Voter fühlen werden, wenn sie dann realisiert haben, wofür sie gestimmt haben.
bild: watson via twitter
Natürlich kriegt auch der mittlerweile als Wurzel allen Übels ausgemachte Premierminister David Cameron sein Fett weg. Er hat lange genug Stimmung gemacht gegen die EU, um seine Beliebtheitswerte zu steigern und hat damit gesät, was sein Land heute geerntet hat. Folgerichtig hat er auch seinen baldigen Rücktritt angekündigt.
Hier eine Montage aus der Reihe Hashtag #brexitfilme.
bild: facebook/stern
Anderswo ist Cameron noch vor seiner offiziellen Rücktrittserklärung kurzerhand durch seine Katze ersetzt worden. Diese ist tatsächlich kurz vor Camerons Rede an die Nation vor die Tür getreten und hat sich ein wenig umgeschaut.
Andere thematisieren den Graben zwischen Alt und Jung, der sich bei der Brexit-Abstimmung aufgetan hat. Die Jungen haben mehrheitlich für einen Verbleib in der EU gestimmt, die Alten wollten ihr altes England zurück und haben für den Austritt gestimmt.
In Frankreich ist die Scheidung Europas von Grossbritannien indes nicht die schlimmste aller Optionen. Eher im Gegenteil. «Wer möchte sich von so etwas nicht scheiden lassen?», fragt ein Kommentator.
In England selber indes ist man nicht überall so begeistert von der bevorstehenden Scheidung von Europa und den damit einhergehenden wirtschaftlichen und politischen Einschnitte.
(thi)